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Klimawandel: Die Katastrophe hätte verhindert werden können
DPA

Die Welt nähert sich dem Abgrund, doch statt zu handeln stecken wir den Kopf in den trockenen Sand. Warum weckt der mögliche Untergang der Menschheit so wenig Interesse?

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cover-dale 06.08.2018, 12:44
220. Wir sind nicht schuld ! Es war und ist unvermeidlich !

Um das ein für alle Mal klar zu stellen: Wir Menschen, der Homo sapiens, hat eine fatale Kombination von Fähigkeiten, die zwangsläufig zum Kollaps führt. Daran sind wir nicht schuld, weder persönlich noch irgendwelche Vorfahren.
Jedes Gerede von Vernunft, Verantwortungsgefühl und anderen Konzepten, an denen sich Intellektuelle hochziehen, ist was für den Salon. Wer solche Artikel schreibt und für gut befindet, hat nur nicht den Mut, Tatsachen zu akzeptieren. Lieber Schuldgefühle verbreiten als die kühle Effektivität der Evolution zu akzeptieren.
1. Die Aggressivität unserer Art ist sehr hoch. Das liegt am hormonellen System, welches uns zu Neid, Gier, Rachsucht, Gewalt und all den anderen 'bösen' Trieben zwingt. Wir in unserer Wohlstands- und Wohlfühlgesellschaft wollen das nicht wahr haben, 'edel sei der Mensch, hilfreich und gut'. Diese Denkweise ist auch nur egoistisch, damit man sich besser fühlt, und keine radikalen Maßnahmen ergreifen muss, denn: der Mensch kann sich ändern .. na klar ...

2. Ohne unseren Verstand und unsere frei zur Verfügung stehenden Hände wäre es aber nicht extrem geworden. Der Mensch ist praktisch zu allem fähig, was Naturgesetze zulassen. Nur das eigene Wesen an der Wurzel zu ändern, diese Fähigkeiten zu reduzieren die uns in den Untergang führen, dazu sind wir nicht bereit, nein wir sind unfähig dazu, also auch hier keine 'Schuld' an sich. Es ist eben so.

Am ehesten würde uns ein Vorgehen wie in 'Brave new world' von Huxley ermöglichen, die drohenden, nein sichere Apokalypse abzuschwächen (vermeiden ist unmöglich).
Wer aber würde sich bereit erklären, Nachfahren weniger aggressiv, genügsamer und auch weniger intelligent zu 'züchten', also gentechnisch solche Kinder zu 'erzeugen'. Also, einfach akzeptieren, dass es keinen Ausweg gab, und dieses Gejammere einstellen, nur um sich besser zu fühlen.

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haro 06.08.2018, 12:44
221. Was nun, Herr Kuhn? Wärmekatastrophe oder Eiszeit?

Ich empfehle den SPIEGEL-Redakteuren doch sehr, einen Artikel aus eigenem Hause nochmals gründlich zu lesen: "Wetter-Katastrophen auf Raten"
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667249.html
"Halte die gegenwärtige Klimaverschlechterung an, so warnt etwa der US-Wissenschaftler Reid Bryson, Direktor des Instituts für Umweltstudien an der Universität von Wisconsin, so werde sie demnächst womöglich "die ganze Menschheit in Mitleidenschaft ziehen" -- "eine Milliarde Menschen würde verhungern".
Zum Glück lage Bryson völlig daneben. Das birgt Hoffung: dass auch Klimaforscher wie Herr Prof. Latif furchtbar irren - so wie dieser bereits im Jahre 2001...

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hareck 06.08.2018, 12:49
222. Vielen Dank, Herr Diez,

für die vielleicht etwas zugespitzte, aber dadurch um so wichtigere Darstellung der Lage.
Insbesondere die – geisteswissenschaftliche – Erklärung der Leugnung und Verdrängung der Lage aufgrund der Größe und des fehlenden Rahmens ist sehr hilfreich. Durch diese Erkenntnis kann die Voraussetzung für einen zukünftigen Diskurs geschaffen werden.
Und ...übrigens... ich rede ständig darüber.

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hareck 06.08.2018, 12:53
223. Es geht hier um die Menschheit,

Zitat von felertoifel
Es wird immer Ecken auf diesem Planeten geben, in denen sich Überlebende noch der heftigsten Katastrophe finden werden. 5000 bis 7000 reichen doch aus. Das ergibt einen überlebensfähigen Genpool. Tasmanien, Grönland, Tundra, Alaska usw. Und diese Letzten ......
Würden Sie 5000 bis 7000 als "Menschheit" bezeichnen? Der Begriff impliziert doch eine gewisse Kultur und Kontinuität.

Aber wenn Sie das anders sehen, haben Sie schon Recht. Die Kakerlaken werden überleben und sich nach ein paar hundert Millionen Jahren Evolution wieder zu so etwas wie Menschen entwickeln. Bis die sich nach ein paar weiteren tausend Jahren dann wieder selbst vernichten. Also kein Grund zur Sorge.

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cover-dale 06.08.2018, 12:54
224. @felertoifel: Ja, es werden viele überleben

Zitat von felertoifel
Es wird immer Ecken auf diesem Planeten geben, in denen sich Überlebende noch der heftigsten Katastrophe finden werden. 5000 bis 7000 reichen doch aus. Das ergibt einen überlebensfähigen Genpool. Tasmanien, Grönland, Tundra, Alaska usw. Und diese Letzten werden Ressourcen .....
Ich denke, dass die Anzahl von Menschen nicht unter 10 Millionen gehen wird. Diese werden zwar unter unsäglich schlechten Bedingungen leben (nach unserem Maßstäben), Hitze ist da noch das kleinste Übel denke ich. Aber der Mensch als Art ist wesentlich zäher als wir es glauben können. Ansonsten hätten wir es nicht so 'weit' gebracht ..

Es geht allerdings um die Milliarden Menschen, die in den nächsten 100 Jahren unter unsäglichen Bedingungen kämpfen, vegetieren und sterben werden. Das ist so entgegengesetzt von dem Leben, das wir jetzt führen, es ist nicht vorstellbar, dass wir das nicht abwenden können. Aber es ist so. Es ist unvermeidlich. Die Evolution kennt kein höheres Ziel. Trial-and-error, vielleicht in 1 - 2 Millionen Jahren? Dann ist die Erde immer noch Milliarden Jahre da ...

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knuty 06.08.2018, 12:58
225.

Zitat von global.payer
auf der anderen Seite gibt es Protagonisten, die einen Meeresanstieg von 70 m errechnet haben für den Fall das die Polkappen schmelzen, ein völlig realitätsfernes Szenario, es bräuchte mehrere zehntausend Jahre, zur Zeit steigt der Meeresspiegel um 22 cm pro hundert.....
Der Meeresspiegel ist in den letzten zehn Jahren um 3 cm angestiegen. Das sind 30 cm pro Jahrhundert und eine Beschleunigung des Anstiegs. Sturmfluten laufen dadurch um etwa drei Mal so hoch auf. Der Sturmflutpegel in Hamburg z.B. ist seit der Großen Flut von 1962 um 75 cm angestiegen.

Sie finden es fahrlässig Forschungsgelder auszugeben, um abschätzen zu können, wie hoch man Deiche bauen muss?
Ich weiß zwar nicht, was Sie damit sagen wollen, aber zwei gleiche UV-Filter hintereinander reduzieren die UV-Strahlung um insgesamt 99%.
Eine Verdoppelung des CO2-Gehalts erhöht die Temperatur ohne Feedbacks, wie z.B. Verringerung der Albedo durch Schmelzen von Eisflächen oder das Auftauen von Permafrost, um rund 1° C. Mit Feedbacks sind es voraussichtlich zwischen 1,5 und 4,5°C bis zum Jahr 2100.

Diese 1°C haben wir allerdings schon erreicht, obwohl sich der CO2-Gehalt nicht verdoppelt, sondern "nur" um 43% erhöht hat. Steigt der CO2-Gehalt weiter so stark an wie zur Zeit, dann werden diese Temperaturen eher erreicht werden und die Pole schmelzen schneller ab.

Ich muss gar nicht glauben, sondern wissen.

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Ruhrsteiner 06.08.2018, 12:59
226. Was die politische Botschaft zum wiss. Thema Klimawandel ist?

Vielleicht erst einmal informieren, wie sich der Stand der Wissenschaft überhaupt darstellt. Denn hinreichend bekannt … scheint zum Thema Klimawandel teilweise erschreckend wenig zu sein. Das gilt vor allem für die Presse.

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spiegelwechsler 06.08.2018, 13:00
227. Reid Bryson

Zitat von haro
Ich empfehle den SPIEGEL-Redakteuren doch sehr, einen Artikel aus eigenem Hause nochmals gründlich zu lesen: "Wetter-Katastrophen auf Raten" http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667249.html "Halte die gegenwärtige ......
Reid Bryson war Klimaskeptiker und wie jeder Klimaskeptiker nach ihm, hat er sich auch geirrt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reid_Bryson

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knuty 06.08.2018, 13:11
228.

Zitat von haro
Ich empfehle den SPIEGEL-Redakteuren doch sehr, einen Artikel aus eigenem Hause nochmals gründlich zu lesen: "Wetter-Katastrophen auf Raten" http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41667249.html "Halte die gegenwärtige .......
Reid Bryson war ein Klimaleugner, der, wie ein paar andere auch, die Gelegenheit in den Siebziger nutzte, um gegen die Klimaerwärmung zu agitieren. Wie sich inzwischen herausstellte, wurde seine Studie vom CIA finanziert, der sich dadurch die Genehmigung von größeren finanziellen Mitteln vom amerikanischem Kongress versprach.

Mojib Latif hat sich nicht geirrt, ganz im Gegenteil. Latif hat zusammen mit anderen Klimaforschern in einer Studie prognostiziert, dass es für den Zeitraum von 2005 bis 2010 zu einer Stagnation der Erwärmung kommen wird und danach die Erwärmung stärker fortsetzen wird. Und genau das ist eingetreten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mojib_Latif#Forschungsergebnisse_und_Positionen

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litholas 06.08.2018, 13:16
229.

Zitat von christiansteiffen
... Das Klima wandelt sich seit es die Erde gibt. Auch ganz ohne Zutun des Menschen. Wahnsinns-Erkenntnis, oder? Die Temperaturen im Mittelalter lagen deutlich höher als die von Heute. Da war von industrieller Revolution nicht mal zu denken. Grönland war komplett ohne Eis. Das ist alles längst belegt. Was soll also diese alberne Panikmache hier?
Die Temperaturen im Mittelalter lagen um 0,5 bis 1 Grad unter den heutigen. Und Grönland ist seit Millionen Jahren nicht eisfrei gewesen.

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