Forum: Kultur
Klimawandel: Reißt euch zusammen, Menschheit
DPA/Sebastian Kahnert

Die Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Doch noch immer wird nicht genug gegen den Klimawandel unternommen - dabei kann jeder etwas tun. Warum es jetzt Zeit wird für zivilen Ungehorsam.

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Havel Pavel 29.09.2019, 10:43
190. Es gibt leider kein stimmiges Gesamtkonzept

Zitat von Newspeak
Ziviler Ungehorsam? Vielleicht sollte man zuerst mal zivilen Gehorsam ausprobieren. Z.B. dass nicht fast jeder seinen Müll in die Gegend schmeisst. Plastik wäre überhaupt kein Problem, würde es in Mülleimer statt in Flüsse geworfen. Z.B. dass man Verschwendung nicht auch noch cool findet. Wer kauft denn die SUVs? Gesunder Menschenverstand wäre angebracht und nicht emotional hysterischer Aktionismus.
Das alles stimmt was Sie hier aufzählen aber wie soll ein Politiker dies alles im Paket dem Wählervolk vermitteln ohne nicht aus allen Schichten Wähler zu vergraulen? Würde er dann noch das Zauberwort "Verzicht" erwähnen, hätte er wohl seine letzten Anhänger auch noch vor den Kopf gestoßen. Jeder der informiert ist weiß. dass man gerade durch den Verzicht auf so manches Überflüssige, Unnötige, Unsinnige, usw. den größten Beitrag zur CO 2 Einsprung leisten könnte. So zeigen Berechnungen, dass z. B. Bewohner in weitaus ärmeren Ländern dieser Erde pro Person etwa 95% weniger CO 2 "produzieren" als Menschen aus den sogenannten zivilisierten hochentwickelten Landern, alles voran die US Bürger und so manche reichen Ölförderländer, die auf Teufel komm raus jeglichen Luxus frönen, ohne sich Gedanken über die daraus resultierenden Folgen für den Rest der Weltbevölkerung, geschweige denn der Natur zu machen. Aber unsere Superpolitiker versuchen dem naiven Volk die Story zu verkaufen, dass Wachstum immer an erster Stelle stehen muss, um so die Mittel zu erwirtschaften die für den "umweltgerechten" Umbau der Technologien nun mal erforderlich sind. Dass sie damit beim Großteil der Bevölkerung (noch) auf offene Ohren und Zustimmung stoßen mag wenig verwundern, denn die Mehrheit strebt nach wie vor zu immer mehr und wohl eher nicht zu Beschränkungen. Wer kauft sich z. B. schon den Neuwagen eine Nummer kleiner, nein in aller Regel muss er grösser, schneller und noch stärker sein, ist doch klar! Und dies schließt so ziemlich alle Bereiche mit ein, sogar bei Smartphones darf es gerne wieder eine Nummer grösser sein!

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RDetzer 29.09.2019, 10:48
191. Zuviel Angstmache,

das wird übel genommen. Wie wir auf den Klimawandel (früher: Atomkrieg) reagieren sollen, hat schon Walt Disney in seinen best ausgestatteten Forschungsstudios herausgefunden. In Disney Land, in Center Parks und Hochburgen des Tourismus gibt es keinen Klimawandel. Wir haben gelernt mit dem Fliegen, mit Kreuzfahrtschiffen, TV und SUV ausgestattet schneller als der Klimawandel zu sein. Wer sich gegen diese tiefe Einsicht stellt, muß ein Feind der Menschheit sein. Es ist hoffentlich nicht ernst gemeint, sich in einem Artikel als Feind der Menschheit aufzuführen. Deshalb Warnung vor Frau Berg, sonst kommt Lars von Trier.

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RalphNRing 29.09.2019, 11:03
192.

Frau Berg hat recht und trifft den Nagel, mit ihrer Kolumne, auf dem Kopf. Doch die Ignoranz und die Unwissenheit der meisten Menschen ist grenzenlos, so das ich wenig Chancen sehe, das Klimaruder noch mal rumzureißen.
Es bleibt zu hoffen, das die Menschheit so erfinderisch ist, mit den massiven weltweiten Veränderungen umzugehen weis.

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Das Pferd 29.09.2019, 11:04
193.

Zitat von Gluehweintrinker
Und was schließen Sie daraus? Sie erziehen alle Indonesier, Ghanaer und Indet zur Mülltrennung? ........................
So mißversteht man Leute absichtlich.

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ontwoone 29.09.2019, 11:08
194. Zeit innezuhalten

Wir müssen es schaffen, die Lage ernsthaft zu sondieren und die richtigen Lösungen zu finden. Innehalten heißt: erst mal alles nutzen was vorhanden ist, nichts Neues erschaffen. Dann erkennbar machen, was wirklich notwendig ist. Wir haben die Kontrolle über uns verloren, als wir Dinge hergestellt haben, die wir nicht zum Überleben brauchen, sondern nur so zum Spaß und Zeitvertreib. Öffnen wir die Augen, erkennen wir uns wieder in einer Welt, voller unnötiger Gadgets und Angewohnheiten. Stellt euch vor, wie schön unsere Welt wäre, wenn es keinen Billigschund mehr gäbe, wie z.B. Überraschungseier, Werbeartikel oder ständig neue Spaß-Technik oder Urlaube rund um den Planeten mit allen möglichen Verkehrsmitteln und um jeden Preis. Oder die ständig neuen Waffen die zu dauernden Kriegen führen die immer einen extrem großen Umweltschaden anrichten. Oder bedenken wir doch einmal die Ökobilanz der vielen Film-, Fernseh- und Showproduktionem. Ist uns eigentlich klar, wieviele Filme, Sendungen und Shows bereits vorhanden sind, die wir bis zum Tode niemals alle anschauen könnten. Stoppen wir doch mal die Neuproduktion und schauen und hören wir erst mal durch, was bereits vorhanden ist. Mal im Ernst, während der Planet und viele Lebewesen auf ihm leiden, werden Unnötiges und ständig neue Filme erschaffen. Stãndig wechseln Mode und Automodelle. Angewohnheiten wechseln sich zerstörerisch ab, z.B. werden erst viele Landstriche mit Hotelburgen zugepflastert, dann rennen alle auf die vielen Riesenschiffe. Bald stehen diese ungenutzt herum, weil wir alle ein Wohnmobil oder Camper haben müssen. Zuhause das gleiche: die Küche oder Fernseher sind noch gut, da braucht es was neues, weil moderner. Es wird rumgeprotzt und stãndig Müll produziert. Selbst unsere vielen unnötigen Spaß-Haustiere sind echte Klimakiller, mit ihrem Fressen, Kacken, Spielen und Wohlfühlen. Wir haben die Kontrolle über uns und den Respekt vor der Natur verloren und sind, vor allem in den reichen Gebieten, unanständig und asozial geworden. Ich hoffe doch, dass wir alle aus purem, existenziellen Eigennutz die Welt verbessern wollen. Und wenn sich Saulus aus Angst zu Paulus wandelt, ist er am Ende dennoch ein besserer Mensch. Und ja, es muss auch wirtschaftlich weitergehen. Die Menschheit wird sicherlich nicht wieder in Jurten leben und abends am Lagerfeuer sitzen. Jetzt ist jeder Einzelne von uns ebenso gefordert, seinen möglichen Beitrag zum Ganzen zu leisten. Überprüfen wir unsere künstlich geschaffene Lebensweise und stellen wir ernsthaft jede Handlung in Frage. Muss das sein und was richtet es wo an? Das fängt schon mit dem furchtbaren Begriff „Verbraucher“ an. Ist doch schon destruktiv , etwas verbrauchen zu wollen. Jetzt wo wir beinahe unseren Planeten verbraucht haben, ist nicht jammern, sondern Demut nützlich. Egoismus und dieses geisteskranke „lass mich doch“ haben sich in Anbetracht der daraus resultierenden globalen Zerstörung in der Tat verbraucht. Bescheidenheit wird unseren Wohlstand und unsere Zivilisation sicherstellen, nicht Gier. Einer für alle, alle für einen!

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lexrab 29.09.2019, 11:12
195. Ich versteh

die Aufregeung um den "Klimawandel" nicht. Wenn es zu warm wird machen wirs doch wie in Katar: wir kühlen uns die Welt mit riesigen Klimaanlagen auf die Temperatur wie wir sie gerne hätten.

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tom2strong 29.09.2019, 11:12
196. Utopia has gone

Dieser verzweifelte Blick in die Zukunft macht nicht zufrieden. Warum nicht loslassen. Es ist nicht schlimm, wenn die Menschheit ausstirbt. Es ist nicht schlimm, wenn die Menschheit komplett überwacht wird. Auf lange Sicht sind wir ohnehin alle tot (sagte mal ein Nationalökonom und hat selbstverständlich recht). Dieses die Erde retten wollen ist doch auch nur ein anderer menschlicher Egoismus. Ein anderer zwar als der, der den Klimawandel auslöst, aber eben doch auch ein Egoismus. Als ich vor 25 Jahren meinem Freundeskreis mitteilte, dass ich nun das alpine Skifahren aufgebe, weil ich die Skiindustrie nicht weiter fördern möchte und mir die Berge und Bergwälder am Herzen liegen, da hat das nicht jeder verstanden. Leben sie mal so ein Leben in unserer Gesellschaft mit ihren eigenen Überzeugungen. Als einer der es seit 25 Jahren begriffen hat was abgeht, für sich selbst die Konsequenzen gezogen hat und um sich herum nur Unverständnis und müdes Lächeln wahrgenommen hat. Als einer der immer nah dran war als der Spinner abgestempelt zu sein, bin ich nun so weit, dass es mir meistens egal ist. Das ist tatsächlich ein Zustand den ich mir hart erarbeiten musste, um nicht sofort völlig zu verzweifeln. Und wenn ich jetzt die Jugend auf den Strassen sehe lacht mir trotzdem mein Herz. Ich kenne das Gefühl. Und wer die Zukunft schon jetzt leben möchte, der zieht nach China und wird über mehrere Generationen hinweg Chinese.

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Das Pferd 29.09.2019, 11:19
197.

Zitat von karlsiegfried
Jetzt geht es aber los. Kein Zag ohne Klima. ohne Greta. ohne Ratschläge und, und, undas ist mit den anderen Bedrohungen der Erde? Überbevölkerung, welche weiterhin steigt ist auch ein Thema. Darüber wird penetrant geschwiegen. Wasser- und Lebensmittelknappheit bei Milliarden Menschen. Arbeitssklaventum. Vernichtung des Regenwalds. Unterdrückung der Frauen in bestimmten Ländern und, und. Das Raubrittertum der Finanzwirtschaft und welteit zahlreicher Politiker. Dazu kommen nationale Probleme, wie in Europa und so weiter. Allein die vollständige Aufzählung lebens- und menschenbedrohender Umstände und Ereignisse füllt ein merhhundertseitiges Buch. Wo ist die Prioritätenliste? Steht das Problem Klima tatsäch an erster Stelle oder sollte es die weiterhin wachsende Überbevölkerung sein? Oder was? In derPublzistik wird das, was Frau Berg abgeliefert hat, billiger Stichflammenjournalismus mit dem Ziel Kasse machen bezeichnet. Weil kein Ergebnis, keine Problemlösung, nur viel Palaver.
auf Frau Berg bezogen ist das sicher richtig, die lebt vom Schreiben und Klima schlägt derzeit halt Frau. Aber das hat mit der Sachebene nichts zu tun.

Natürlich gibt es auch andere Probleme. Die Überbevölkerung steht mit dem Klima ja in enger Beziehung. Aber es gibt natürlich auch die Gefahr eines Atomkriegs, das Gendersternchen, Armut, Migration, Schummeldiesel und viele andere Themen.

Nach allem was die Wissenschaft heute sagt, wird man aus den Jahre 2100 völlig fassungslos auf unsere Prioritätenliste schauen. Ungefähr wie wir auf die Gründe für manche Wahlentscheidung von anno 33 schauen, die Wünsche verstehen, aber nicht die Prioritäten.

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Das Pferd 29.09.2019, 11:33
198.

Zitat von Euthymia
Es ist ja eine schon im Ansatz falsche Sicht auf die Menschheit, davon auszugehen, dass wir nichts tun. 1981 betrug der Anteil der Menschen, die in absoluter Armut leben, 44%. 2018 ist dieser Anteil erstmals unter 10% gefallen. Die Kindersterblichkeit geht weltweit zurück, was sich nicht zuletzt in dem rasanten Anstieg der Bevölkerungszahlen widerspiegelt. 86% aller Kinder weltweit sind geimpft. Waldbrände im Amazonas haben sich seit den 80ern halbiert, und wir können wieder in Rhein und Elbe schwimmen. Dass es noch zu tun gibt, ist unstrittig, aber wir sind auf einem guten Weg und es ist einfach falsch, den Eindruck zu vermitteln, dass "alles immer schlimmer wird".
das ist ohne Zweifel richtig. Der Rückgang der Armut ist zu einem großen Teil in China passiert, erkauft mit dem zeitweiligen Verzicht auf Kinder. Eine der weisesten politischen Entscheidungen der letzten 100 Jahre, allerdings in einer Demokratie fast unmöglich.

Das Problem ist: wenn die Wissenschaft im Wesentlichen recht hat (vom Gegenteil auszugehen ist absurd), bewegen wir uns auf Kippunkte zu. Wir werden Wanderungsbewegungen sehen, die wir uns kaum vorstellen können, und natürlich werden sich zuwandernde Gruppen und die örtliche Bevölkerung bekämpfen. Wir haben ein gewaltiges Problem, das, neben dem Atomkrieg, das Potential hat alle diese Ergebnisse zunichte zu machen.

Vielleicht wird man in 100 Jahren 86% Impfquote ohne flankierende Geburtenkontrolle gar nicht mehr so uneingeschränkt positiv sehen?

Ich halte es für wichtig zu fokussieren. Wir haben viel erreicht, wir haben es geschafft, uns, trotz der Möglichkeit, 74 Jahre keine Atombomben auf die Köpfe zu werfen, wir haben das Ozonloch so einigermaßen in den Griff bekommen, man kann im Rhein schwimmen.

Aber das ist alles nichts wert, wenn wir in der Klimafrage weiter so versagen.

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vormensch1 29.09.2019, 11:38
199. Die Welt retten Ingenieure,

Zitat von RalphNRing
Frau Berg hat recht und trifft den Nagel, mit ihrer Kolumne, auf dem Kopf. Doch die Ignoranz und die Unwissenheit der meisten Menschen ist grenzenlos, so das ich wenig Chancen sehe, das Klimaruder noch mal rumzureißen. Es bleibt zu hoffen, das die Menschheit so erfinderisch ist, mit den massiven weltweiten Veränderungen umzugehen weis.
nicht naiv-hysterische Verweigerer.
Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften 100 Grad in den Städten erreicht werden, in etwa 200 Jahren 250 Grad.
Dann ist jegliche Diskussion beendet.
Verzicht weltweit!! kann etwas bremsen aber den Verlauf nicht mehr aufhalten.
Man lese dazu Steven Hawking und mache sich mit dem Methan- und Wasserdampfproblem vertraut.
Solche Kolumnen sind so sinnlos wie mit dem Rauchen aufzuhören, damit sich die Luft in den Straßen verbessert.

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