Forum: Kultur
Kommentar zum Anschlag in Paris: Wir alle sind Charlie
AFP

Der Anschlag auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" darf unser Denken nicht beeinflussen, weder das der Islamkritiker noch das der Muslime - sonst ist die Freiheit verloren.

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karl-wanninger 08.01.2015, 15:34
120.

Zitat von Vonderdroone
Der Terror darf uns nicht beeinflussen meinen Sie. Da stimme ich absolut zu. Aber der Terror ist die Waffe der Schwachen, Spott und Hohn und Verächtlichmachung sind die Waffen der Starken, nämlich der Medien und davor sollten wir uns fürchten.
Nein, Terror ist nicht die Waffe der Schwachen, Terror ist die Waffe der Fanatiker und die müssen auch nicht schwach sein, wie die Nationalsozialisten bewiesen haben.
Die Waffe der Schwachen ist u.a. die Satire, die sich ja gegen die Herrschenden richtet, oder eben gegen Phänomene die Herrschaftsansprüche, wie z.B. der Islamismus, über die ganze Welt erheben.
Vor den Medien fürchten sich in einer Demokratie nur die Lügner, die Kriminellen, die politischen Irrlichter und die Fanatiker. Weshalb also sollten "wir" die Medien fürchten, die u.a. Garant für die Aufrechterhaltung der Demokratie sind?

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echo6charly 08.01.2015, 15:36
121. Klare Worte: Toll geschrieben ...

... ist der Beitrag und wahr.
Wir sollten nicht alle Muslieme über einen Kamm scheeren. Sie sind Menschen Wie wir alle und keine wilden Barbaren wie diese jämmerlichen Terroristen.
Natürlich spielt diese grausige Tat den "Faschos" nun in die Karten aber ich bitte euch, nehmt DIE und nicht uns Patrioten ins Visier. Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen "Patrioten" und "Faschisten" Wir sind da um für eine FREIE WELT zu Kämpfen in der Tolleranz und Güte im Vordergrund steht.
Währendessen diese "Faschos" nur Angst schüren wollen und uns mit ihrem sinnlosen, rechten Gedankengut die Köpfe waschen wollen.
Lasst nicht zu das, dass passiert und folgt eurem eigenen Willen und Herzen.

"Je suis Charlie"

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Herbert Bader 08.01.2015, 15:42
122. Logisch!

Freiheit ist erst dann richtige Freiheit,
wenn man sich auch unwiderruflich für ewige Knechtschaft entscheiden kann.

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karl-wanninger 08.01.2015, 16:34
123.

Zitat von Das Grauen
Im GG steht deutlich: "Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet." Darin steckt auch die mögliche Einschränkung der Meinungsäußerung und der Versammlungsfreiheit!
Nein, das tut es eben nicht. Protest und kritische Betrachtung oder Satire sind dadurch nicht beeinträchtigt.
Die Religion findet in den Kirchen oder Gebetsräumen statt und hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen.
Religiöse Fanatiker die alle außer ihren eigenen Anhängern für minderwertig erklären, müssen sich eben auch Spott gefallen lassen und das zu Recht.

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Vonderdroone 08.01.2015, 16:35
124.

Zitat von dertieftaucher
...anders kann ich mir Ihren Kommentar nicht erklären. Satire darf alles und die Grenzen der Meinungsfreiheit (z.B. Beleidigung, Volksverhetzung) regeln bei uns Gerichte. Sie meinen mit den Karikaturen wären man in Deutschland nicht vor Gericht durchgekommen? Nennen Sie mir doch bitte nur ein entsprechendes Urteil eines deutschen Gerichtes. Welche Satire ist je wegen angeblicher Verletzung religiöser Gefühle verboten worden? Leute wie Sie machen mir ernsthaft sorgen, zum Glück repräsentieren Sie nur eine kleine Minderheit.
"Satire darf alles und die Grenzen der Meinungsfreiheit (z.B. Beleidigung, Volksverhetzung) regeln bei uns Gerichte."
Nun, wenn dem wirklich so wäre, dann gäbe es hierzulande nur noch zwei Berufe: Anwälte und Richter. Zum Glück regeln für manche (z.B. für die Minderheit, der ich Ihrer Meinung nach angehöre, in erster Linie mal Anstand und vor allem Verstand die Grenzen der Meinungsfreiheit.

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fritzihansi 08.01.2015, 16:58
125.

Zitat von Das Grauen
Es scheint aber nur eine kleine Minderheit von Migranten zu sein, die sich "in die Ecke stellen" und der Integration ablehnend gegenüber stehen, wie ein Bericht der SZ über eine aktuelle Studie zeigt: ......... http://www.sueddeutsche.de/politik/studie-der-bertelsmann-stiftung-deutsche-werden-immer-islamfeindlicher-1.2294949-2 .....In Anbetracht dessen sollten wir alle mit der großen Mehrheit der aufgeschlossenen Muslime gemeinsam gegen die Fanatiker Stellung beziehen, anstelle das Problem durch unfaire Ausgrenzung noch zu verstärken, finde ich.
Also erstmal ist mein Beitrag ist als etwas ironische Antwort auf den Kommentar von "annoo" zu verstehen.

Aber die Bertelsmann-Stiftung ist nicht gerade bekannt für wirklich unabhängige Studien.
Der Bericht des Bundesinnenministeriums, den ich oben verlinkte sagt etwas anderes aus.
Gerade bei jüngeren, sogar hier geborenen macht sich eine starke Tendenz zur Abschottung gegenüber Einheimischen breit.
Zitat:
„Eine sehr gut gelungene, alltäglich
praktizierte Integration ist nur bei etwas mehr als 10% zu erkennen“

oder:
"Etwa ein Viertel der Jugendlichen bejaht die
eigene Bereitschaft zu körperlicher Gewalt gegen Ungläubige im Dienst der islamischen
Gemeinschaft. Insgesamt ist dieser Anteil bei den Jugendlichen etwa doppelt so hoch
wie bei der islamischen Gesamtbevölkerung, das „Potenzial der für politische
Radikalisierung bis hin zu massiver Gewalt ansprechbaren jungen Muslime bei den jungen
Menschen (ist) deutlich größer als in der Allgemeinbevölkerung“


Aber lesen Sie selbst.

Nichtsdestoweniger stimme ich Ihren letzten Satz im wesentlichen zu. Aber die Integration muß in erster Linie von den Migranten selbst kommen. Bei Migranten aus anderen Kulturkreisen, z.B. aus Ost- und Südostasien funktioniert dies i.A. wesentlich besser obwohl die kulturellen Unterschiede da mindestens genauso groß sind.

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wooka 08.01.2015, 17:04
126.

Als gebildeter und vernünftiger Mensch und auch Gläubiger jeden Glaubens, lässt bzw. darf man sich von solchen Satire Blättern einfach nicht provozieren lassen. Das es nunmal Menschen gibt die ihre Emotionen und ihren Verstand nicht im Griff haben, dürfte Allen hier drin bereits bekannt sein, u.a. Stichwort Anders Breivik. Nichtsdestotrotz, muss ich als "Provokateur", was Satire-Blätter nunmal sind, immer mit dem Schlimmsten rechnen. Dies ist trotz Allem keine Rechtfertigung für Mord! Was jedoch einige Kommentatoren hier verlangen, nämlich weitere Mohammed-Karikaturen als Zeichen der Solidarität zu veröffentlichen, entzieht sich mir jeglicher Vernunft. Ich bin kein Charlie, aber den Hinterbliebenen übergebe ich hiermit mein Beileid.

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Christoph 08.01.2015, 17:11
127.

Zitat von Vonderdroone
Zum Glück regeln für manche (z.B. für die Minderheit, der ich Ihrer Meinung nach angehöre, in erster Linie mal Anstand und vor allem Verstand die Grenzen der Meinungsfreiheit.
Nur weil Menschen aus verschiedenen Gründen oft darauf verzichten, ihre Meinung zu äußern, heißt das noch lange nicht, dass das die Grenzen der Meinungsfreiheit sind.

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theanalyzer 08.01.2015, 17:11
128.

Zitat von Vonderdroone
Zum Glück regeln für manche (z.B. für die Minderheit, der ich Ihrer Meinung nach angehöre, in erster Linie mal Anstand und vor allem Verstand die Grenzen der Meinungsfreiheit.
Die Schere im Kopfe! Darum schere ich mich nicht und erlaube mir, über den Propheten nebst Anhängerschaft zu spotten, wann immer mir danach ist. Wem das nicht passt, der möge maulen, weggehen, widerreden. Aber nicht mehr!

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petromax 08.01.2015, 17:23
129.

Zitat von Vonderdroone
Hätte es nicht vielleicht gereicht, fundamentalistische Islamisten aufs Korn zu nehmen? Musste es unbedingt ein Religionsstifter sein? Man stelle sich doch einmal vor, eine Karikatur stellt Christus als Kinderschänder dar, weil man eigentlich den weitverbreiteten Kindesmißbrauch durch christliche Geistliche anprangern will. Hätte das jemand für lustig, sinnvoll oder gar intelligent gehalten?
Dem wäre noch eines hinzuzufügen, nämlich die Tatsache, daß keine der großen Erlöserreligionen Satire erträgt, weder die christliche noch die islamische.

Die eine verehrt Gott bzw. seinen Sohn, die andere Mohammed, den Propheten.

Bekannte aus Nancy haben mir mehrfach Ausgaben von Charlie Hebdo zugeschickt, u.a. auch eine Ausgabe mit einer auf den Islam gerichteten Karikatur:

http://www.ibtimes.co.uk/france-satirical-mag-charlie-hebdo-sued-by-islamists-blasphemy-1437073

Sie zeigt einen Menschen offenbar muslimischen Glaubens, der sich den Koran vor die Brust hält und spricht: „Der Koran ist Scheiße, er schützt nicht vor Kugeln..“

Mit grobem Strich gezeichnet, nicht auf ironische Satire aus, sondern grob beleidigend, und zwar so, daß man darüber noch nicht einmal schmunzeln oder lachen konnte.

Ich wäre auf Reaktionen gespannt, wenn ein Satiremagazin wie die Titanic eine Karikatur eines mit Kippa bedeckten jüdischen Predigers veröffentlichen würde, der sich eine Bibel/Thora schützend vor die Brust hält, um einen Kugelhagel abzuwehren und dabei die Worte spricht:

"Die Thora/Bibel ist Scheiße. Sie schützt nicht vor Kugeln.."

Nicht vergleichbar mit den Zeichnern der alten französischen Schule, als da wären Franquin oder Debarre....

Wenn man eine solche Karikatur gegen den jüdischen oder christlichen Glauben abdrucken würde, dann würde der Karikaturist sicherlich nicht von irren Fanatikern ermordet.

Aber für ihn wäre der nächste 1. Monat - der letzte. In der Redaktion jeder Zeitung dieser Welt. Darauf gehe ich jede Wette ein.

Mal gespannt,ob das veröffentlicht wird.

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