Forum: Kultur
Kommentar zur Höhlenrettung: Die Kosten der Menschlichkeit
Bergwacht Bayern

Der Höhlenforscher Johann Westhauser ist wieder an der Erdoberfläche - aber die Debatte geht weiter: Muss die Gemeinschaft für die horrenden Kosten der Rettung aufkommen? Und warum steigt einer überhaupt so tief in die Erde?

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gustax 20.06.2014, 06:13
1. Absolut richtig

Meiner Meinung nach ist der Kommentar absolut richtig. Ohne solche Menschen wie z.B. Forscher, Erfinder oder Entdecker würden wir noch auf den Bäumen sitzen oder in irgendwelchen Höhlen sitzen. Ich möchte auch nicht darüber diskutieren ob es sich lohnt ein Menschenleben zu retten und wo die Grenze ist. Ich stimme dem Autor zu wenn er schreibt, dass wir überlegen müssen, wie wir auch den anderen Menschen helfen können.

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spon-facebook-10000424747 20.06.2014, 06:31
2. Ich stimme zu - mit Bedenken

sollte er versichert sein dann müsste schon die Versicherung das Risiko übernehmen - er wird wohl kaum vorsätzlich sich selbst geschadet haben. Es ist deshalb der Allgemeinheit nicht zuzumuten diese Kosten zu übernehmen. Den Versicherungsbetrag kassiert die Versicherung ja auch.

Ist er als Freizeitforscher unterwegs gewesen ohne Auftrag und Job dann muss ich davon ausgehen das er eine private Versicherung abgeschlossen hat - das muss jeder Drachenflieger und Bergsteiger auch. Auch ein Bergsteiger und ein Drachenflieger forschen auf ihre Weise.

Ist keins von den beiden Alternativen vorhanden dann sollte man eine Rückversicherung schleunist einführen.

Aber natürlich war es richtig den Mann sofort, und ohne Kassensturz zu machen, zu retten!!!

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sanibonani 20.06.2014, 06:33
3. Kosten? Kohle? ...vergiss es!!! Peanuts!!!

Wunderbar zu lesen, dass das gefährliche Unterfangen der Rettung in einer beispielhaft konzertierten und überaus disziplinierten Aktion geglückt ist und (zwischenzeitlich hoffentlich) alle wohlbehalten zurück an der Oberfläche angekommen sind! Mein Dank, meine Hochachtung und mein Respekt für diesen übermenschlichen Einsatz gelten allen Beteiligten! …es ist schön, dass in dieser von menschlicher Kälte geprägten Zeit, es noch Menschen gibt, die Hand in Hand gehen und derart selbstlos ihr eigenes Leben gefährden, um einen in Lebensgefahr geratenen zu retten und denen es nicht am Axxxx vorbei geht, dass in diesem Riesending ein Mensch ohne deren Hilfe verrecken würde.

Was es kostet? Wer es bezahlt? Shit egal! Hauptsache keine Menschenleben!...jedem, der darüber anders denkt, sei gewünscht, dass er selbst oder einer seiner Angehöriger nie in eine derartige Notsituation geraten wird, in der er auf evtl. engagierte und kostspielige Hilfe und Rettung angewiesen sein wird, z. B. beim Wandern, Skifahren, Pilzesammeln, Joggen, als dementer Abgängiger, Unfallopfer usw. usf.!!!...Es wird so viel Kohle sinnlos verbrannt – der Bund der Steuerzahler lässt grüßen!...dem gegenüber sind diese (und andere) Rettungseinsatzkosten doch peanuts, scheixxt auf das Geld, denn ein Menschenleben ist unbezahlbar und das letzte Hemd hat keine Taschen!

Allen Beteiligten an der Rettung sei an dieser Stelle gute Erholung und gute Besserung von den wochenlangen Strapazen gewünscht!

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volkerkraft88 20.06.2014, 06:39
4. Vor solchen Abenteuern

sollte aber die Pflicht zum Abschluss einer speziellen Versicherung stehen. Wie im übrigen auch bei etlichen anderen erkennbaren Risiken. Wer z.B. das Geld für einen Skiurlaub hat, ist auch in der Lage, die Verletzungsrisiken separat abzusichern. Wieso muss dafür die Allgemeinheit aufkommen? Man könnte wirklich mal darüber diskutieren, ob erkennbare Risiken wie Freßsucht, Nikotin, Alkohol nicht Zuschläge bei der Krankenversicherung erfordern sollten.

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hwiemken 20.06.2014, 06:43
5. Ehrfurcht

empfinde ich vor der überaus großen Leistung des Rettungsteams. Der Fall zeigt, wozu der Mensch im Team über alle Grenzen hinweg fähig ist. Die Kosten sind im Augenblick des Schadenereignisses bzw. der Notsituation zweitrangig und sind von der Gemeinschaft zu tragen, wie in vielen anderen Fällen auch.

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flyermeier 20.06.2014, 06:48
6. Danke...

dass Sie in einem eigenen Beitrag thematisiert was seit Beginn der Rettungsaktion so unsäglich im Forum diskutiert wurde und klar Stellung bezogen haben.
Ich leiste meinen Beitrag zum Unterhalt eines Theaters, von Kinderspielplätzen, Schwimmbädern, Feuerwehr und Bundeswehr, obwohl ich davon nicht oder nicht unmittelbar profitiere.
Es hat, wie Sie auch schrieben, etwas mir Menschlichkeit und Gemeinschaft zu tun, in der wir leben.

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münchner33 20.06.2014, 06:53
7. Bravo

Vielen Dank an den Author ! Jede Diskussion über Kosten ist pervers. Einem Menschen dem geholfen werden kann sollte man helfen egal die Kosten - oder wo liegt bei den vielen Kritikern dann die finanzielle Obergrenze ? Der Punkt wo es "zu teuer" wird ? Würden Sie die selbe Haltung einnehmen wenn es sich um ein Mitglied Ihrer Familie handelt ? Wir sind ein Sozialstaat und dazu gehört eben auch solche Kosten als Gemeinschaft zu stemmen.

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crossi0071 20.06.2014, 07:02
8. Hätten Sie Westerhauser in der Höhle zurückgelassen?

Persönlich finde ich es sehr gut, dass Spiegel diesen Artikel veröffentlicht hat.
Westerhauser ist ein erfahrener Höhlenforscher, der sicherlich nicht damit gerechnet hat, dass ihm so etwas passiert. Er war mit allen Sicherheitsstandards ausgerüstet, ich denke, man kann ihm darin keine Vorwürfe machen. Auch, dass er mit seinen Kumpanen in diese besondere Höhle des Unterbergs geklettert ist, kann man ihm ebenso nicht zum Vorwurf machen. Denn tatsächlich ohne diese Menschen, die Höhlen erforschen, wüsste die Menschheit, die Wissenschaft nicht genau, wie die Erde aufgebaut ist (trotzdem lässt es die Frage offen, warum die Menschen noch immer nicht gelernt hat, in Einheit mit Erde, Natur zu leben... aber das ist eine andere Sache!)!
Zudem ist der Untersberg ein ganz besonderer Berg, den nur wenige begreifen: Er ist einer der schwersten Berge zu besteigen bzw. in seine Höhlensysteme zu kleiden. Jeder, der diesen Berg schon bestiegen hat bzw. davon erzählt bekommen hat, hat massiven Respekt vor ihm. Und ich denke ebenso, Westerhauser war mit Respekt in diese Höhle gestiegen.
Was ihm passiert ist, war ein Unfall. Sicherlich hat Westerhauser und sein Team mit Steinschlag gerechnet (sonst hätte keiner von ihnen einen Helm getragen), dass dieser aber solch eine Folge haben könnte, das konnte nicht erwartet werden.
Und ja, ich habe hier abgestimmt: Die Gemeinschaft soll die Kosten für diese Hilfsaktion übernehmen. Warum? Weil Westerhauser Hilfe nötig hatte! Jeder, der jetzt hier meckert, wäre in einer vergleichsbaren ähnlicher Situation (Skifahren, Lawine, Suchaktion - Autounfall, Herausschneiden, Transport ins Krankenhaus - etc.) dankbar, wenn Hilfe kommt, ohne dabei bzw. hinterher belastend an seine eigene finanzielle Situation nachdenken zu müssen.

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florisch 20.06.2014, 07:16
9. Im Namen der Kosten

Vor allem sind es "Spiegel Online", "FAZ", "SZ" und ähnliche Gazetten, die nun, kaum ist der Mann gerettet, im Stakkato die Frage nach den Kosten aufwerfen. Sich scheinheilig hinter irgendwelchen einzelnen Leserkommentaren versteckend und inständig beteuernd, dass die aufgeworfene Frage gar keine Frage sein dürfte.

Dies ist nun schon der zweite oder dritte Artikel hier zu diesem Thema, binnen der letzten beiden Tage. Erstaunlich, angesichts dessen, dass dieses Thema doch gar keine Fage sein dürfte. Abstoßend.

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