Forum: Kultur
Kommunismusdebatte bei Illner: Schnappatmung als Kalkül

Eine Runde, fast so formelhaft wie ein SED-Parteitag: Gleich drei Kontrahenten*von Gesine Lötzsch versuchten sich*bei Maybrit Illners ZDF-Talk*in der Kunst der Aufregung, die angegriffene Linken-Chefin bewies Steherqualitäten. Lebendig wurde die Debatte erst, als Theatermacher Claus Peymann eingriff.

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Bre-Men 14.01.2011, 09:52
1. Textbaustein

Ich (im Gedenken an die Opfer des Stalinismus) sehe da nur eien Sturm im Wasserglas (im Gedenken an die Opfer des Stalinismus), der aber (im Gedenken an die Opfer des Stalinismus), amüsant anzuschauen ist (im Gedenken an die Opfer des Stalinismus).

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cooner 14.01.2011, 09:58
2. Peymann for Bürgermeister

Schade, dass Peymann nicht für den Berliner Bürgermeisterposten kandidiert. Dann hätten die Berliner ein wochenlanges fast kostenloses Wahlkampf-Kabaret.
Man stelle sich nur vor, er würde bei diesen Auftritten bei Zwischenrufen so schnappatmig antworten, wie gestern bei Illner (:-)
By the way: weshalb führt Spon regelmäßig das Alter von Diskutanten an? Ich kann nicht erinnern, das bei Namensartikel des seligen Rudolf Augstein jeweils sein Alter dazu gesetzt wurde.

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Gockeline 14.01.2011, 09:59
3. Eine Partei soll systematisch vernichtet werden!

Ich war schon froh,dass hier versucht wird neutral zu bleiben.
In einer Demokratie muß man alle Parteien aushalten können.
Je länger die CDU an der Macht ist um so weniger verändert sich was.
Wir brauchen die LINKEN ebenso wie die SPD oder die Grünen.
Wer die LINKE mit dem Kommunismus in Verbindung bringen will,versteht nicht,dass wir inzwischen eine Deokratie haben.
Deutschland hatte vorher noch niemals eine Demokratie.
Eine Partei wie die LINKEN müßen sich auch in einer Demokratie bewähren.
Das Volk wählt es ab ,wenn sie Mist bauen.
Dem Land tut es gut,wenn andere Köpfe das Land regieren werden.
Es müßen alte Zöpfe abgeschnitten werden,
vor allem in der Wirtschaft mit ihren Vergünstigungen und Subvensionen.
Zu dem ist die CDU niemals in der Lage.

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Sapientia 14.01.2011, 10:03
4. Claus Peymann ist übrigens kein "Vogel", ...

Zitat von sysop
Eine Runde, fast so formelhaft wie ein SED-Parteitag: Gleich drei Kontrahenten*von Gesine Lötzsch versuchten sich*bei Maybrit Illners ZDF-Talk*in der Kunst der Aufregung, die angegriffene Linken-Chefin bewies Steherqualitäten. Lebendig wurde die Debatte erst, als Theatermacher Claus Peymann eingriff.
Herr Autor, sondern eine ernstzunehmende Stimme jenseits der üblichen Gästesuppe, der aus seiner spezifischen Sicht als Theatermann die Dinge anders beim Namen nennt, als die Suppenmitglieder.
Insgesamt jedoch hätte man sich diese Sendung mit den gedanklichen Einwürfen der Illner gut sparen können, es war auch wieder mal nicht mehr als typisch deutsches Diskussionsspießertum.
Letztlich begeiferte man sich daran, ob das Wort: Kommunismus noch öffentlich in den Mund genommen werden darf - natürlich, heute erst recht, was passiert denn gerade ohne das böse K-Wort mit der Bevölkerung, seit die Politik den Taktstock an die Wirtschaft übergeben hat?

Und was nützt diese Betrachtung auch? Es geht um die Freiheit der Menschen (Westerwelle als deutsche Freiheitsstatue), noch weitere Fragen.

Um was es aber nicht ging, aber letztlich faktisch geht, ist ungeachtet des politischen Systems und ihres begrüßten oder verdammten Namens, dass jedes System schlecht ist und Unfreiheit produziert, welches zugleich Armut produziert.
Und das ist in unserer den Kommunismus ach so verdammenden FREIHEITLICHEN demokratischen Grundordnung nach Übergabe des Taktstockes an den Kaufmann sehr der Fall.

Also, ist die GEPLANTE Äußerung der Poltikern eigentlich mutwillig falsch verstanden worden, um die Linke zu dikreditieren, was man insbesondere gern dann macht, wenn man selbst nichts mehr auf der Pfanne hat und vermutlich auch nicht mehr haben wird, weil die beauftragten Leute einfach - durch die Bank weg - zu schlecht sind.

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fessi1 14.01.2011, 10:04
5. ohne Worte

Zitat von sysop
Vögel wie Peymann
Den Artikel so ausklingen zu lassen, ist unterste Schublade...

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jonimuc 14.01.2011, 10:09
6. .

Zitat von sysop
Eine Runde, fast so formelhaft wie ein SED-Parteitag: Gleich drei Kontrahenten*von Gesine Lötzsch versuchten sich*bei Maybrit Illners ZDF-Talk*in der Kunst der Aufregung, die angegriffene Linken-Chefin bewies Steherqualitäten. Lebendig wurde die Debatte erst, als Theatermacher Claus Peymann eingriff.
Claus Peymann hat als Einziger in dieser Runde begriffen, was sich hier in unserem Lande anbahnt. Leider kam er nicht oft genug dazu, seine brodelnde Wut über das derzeitige System auszudrücken.
Dobrindt und Konsorten werden sich wundern, was in den nächsten Jahren von den Wutbürgern noch alles kommen wird.

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Layer_8 14.01.2011, 10:16
7. Au ja!

Zitat von cooner
Schade, dass Peymann nicht für den Berliner Bürgermeisterposten kandidiert...
Dann würde ich glatt doch zur Wahl gehen. Das jetzige Angebot veranlasst mich nämlich in der Partei der Berliner Nichtwähler zu bleiben.

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cemi 14.01.2011, 10:25
8. Lob

Zitat von Zitat aus dem Artikel:
... Die Empörung, die sich zum Jahresanfang an Lötzschs Kommunismus-Aufsatz festkrallte, kann man getrost als gekünstelt abtun: Eine willkommene Gelegenheit für Schwarz, Grün, Gelb und Sozialdemokratie, der lästigen fünften Partei eins auszuwischen. ... Hat ja leidlich geklappt. Und jetzt noch mal darüber reden? Eben nicht. Der ZDF-Talk war bloß ein Aufguss der in der Vorwoche geschürten Aufregungs-Kunstfertigkeit ...
*lächel*

Hier muss ich ja mal ein dickes Lob an den SPON-Author aussprechen. Da wird der arme Kerl dazu verdonnert, eine dieser ermüdenden Talk-Shows von Anfang bis zum Ende zu sehen, und dann bringt der Mann es fertig, am nächsten Morgen die ganze Geschichte in drei knappen Sätzen auf den Punkt zu bringen.
Hach, was war das für eine Aufregung diese Woche um das böse K-Wort - auch hier im Forum. Und was steckte dahinter? -> s.o.
Gut gemacht, Herr Twickel

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Strichnid 14.01.2011, 10:25
9. ...

Recht hatte der Peymann aber doch. Nicht die Linke sind die Verfassungsfeinde, sondern Leute wie Dobrindt, die den Überwachungsstaat ausbauen wollen und Menschen zu Arbeit "zwingen" wollen.

Aber laut Dobrindt leben wir ja bereits in der besten aller Welten, und unsere Demokratie ist in keiner Krise. Wir gehen alle 4 Jahre zur Wahl und lehnen uns dann entspannt zurück um zu sehen, wie unser Wählerwille in Gesetze gegossen wird. Glaubt er das etwa wirklich? Wieso meinen dann 90% der Bevölkerung, ihr Wille würde in unserem System nicht berücksichtigt? Daran sind Leute wie Dobrindt Schuld, die die Demokratie aushöhlen und zur bloßen Fassade verkommen lassen, die sie dann aber mit Krallen und Klauen verteidigen.

Und Dohnanyi? Die Welt kann man auch in kleinen Schritten verbessern? Mag sein. Aber dann muss er sich fragen, wieso sie immer schlechter wird statt besser, und warum seine Partei daran einen großen Anteil hat. Er hat den sozialistischen Regimen die Unfähigkeit zur Veränderung vorgeworfen. Aber genau das ist auch das Problem der westlichen Gesellschaften: Sie können nicht mehr zum Positiven evolvieren und riskieren dadurch irgendwann wegrevolutioniert zu werden. Genau wie die DDR damals.

Ich habe damals mitgeholfen, und würde es wieder tun.

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