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Kostümdrama "The King" auf Netflix: Kettenhemd im Skinny-Fit-Look
Netflix

Netflix geht auf Oscar-Jagd, unter anderem mit der Shakespeare-Adaption "The King". Die wirkt zwar stahlgebürstet für die Award-Saison, entpuppt sich jedoch als zähe Schwarte.

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cherrylady 06.11.2019, 17:43
1.

In der Tat, der Film war öd. Bei Ton und Farben hatte ich zwischendurch den Eindruck mein Fernseher wäre kaputt. Es war aber vom Künstler so gewollt.

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Askanius 06.11.2019, 17:52
2.

Herr Hentschel, ich teile ihre Kritik nicht ! Ich bin ein großer Fan von historischen Filmen und ich fande ihn sehr gut. Schade das er nicht in deutschen Kinos lief. Bei dem ganzen Schrott an Filmen in den Kinos, ist dies doch sehr verwunderlich.

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Marinus_Ladegast 06.11.2019, 18:02
3. Hmm nnnja.

Für meinen Geschmack ein etwas zu selbstverliebter Artikel, der ein bisschen so klingt, als müsste ein Shakespeare-Versteher erst einmal "Dilettanten" wie Kenneth Branagh und Anthony Hopkins auf ihren Platz verweisen, bevor er zum Thema kommt.
Besonders merkwürdig finde ich, dass Herr Hentschel einen Großteil seiner Rezension für einen sinnlosen Brexit-Vergleich verschwendet - und dabei bizarrerweise sogar selber zum Schluss kommt, dass der EU-Austritt der Briten und "The King" nichts miteinander zu tun haben. Ca. 30 Prozent einer Filmbesprechung für die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat.
Von diesen Punkten abgesehen erscheint mir die Kritik schlüssig, auch wenn ich den Film noch nicht gesehen habe. Ich mir durchaus vorstellen, dass es Verfilmungen dieser Art in der Nach-GoT-Zeit nicht ganz leicht haben. Ich werde mir "The King" auf jeden Fall anschauen, eine Bewertung von momentan 7,4 auf imdb klingt ja jetzt auch nicht sooo schlecht.

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Wirrrkopf 06.11.2019, 18:25
4. Ist so mittelmäßig. Mir haben die Versionen von

Kenneth Branagh besser gefallen. Da war nichts originelles, überraschendes, berührendes im Film.

Alle Figuren blass und lahm. Kann man so an einem Abend wegsehen aber wers nicht gesehen hat der hat definitiv nichts verpasst. Einen Oskar hat das Teil mit Sicherheit NICHT verdient.

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W.C.Fields 06.11.2019, 19:08
5. .....

Was kann schon noch nach Kenneth Branaghs grandiosen Verfilmung/Darstellung kommen? Nichts!
Allein "The salic law" ist ein Highlight in der Filmgeschichte!

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oldboy1960 07.11.2019, 06:41
6.

Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Ich finde sie ungerechtfertigt. Ein erstklassiger Film, alles andere als langweilig.

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Akzente 07.11.2019, 06:44
7. Was für eine überhebliche Rezi

Was die zwei Auftritte von Robert Pattinson, mit blonder Hundesalonfrisur und beklopptem "Ritter der Kokosnuss"-Akzent betrifft, bin ich gleicher Meinung. Im Übrigen ist diese Schreiberei ein völlig abgehobenes Elaborat. Shakespeares Handschrift kommt in dem bildstarken Historiendrama eindrücklich zur Geltung. Das Hauen und Stechen in der grossartig inszenierten Schlacht ist absolut eindrücklich und die politischen Ränkespiele sind nachvollziehbar in Szene gesetzt. Auch schauspielerisch konnte mich das Epos wirklich überzeugen. Mich hat "The King" restlos überzeugt und selbst meine Frau, ein überzeugter Fernsehmuffel, fand den Film grossartig.

Herr Hentschel, bitte beim nächsten Mal etwas weniger dick auftragen.

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dirstar 07.11.2019, 07:40
8. Sicher nicht Oscarreif...

..aber für Netflix doch schon recht gut.

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humboldt_redivivus 07.11.2019, 09:43
9. Emo-König

Ich finde, dass das eigentliche Problem des Filmes in der Kritik gar nicht angesprochen wird. Der "mittelalterliche" Handlungsrahmen in shakespeareischer Bearbeitung wird wieder einmal lediglich als düsteres Szenario à la Braveheart genutzt, um ein ewig gleiches Grundmuster jugendaffin zu wiederholen: Ein Protagonist gerät in fremdbestimmte, autoritäre Machtstrukturen, die seinen eigenen Werten und Normen (Friendenssehnsucht) völlig widersprechen. Er muss nun im Laufe der Handlung erkennen, dass nur durch wiederholte! persönliche Gewaltanwendung im persönlichen Umfeld und gegenüber verschiedenen "Gegnern" das gewünschte Resultat (Frieden) erreicht werden kann. Neu ist vielleicht die Charakterisierung des Protagonisten als hochsensibler Außenseiter (Emo), die einem in jugendaffinen Serien schon länger zu beobachtenden Trend entspricht. Der ganze Plot dient insofern lediglich dazu, ein düsteres, gewaltbestimmtes und entpersönlichtes Weltbild zu präsentieren, das ein diffuses Ausgeliefertsein von Individuen oder Gruppen an das "Böse" mittels Ästhetisierung von Gewalt und (dosierter) Sexualisierung der Handlungsträger thematiert. Somit wird lediglich das ewig gleiche Spiel mit der Ursehnsucht (Frieden) und der Urangst (vor Gewalt) des Menschen zu Unterhaltungszwecken wiederholt. Insofern langweilig! Leider!

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