Forum: Kultur
Kramp-Karrenbauer, von der Leyen, Merkel: Ist schon Matriarchat?
Jens Jeske

Signalisieren drei mächtige Politikerinnen schon die Vorherrschaft der Frauen? Nein. Selbst wenn im Bundestag eine Mehrheit von Kramp-Karrenbauers säße, hätten wir nichts davon.

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Dr.Gnaa 23.07.2019, 18:47
30. Zitat!

Die Frau wird erst an dem Tag den Mann wirklich gleichberechtigt sein, an dem man auf einen bedeutenden Posten eine inkompetente Frau beruft. Francoise Giroud (frz. Schriftstellerin und Politikerin ... Volker Pispers (dt. Kabarettist, *1958)

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shotaro_kaneda 23.07.2019, 18:54
31.

Frau Stokowski argumentiert hier ziemlich stark, wahrscheinlich ohne sich dessen bewusst zu sein, gegen eine Frauenquote. 70% AKKs im Bundestag sind also Unsinn. So so. Und 50% wohl auch. Und 50%, die anders heißen aber ähnlich performen würden, sind wohl auch Unsinn. Sprich nicht das Geschlecht ist wichtig, sondern Kompetenz und politische Ansichten. Gilt übrigens auch für Männer.

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dirkcoe 23.07.2019, 18:59
32. Es wäre tragisch

wenn die Damen auf dem Foto den Gipfel der weiblichen Politik darstellen würden. Merkel steht für Koma, UvdLeyen für Amtsversagen, Untersuchungsausschuss und Korruptionsverdacht und Klein Annegret steht für naive Dummheit. Das kann wirklich weder erstrebenswert, noch von Dauer sein. Also keine Panik, selbst die Damen wollen das Elend so nicht mehr ertragen.

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wolle0601 23.07.2019, 18:59
33. Gleichberechtigung ist erreicht

wenn es anteilig genauso viele inkompetente Frauen wie Männer in Schlüsselpositionen gibt. Oder mir wäre am liebsten, wenn Geschlecht ein Attribut wäre, das man gar nicht mehr so bewußt wahrnimmt. So wie jemand, der zwei Sprachen sehr gut kann, nach dem Lesen eines Buchs gar nicht mehr sagen kann, in welcher Sprache es war. Das aber bitte, ohne die angenehmen Seiten einer mehrgeschlechtlichen Spezies zu unterdrücken.

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Hans.Meier 23.07.2019, 19:03
34. Gleichberechtigung heißt Normalität, nicht Idealismus

Der entscheidende Satz war dieser: „Es ist noch nicht Matriarchat. Weil noch nicht mal Gleichberechtigung ist.“ Dem ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Aber da irgendwie eine für mich irritierende Tirade über Merkel, von der Leyen und AKK kam, gibt’s doch etwas hinzuzufügen. Gleichberechtigung heißt ja nicht, dass echte Gleichberechtigung eine Solidargemeinschaft von feministischen Frauen hervorbringt, und da zählen diese drei ja wohl nicht. Gleichberechtigung bedeutet, dass Frauen jeder Coleur, jeder Denkrichtung usw., also alle Frauen die gleichen Rechte, Pflichten und Chancen haben wie Männer. Kurz, es geht darum, endlich Normalität herzustellen. Gleichberechtigung ist kein magisches Feenland, in dem alles besser ist. Die Weltprobleme werden vermutlich genauso gut oder schlecht gelöst wie jetzt schon. Aber es bedeutet, dass die Welt für 50% der Bevölkerung besser wird und für 100% gleich gut (oder schlecht). Insofern sind Merkel, von der Leyen und AKK Speerspitzen der Normalität. Jede Frau ist damit eine Feministin. Niemandem steht zu, darüber zu urteilen, dass diese erfolgreiche Frau schlecht für den Feminismus ist und die andre nicht. Beide sind entscheidend.

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ayee 23.07.2019, 19:07
35. Vielleicht spielen die Geschlechter doch keine Rolle

Richtig, es ist für Frauen wenig gewonnen, wenn Frauen wie AKK regieren. Für Männer aber auch nicht. Es bleibt die Erkenntnis, dass man aufgrund seines Geschlechts anscheinend nicht besser oder schlechter für Aufgaben geeignet ist. Es bleibt die Erkenntnis, dass Menschen als Individuen zu betrachten sind, das gilt für Männer und für Frauen. Und es kommt vielleicht die Erkenntnis, dass pauschalisierende Kolumnen so rückständig sind, wie die Zustände, die sie anprangern.

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eichenbrett 23.07.2019, 19:26
36. @dvs (#13) Setzen, sechs!

Haha, der war gut. „Er“ ist kein Freudscher Versprecher, sondern grammatikalisch korrektes Deutsch. Das Personalpronomen für „der Feminismus“ ist nun mal, na, erraten? Richtig: Er. Frau Stokowskis Kommentare sind meist sehr unterhaltsam, aber was regelmäßig dazu in den NutzerInnenkommentaren steht, ist einfach zu köstlich. Natürlich gibt es immer noch ein Ungleichgewicht. Und ebenso natürlich macht ein Spatz keinen Sommer, auch nicht drei. Liebe Kollegen, Frau Stokowski hat leider Recht, wenn sie sagt, dass so lange es auffällt, dass 3 Frauen so hohe Ämter haben, so lange haben wir ein Problem. Oder so lange Frauen gefragt werden, wie sie Kinder und Familie unter einen Hut bringen, Männer aber nicht. Oder so lange RichterInnen sagen, dass ein Kind zur Mutter gehört. Per se. Das wird schon, die Generation, in der Frauen noch ihren Mann fragen mussten, wenn sie den Führerschein machen, ein Bankkonto eröffnen oder einen Job antreten wollten, ist noch präsent. Ist ja auch noch nicht lange her. In den 90ern hat die CSU noch darüber diskutiert, ob Vergewaltigung in der Ehe nicht eher eine Erfüllung der ehelichen Pflichten sei und damit auf keinen Fall strafbar.

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siryanow 23.07.2019, 19:40
37.

... eene Runde mach ich noch mit , wenn dann dat Matriarchat net kommt, dann iss Feierabend

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zeisig 23.07.2019, 19:49
38. Aber ja.

Ob schon Matriarchat ist, ist weiß nicht. Aber was sicher ist: Patriarchat war einmal. Zumindest in unserem Kulturkreis. Es ist nicht mehr zu übersehen, Frauen ziehen mit den Männern gleich. Nehmen Sie noch Greta Thunberg und Carola Rackete dazu und unzählige Frauen an den Schaltstellen unseres geselschaftlichen Lebens, dann muß man konstatieren, daß Frauen mit den Männern gleichgezogen haben.
Das betrifft allerdings nur Menschen aus unserem Kulturkreis. In vielen - südlichen - Ländern dieser Welt ist das eben nicht so. Da haben unverändert Männer das sagen und üben nicht selten Gewalt gegen Frauen aus.

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xxgreenkeeperxx 23.07.2019, 19:56
39. Was für ein Matriarchat?

Wenn die Strippenzieher an deren Fäden diese Damen tanzen zu mehr als 50% Frauen sind würde ich vielleicht mal das Wort in Erwägung ziehen. Aber so? Ach Frau Stokowski, meiner Meinung nach müssen sie noch viel darüber lernen wie Politik funktioniert.

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