Forum: Kultur
Kreditaffäre bei Jauch: Der arme Wulffident

Privatkredit und Publikumsjoker - bei Günther Jauch wurden die Verfehlungen Christian Wulffs und die Zukunft des höchsten Staatsamtes auf dem Niveau einer Quiz-Show besprochen. Da konnte man selbst als Kritiker Mitleid bekommen mit dem strauchelnden Staatsoberhaupt.

Seite 12 von 27
HansOch 19.12.2011, 10:54
110. Gestern

überlegte ich gerade, ob es nicht mal langsam wieder an der Zeit wäre, den Billigfernseher mal für 14 Tage komplett auszuschalten. Da zappte ich in eine Plauderrunde, die ich zuerst garnicht einordnen konnte. Gerade wurde die Frage gestellt nach Stellungnahmen der Intellektuellen zur Krise. Der Lächler von der "Zeit" sprach davon, dass dies Herr Habermass schon längst - wohl in den Tiefen - seines Blattes getan hätte. Das war´s dann. Die Dame von der Süddeutschen sagte zur Frage, was sie in diesem Jahr am meisten beschäftigt hätte, der Guttenberg-Rücktritt und die demokratischen Fortschritte in Russland.
Es wäre doch sehr zu empfehlen, dass wieder Wein ausgeschenkt wird und das Rauchen - auch von Zigarren und Pfeifen im "Internationalen Frühschoppen" erlaubt wird. Zurück auch zu diesem alten Namen bitte!

Abends wurde die 500000-Eurofrage gestellt. Vorweg: Frau K. kann ich schon lange nicht mehr verstehen. Sich echaufierend und sprichwörtlich unter der Decke herumlaufend mit Wortbeiträgen, dann sich angesichts Blomes Einwurf, das nächste Jahr würde vielleicht einen Präsidenten erfordern, der der Bevölkerung auch glaubhaft jene Botschaften vom Masshalten und Gürtel-enger-schnallen verkünden könnte.
In K´s Antwort fällt etwas von Neid-Argumentation - und sie scheint sich zu besinnen, wird sanfter. Also ich muss denken, hier spricht die, die selbst mit ihren Steinen im Glashaus sitzt.
Nein, obwohl Blohme von der Flughöhe, die dieses Anlasses unangemessen sei, sprach, hatte die Lady Frau Hildegard Hamm-Brücher mit ihren Hinweisen auf Weimar und ein mögliches Scheitern von Demokratie natürlich Recht. (schlecht gekontert nur durch den Hinweis darauf, dass es im deutschen Parlament keine Fundamentalopposition gäbe).
Frau H.B. sprach von ihrem Brief an den jetzigen Bundespräsidenten, in dem sie diesen aufgefordert hätte, die Demokratie selbst zu seinem Thema zu machen. Angesichts der um sich greifenden Politikverdrossenheit, angesichts nachlassender Wahlbeteiligung usw. Geantwortet wurde ihr mit der Floskel, der Präsident spreche mit vielen Bürgern.
Es gab Hinweise auf das Wie, wie Frau Merkel diesen Kandidaten durchgesetzt hätte. Es sollte ein pflegeleichter Präsident sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nocreditoexperto 19.12.2011, 10:55
111. Rassismus pur

Wir haben im Land nicht nur den Rechtsextremismus und einen ausländerfeindlichen Rassismus, sondern wir haben den Rassismus gegen Personen aus SPD, Grüne und Linke. Die Presse als angeblicher Wahrer von Recht, Ordnung und Gewissen spielt seit einigen Monaten Weimarer Republik.
Rechts ist alles okay. Selbst lupenreine Demokratieverfechter des Putin, Personen, die Polizisten niederprügelten und deren Tod in Kauf genommen haben kommen dabei gut weg.
Indes fällt extrem auf. Die Günstlinge und Verständigen der Zwickauer-Zelle während deren Mordtagen in Presse und Politik sind teilweise jetzt jene, die früher Brandt und Wehner niederprügelten
und von Nestbeschmutzung faselten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
attatroll1 19.12.2011, 10:57
112. Kein Rücktritt

Ich bin dafür, dass Wulff seinen Job bis zum Ende der Amtszeit ausübt und das Amt des Bundespräsidenten danach abgeschafft wird. Kompetenzen hat der BP ohnehin nicht. Er darf Gesetze abnicken und unterschreiben, die er sowieso nicht beeinflussen kann und ansonsten als Grüß-August in der Weltgeschichte herumreisen. Ersteres brauchen wir nicht, bzw. könnte vom jeweiligen Bundesratspräsidenten erledigt werden, und für letzteres haben wir einen Bundeskanzler und einen Außenminister. Hätte den Vorteil, dass wir in Zukunft nicht nur das Salär des Bundespräsidenten einsparen, sondern auch gleich den ganzen Verwaltungsapparat mit: Chaffeur, Leibwächter, Büropersonal, Amtssitz etc.
Damit würde sich wenigstens das Gehalt auf Lebenszeit für den mit 52 Jahren noch jungen Christian Wulff amortisieren.
Da Wulff sowieso dieses Gehalt einstreicht, sollte er auch gefälligst dafür arbeiten. Allerdings sollten die Medien ihm die Hofberichtserstattung entziehen. Kein Glamour mehr und keine Homestories in bunten Blättern mehr, stattdessen kritisches Beäugen während seiner gesamten Rest-Amtszeit - das wäre eine viele schlimmere Strafe als ein Rücktritt.
Übrigens bin ich NICHT der Meinung, dass Gauck ein geeigneter Kandidat gewesen ist. Gauck ist ein eitler Pfau, selbstverliebt und hat ebenfalls den Drang, im Mittelpunkt stehen zu wollen. Bürgernähe gleich Null wie man aus seinen diversen Äußerungen sehr leicht erkennen kann. Es war auch nicht Gauck, der in der DDR montags demonstriert hat, das haben andere getan - auch die vielen kleinen Leute, von denen er jetzt nichts mehr wissen will. Ich bin den Linken sehr dankbar, dass sie diesen Gauckler verhindert haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herr_kowalski 19.12.2011, 10:57
113. ja dahinter stehen mächtige Kreise:

Zitat von Mork_vom_Ork
Ich habe kurz reingeschaut und dann ausgeschaltet, weil ich das Thema uninteressant finde. Ich verstehe nicht, warum das Thema in den Medien seit Tagen so hochgekocht wird. Haben wir Saure-Gurken-Zeit? Stehen mächtige Interessenkreise dahinter? Die allgemeine Hatz auf Politiker geht mir auf den Senkel. Leider haben wir keine fehlerlosen Heiligen für diese Ämter. Erst wenn der letzte Politiker abgeschossen ist, werdet ihr sehen, dass es niemanden mehr gibt, der diese Ämter ausfüllen kann.
Bilderberger und Atlantikbrücke.
Die USA haben das größte Interesse daran, dass der Euro platzt.
Einen Euro, der die wirtschaftlich starken EU-Staaten einigt,
fürchten die Amis wie der Teufel das Weihwasser.
Weil dann nämlich recht schnell das Ende des US-Dollar als
Welt-Reservewährung da wäre.
Dann müßten die USA ihren irssinnigen Öl-Konsum und ihre Unterhosen-Importe aus China mit Euro oder Yuan/Renmimbi bezahlen.
Fazit: schlagartig bankrott.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
caazapa 19.12.2011, 10:58
114. Anne Will - bitte komm zurück!

Hätte Jauch mit offenen Schuhen oder nicht zugeknöpftem Hemd zur
ungekämmten Pubertätsfrisur von Künast nebst lallender Hamm-Brücher
dagesessen dann wäre es eine tolle Comedy-Show gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HansOch 19.12.2011, 10:58
115. Gestern 2

(Übrigens - das Amt des Präsidenten schwebt nicht im luftleeren Raum. Jeder Politikwissenschaftler kann vorrechnen, wie Präsidentenwahlen, Regierungen und Regierungswechsel in der BRD zusammenhängen.)

Frau Hamm-Brücher behauptete fast in einem Nebensatz am Schluss: Die Männer hätten das schlecht gemacht. Das hiess wohl, Sie wäre für eine Frau in diesem Amt.
Na, da schliesse ich mich an. Und dies meine ich todernst: Ich wäre für Frau Käßmann, die ich für völlig glaubwürdig halte. Auf die Frage, ob sie denn das Angebot der SPD in einem Bundesland annehmen wolle, sagte sie, sie fühle sich mit ihrem jetzigen Amt sehr wohl und dabei bleibe es. Hört man da die jetzt bei den Eliten jetzt komplett verloren zu sein scheinende Tugend des Masses und der Bescheidenheit heraus? Von der könnte doch niemand behaupten, sie bewege sich nur in abgeschlossenen Zirkeln der Macht und hätte den Kontakt zu den - ich sag mal "normalen" Bürgern längst schon verloren. Viel besser, als jemand, der auch Theologe ist, aber nur vom Trauma des Totalitarismus und den Vorzügen der Luft der Freiheit zu berichten weiss und Herrn Wulf immer noch über die Schulter zu blicken scheint. Nein, Frau Käßmann. Das wäre mal der dringend notwendige frische Wind in diesem Mief der Klüngelei.

Hajü
Ja, Jauch muss noch üben. Die Erwartungen sind auch viel zu hoch. Und es war gestern eine unglückliche Auswahl der Plauderer

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herr_kowalski 19.12.2011, 10:58
116. Ihre Sichtweise ist bemerkenswert.

Zitat von wunhtx
Wir haben im Land nicht nur den Rechtsextremismus und einen ausländerfeindlichen Rassismus, sondern wir haben den linken Rassismus gegen Pdersonen aus CDU und FDP. Die Presse als angeblicher Wahrer von Recht, Ordnung und Gewissen spielt seit einigen.....
Sie drehen sich aber auf der Straße nicht nach jedem Schritt um ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
linksdummer 19.12.2011, 11:05
117. Ich würde Ihnen dringendst einen Besuch

Zitat von nocreditoexperto
Wir haben im Land nicht nur den Rechtsextremismus und einen ausländerfeindlichen Rassismus, sondern wir haben den Rassismus gegen Personen aus SPD, Grüne und Linke. Die Presse als angeblicher Wahrer von Recht, Ordnung und Gewissen spielt seit einigen Monaten Weimarer Republik. Rechts ist alles okay. Selbst lupenreine Demokratieverfechter des Putin, Personen, die Polizisten niederprügelten und deren Tod in Kauf genommen haben kommen dabei gut weg. Indes fällt extrem auf. Die Günstlinge und Verständigen der Zwickauer-Zelle während deren Mordtagen in Presse und Politik sind teilweise jetzt jene, die früher Brandt und Wehner niederprügelten und von Nestbeschmutzung faselten.
beim Optiker empfehlen, damit er mal Ihr linkes Auge auf Betriebsblindheit untersucht.
Wenn ich an Rassismus denke, fallen mir auch die Grünen mit ihrem latenten antideutschen Rassismus ein und vor allem viele Ausländer,die mehr oder minder ungestraft ihre deutschen Gastgeber rassistisch beleidigen, überfallen, zusmamenschlagen und nicht selten schwerst verletzen. Hat diesen Rassismus nicht auch die Familienministerin Schröder beklagt?
Ach ja, das zählt ja nicht. Das ist alles nur eine legitime Reaktion auf den angeborenen deutschen Rassismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Robert_Rostock 19.12.2011, 11:08
118. Und dann?

Zitat von tribulow
... Grundsätzlich: die Demokratie selbst bringt solche Leute hervor. ... Daran macht sich jeder mitschuldig, der zur Wahl geht. Also: nicht jammern! Einfach nicht mehr mitmachen!
Und was ändert sich dadurch? Was wird dadurch besser?
Vor allem: Was wäre Ihr Alternativvorschlag?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herr_kowalski 19.12.2011, 11:09
119. Georg Schramm !!! oder auch

Zitat von Ohlstadt
... mal im Ernst: Nachdem die Ära Wulff als Bundespräsident hoffentlich bald zu Ende geht, sollten wir (die Bürger) darauf achten, nicht wieder einen Bundespräsidenten "3. Wahl" zu bekommen. Daher schlage ich Petra Roth (bis 30.06.2012 noch Oerbürgermeisterin von Frankfurt/Main) als Kandidatin vor. Bitte um weitere Kandidatenvorschläge.
Urban Priol.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 27