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Kriegs-Epos "The Pacific": Napalm im Paradies

Blutbad unter Palmen: In einem monströsen TV-Zehnteiler nehmen sich Steven Spielberg und Tom Hanks den Zweiten Weltkrieg im Pazifik vor. Eine Geschichte über den Verlust der Unschuld - in der US-Soldaten schon mal aus Spaß überlebende Japaner zu menschlichen Zielscheiben machen.

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Walter Sobchak 15.07.2010, 17:35
90.

Zitat von deccpqcc
oder wird sich das staatsfernsehen dieses militärschunds annehmen ? zur verharmlosung der kriegsverbrechen in afghanistan wäre er natürlich dort gut aufgehoben.
Nein, um solche Serien einzukaufen, reichen die GEZahlten Gebuehrengelder nicht aus. Darum kommt ab 2013 eine allgemeine Staats-TV-Steuer.

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semper fi 15.07.2010, 17:39
91. -

Zitat von Walter Sobchak
Nein, um solche Serien einzukaufen, reichen die GEZahlten Gebuehrengelder nicht aus.
Aber 12 Millionen Euro für einen halben Jauch? Ich brauch den net. Weder halb noch ganz.

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semper fi 15.07.2010, 17:48
92. -

Zitat von gilbertusalban
Warum schreibe ich das? Ich empfehle dringend die DVD sobald sie erscheint und bin froh dass ich hier kein Kabel1 empfangen kann!
In der Not frisst der Teufel fliegen.
Ausserdem gibt es einen Schalter "off".

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bicyclerepairmen 15.07.2010, 17:56
93. Philippinisch-Amerikanischer Krieg

Zitat von marcus1011
Ich fürchte mal da werden Sie lange drauf warten müssen ...leider. Kritik an der eigenen Vergangenheit ist nicht gerade die Stärke der Amis,bzw es dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte, siehe das Abschlachten der Ureinwohner.
Yep, never ever. Warum ?

Einfach weil zur gleichen Zeit als unser seniler IR Willem II seine Hunnenrede gehalten und diese uns Germanen bis heute angelastet wird, die Amis, bzw. ihre Generalitaet dorten den Befehl ausgab, keine Gefangenen ueber Kindesalter zu machen.

Was natuerlich auch beflissentlich befolgt wurde...

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dent42 15.07.2010, 18:42
94. re

Zitat von jocurt1
über die Verteidigung Deutschlands am Hindukusch ein Film zu machen. Viele Mechanismen des anonymen, gesichtslosen gegners, den man verachtet und nicht versteht, haben wir auch dort. Wäre ja mal gut, VORHER oder zumindest FRÜHZEITIG zu rfelektieren, was man da tut. Übrigens auch die Taliban, oder was auch immer die Leute sein werden, die wir so als "Gegner" titulieren, haben auch keine Haager Landkriegsordnung unterzeichnet. Was soll mir das jetzt sagen ???
Genau diese Frage habe ich mir beim Lesen Ihres Beitrages gestellt.

[QUOTE=juergw.;5869918]
Zitat von niederbayernsfußballfan
ich... ich werds mir heute auf jeden fall anschauen weil ich einfach geschichtsinteressiert bin und mich auch vor allem für den krieg im pazifik interessiere. Hoffendlich sieht man auch die Szene wie dei GI`s den toten Japaner die Goldzähne rausreissen. Beschriebén von N.Mailer in die "Nackten und die Toten"
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es eine Szene dieser Art

Zitat von frank_lloyd_right
zu tun, sie romantisiern die Geschichte - und Hollywoodfilme romantisieren fast immer die amerikanische Geschichte(im Ausnahmefall auch mal die britische, wenn es in der Periode noch gar keine "Amerikaner" gab). Steven Spielberg fühlt sich offenbar der US-Generation verpflichtet (was kein Geheimnis ist), die im 2. Weltkrieg gekämpft hat, seine Epen sind ausnahmslosGlorifikationen derselben und haben es nicht so mit der wirklichen Realität (der Gegner wird immer als zahlenmäßigüberlegener Vollidiot präsentiert (was grotesk ist angesichtsder geschichtlichen Fakten), man denke an "Private Ryan") - es ist wohl so, daß er Geschichte schreiben will,denn die Kinder lernen ja in der Schule so etwas nicht mehr. Man sollte ihn aber *nicht* lassen, ich erinnere an "The Patriot" mit Mel Gibson, wo ausnahmesweise mal die Britenden amerikanischen Filmrealismus zu spüren bekamen... ich denke, Meister Emmerich hatte den gedreht, und als er den Vorwurf der Geschichtsfälschung hörte, meinte er, das sei doch Unfug, weil Filme Gut und Böse und einen krassen Plot nun einmal brauchen - so ist es ja, und so sollte man es sehen. Aber wer tut das ? Show Business, wer nimmt TV-Serien wie "Lost" oder "Band of Brothers ernst ? Ich fürchte, es gibt Leute, die das tun. Clint Eastwood hat vor wenigen Jahren "den Pazifik"bereits ganz gut "abgedreht", ihm traue ich insgesamtdie besser Einstellung zu (von der Psyche her). Hanks und Spielberg sind natürlich das schönere Paar,dem man keinesfalls über den Weg trauen sollte. Solche Filme zu begrüßen, weil sie "das Grauen des Krieges so schön vorführen", ist Bigotterie - die Art Bigotterie, die aus jahrhentelanger Indoktrination und Unwissenheit entsteht.
Man bin ich froh das es Leuchten wie sie gibt die uns unwissenden Massen den weg zur wirklich wahren Realität erhellen wo wir uns doch Jahrelang von der unechten Realität des Zelluloids haben täuschen lassen. Dumm nur das so ein helles Köpfchen, wie Sie es ja anscheinend sind, trotzdem soviel BS erzählt.

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dent42 15.07.2010, 18:51
95. re

Zitat von Federsen
Ich bin sogar der Meinung, das solche Serien (Ausschnittsweise) bewusst im Schulunterricht eingesetzt werden sollen. ... Ich kenne genug Menschen, die sich bei Band of Brothers verweigert haben, sich diese und andere Szenen anzuschauen. Einfach weil sie den Schrecken darin nicht ertragen konnten/wollten. Und genau damit erreichen solche Produktionen ihren Wert als Antikriegsfilme und pädagogische Werkzeuge!
Nur wird diese Serie, zurecht, Keine Jugendfreigabe bekommen haben, zu realistisch und damit zu brutal

Zitat von dango
"The Pacific" ist als Nachfolgeserie von Band Of Brothers eine der wenigen Produktionen, auf die ich schon im Vorfeld wirklich gespannt bin. Band Of Brothers ist aus meiner Sicht das Beste, was es zu diesem Thema gibt und sogar darüber hinaus, mit das Beste, was das Fernsehen bisher insgesamt zu Stande gebracht hat. Eigentlich schade, dass der Serie im deutschen Fernsehen bisher nur eher eigenartige Sendeplätze auf eigenartigen Sendern zugebilligt wurden, wodurch sie vielen nicht bekannt sein dürfte. ... Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt !
In der Hinsicht werden sie von der Serie garantiert enttäuscht werden, schon dadurch das die Protagonisten über den Pazifik verstreut sind und die Schauplätze entsprechend wechseln bleibt weniger Zeit für die einzelnen Charaktere. "The Pacific" soll glaub eich wirklich mehr den Verlauf des Krieges realistisch darstellen, als sich mit einzelnen Soldaten zu beschäftigen. Abgesehen davon gibt es keine Nazis in der Serie, Japansiche Soldaten sind zwar auch nicht ohne aber als Feinde kommen sie an die Wehrmacht nicht heran.

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dent42 15.07.2010, 18:58
96. re

Zitat von marcus1011
Und ? Empehlenswert?? Ich sehe mir das Genre "Kriegsfilme" eigentlich recht gerne an , aber bei den meisten amerikanischen Produktionen gerade in Bezug auf den II.Weltkrieg ist der Hollywood-Touch einfach zu groß und zu schlicht. Guter Ami, böser Feind.. ich töte mit meinem 10 Mann-Elite-Super-Nette-Kerle Zug 1000 Feinde und die keinen von uns. Kriegsfilme sollen einem die Sinnlosigkeit und Grausamkeit eines Krieges vermitteln , und nicht nur heroischen Scheiss .
Es gibt auch noch etwas dazwischen. Im übrigen wird es ziemlich grausam. Was die Sinnlosigkeit angeht, war der Einmarsch der Alliierten in Frankreich sinnlos oder die Antwort der USA auf Pearl Harbor? vielleicht, zwecklos allerdings war beides nicht.

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Born to Boogie 15.07.2010, 19:03
97. Hitlers Frisör

Zitat von Mulharste
Wie wärs mit Allgemeinbildung? Am besten Sie rufen Herrn Knopp an. Der wirds bestätigen!
Genau . . . Herr Knopp. Der weiß nicht nur ALLES
nein, der weiß alles besser.
Unsere Jugend braucht Leute wie Herrn Knopp !

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dent42 15.07.2010, 19:31
98. re

Zitat von scientist-on-hartz4
...kann ich von Pacific nur sagen: der übliche nationalistische Patriotismusschrott, den Hollywood und das US-Fernsehen ständig von sich reiern, wenn das Thema Krieg und Geschichte ist. Und immer die selben unglaubwürdigen Rezepte, die eigenen Truppen sind immer die Guten (bis auf ein paar Vorzeigeverbrecher als absolute Ausnahme aber), der Feind immer unfair und vor allem so blöde, dass er ungeschützt mit ausgebreiteten Armen ins offene MG-Feuer der GIs oder Bordschützen läuft. Natürlich werden er und seine Flugzeuge serienweise abgeschossen. Diesen unglaubwürdigen Sch...dreck hatte Spielberg schon in BOB eingebaut. Nun ist er endgültig in diese Kloake von Propagandamachwerken gerutscht, wo seine Kollegen schon längst sitzen. Er hatte einst tolle Filme gedreht, sein Erstlingswerk z.B. das Duell zwischen Tanklaster und Auto, auch Schindlers Liste kann man noch drunter zählen. Aber das ist Vergangenheit. Für mich ist er nun auf dem besten Weg, der jüdische Veit Harlan zu werden.
Nach Lesen Ihres Beitrages denke ich das sie nicht besonders Intelligent sind, vermutlich rechtsradikal,einen schlechten Charakter haben, zum Alkoholismus neigen und Frauen Verprügeln....wie bitte? es ist unfair von einem kurzen, unintelligenten, Beitrag Rückschlüsse auf das ganze zu ziehen...ja, das ist es tatsächlich

Zitat von niederbayernsfußballfan
(...) Soll jetzt keine rechtvertigung für die gräuel sein die es in jedem krieg gibt nur mann sollte man den schwarzen Peter nicht alleinig den USA zuschieben.
Ich würde sogar sagen, man sollte den schwarzen Peter gar nicht den Amerikanern zuschieben, sondern den Achsenmächten.
Sollte das jemand anders sehen bin ich mal auf die Begründung gespannt.

Zitat von Moski
Leute, Leute, Leute! Kein Film der Welt zeigt Krieg, wie er wirklich ist. Würde es einen solchen Film geben, dürfte er nie im Fernsehen laufen - weil er zu brutal ist. Also tut euch selbst einen Gefallen und beendet die Diskussion darüber, ob Hollywood glorifiziert oder irgendein Film den Krieg zeigt, wie er wirklich ist.
Glauben Sie mir, die Serie kommt näher ran als einem oft lieb ist, dagegen wirkt Private Ryan oft wie ein Kindergeburtstag.

Zitat von Nurzumspass
...die ich gerne gesehen habe. Kein Heldenpathos, keine tollen Klischees über den Überhelden, der zum Schluss davon kommt und seine einsam schmachtende Freundin heiratet. Eine Filmserie fast frei von Klischees, die auch nicht vor den Kriegsverbrechen der US Soldaten halt macht. Die Serie ist sehenswert. HBO bürgt für Qualität. Alleine die dargestellte psychischen Veränderungen der Darsteller ist frappierend. Für mich eines der Highlights an veröffentlichten Serien. Neben "Sopranos", "Mad Man", "Nip and Tuck" und vielen anderen. Komisch, das unsere öffentlich rechtlichen es nicht hinbekommen, bei einem Budget vonm 8 Milliarden mehr zu zaubern als "Küstenwache", "Traumschiff" und "Mutantenstadel". Warum bekommen die ÖR denn so etwas nicht hin wie "Top Gear", "Dr. Who", um nur einen kleinen Teil der anderländigen guten Serien zu nennen. keine Mut, keine Ideen... ich zahle GEZ nicht nur für den Nachrichtenbedarf, sondern auch für gute Unterhaltung. Und da fällt der Herr Silbereisen und diese gantzen Volkstümler nicht darunter. Auch nicht die ach so objektiven Nachrichten.
Da sage ich doch glatt AMEN! Sie müssen die Serien ja nicht erfinden, es würde mir reichen wenn sie SIE NUR ZEIGEN.

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Charles_007 15.07.2010, 20:00
99. xxx

Zitat von delta058
ALso ich hab bei den Band of Brothers Teilen die ich gesehn habe wenig an Selbstkritik bemerkt, vielleicht waren es ja auch die Falschen. Ich habe z.B. die Folge gesehen, wo die Amis mal einfach so aus Spaß an der Freude Kriegsgefange ohne jeden Grund erschießen und keinen kümmerte es (und solche Vorkommnisse kommen jetzt auch immer mehr ins Bewußtsein der dt. Öffentlichkeit). Wenn ich mir dagegen den Aufriß anschaue den die Amis wegen Mamedy gemacht haben, kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren das die Amerikaner nach wie vor ihre Kriegsverbrechen und die der Anderen mit zweierlei Maß messen.
Ich denke die in BoB gezeigte Erschießung von dt. Kriegsgefangenen ist schon ein bewusster Stich des Regisseur in Richtung eigenes Amerika. Man hätte die Erschießung ja gar nicht explizit darstellen müssen ( Bei einigen Ausstrahlungen in Deutschland wurde diese Szene übrigens herausgeschnitten ) , sondern es bei den Gesprächen einzelner US-Soldaten belassen können, die in den späteren Folgen immer wieder andeutungsweise, meist halb wissend und nur vom Hörensagen kennend diesen Vorgang andeuten. Viel mehr hat aber m.E. die Amerikaner die Erschießung von jap. Kriegsgefangenen in "Letters from Iwo Jima" bewegt. Viel mehr, da dies zwar ein amerikanischer Film ist, die Vorgänge auf Iwo Jima aber ausschließlich aus Sicht der Japaner zeigt. Aufgrund der deshalb sehr persönlich - der Titel des Filmes deutet es ja bereits an - dargestellten japanischen Soldaten ist man ehrlich gesagt schon entsetzt, als 2 von ihnen sich ergeben, und dennoch wenig später von eiskalt handelnd dargestellten Marines erschossen werden. Erschossen nur, weil die keine „Lust“ hatten, die beiden Japaner an den Strand zurückbringen.

Zu Malmedy: Es gab zwar einen Kriegsverbrecherprozess, aber alle ausgesprochenen Todesurteile wurden in Haftstrafen umgewandelt. Der Hauptbeschuldigte Peiper lebte nach seiner Haftentlassung bis zu seinem Tode 1976 - seltsamerweise - in Frankreich ...

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