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Kriegs-Epos "The Pacific": Napalm im Paradies

Blutbad unter Palmen: In einem monströsen TV-Zehnteiler nehmen sich Steven Spielberg und Tom Hanks den Zweiten Weltkrieg im Pazifik vor. Eine Geschichte über den Verlust der Unschuld - in der US-Soldaten schon mal aus Spaß überlebende Japaner zu menschlichen Zielscheiben machen.

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Federsen 15.07.2010, 11:45
20. Warum man es anschauen sollte.

Ich bin sogar der Meinung, das solche Serien (Ausschnittsweise) bewusst im Schulunterricht eingesetzt werden sollen.
Ich besitze selbst die DVD-Box des Vorgängers "Band of Brothers" und bin der Meinung, dass die dort gezeigte Befreiung eines KZs die beste filmische Aufarbeitung dieses Themas ist, die ich kenne.
Am besten deshalb, weil keine Originalaufnahmen oder Zeitzeugenberichte in Ton, Film oder Text diese Intensität der Filmproduktion erreichen können.

Ich kenne genug Menschen, die sich bei Band of Brothers verweigert haben, sich diese und andere Szenen anzuschauen. Einfach weil sie den Schrecken darin nicht ertragen konnten/wollten. Und genau damit erreichen solche Produktionen ihren Wert als Antikriegsfilme und pädagogische Werkzeuge!

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Besser-als-gutmensch 15.07.2010, 11:52
21. Kein Titel

Zitat von Federsen
Ich bin sogar der Meinung, das solche Serien (Ausschnittsweise) bewusst im Schulunterricht eingesetzt werden sollen. Ich besitze selbst die DVD-Box des Vorgängers "Band of Brothers" und bin der Meinung, dass die dort gezeigte Befreiung eines KZs die beste filmische Aufarbeitung dieses Themas ist, die ich kenne.
Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Gerade Kinder/Jugendliche in den Schulen kann man am besten durch Filme dieser Art erreichen. Sie sind (handwerklich) gut gemacht und die Jugendlichen kennen das Format. Die gängigen Reaktionen an Schulen auf alte SW Aufnahmen sprechen Bände.
Sind wir doch mal ehrlich. Wer liest denn in seiner Freizeit Geschichtsbücher? Sicher eine Minderheit.

Natürlich sollte man nicht alles kritik- und kommentarlos zeigen, aber dafür gibt es ja die Pädagogen.

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niederbayernsfußballfan 15.07.2010, 11:53
22. re

Zitat von stesoell
Schade, dass Sie nicht darüber sprechen und solche Filme nicht brauchen. Dankbar dennoch, eben weil solche Filme dadurch ihre Berechtigung erhalten. Natürlich sind sie notwendig. Gerade für jene Generationen, die ihre "Kriegserlebnisse" aus Call of Duty (ein Computerspiel) reflektieren müssen.
So schlecht finde ich das nicht
ich habe mit meinen 20 jahren keinen krieg unmittelbar erlebt und das ist auch gut so! jedoch sollte man nicht vergessen was in deutschland und der welt nicht allzulanger zeit passiert ist bzw mann sollte darüber im bilde sein
Mann sollte doch froh sein, dass man Krieg hier in Deutschland nur noch am PC kennt (mal abgesehen von den Soldaten am Hindukusch)

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dango 15.07.2010, 12:00
23. Sehr gespannt

"The Pacific" ist als Nachfolgeserie von Band Of Brothers eine der wenigen Produktionen, auf die ich schon im Vorfeld wirklich gespannt bin. Band Of Brothers ist aus meiner Sicht das Beste, was es zu diesem Thema gibt und sogar darüber hinaus, mit das Beste, was das Fernsehen bisher insgesamt zu Stande gebracht hat. Eigentlich schade, dass der Serie im deutschen Fernsehen bisher nur eher eigenartige Sendeplätze auf eigenartigen Sendern zugebilligt wurden, wodurch sie vielen nicht bekannt sein dürfte.

Dass "The Pacific" auf dem "Zweitverwertungskanal" von ProSieben/Sat1 erstausgestrahlt wird, wundert mich in sofern auch. Für Sat1 dürfte der Anspruch allerdings vermutlich zu hoch sein, für ProSieben der Spaßfaktor zu gering - da zeigt man lieber weiter gefühlte 20 Folgen von "Two and a half man" oder "C.S.I Schlagmichtot" am Stück...

Der Artikel und ein Kommentar eines Lesers, der die Serie offenbar schon gesehen hat, legt allerdings leider nahe, dass gerade das was BoB ausmacht, ziemlich kurz kommt: Die detailiert gezeichneten Charaktere und deren Entwicklung im Verlauf der Serie. Gerade dadurch ist BoB derart mitreißend, aber auch anstrengend - zumindest wenn man die Serie eben nicht in erster Linie schaut, weil man auf Action und Gewalt steht.

Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt !

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crocman 15.07.2010, 12:06
24. Kein amerikanisches Phänomen, im Gegenteil

[QUOTE=juergw.;5869918] Zitat von niederbayernsfußballfan
ich... ich werds mir heute auf jeden fall anschauen weil ich einfach geschichtsinteressiert bin und mich auch vor allem für den krieg im pazifik interessiere. Hoffendlich sieht man ......
Keine Sorge, die japanischen Soldaten haben auch keinen Schmusekrieg geführt - zu welchen entsetzlichen Gräueltaten die fähig waren, ist ja insbesondere kürzlich zum japanisch-chinesischen Krieg dokumentiert worden.

Tun wir also nicht so, als wären Kriegsverbrechen ein amerikanisches Phänomen. Und selbst wir Bundes-Deutsche tragen Mitschuld an Verbrechen in Ex-Jugoslawien, geschehen mit deutscher Luftunterstützung...

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Arthi 15.07.2010, 12:06
25. .

Zitat von Rübezahl
Ein Soldat, verwundet mit Bauchschuß im Lazaretzug liegend, schreit die ganze Ncht herzzerrißend nach Mama und Papa. Ich lag im Alter von vier Jahren im selben Zug und höre ihn noch heute jede Nacht schreien. Über uns Kriegskinder gibt es keine Filme, wir sind traumatisiert und leiden still. Wer wirklich wass erlebt hat, der kann darüber nicht sprechen, der braucht auch solche Filme nicht !
Vielleicht brauchte eine Nation, die gerade ihr Vietnam 2 im Irak und Vietnam 3 in Afghanistan durchmacht etwas über glorreiche Kriegshelden die nicht verlieren.

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bernd1974 15.07.2010, 12:11
26. ...bigotterie?

Zitat von frank_lloyd_right
zu tun, sie romantisiern die Geschichte - und Hollywoodfilme romantisieren fast immer die amerikanische Geschichte(im Ausnahmefall auch mal die britische, wenn es in der Periode noch gar keine "Amerikaner" gab). Steven Spielberg fühlt sich offenbar der US-Generation verpflichtet (was kein Geheimnis ist), die im 2. Weltkrieg gekämpft hat, seine Epen sind ausnahmslosGlorifikationen derselben und haben es nicht so mit der wirklichen Realität (der Gegner wird immer als zahlenmäßigüberlegener Vollidiot präsentiert (was grotesk ist angesichtsder geschichtlichen Fakten), man denke an "Private Ryan") - es ist wohl so, daß er Geschichte schreiben will,denn die Kinder lernen ja in der Schule so etwas nicht mehr. Man sollte ihn aber *nicht* lassen, ich erinnere an "The Patriot" mit Mel Gibson, wo ausnahmesweise mal die Britenden amerikanischen Filmrealismus zu spüren bekamen... ich denke, Meister Emmerich hatte den gedreht, und als er den Vorwurf der Geschichtsfälschung hörte, meinte er, das sei doch Unfug, weil Filme Gut und Böse und einen krassen Plot nun einmal brauchen - so ist es ja, und so sollte man es sehen. Aber wer tut das ? Show Business, wer nimmt TV-Serien wie "Lost" oder "Band of Brothers ernst ? Ich fürchte, es gibt Leute, die das tun. Clint Eastwood hat vor wenigen Jahren "den Pazifik"bereits ganz gut "abgedreht", ihm traue ich insgesamtdie besser Einstellung zu (von der Psyche her). Hanks und Spielberg sind natürlich das schönere Paar,dem man keinesfalls über den Weg trauen sollte. Solche Filme zu begrüßen, weil sie "das Grauen des Krieges so schön vorführen", ist Bigotterie - die Art Bigotterie, die aus jahrhentelanger Indoktrination und Unwissenheit entsteht.
Band of brothers romantisiert? das grauen des Krieges so schön vorführen? Ich weiß ja nicht was sie gesehen haben, aber sicher nicht diese Serie. klar ist, dass Spielfilme und Serien einen anderen Charakter haben, als Dokumentationen, aber wenn Veteranen sich zu Band of brothers positiv äußern, dann ist ihr Kommentar ein ziemlicher affront gegenüber diesen Menschen, diesen männern die tatsächlich gekämpft haben.
.......ich erinner e an die stelle in b.o.b. als die truppe plötzlich der ss gegenübersteht - von wegen zahlenmässig überlegen, an der stelle kommt deutlich zum ausdruck, dass auch damals märchen kursiert sind. alles in allem ist b.o.b gewiss keine glorifizierung des krieges sondern ein klarer anti-kriegsfilm.

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stesoell 15.07.2010, 12:16
27. <()<><<<

Zitat von frank_lloyd_right
Hanks und Spielberg sind natürlich das schönere Paar,dem man keinesfalls über den Weg trauen sollte.
Hanks und Spielberg treten nur als Executive Producers auf, nicht als Writers bzw. Directors.

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Rübezahl 15.07.2010, 12:17
28. Die Wahrheit ist grausam

[QUOTE=takeo_ischi;5869979]Nein, Wer diese Filme braucht sind aber wir Nachgeborenen. Wir müssen wissen wie es damals wirklich war, fernab von propagandistischem Hurrapatriotismus auf allen Seiten.
Nur so kann verhindert werden, dass es wieder zu so etwas gewaltig Bösem kommt.

QUOTE]
Wer sind doch längst schon wieder so weit , das Bundeswehroffiziere in die Hochschulen gehen und den Schülern erzählen, das Soldatenberuf ein Beruf wie jeder andere ist und das man auch bei der Bundeswehr studieren kann, ohne sich um Bafög Gedanken zu machen! Soll ich da an die Schulen gehen und die Wahrheit über den Krieg erzählen ? Da wären die Schüler alle auf der Toilette und würden sich übergeben.

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armagnac 15.07.2010, 12:24
29. ... mit lauter amerikanischen Helden ...

und ein paar Freaks, damit´s realistischer wirkt.

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