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Kriegs-Epos "The Pacific": Napalm im Paradies

Blutbad unter Palmen: In einem monströsen TV-Zehnteiler nehmen sich Steven Spielberg und Tom Hanks den Zweiten Weltkrieg im Pazifik vor. Eine Geschichte über den Verlust der Unschuld - in der US-Soldaten schon mal aus Spaß überlebende Japaner zu menschlichen Zielscheiben machen.

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marcus1011 15.07.2010, 13:32
50. Tja....

Zitat von ACroonen
Ich wäre ja mal gespannt, ob sich Hollywood mal an das Thema Phillipinisch-Amerikanischer Krieg traut, statt immer den 2. Weltkrieg zu bemühen. Damals, um die Jahrhundertwende, haben die Amerikaner ca. 1.000.000 Philipinos getötet. Motto: Kill everybody over ten! Heute würde man von Genozid sprechen..... Das wäre doch mal ein Thema, statt Private Ryan 3.0 unter Palmen.
Ich fürchte mal da werden Sie lange drauf warten müssen
...leider.
Kritik an der eigenen Vergangenheit ist nicht gerade die Stärke der Amis,bzw es dauert Jahrzehnte bis Jahrhunderte, siehe das Abschlachten der Ureinwohner.

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tweety81 15.07.2010, 13:33
51. +++

Zitat von ACroonen
Ich wäre ja mal gespannt, ob sich Hollywood mal an das Thema Phillipinisch-Amerikanischer Krieg traut, statt immer den 2. Weltkrieg zu bemühen. Damals, um die Jahrhundertwende, haben die Amerikaner ca. 1.000.000 Philipinos getötet. Motto: Kill everybody over ten! Heute würde man von Genozid sprechen..... Das wäre doch mal ein Thema, statt Private Ryan 3.0 unter Palmen.
Nein das können sie dann wieder nicht..das würde ja nicht in das Heldenhafte Leben der Amis passen...

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semper fi 15.07.2010, 13:34
52. -

Zitat von marcus1011
Und ? Empehlenswert??
Ja, schon. Ist zwar vollkommen anders als BoB und basiert überwiegend auf Erinnerungsbüchern, gibt aber trotzdem sehr anschaulich die "roll back" Aktionen des USMC und die Einzelschicksale der Soldaten wieder.
Was nicht übersehen werden sollte: BoB fängt richtig erst mit der Invasion in der Normandie an. Da war das Ende in Europa schon absehbar, auch wenn der Zeitpunkt noch offen war. Pacific beginnt kurz nach Pearl Habour, also in ziemlich finsteren Zeiten.

Zitat von
Ich sehe mir das Genre "Kriegsfilme" eigentlich recht gerne an , aber bei den meisten amerikanischen Produktionen gerade in Bezug auf den II.Weltkrieg ist der Hollywood-Touch einfach zu groß und zu schlicht.
Dem stimme ich zu. Überwiegend Hurra-Patriotismus. Empfehlenwert: The Naked And The Dead, From Here To Eternity, die beiden Clint-East-Wood-Filme.
Unter den Aspekten hat mir der Soldat Ryan überhaupt nicht zugesagt.

Zitat von
Guter Ami, böser Feind.. ich töte mit meinem 10 Mann-Elite-Super-Nette-Kerle Zug 1000 Feinde und die keinen von uns. Kriegsfilme sollen einem die Sinnlosigkeit und Grausamkeit eines Krieges vermitteln , und nicht nur heroischen Scheiss .
Stimmt. Und der Witz dabei ist, dass die Schauspieler, die in den WK2- und Vietnam-Epen die Helden waren, überwiegend ziemliche Feiglinge waren - Marion Mitchell Morrison aka John Wayne an der Spitze. Die haben Hollywood nach Kräften genutzt, um dem Ganzen weit aus dem Wege zu gehen. Es gibt auch lobenswerte Ausnahme, James Stewart zum Beispiel.

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Lochblech.19 15.07.2010, 13:38
53. Behauptung oder seriöses Zitat?

Zitat von viwaldi
Seien wir froh, das die Invasion im Juni 44 für die Allierten erfolgreich war - die Bomben waren für Berlin konstruiert!
Bitte Quelle angeben!

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W. Robert 15.07.2010, 13:39
54. Darth Vader

Spielberg war mal ein guter Regisseur, der Meister des Popcorn persönlich. Seit er sich aber an die „großen Themen“ herangewagt hat ist er nur noch peinlich. Seine Auftritte zusammen mit dem Ober-Scientologen Tom Cruise, wo dieser ziemlich ätzende Sektenpropaganda losgetreten hat sind bezeichnend für den verwirrten Spielberg.
Er faselt von „Begegnungen der höheren Art“, ohne konkret zu werden, um die Zuschauer „nicht zu verwirren“. Ins Konzept passt auch, dass seine Frau bis zu ihrer Konvertierung Scientologin war. Spielberg hat in den letzten Jahren nur noch unsägliche Filme gedreht, die nicht mal ein Emmerich schlimmer hätte verhunzen können.

Besonders übel waren die Filme „Krieg der Welten“, wo sich ein Scientologenteam permanent am Set herumgetrieben hat.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40171757.html
Dann gab es die mehr als seltsame Ufo-Serie „Taken“, in der es mehr oder weniger um die Züchtung des „Übermenschen“ durch Außerirdische geht.
Sein deprimierender 1984-Clone „Minority Report“ zeigt meiner Ansicht nach eine schlecht getarnte Faszination an totaler Kontrolle, was auch den Hubbard-Thesen entspricht.

Kurz gesagt ist der „verwandelte“ Spielberg ein gefährlicher Propagandist okkulter Ideologien, der auf seinem Höhenflug irgendwo ausgeflippt ist. Darüber täuscht auch seine handwerkliche Extraklasse nicht mehr hinweg.
In dieses Bild passt dann auch die neue Kriegsfilm-Serie. Spielberg ist eindeutig auf der „dunklen Seite der Macht“ angekommen. Dann doch lieber „Spielbergle“ Emmerich mit seinem platten Dorfpatriotismus;)

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marcus1011 15.07.2010, 13:48
55. Danke

Zitat von semper fi
Ja, schon. Ist zwar vollkommen anders als BoB und basiert überwiegend auf Erinnerungsbüchern, gibt aber trotzdem sehr anschaulich die "roll back" Aktionen des USMC und die Einzelschicksale der Soldaten wieder. Was nicht übersehen werden sollte: BoB fängt richtig erst mit der Invasion in der Normandie an. Da war das Ende in Europa schon absehbar,.....
Die Anfangssequenz von James Ryan, sprich der Beginn der Invasion, war excellent.
Danach ist der Film leider wieder in die stereotypischen Handlungen ala Hollywood verfallen.
Leider.

Im übrigen danke an alle die "Pacific" hier aufgrund meiner "Empfehlenswert"-Anfrage beurteilt haben.

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V for Vendetta 15.07.2010, 13:50
56. So habe ich es auch verstanden

Zitat von Backpacker
Der Autor hat nichts verstanden. Die Aufteilung von einer (Teil)-Folge für Ivo Jima und drei Folgen für Peleliu sollte eben die grosse Aufmerksamkeit die Ivo Jima schon immer erhalten hat ausgleichen. Zu Gunsten einer Schlacht, die härter, länger und entbehrungsreicher war, und eben von der Geschichte fast vergessen, zur großen Frustration der beteiligten Veteranen.
Ähem, exakt so habe ich die Passage im Artikel auch verstanden: ein Lob an die Serie, daß nicht zum x-ten Mal Iwo Jima in den Vordergrund gestellt wird.

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El Ackabar 15.07.2010, 13:58
57.

Zitat von turbonator
Habe gerade vor ein paar Wochen The Pacific gesehen. 1. Wahrscheinlich wird es stark geschnitten im deutschen Fernsehen gezeigt.
Zumindest die für Dezember angekündigte DVD-Box ist Informationen eines bekannten Online-Händlers zufolge ab 16 freigegeben, und da die Ausstrahlung nach 22.00 erfolgt, darf man zumindest hoffen - leider gibt's ja keine Nachtwiederholungen, die in der Regel ungeschnitten sind.

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frank_lloyd_right 15.07.2010, 14:17
58. "Band of brothers" hat mit Realität

Zitat von dango
"The Pacific" ist als Nachfolgeserie von Band Of Brothers eine der wenigen Produktionen, auf die ich schon im Vorfeld wirklich gespannt bin. Band Of Brothers ist aus meiner Sicht das Beste, was es zu diesem Thema gibt und sogar darüber hinaus, mit das Beste, was das Fernsehen bisher insgesamt zu Stande gebracht hat. Eigentlich ....
...absolut nicht viel am Hut, es ist "wir verdienen kohle mit dem 2. Weltkrieg, wie wir ihn gern gehabt hätten" -
aber Sie scheinen es für "gute Äktschen" zu halten - das sei Ihnen unbenommen - "Terminator" war ja auch okay,
selbst "Rambo" hatte seine Fans.

Nur wer dafür plädiert, sowas im Schulunterrichtzu verwenden, ist echt heftig von der Rolleund hat von der Materie "Krieg" nur insoferneine Vorstellung, daß er vermutlich wirklich glaubt,
die Guten bekommen deutlich weniger Treffer als die Bösen.
Das ist eine sehr gefährlich Verharmlosung,und Band of Brothers trieft nur so davon.

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Mulharste 15.07.2010, 14:21
59. -

Zitat von sanhorst
Wer will das sehen? Oder ist das versteckte Werbung?
Ich will das sehen! Schön, dass Sie im allerersten Beitrag des Fred gleich lospauschalisieren. Ja ich möchte dieses Epos sehen, habe auch BoB komplett gesehen und war "beeindruckt".
Unglaublich spannend, packend und "lehrreich"

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