Forum: Kultur
Kritik polnischer Intellektueller: "Die Deutschen fallen dem russischen Bären um den
Martin Mai/ DER SPIEGEL

Putins Russland macht ihnen Angst: Polnische Intellektuelle haben in einem offenen Brief an Europa appelliert, sich Russlands Präsident Wladimir Putin stärker zu widersetzen. Ein Gespräch mit einer der Unterzeichnerinnen, der Autorin Olga Tokarczuk.

Seite 1 von 7
Anton Waldheimer 05.12.2014, 16:06
1. der selbe Fehler

Die Polen machen den gleichen Fehler wieder, sie setzen auf Konfrontation und verlassen sich auf weit entfernte Verbündete, die ihnen im Ernstfall nicht wirksam helfen könnten. Wenn es zum Konflikt kommt ist das Baltikum längst überrollt, und nach dem Krieg besten Falls ein freigekämpftes Schlachtfeld auf dem nichts übrig geblieben sein wird.

Beitrag melden
kietzkatze 05.12.2014, 16:06
2. Das intellktuelle Polen..

sollte mal lesen:

http://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-russland-dialog

Beitrag melden
Schlaf-Schaf-Michel 05.12.2014, 16:11
3. Jaja

Könnte man viel mehr zu sagen, ich zitiere hier nur mal die letzten drei Sätze:
"Das ist eine Politik, die Chaos schaffen will. Und einen Nutzen aus diesem Chaos ziehen will. Das ist die primitivste Art, Politik zu machen. Dieses Chaos endet erst, wenn wir Putin klare Grenzen setzen."
Schauen Sie bitte einmal auf die andere Seite des großen Teichs und wiederholen diese Sätze, klingelt dann was? Wem bitte muss man klare Grenzen setzten?

Beitrag melden
TorstenT 05.12.2014, 16:15
4. Endlich mal vernünftige Leute :-)

Vielen Dank an Frau Tokarczuk für dieses Interview.

Beitrag melden
quark@mailinator.com 05.12.2014, 16:19
5. Leider

Zitat von Anton Waldheimer
Die Polen machen den gleichen Fehler wieder, sie setzen auf Konfrontation und verlassen sich auf weit entfernte Verbündete, die ihnen im Ernstfall nicht wirksam helfen könnten. Wenn es zum Konflikt kommt ist das Baltikum längst überrollt, und nach dem Krieg besten Falls ein freigekämpftes Schlachtfeld auf dem nichts übrig geblieben sein wird.
Empfinde ich leider auch so. OK, die polnische Geschichte ist hart (wie die vieler anderer Völker), aber wir kommen alle mit dem ewigen Streit nicht weiter. Und diese totale Unversönlichkeit Polens gegen Deutschland und Rußland stört mich massiv. Ich war als Kind oft in Polen und Land und Leuten gegenüber positiv eingestellt, aber seit Polen Schutz in EU und NATO gefunden hat, sorgt es mehr für Konflikte als für Frieden, wenn ich nur an die Brüder Kaczynski denken, oder wie Polen und Spanien damals mit den USA diese Invasion mitmachen mußten und so eine einheitliche Position der EU verhinderten ...

Beitrag melden
Mario V. 05.12.2014, 16:22
6. Gefühl der Bedrohung

Weil die Polen so ein Gefühl haben, soll ganz Europa auf einen Konfrontationskurs mit Russland gehen, der bekanntermaßen zur weiteren Eskalation der Spannungen führen wird.

Je größer die Spannungen, desto eher die Gefahr einer realen Bedrohung für Polen. Das scheinen diese Intellektuellen nicht ganz bis zu Ende durchdacht zu haben.

Beitrag melden
xfor 05.12.2014, 16:23
7.

Zitat von degaulle
Statt die Ukraine als neutralen Pufferstaat zwischen Polen und Russland zu etablieren (wie es die "bösen" Russen wollten), war der polnische Geheimdienst maßgeblich am gewaltsamen Umsturz in Kiew beteiligt und ist damit in Konflikt mit Russland geraten - wirklich sehr achlau!
Es sind Aussagen wie diese, die die Polen nur den Kopf schütteln lassen

Beitrag melden
freespeech1 05.12.2014, 16:23
8.

Aus meiner Sicht hat Deutschland nach Anerkennung der Nachkriegsgrenzen mit keinem anderen Land einen Konflikt, schon gar nicht im früheren Osteuropa. Daher sollten wir mit allen freundschaftliche Beziehungen pflegen, sofern gewünscht.
Zwischen Polen und Russland besteht eine jahrhunderte alte Feindschaft, die im Westen wenig Beachtung findet. Man sollte mal Scholl-Latour lesen, das bildet.

Da Russland mit den Grenzen nach dem 2. WK seine territorialen Wünsche gegenüber Polen durchgesetzt hat, gibt es keine Bedrohung Polens. Was sollte Russland an Polen für Ansprüche haben? Infrage gestellt werden die Grenzen allenfalls von polnischen Nationalisten.

Liebe Polen, lasst uns in Ruhe, klärt eure Konflikte mit Russland friedlich und einvernehmlich.

Beitrag melden
auweia 05.12.2014, 16:27
9. Wieso weit entfernte Verbündete?

Zitat von Anton Waldheimer
Die Polen machen den gleichen Fehler wieder, sie setzen auf Konfrontation und verlassen sich auf weit entfernte Verbündete, die ihnen im Ernstfall nicht wirksam helfen könnten. Wenn es zum Konflikt kommt ist das Baltikum längst überrollt, und nach dem Krieg besten Falls ein freigekämpftes Schlachtfeld auf dem nichts übrig geblieben sein wird.
Ich gehe davon aus das die NATO hilft, Polen zu verteidigen und zur NATO gehört auch Deutschland.
Und - es sollte uns allen eine Ehre und Verpflichtung sein dazu beizutragen.
Ich bin nicht glücklich mit der Konfliktsituation, ich hätte die Welt auch lieber schön, aber wenn es zu einem Konflikt käme, stände ich bei den Polen und nicht bei den Russen.
Ich kann deren Besorgnis verstehen und finde sie haben die besseren Argumente und stehen uns näher.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!