Forum: Kultur
Kunsterbe Cornelius Gurlitt: Tod eines Phantoms
Markus Hannich/ BILD-Zeitung

Seine geliebten Bilder sah er nie wieder: Zwei Jahre nach der Beschlagnahmung der wertvollen Werke ist der Kunsterbe Cornelius Gurlitt gestorben. Sein Fall steht für den schwierigen Umgang mit Nazi-Raubkunst. Was wird aus seiner Sammlung?

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tennislehrer 06.05.2014, 21:24
40. Er tut...

....mir einfach nur Leid! Ich bin mir alles andere als sicher, ob der Rechsstaat sich in dem Fall wirklich immer so an geltendes Recht gehalten hat. So gesehen könnte Deutschland ja auch Raubkunst zurückfordern die Deutschland in den Kriegen geklaut wurde! Geldgier scheint meistens über Menschlichkeit zu gehen! Traurig!

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nachtmacher 06.05.2014, 21:27
41. tja, nur ihr frommer Wunsch...

Zitat von ayberger
einzubringen in eine Stiftung "Sammlung Gurlitt", Träger: Die Bayer. Staatsregierung; Ausstellungsort: Haus der (deutschen) Kunst, München, Prinzregentenstr. 1, so wird sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und auch bleiben. Nicht auszudenken: Sie wird in alle Richtungen verscherbelt und zerfleddert, landet in den Tresoren von Spekulations-Milliardären ...
die Sammlung geht wohl an eine schweizer Institution. Da können sie die Bilder dann wahrscheinlich sehen. Die Sammlung wird fast komplett sein, denn bisher sind die meisten Bilder als "rechtmäßig erworben" eingestuft worden. Alles was die Staatsregierung noch machen kann ist die Bilder gut einzupacken und gut gesichert zu verschicken.

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Emal 06.05.2014, 21:34
42. Ja man kann es übertreiben

Zitat von friedberta
Herr Gurlitt hat diese Bilder jahrzehntelang in seiner Wohnung gehortet und meinetwegen auch geliebt und betrachtet. Das sollte wohl genügen. Dieser Genuss muss sich nicht bis auf die letzte Lebensstunde ausdehnen. Ausserdem stellt sich die Frage, ob die Bilder gut erhalten sind und mit einer Klimaanlage erhalten wurden ?
Ihr Kommentar ist eine Übertreibung.

Jeder Mensch darf so etwas besitzen. Es gibt kein Anrecht für die Allgemeinheit!

Es ist NUR Kunst. Kunst ist etwas alltägliches, etwas, das auch sie schaffen könnten. Unter dieser Prämisse, die sie präsentieren, müssten wir jetzt bei Ihnen nachschauen, ob sie nicht irgendetwas kunstartiges haben und überprüfen, ob sie es sicher und ordnungsgemäß wahren. Vielleicht erkennen wir jetzt nur nicht, dass es Kunst ist, aber vllt ist es das in 100-400 Jahren. Auf unbegründeten Verdacht alles nehmen und nicht zurückgeben.

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tomatosoup 06.05.2014, 21:35
43. Die gefühlsduseligen Wichtigtuer

Nein, die gefühlsduseligen Wichtigtuer dürfen nicht Sieger sein, sondern das Recht, unser aller Recht muss siegen. Die meisten Bilder gehörten Gurlitt rechtmäßig zu Eigentum. Es war vor allem die Journaille, die ihn fertig gemacht hat. Schande über die eingebildeten Gutmenschen, die nicht das geltende Recht, sondern ihre verblasene Vorstellung von "Gut und Böse" ausleben, tyrannisch, willkürlich und rechtswidrig. Das gilt besonders für die ermittelnde Staatsanwaltschaft.

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olddreamer 06.05.2014, 21:39
44. Es war, nein es ist eine Schande,

für unseren "Rechtsstaat", auf den wir so stolz waren, wie mit diesem Mann von Seiten der Zöllner und von Seiten der Augsburger Staatsanwaltschaft unberechtigt umgegangen wurde! Dies darf man vor lauter Gier der Journaille nach den Bildern und ihrer Geschichte nicht vergessen: Ein Skandal, wie sich deutsche Behörden hier verhalten haben! Wenn sie sich jetzt noch als Erbschleicher entpuppen sollten, wäre dies das Allerletzte!

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jobueh 06.05.2014, 21:57
45. Das Ende einer Treibjagd

Ob dieser Mann "Raubkunst "zu unrecht besaß kann ich nicht beurteilen. Aber ich bin der Meinung, daß sich in diem Fall mal wieder weder die staatlichen Institutionen noch die Medien mit Ruhm bekleckert haben.

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SeasickSteve 06.05.2014, 22:37
46. ...unfassbar ...

Zitat von sysop
Seine geliebten Bilder sah er nie wieder: Zwei Jahre nach der Beschlagnahmung der wertvollen Werke ist der Kunsterbe Cornelius Gurlitt gestorben. Sein Fall steht für den schwierigen Umgang mit Nazi-Raubkunst. Was wird aus seiner Sammlung?
Man muss sich schon fragen, wie weit die Hysterie in diesem Land gediehen ist, dass der Besitz von etwas über (nicht deklarierungspflichtigen) € 8.000 in bar in der Brieftasche eines Greises Staatsdiener ein "Steuerdelikt" vermuten lässt.

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evawestermann 06.05.2014, 22:37
47. Die presse

ist nicht unschuldig! Ob jemand wegen Hetzen jagt sich Gedanken macht? Der Alte hat es richtig gemacht, die Erben sind im Ausland. Und sie werden wohl das "Gefecht" ausfechten. Die Kunstwerken wurden freigegeben- weil es wohl kein Straftat war - der Inhaber ist tot. Super.

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vierteldeutscheösi 06.05.2014, 22:39
48. Wieso Phantom?

Nur, weil er anders gelebt hat? Phantom (von gr.: Phantasma, Phantasie) bedeutet Trugbild, unwirkliche Erscheinung, Einbildung oder Gespenst, Geist. (Wiki) War er nicht! Er war halt ein Individualist, muss denn jeder so leben, wie es sich die Mehrheit wünscht? Sauschlecht behandelt wurde er. So sehr, dass es so manchem Beobachter weh tat. Das, wovor er floh, holte ihn am Ende des Lebens erst recht grausam ein. Sehr reißerisch ist diese tendenzielle Überschrift, gut höchstens als Symbol für miesen Umgang in Teilen der Gesellschaft und insbesondere der Medien. Vielleicht hatte genau diese Härte einst Gurlitt zum Rückzug veranlasst? Vielleicht war er ja sensibel? Ich hätte ihm ein Happy End gewünscht.

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btraven 06.05.2014, 22:45
49. Wen interessiert das?

Zitat von sysop
Seine geliebten Bilder sah er nie wieder: Zwei Jahre nach der Beschlagnahmung der wertvollen Werke ist der Kunsterbe Cornelius Gurlitt gestorben. Sein Fall steht für den schwierigen Umgang mit Nazi-Raubkunst. Was wird aus seiner Sammlung?
Ein Mensch weniger auf dieser Welt der sich unrechtmässig, wie auch immer, bereichert hat. Unschätzbare Kunstwerke der Allgemeinheit vorenthalten hat. Gerafft hat in seiner Gier und Vermessenheit. Spiegel und Spon verkommen immer mehr zum Mainstream. Wert- und sinnfreier Journalismus, fern jeglicher ethischen und moralischen Werten, von einer politschen Orientierung (Überzeugung schon einmal garnicht) mag man kaum noch zu sprechen. Der alte Augstein routiert seit Aust nur noch in seinem Grab. Es ist nicht nur zum kotzen. Lächerlich, wenn ein ehemaliger Bild MA zum Chef wird. Meine Damen und Herren, wo sind wir im Land eines Tucholsky angekommen??? Kritischerher Journalismus? Bei Spiegel die Ausnahme, bei Spon bestensfalls noch ein Feigenblatt. Macht den Laden dicht oder lasst euch von Springer oder Burda aufkaufen.

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