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Kunstfund in München: Staatsanwalt will Gurlitt Bilder schnell zurückgeben
DPA

Überraschende Wendung im Fall Cornelius Gurlitt: Die Augsburger Staatsanwaltschaft ist dazu bereit, einen Teil der beschlagnahmten Bilder an den Kunsthändlersohn zurückzugeben. Dies solle geschehen, sobald die Eigentumsfrage zweifelsfrei geklärt sei.

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fackelimohr 19.11.2013, 17:14
100. Erpresser

Staatsanwalt: Tut uns Leid Herr Gurlitt! Aber wie wäre es wenn wir die Gemälde für sie in einem Museum "aufbewahren". Sie haben da sonst ein kleines Sicherheitsrisiko! Wissen Sie, morgen werden wieder ein paar Verbrecher frühzeitig entlassen. Die haben bessere Anwälte als Sie Herr Gurlitt! Haha...

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duke_van_hudde 19.11.2013, 17:15
101. Hmm

Wie die Rechtslage bei womöglicher Raubkunst ist bin ich dann doch mal sehr gespannt.Normalerweise müste er wohl die Bilder alle behalten können da sie über 30 Jahre in seinen Besitz sind.Aber für Raubkunst gilt das wohl nicht.Nur bleibt die Frage was sind das für Bilder.Viele waren wohl entartete Kunst die die Nazis nicht haben wollten aber noch zu Geld machen konnten.Der Vater hat diese Bilder dann zu Geld gemacht und einen Teil deR bilder wohl einfahc selber gekauft oder halt behalten.Die Frage die sich nun stellt sind diese Bilder wirklich Raubkunst einiges von dne Zeug war wohl in Deutschen Museen und die sind halt selber Shculd wenn sie ihr Zeug verkauft haben.

Nach meiner Meinung darf er die fast alle Bilder behalten ,weil was kann er dafür das Deutsche Mussen die Bilder verkauft haben das ist ja nun deren Problem.Was jüdische Besitzer angeht die man die Bilder abgepresst hat hat sie der Vater für mich auch nur wenn überhaupt moralisch verwerflich verhalten.

Die Bilder wurden ihn nach damaliger Rechtsgrundlage verkauft oder zum Verkauf übertragen.

Bleiben also für mich nur zwie Lösungen bei möglicher Raubkunst.

1.Die Bilder gehen an die altne Besitzer und Deutschland entschädigt ihn.
2.Deutshcland entschädigt de ehemaligen Besitzer und er behält die Bilder.

Nur sollte es wirklich rechtens sein das man ihn die Bilder einfahc so abnehmen kann ohne ihn dann zu entshcädigen dann fehlen mir nur noch die Worte.

Das er mit sienen Bildern machen kann was er will sollte klar sein.

Das die Polizei jetzt 24/7 die Wohnung bewachen muss wenn die Bilder wieder zurückgegeben wurden sollte klar sein.

Das das ganze Verfahren 2 Jahre dauert zeigt aber eins ganz klar.Man hat sich auf sehr dünnen Eis begeben und hat alles versucht das ganze Biologisch zu klären.

Was mich zu der Frage kommen lässt darf man hier in Duetshcland jeden Prozess nahc Lust und Laune ewig in die Länge ziehen und dann auch noch Sache bis zum letzten Gericht beschlagnamen.

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ratio_legis 19.11.2013, 17:18
102. Unklar

Zitat von sysop
Überraschende Wendung im Fall Cornelius Gurlitt: Die Augsburger Staatsanwaltschaft ist dazu bereit, einen Teil der beschlagnahmten Bilder an den Kunsthändlersohn zurückzugeben. Dies solle geschehen, sobald die Eigentumsfrage zweifelsfrei geklärt sei.
Wie kann es sein, dass man erst nach 18 (!) Monaten auf die Idee kommt, im "Art Loss Register" zu recherchieren?? Hätte man das von Anbeginn getan, wäre zumindest diese Frage geklärt. Zwei Kunsthistoriker benötigen maximal 3 Monate, die 1400 Werke in der gut sortierten Datenbank zu überprüfen.

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a.maassen 19.11.2013, 17:22
103. Kennen Sie eine "schnelle" Staatsanwaltschaft?

Der Fall Gurlitt schwingt sich von einer juristischen Ungeheuerlichkeit zur nächsten. Zurückgeben bis die Eigentumsfrage "zweifelsfrei geklärt ist" heißt ja wohl im Normalbürgersprech "nie". Seit dem Fund vor 1 1/2 Jahres gibt es ja nicht einmal ein Gerichtsverfahren. Oder finden Enteignungen in der Bundesrepublik inzwischen nach behördlichem Gutdünken statt?
"Schnell" ist in dem Verfahren ja schon jetzt ein Hohn, solches jetzt auch noch als Sensation zu vermelden, ist eine journalistische Fehlleistung ersten Ranges.

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maifreuden 19.11.2013, 17:22
104. Verdacht ?

Zitat von smartinus
... Bei etwa 580 Werken besteht der Verdacht von Raubkunst, bei weiteren etwa 390 Werken der Verdacht von "Entarteter Kunst".
Gegen wen besteht denn eigentlich ein Verdacht „Raubkunst“? Gegen die Urheber (= Künstler), gegen Herrn Gurlitt, gegen wen denn?
Es sollte mittlerweile wirklich jeder verstanden haben, dass im Zuge der Kampagne „Entartete Kunst“ vom deutschen Staat aus Museen entnommene Kunstwerke von den Museen nicht zurückgefordert werden können. Meines Wissens nicht einmal, wenn es eine Leihgabe eines namentlich bekannten Eigentümers war.
Einen Verdacht namens „Entartete Kunst“ kann es bzgl. der heutigen Eigentumsverhältnisse also keinesfalls geben.

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smartinus 19.11.2013, 17:24
105. Ermittlungen

Zitat von DrGrey
Was ist dann mit Erbfällen aus den Mittelalter? Sollen die nachträglich auch noch eruiert werden? Haben sie sie Gegenbeweise? Zudem könnte jemand mehrere Hauptwohnsitze haben.
Warum sollten Erbfälle aus dem Mittelalter eruiert werden? Es geht in diesem Falle um Raubkunst aus der NS-Zeit. Das Mittelalter hilft da zur Klärung ganz sicher nicht weiter.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Steuerdelikten, weil es einen Anfangsverdacht gab. Es ist Sache der Staatsanwaltschaft und dann in einem weiteren Schritt ggf. des Gerichts zu beurteilen, wo der Lebensmittelpunkt lag.

Gurlitt war in München ja gar nicht gemeldet, insofern sehe ich keinen Hinweis darauf, dass Gurlitt zwei Hauptwohnsitze hatte. Das ist aber wie gesagt auch unwichtig bezüglich der Steuerpflicht, sondern entscheidend ist der tatsächliche Lebensmittelpunkt. Gurlitt wurde ja über viele Monate beobachtet und hat im Interview geäußert, dass er mit seinen Bildern leben wollte, insofern ist es wahrscheinlich, dass er in München seinen Lebensmittelpunkt hatte. Wie gesagt, hier ist die Staatsanwaltschaft am Zug. Ich verstehe allerdings nicht, warum die Staatsanwaltschaft dafür 1,5 Jahre zur Ermittlung braucht. Allerdings geht es zusätzlich zu Steuerdelikten noch um Unterschlagung - und das ist wie man nun angesichts von der neu gegründeten Task Force wesentlich aufwändiger.

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martinschwutke 19.11.2013, 17:25
106. Die JCC?

Solange die JCC den Verdacht nicht ausgeräumt hat (und womöglich verurteilt wird) dass sie Dutzende von Millionen $ veruntreut hat, sollte sie überhaupt nicht an irgendetwas teilnehmen. Aber wenns was zu holen gibt...

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abc-xyz 19.11.2013, 17:25
107. Augsburger Staatsanwaltschaft bricht Grundrecht

Eigentlich unfassbar. Da wird einem Mann, der KEINE Straftat begangen hat, Eigentum entwendet. Selbst wenn die Bilder auf nicht legale Weise in den Besitz von Herr Gurlitt gelangt ist, hätte es dazu erst mal eine Anklage benötigt. Jetzt sehe ich nicht einmal das vorliegen und selbst wenn wäre das eine Frage eines Zivilprozesses in dem erst mal die Schuld bewiesen hätte müssen. Erst danach wäre es rechtens gewesen die Bild zu beschlagnahmen. Unglaublich!

Aber es wäre nicht das erste mal, dass mir die Staatsanwaltschaft Augsburg sehr negativ auffällt.

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spiegelleser 19.11.2013, 17:27
108. Peinlich und fragwürdig

Auch wenn es von vielen sicher nicht gewünscht ist, sieht die Lage doch wohl so aus, dass selbst für die Bilder, deren Herkunft zweifelhaft ist, eine Verjährung eingetreten ist. Es geht gar nicht, dass man juristisch hier weit über ein Jahr zugange ist und den - mutmaßlichen - Besitzer der Bilder weder ernsthaft kontaktiert noch anklagt. Offensichtlich strebt man seitens der Staatsanwaltschaft eine "biologische Lösung" an, da Gurlitt alt und gesundheitlich angeschlagen ist. Nach Molath ist das gleich der zweite Sargnagel für die bayerische Justiz. Das Vorgehen ist nicht nur dilletantisch und peinlich, es fehlt auch noch jede juristische Grundlage. In allen Berichten zu dem Fall wird übrigens nicht darauf eingegangen, dass Gurlitt die Sammlung über Jahrzehnte zusammengehalten hat. Wenn er sie im großen Stil hätte versilbern wolle, hätte er das längst tun können. Es hätten sich sicher Abnehmer gefunden, zumal es in der Kunstszene offensichtlich bekannt war, dass die Sammlung existiert.

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lackehe 19.11.2013, 17:29
109. Wir sollten zur Kenntnis nehmen

Zitat von smartinus
Wenn Sie Kenntnis davon haben, dass es sich um Raubkunst oder z.B. Diebesgut handelt, natürlich! Und Sie wollen doch wohl nicht behaupten, dass Gurlitt als Sohn eines Kunsthändlers keine Ahnung über die Vorgeschichte seiner "Sammlung" hatte?! Wenn Sie selbst keine unrechtmäßig erworbenen Dinge besitzen, verstehe ich absolut nicht, warum Sie Angst haben, dass Ihnen diese weggenommen werden sollten.
dass es selbst in dem diktatorischen Staat Gesetze und Verordnungen gab. Es gab ein Gesetz, Bilder dieser Art aus dem Verkehr zu ziehen; sie wurden verbrannt, verkauft oder versteigert, um die Staatskosten zu deckeln. (Bei uns ist es bei beschlagnahmten Sachen noch heute so). Das kann man einem Gurlitt nicht anlasten, selber wenn er wusste, von wem die Bilder stammten, hat er sie rechtsmäßig erworben, wenn der Besitz vom Staat etc. in sein Eigentum überging. Die BRD ist Rechtsnachfolger und hat sich an die Gesetze zu halten. Neue Gesetze heranzuziehen, wäre Rechtsbeugung. Herr Gurlitt gab bekannt, dass er die Belege, die ihn als rechtsmäßigen Eigentümer ausweisen, den Ermittlungsbehörden übergeben habe. Wenn der BRD daran gelegen ist die Bilder anderweitig zu verwerten, kann sie dieses entweder mit Einverständnis des Eigentümers tun oder gegen dessen Willen; in beiden Fällen hat sie die Bilder dann, zum heutigem Wert, zu bezahlen.

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