Forum: Kultur
Kunstzerstörung durch Stümperei: Wisch und weg
AP

Die Welt schmunzelt über eine Rentnerin, die ein Jesus-Fresko auffrischen wollte - und es dabei völlig verunstaltete. Die über 80-Jährige ist mit ihrem Unglück nicht allein. Stümper oder Unwissende haben schon öfter Kunst zerstört. Manchmal vernichten sie dabei Millionenwerte.

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nurich666 24.08.2012, 13:37
40.

Zitat von trafozsatsfm
Eine allgemeingültige Antwort darauf werden Sie nie bekommen. Der Wert von Kunst (im weitesten Sinne) liegt halt wirklich immer im Auge des Betrachters. Ein Beispiel: Ich war vor nicht mal zwei Wochen in Bodrum (Türkei), dem antiken Halikarnassos. Da stand mal eines der 7 antiken Weltwunder: das Grabmal des Königs Maussolos. Davon ist praktisch nix mehr übrig. Ich könnte mir die Haare raufen bei der Vorstellung, dass vor nicht mal 600 Jahren zumindest das meiste noch dagewesen sein muss. Warum eigentlich? Bei dem Gedanken erwische ich mich manchmal selber - aus den gleichen Gründen, aus denen Sie fragen: Würde es irgendeinem Menschen HEUTE besser gehen, wenn das Ding noch stünde? Und warum habe ich (ebenfalls vor nicht einmal zwei Wochen) auf der griechischen Insel Kos fast 2000 Jahre alte römische Mosaiken bestaunt? Sollte man das Geld für deren Restaurierung nicht lieber nach Afrika schicken, um hungernden Menschen zu helfen? Aber vielleicht ist genau das der Grund: Menschen werden geboren und Menschen sterben. Die Kunst kämpft gegen die Vergänglichkeit. Ist es nicht der Traum der meisten Menschen, etwas zu hinterlassen, was dauerhaft ist? Denjenigen, die die wunderschönen römischen Mosaiken gelegt haben, ist es jedenfalls gelungen: Mich überläuft ein Schauer bei der Vorstellung, dass das (wenn auch namentlich unbekannte) Menschen vor fast 2000 Jahren erschaffen haben. Früher habe ich den alten Spruch "Ars longa vita brevis" ("Die Kunst ist lang, das Leben ist kurz.") nie kapiert. Mittlerweile schon... (P.S.: Das hat nichts damit zu tun, ob man eine Jesus-Wandmalerei aus dem 19. Jahrhundert oder ein Fettecke toll findet - letztlich bleibt Kunst Geschmackssache.)
Ich kann durchaus verstehen das man sich so etwas gerne anschauen möchte. Was ich nicht verstehe ist die Geweine. Wenn es sie persönlich traurig macht, dann ist das durchaus nachvollziehbar. Mich stört immer diese Aussagen von dem unermesslichen Verlust der dadurch der Menschheit kulturell ensteht, man könnte meinen die Welt geht davon unter. Da tut es mir um jedes Kind das elendig verhungern muss mehr leid. Und ob da jetzt ein Bild mehr oder weniger in der Welt rumschwirrt ist mir letztendlich egal. Und warum man gegen die Vergänglichkeit ankämpfen will ist mir erst Recht ein Rätsel. Aber vielleicht bin ich auch nur zu rational um das zu verstehen.

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gazettenberg 24.08.2012, 14:08
41.

Zitat von widower+2
Und was eine Putzfrau, die schon länger in einem Museum putzt, nicht als Kunst erkennt sondern wegputzt, ist keine erhaltenswerte Kunst (Fettecke, etc.).
Nur der röhrende Hirsch ist echte Kunst ...

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spaltpilz 25.08.2012, 17:25
42. Es handelt sich nunmehr

Zitat von spon-facebook-10000071059
Das ist Neue Moderne Kunst ! In Gallery , In Museum gibt es am besten Stuek und komisch.
Um ein Werk aus der Epoche des späten peinlichen Realismus.
Geradezu sensationell hieran ist die Semantik: Vereint es doch lange für diametral entgegenstehend gehaltene Paradigmen der Schöpfungsgeschichte und der Lehre Darwins auf eindrückliche Art und Weise: Dem Betrachter wird mit geradezu handgreiflicher Plastizität oktroyiert: Der Mensch stamm vom Affen ab!
Die darstellerische Präzision der Künstlerin löste gar lange diskutierte Thesen der Genetik - Die Rasse der Grundlage für die Werdung der zunächst Menschen, später dann sogar Kühünstler ist die der längst ausgestorbenen Monchichis.
Ein beeindruckendes Beispiel für Interdisziplinäre Fertigkeit und Kunst.
Die bislang herausragende Rolle von Da Vinci in Kunst, Kultur und Wissenschaft wird im Lichte dieses brachialromantischen Werkes zu diskutieren sein.

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