Forum: Kultur
Lars von Trier im Interview: "Wer mir in die Fresse hauen will, ist willkommen"

Cannes steht Kopf, doch Lars von Trier*stört's nicht. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Regisseur, der*durch*umstrittene Aussagen*zu Hitler einen Eklat verursachte,*wie es zu seinem Ausfall*kam, was er von seinem Festival-Rausschmiss hält*- und*dass er seine*Strafe*vielleicht sogar*genießt.

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mrsfish 21.05.2011, 17:12
60. "Nazi" in Dänemark

Zitat von shr00m
stimmt. wie kann man die sätze "ich bewundere hitler" und "okay, ich bin ein nazi" schon mißverstehen. da muss man schon kräftig heucheln, um das schönzureden. das nächste mal vllt bisschen weniger koksen, dann klappts auch mit dem rechtspopulismus ohne rausgeworfen zu werden. is mir scheiss egal für was sie berlusconi halten aber die aussage von triers ist doch nicht fehlzuinterpretieren.
Es sagt doch aber ganz offen, daß Deutsche in Dänemark "Nazis" genannt werden, das betrifft auch Sie. Das ist dort scheinbar so. Fragen Sie mal nach, wie man Deutsche in anderen Ländern nennt? Also falls Sie schon mal im Ausland waren, dort kommt es durchaus vor, daß die deutsche Nationalität mit Nazi gleichgesetzt wird.

Das wissen scheinbar nicht viele, aber er hat sich mit der üblichen Beschreibung über Deutsche durch seine Landsleute beschrieben. Wird er deswegen zum Nazi, so wie wir es verstehen? Wohl kaum...

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mrsfish 21.05.2011, 17:31
61. @ herberlin

Zitat von herberlin
Es ist doch offensichtlich, was passiert ist: Eine britische Journalistin (wer sonst?) kann nicht anders, als Lars von Trier auf seine deutschen Wurzeln anzusprechen, um ihm irgendeine Nähe zum Nazitum zu unterstellen (was die Briten bei allen Deutschen ja gerne tun). Und der sarkastische Lars von Trier versucht, diese Gleichsetzung von Nazi und Deutschem durch die übertriebene Zustimmung, er sei Nazi, ad absurdum zu führen. Eigentlich ging es hier um die Vorurteile gegen Deutsche, die in den meisten europäischen Ländern, gerade in Dänemark und England, noch überpräsent sind. Anstatt diesen offensichtlichen Gegenstand der Diskussion zu erkennen, wird wieder einmal jemand als Nazi ausgemacht und die immer gleichen, hysterischen Rituale der antifaschistischen Abgrenzung und Aussonderung kommen zur Anwendung. Wann wird endlich mal darüber geredet, dass es einen Antigermanismus gibt, der sich in genau solchen Vorurteilen (Deutscher oder deutsche Vorfahren = Nazi)ausdrückt und der in Europa genausowenig zu suchen hat, wie andere abwertende, dumme Pauschalurteile gegen ganze Völker?
Danke, der Beitrag war gut!!! Niemand hinterfragt wirklich ausführlich die eigentliche Fragestellung, wo es doch genau genommen ein Filmfestival ist und es doch um die präsentierten Filme gehen sollte. Aber nein, es geht um die Herkunft des Regisseurs... *Augenverdreh*

Leider wird es wohl noch einige Jahrhunderte dauern, bis die Menschen Nationalstaatlichkeit nicht als festgesetztes unverrückbares und dominantes Identitätsmerkmal gelten lassen, sondern anfangen den Mensch in sich und im Gegenüber zu sehen, egal wo her.

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einer_wie_heiner 21.05.2011, 17:45
62. Erst falsch zitieren und auf der Basis dann aufregen?

Zitat von shr00m
stimmt. wie kann man die sätze "ich bewundere hitler" und "okay, ich bin ein nazi" schon mißverstehen. da muss man schon kräftig heucheln, um das schönzureden. das nächste mal vllt bisschen weniger koksen, dann klappts auch mit dem rechtspopulismus ohne rausgeworfen zu werden. is mir scheiss egal für was sie berlusconi halten aber die aussage von triers ist doch nicht fehlzuinterpretieren.
Wer das Aufgeben vor seinem eigenen Satzgebilde bzw. Augenzwinkern bei "OK, ich bin ein Nazi" nicht raushören kann, sollte nicht über Heuchlerei spekulieren, sondern unter Menschen gehen und etwas über sie lernen.

Weiterhin habe ich auch beim mehrfachen anhöhren kein "ich bewundere Hitler" irgendwo im Interview hören können. Nur mehrfach ein: "I understand Hitler." Da liegen ja wohl Welten dazwischen! Aber viele Leute haben es ja nicht so mit dem Differenzieren, dafür geht es bei dann mit dem Empören meist sehr viel besser. -.-

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ellenbetti 22.05.2011, 06:53
63. Die Filmundustire ist nicht mehr unabhängig

In der Höhle des Löwen sagt man so etwas nicht. 75% der Filmindustrie ist jüdisch geführt und besetzt.
Cannes Festivalchef Gilles Jacob.

Vielleicht wurde er gerade herausgekegelt weil sein Vater Deutscher war
und der Anlass ( blöde Vorlage ) war vortrefflich. Ohne den richtigen Glauben, Herkunft und Seilschaften
daraus geht kaum etwas. Mel Gibson wurde auch wieder in die Spur gebracht. Und wenn Sie
„ I Love New York „ sehen können Sie die niedliche Natalie Portman bewundern wie Sie spurt.
Muste Sie die Rolle annehmen und sich eine Glatze rasieren lassen oder fand Sie das Thema einfach toll ?
Schließlich ist Sie eine Ikone mit dem richtigern Glauben. Wer hat also die Power ?
Wessen Brot ich esse dessen Lied singe heißt es doch oder ? Armer LvT hat sich
hinreißen lassen. Ich hoffe inständig das er darüber nicht untergeht sondern weiter macht wie
bisher. Der Rauswurf von LvT hat wohl nichts mit seinen Werken zu tun also sind andere Interessen
bei dem „ Film „ !! Festival wichtiger. Das ist mundtot machen mit Bevormundung.
Und ich habe noch die Hoffnung das wir alle uns einmal davon befreien können.

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ellenbetti 22.05.2011, 06:54
64. Die Filmundustire ist nicht mehr unabhängig

In der Höhle des Löwen sagt man so etwas nicht. 75% der Filmindustrie ist jüdisch geführt und besetzt.
Cannes Festivalchef Gilles Jacob.

Vielleicht wurde er gerade herausgekegelt weil sein Vater Deutscher war
und der Anlass ( blöde Vorlage ) war vortrefflich. Ohne den richtigen Glauben, Herkunft und Seilschaften
daraus geht kaum etwas. Mel Gibson wurde auch wieder in die Spur gebracht. Und wenn Sie
„ I Love New York „ sehen können Sie die niedliche Natalie Portman bewundern wie Sie spurt.
Muste Sie die Rolle annehmen und sich eine Glatze rasieren lassen oder fand Sie das Thema einfach toll ?
Schließlich ist Sie eine Ikone mit dem richtigern Glauben. Wer hat also die Power ?
Wessen Brot ich esse dessen Lied singe heißt es doch oder ? Armer LvT hat sich
hinreißen lassen. Ich hoffe inständig das er darüber nicht untergeht sondern weiter macht wie
bisher. Der Rauswurf von LvT hat wohl nichts mit seinen Werken zu tun also sind andere Interessen
bei dem „ Film „ !! Festival wichtiger. Das ist mundtot machen mit Bevormundung.
Und ich habe noch die Hoffnung das wir alle uns einmal davon befreien können.

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acqualounge 22.05.2011, 12:25
65. Also ich kann vonTrier verstehen...

Jetzt, wo wir Lars als "Nazi" ausgemacht haben, können wir uns ganz dem Reflex der Empörung hingeben und brauchen uns um die echten Nazis nicht zu kümmern. Wir haben ja jetzt einen, den wir symbolisch ausgrenzen können.
Den Empörern sei gesagt: Schaun sie mal im Haus der Wannseekonferenz vorbei in dem die Vernichtung der Juden organisiert wurde! Dort können sie sehen mit welch zum Teil geringen Strafen, bzw. Freisprüchen die Schreibtischtäter des
europäischen Holocausts davongekommen sind. Das ist der eigentliche Skandal. Von Trier deckt hier indirekt eigentlich nur das Geschäft der Betroffenenheitsheuchelei auf, indem er sich für Leute die keine Ahnung haben als Zielscheibe inszeniert...

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moe.dahool 22.05.2011, 21:43
66. Bigotterie

Zitat von Leser521
Eine Kostprobe waren schon die Mohammed-Karikaturen der dänischen Tagespresse, dazu der Nazi Sender in Jüttland, die neuen Grenzkontrollen, und eine stramme Rechtsregierung. Also Lars von Trier ein Zufall? Ein Land das einmal fortschrittlich war vror 30+ Jahren wurde zurückregiert.
Und Deutsche fressen alle Kartoffeln und Türken stinken nach Knoblauch!
Sobald etwas gesagt wird, das nicht der einfachste Geist als gut und liberal verstehen kann, was das Anschmeissen der hinteren Synapsen voraussetzt, wird sich echauviert. Hollywood, das zu einem grossen Anteil die einfacheren Gemüter bedient (der Grossteil aller Produktionen sind per se Popcornmovies, möchte natürlich keine Provokationen, also wird auch dort laut gebrüllt. Bei all deren miesen Produktionen der letzten Jahrzehnten, in denen Araber Russen, (Ost)deutsche als brutale Schläger diffamiert wurden (und noch werden), schreit kein Hahn danach, dass auch hier oft eine subtile Form des Rassismus praktiziert wird.
In LvT's Aussagen habe ich nicht wirklich etwas nazifreundliches herausgelesen. die Aussage, er könne mit Hitler in den letzten Tagen im Führerbunker fühlen halte ich eher für Empathie als für faschistoides Gedankengut. Auch ich kann, so meine ich, nach empfinden, genauso aber auch den Gefangenen in Stammheim oder Bautzen.
Und die Dänen in die reaktionäre Ecke zu stellen zeugt von Kleingeist. Rechtsregierung heisst nicht zwingend falsch, besagter Radiosender ist nicht stellvertetend für die Unterhaltungskultur, und die Mohammedkarikatur sollte einer moderne (muslimische) Gesellschaft aushalten. Ich als Katholik habe schon ganz andere Karikaturen bzgl. Papst & Kirche erleben können, da aber treibt es die taz-lesenden, linkspolitischen Gutmenschen vor Lachen zum Schenkelklopfen.

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spon-facebook-10000166069 22.11.2012, 19:25
67.

LvT polarisiert und provoziert wie kein zweiter...das macht ihn außergewöhnlich und exzentrisch
aber mit einer solchen persönlichkeit kommt eben nicht jeder klar, vor allem nicht cannes wie es scheint

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