Forum: Kultur
Leben in der Ödnis: Nichts tun, alles hassen
Jens Büttner/ DPA

Keine Arbeit, kein Geld, kein Sommer: Wer in kleineren oder mittleren Orten aufwächst, kennt den Moment, in dem Langeweile körperlich wird. Er ist die Keimzelle von Hass - und muss deshalb bekämpft werden.

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Cooler Dude 17.05.2019, 17:53
190. Die Mulle

ist so voller Hass auf sich und alles Deutsche, was für eine erbärmliche "Klatschpresse". Diese Frau sollte ihrer jämmerlichen und hasserfüllten Existenz endlich mal irgendwie bereichern. Wie wäre es mit Kinder, Frau Berg? Gibt es einen weißen, nahrdsy-sissy-boy, der es mit Ihnen aushält? Oder lieber voll political correct mit einem Schwarzen, damit man sich so richtig erhaben und moralisch richtig fühlen kann? Oder doch lieber ganz weg vom bösen Mann, der ja eh nur vergewohltätigt?

Ach was bist du für eine traurige Witzfigur.

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purevictory99 17.05.2019, 17:58
191. Für meinen Geschmack hat Frau Berg etwas zu dick ...

... aufgetragen und kommt mir zu klischeehaft daher. Schließlich kommt es auf viele Umstände an - innere und äußere - , um sich an einem "öden" Ort gelangweilt zu fühlen. Aber man lebt ja trotzdem in der Regel nicht als Einsiedler - es gibt immer andere Menschen, die das gleiche Schicksal teilen. Man tut sich zusammen und schon kann ein neuer Blickwinkel entstehen. Auch in der Einöde. Ist man jung, kann es sicher vorkommen, sich nach der "großen weiten Welt" mit all ihren Verlockungen zu sehnen. Aber jeder kann doch sein Lebensumfeld wechseln - die Welt (zumindest Deutschland) steht doch jedem offen. Man braucht nur ein Ziel und ein bisschen Mut - aber Mut braucht es zum Leben sowieso. Zu warten, dass jemand kommt, einen an die Hand nimmt und aus der Einöde herausholt, ist sicher keine Alternative. Wer darauf wartet, wird sich möglicherweise verraten und verkauft fühlen - aber doch nur aufgrund des eigenen Nichthandelns, einer Stagnation, die man selbst verantwortet. Man betrügt sich selbst um all die vielen Möglichkeiten, die das Leben bietet, in der Einöde und anderswo ... Ältere Menschen suchen die Abgeschiedenheit solcher "Einöden", weil sie sich eben nicht dem lauten Alltag und den (sinnfreien) Ablenkungen der Großstadt hingegeben wollen. Es kommt doch immer darauf an, was man vom Leben erwartet und ob man bereit ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Niemand muss hier in unserem Land irgendwo leben, wo er/sie sich nicht wohlfühlt. Herumzusitzen und zu jammern, bringt sicher keine Veränderung. Von daher, denke ich, ist der Beitrag etwas überzogen und entspricht m.E. nicht der Realität (von Ausnahmen abgesehen). Wer so denkt, hat das Leben nicht verstanden: Leben ist Veränderung ... und man sollte sich ihm hingeben. Wie heißt doch das altbekannte Sprichwort: jeder ist seines Glückes Schmied - das gilt auch in der Einöde!

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spon-facebook-10000016086 17.05.2019, 23:04
192. Zwischen Mark Twain und Sigmund Freud...

Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt zur Selbsttherapie wäre gemacht. Klar, wenn man - wie die Autorin- in einem kleinen Nest im Nirgendwo aufwächst, da versteigt man sich gerne in Hass auf andere. Hat man dann noch den Relotius-Club bei seinen Unterstützern, kann man den Hass auch schön kanalisieren - ist ja nur "Haltung". Lesen Sie doch mal zur Abwechslung Mark Twain! In seinen Romanen sehen Sie vielleicht, wieviel wahre Heimat ein kleiner, unbedeutender Ort bieten kann! Vorausgesetzt, man lässt ihm seine Idendität. Ich selbst bin in einer Kleinstadt aufgewachsen und habe jeden Tag meiner Kindheit und Jugend geliebt. Nein, von Linken lasse ich mir nicht erklären, wie die Welt tickt. Dafür sind sie mir zu dogmatisch, zu eingeengt und - ja, das ist der eigentliche Vorwurf: viel zu spießig! Heimat ist schön, auch wenn sie noch so klein und unbedeutend ist. Ihre Bedeutung bekommt sie durch persönliche Beziehungen und die Biographie. Das kann man aber nur verstehen, wenn man sein Leben nicht in den Salons der Großstädte oder der Hauptstadt verschwendet! Wahr Größe hat das Leben der kleinen Leute.

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Ronny_76 18.05.2019, 16:11
193. Ersetze Langeweile durch Perspektivlosigkeit, dann wird ein Schuh dara

Ersetze Langeweile durch Perspektivlosigkeit, dann wird ein Schuh daraus!
Mehr gibt es aus meiner Sicht eigentlich nicht dazu zu sagen.
Auf "dem Land" hat sich mit dem Untergang der Landwirtschaft eine soziale Bindekraft verabschiedet.
Was heute auf dem Land geboten wird (an Jobs, Perspektiven, Kultur etc.) ist das gleiche was in der Stadt geboten wird. Nur kleiner, weniger und piefiger.
Die Stadtbewohner (Metropolregionen) sehen in der "Landbevölkerung" wohl nur Handlanger, welche die unappetittlichen Jobs übernehmen und auch noch in einer abgehängten Region leben.

Neue Jobs in der ökologischen Landwirtschaft, neue Perspektiven für einen eigenen Weg ländlicher Regionen, die über die Vermarktung als "Naherholungsidylle" mit possierlichen, kauzigen und leicht hinterwäldlerischen Einheimischen hinausgehen sind wohl nötig.

Liebe Stadtbewohner, dazu brauchen wir euer mildes, verständnissvolles Lächeln nicht. Wohl aber echte Wertschätzung.
Stadt und Land sind (noch) keine absoluten Gegensätze.

Übrigens, bald sind Europawahlen.

Im Übrigen bin ich dafür das Parteien wie der AfD jeglicher Grund für ihre Existenz entzogen wird.

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hajoschneider 19.05.2019, 16:53
194. Innere Trostlosigkeit

Was ich lese, lässt in mir die Vermutung aufkommen, dass Frau Berg ihre eigene innere Trostlosigkeit beschreibt. ich kenne viele, die in solch kleinen und kleinsten Orten aufgewachsen sind, die nicht verzweifelt sind, die zufrieden sind, weil sie mit sich selbst genug haben. Die heute noch gerne dort leben. Und nicht ein Leben lang über Trostlosigkeit schreiben müssen.

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