Forum: Kultur
Leben mit dem Terror: Was tun wir mit der Angst?

Terroristen haben ein Ziel: Sie wollen verändern, wie die Menschen leben, wie sie denken, wie sie miteinander umgehen. Selbst unsere Kinder spüren, was gerade geschieht.

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mira.aleksic 31.07.2016, 22:12
20. dann

Zitat von fanasy
ich habe auch keine Angst um meinen Tod. Aber vielleicht denken Sie irgendwann mal anders, z.b. wenn Sie Kinder haben.
Haben wir Angst um die Kinder. Und nicht nur wegen Terror. Die Gedanke dass Jemand mächtig mit uns Spielchen spielt, befreit uns von der Kontrolle und Angst.

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alex2k 31.07.2016, 22:27
21. Nichts.

"Was tun wir mit der Angst?" - gar nichts. Was sollen wir da tun? Ich habe keine Angst und ich glaube ebenso die meisten Mensche. Wieso also pauschalisieren? Wenns trifft, dann triffts eben. Ausserdem, wie bereits erwähnt, es ist wahrscheinlicher am Essen zu ersticken, als durch einen "Terroristen" getötet zu werden.

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abcd63 31.07.2016, 22:37
22. Angst? Nein, Wut!

Diese Gesellschaft ist doch mittlerweile geteilt, es gibt die einen, die arbeiten gehen, Steuern zahlen und mit Gesetzen, Vorschriften und Überwachung gegängelt und bevormundet werden. Dann gibt es Zuwanderer denen man ja helfen muss, die ohne Papiere sich Identitäten ausdenken, lügen und betrügen und für die es anscheinend keine Regeln sondern nur laue Empfehlungen gibt. Leider gehöre ich zur ersten Gruppe die den ganzen Spaß finanzieren darf.

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JKStiller 31.07.2016, 22:40
23. Gesellschaft?

Das genau ist der Trugschluss: Der Glaube an das in sich zerfallende Konstrukt "Gesellschaft". Was soll denn das sein außer papierne Gesetzestexte, die globalisiert gar keine Ordnung mehr versprechen? Wovon reden Sie, wenn Geselligkeit längst eingetauscht wurde gegen Rückzug des Individuums in die eigene Wahrheit als Angst vor dem Zusammenleben mit den anderen, die nicht nur anderer Ethnie und Kultur sein können, sondern auch Gefahr für das eigene Einkommen und somit Überleben in der "Gesellschaft"? Ich mag Ihre Kolumne, aber hören Sie bitte auf zu träumen. Jemand sagte mal, das Leben ist eine Knarre. Ich finde das weder poetisch schön, noch will ich mich damit abfinden. Doch ich lebe gerade jetzt in 2016, und es gibt keinen Weg zurück in unsere alten Gewißheiten. Hören Sie also bitte auf von der Mär Gesellschaft zu schreiben, die es so nur in der Erinnerung gibt. Der letzte Akt, im von Ihnen scheinbar ausgeblendeten Drama, hat längst begonnen das Stück heißt "Rette sich, wer kann!"

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thor1708 31.07.2016, 22:44
24.

Das kommt auch auf das örtliche Umfeld an, ob Angst entsteht. Wer umzingelt ist von Menschen die ähnlich aussehen wie Terroristen, wird mehr Angst haben als der, der an Orten lebt wo schon eine bräunliche Hautfarbe für einen Fingerzeig ausreicht. Als Beispiel nenne ich Köln oder Düsseldorf...dort fällt ein Terrorist weniger auf als auf z.B. auf Sylt oder Rügen. Wer unter seinesgleichen ist, macht sich weniger Gedanken als unter Fremden( menschliche Eigenschaft ).

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pygmy-twylyte 31.07.2016, 22:51
25. Eine neue Moral braucht das Land bzw. die Welt

Eine neue Moral ist von den Politikern, den Medien, den Wirtschaftsbossen und uns allen einzufordern. Aber was ist von Politikern zu halten, denen es immer nur um den eigenen Machterhalt geht, was von den Medien, die von Schlagzeilen und dem Aufdecken von "Schweinereien" leben, was von Bankern und Unternehmern, die immer nur an den Umsatz und die Rendite denken, nicht aber an das Ansehen ihres Unternehmens (VW-Abgasskandal - ein vor allem immaterieller Schaden für den Standort Deutschland), geschweige denn an die Folgen ihres Tuns für die Mitarbeiter und deren Familien? - Wir alle sind kleine Sünderlein, aber alles hat seine Grenzen. Diese Grenzen wurden überschritten. Ein Zurück zu "alter" Moral im Sinne von Aufrichtigkeit, Anständigkeit, Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ehr- und Pflichtgefühl usw. usf. wird es meines Erachtens nur sehr schwer geben. Aber einen Anfang sollte man machen!

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Frau, Mitte 30 31.07.2016, 22:54
26.

Ich persönlich habe eine gewisse Angst vor Terror, die eher diffus ist, mich jedoch bereits im täglichen Leben mit meinen Kindern eingeschränkt. Zum anderen habe ich Angst vor der immer tiefergreifenden Änderung unserer Gesellschaft durch die Zuwanderung. Letzere ist ziemlich konkret und fußt auf beinahe täglichen Erlebnissen im Schulalltag meines 8-jährigen Sohnes (Deutsch-Iraner). Wenn wir bzw. mein Mann und meine Kinder Ausländerfeindlichkeit erleben, dann nicht von deutscher Seite!

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herzblutdemokrat 31.07.2016, 22:57
27. Nein...

Ich möchte mich nicht an eine Realität des Terrors gewöhnen. Diese Probleme wurden importiert und sind nicht zu vergleichen mit den Risiken des Alltags. Ich möchte in einem friedlichen Deutschland leben. Nicht in einem Deutschland wo Terror als normal hingenommen wird.

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artifex-2 31.07.2016, 23:02
28.

Zitat von alex2k
"Was tun wir mit der Angst?" - gar nichts. Was sollen wir da tun? Ich habe keine Angst und ich glaube ebenso die meisten Mensche. Wieso also pauschalisieren? Wenns trifft, dann triffts eben. Ausserdem, wie bereits erwähnt, es ist wahrscheinlicher am Essen zu ersticken, als durch einen "Terroristen" getötet zu werden.
Bis es Sie trifft ? Ich kann die großen Sprüche nicht mehr hören /lesen . Sie waren NIE in Todesgefahr ,sonst würden Sie keine solchen pseudoheroischen Stuss absondern !

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GoranBaranac 31.07.2016, 23:10
29. Genau Herr Diez!

Ihr Rezept für die Zukunft meiner Kinder: habt keine Angst. Sie konnten Ihre Angst kultivieren, dass bei zigtausend Atomwaffen ein Offizier durchdreht und den roten Knopf drückt. War ja berechtigt. Nein Nachwuchs hat Angst vor dem Typen der in einem Mehrbettzimmer unbehelligt eine Bombe baut um sich und "Ungläubige" in die Luft zu jagen und das in einem Land, dass ihn aufgenommen, ihm Bleibe und Versorgung sicherstellt und Rechtssicherheit garantiert. Aber das empfinden Sie als irrational? Obwohl es in den Herkunftsländern solcher Typen jeden Tag passiert? Und obwohl der Ansbach-Täter zehntausende Personen hier bei uns hat die ihm ähnlich sind: jung, männlich, patriarchalisch geprägt, Gewalterfahrung, Muslim, Araber, Antisemitismus und Hass auf den Westen bereits in der Grundschule gelernt?

Nicht der der anders aussieht oder heißt ist der der Angst auslöst (fragen Sie bei dem Vor- und Nachnamen mal mein Umfeld). Es ist der Fremde. Und derjenige der uns/mich/Sie grundsätzlich ablehnt bleibt fremd. So fremd, dass er bereit ist für unser Leid sein Leben zu geben.

Das ist irrational. Und das macht mir und meinem Nachwuchs Angst. Zurecht.

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