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Lebensratgeber: Wie kann ich als Mann Feminist sein?
Ethan Miller/ Getty Images

Reicht es, mit der Tochter ab und an Fußball zu spielen? Viele Männer fragen sich, wie sie feministisch handeln können. Hier kommen Tipps für ein gleichberechtigtes Leben - und für ein gesünderes.

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odapiel 17.04.2019, 08:06
150.

Zitat von spdf
Wer nachts auf der Straße Angst hat, ist eine weinerliche Heulboje. Die einzige Ausnahme ist, wenn sie an einem Club vorbeikommen wo Betrunkene rumlungern. Die Gefahr ist aber selbst dort für einen Mann um ein vielfaches größer als für eine Frau. Es ist extrem frauenfeindlich einer Frau ständig Angst vor dem öffentlichen Raum zu machen.
So ein Schwachfug. Das hat nichts mit künstlich Angst machen zu tun, es hat was damit zu tun, daß Frauen ständig in Gefahr sind, als frei zugängliches Allgemeingut behandelt zu werden, und aus Erfahrung klug geworden sind.

Ich war sechs Jahre alt, als mir und meinen Freundinnen ein Mann auf dem Schulweg hinterherlief, sich vor uns stellte, seinen Penis rausholte und zu masturbieren begann. Das war morgens um 6.30 im Winter, also noch stockfinster. Sowas prägt.

Ich war 13 Jahre alt, als ich beobachtete, wie eine Freundin mit befleckter Hose in die Umkleidekabine zum Tischtennis kam, und dabei verheult war. Sie gestand mir, daß zwei ältere Jungen aus dem gegnerischen Team sie zu einem nicht wirklich freiwilligen Quickie auf dem Hinweg genötigt hatten.

Und ich war 17 Jahre alt, als mich jemand am hellichten Tag versuchte mit vorgehaltenem Messer zu vergewaltigen und danach vermutlich plante mich zu verunstalten, denn das hatte er bei sechs vorherigen Fällen getan. Ich hatte nur Glück, es kamen zufällig Spaziergänger vorbei.

Ich könnte weitermachen, ich bringe es lässig auf wenigstens zwei Dutzend weitere Vorfälle seither. Damit sollte klar sein, warum Frauen nicht gerne nachts Männer im Genick haben, die besonders dicht herankommen. Die meisten haben Angst. Immer. Bei mir war das eigentlich nur dann nicht der Fall, wenn ich mit einem meiner ausgebildeten Hunde unterwegs war. Ist noch heute so.

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odapiel 17.04.2019, 08:19
151.

Zitat von fletcherfahrer
...dass ein Fötus Eigentum der Mutter ist ("Mein Bauch gehört mir!"). Gernau das ist er nämlich nicht, nicht einmal der Bauch ist es.
Wem sollte der denn ausser der Frau gehören?

Und daß einer vergewaltigten Frau zugemutet wird "für das Kind" eine Schwangerschaft durchzustehen, deren Entstehen und Resultat sie hasst, finden sie auch toll? Na sowas.

Jedem der so denkt, wünsche ich einen Parasiten an den Hals, den er nur nach erheblichen Schmerzen und dem fremdbestimmten, lebensgefährlichen Absondern eines Backsteins von wenigstens 45 x 15 x 15 cm los wird, aber dann weitere 18 Jahre mit sich herumschleifen muß. Das käme dann in etwa Ihren Vorstellungen gleich. Aber auch nur in etwa.

Na klar gehört die Gebärmutter der Frau ihr selbst. Bis 3 Monate sollten Abtreibungen ohne jeden Bohei selbstverständlich sein, danach noch bei gesundheitlichen Problemen und definitiv auch beim Resultat von Vergewaltigung oder Zwang.

Und übrigens: so nötig hat diese Welt nicht noch mehr Menschen, als daß der Lebenserhalt von noch nicht lebensfähigen Föten vorher ein irgendwie ernstzunehmendes Argument wäre. Regelmäßig haben nämlich die, die sich da religiös verbrämt für die Fremdbestimmung der Frau stark machen, nach der Geburt keinerlei Interesse daran, für Auskommen und Aufzucht des Kinds zu sorgen.

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elizar 17.04.2019, 08:25
152.

Zitat von Margaretefan
aber eines war noch keine Feministin. Sexsistisch. Sexismus sollten Sie auch gleich mal googlen.
Dann müssen Sie eine andere Liste gelesen haben als ich.

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DenkenKannHelfen! 17.04.2019, 08:25
153. Gut, aber kleiner Widerspruch

Eine gute Liste, aber Punkt 14 und Punkt 21 widersprechen sich ein klein wenig.
Oder geht es gar nicht um Gleichberechtigung?

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Patrik74 17.04.2019, 08:27
154. In a nutshell

Es reicht, sich in bestimmten Situationen zu fragen: Würde ich das bei einem Mann auch so tun/sagen? Wenn die Antwort: "Nein." lautet, einfach lassen. Damit dürften sich 90% der Probleme erledigt haben.

Was den Kampf um den Abbau von faktischen Benachteiligungen angeht, muss der Kampf von Frauen weiter geführt, und von Männern nicht behindert werden (nicht aus Mitleid, sondern weil die Forderungen berechtigt sind). Es macht einen großen Unterschied, ob man sich eine Stellung selbst erobert hat oder als Almosen bekommt.

Am augenfälligsten wird das, wenn man sich das Verhältnis der Franzosen und Deutschen zu ihrem Staat und ihrer Republik anschaut. Die Franzosen haben sich ihn selbst erobert, während er in Deutschland schon immer etwas war, das von der Obrigkeit irgendwie festgelegt wurde. Das wirkt bis heute nach.

Beeindruckend fand ich den Artikel, dass Frauen sich (endlich) verstärkt selbstständig machen. Das ist der viel bessere Weg als nach der Quote zu jammern (was eigentlich nur eine Selbsterniedrigung ist). Selbst gründen, Frauen als Führungskräfte einstellen und (wie es die Kolumnistin fordert) überdurchschnittlich bezahlen, und am Markt mit guten Produkten durchsetzen. Das erzeugt auch en passant weibliche Vorbilder.

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MatthiasPetersbach 17.04.2019, 08:36
155.

Zitat von ArminH
Schon lange Feminist....und eines der Haupt factoren ist für mich : das jede Frau im Leben das Recht hat ihr Studium zu machen bzw Beruf auszuüben ...sich persönlich zu verwirklichen d.h. auch gleiche Chancen im Leben zu haben ... Zweitens ist persönliche Freiheit zu haben sich für dies oder das zu entscheiden Das klingt vieleicht einfach ....ist es aber nicht.
Das ist eben kein Feminismus.

Das ist normales Leben., von dem KEIN Punkt irgendwie angezweifelt wird. Schon lange nicht mehr - und schon gar nicht bei uns hier in D mit ner Bevölkerung, die schon seit 60 Jahren in den Nach-68ern und in der "Befreiung" lebt.

Aber trotzdem:

Man soll nicht mit "Feminismus" irgendwas erklären, wofür die Worte "Respekt" und "vernünftiges Miteinander" auch genügen. Und zutreffender sind.

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tom2strong 17.04.2019, 08:39
156. Gute Liste

Auf dem Weg die gröbsten Fehler meiner Eltern nicht zu machen. Das kann sich noch nicht Feminismus nennen. Das mit den Mädels ist mir aufgefallen. Nannte zeitweise eine Gruppe Jungs/ erwachsene Männer auch "Mädels". Was das über mich aussagt ist mir noch nicht völlig klar. Das Gefühl aber unangenehm. Dahinter steckt mehr und es hat etwas mit meiner Familie zu tun.

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auchgut 17.04.2019, 08:42
157. Regeln

Stelle max 10 Regeln auf, 40 kann sich kein Mann merken.

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fgeiger 17.04.2019, 08:43
158.

Mir sind sofort eine ganze Reihe dieser "Tipps" bekannt vorgekommen: aus einem yt-Video, in dem eine solche Auflistung diskutiert wurde......hat die gute Frau Stokowski da etwa in der Huffington Post oder bei Buzzfeed gespickelt?

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MatthiasPetersbach 17.04.2019, 08:44
159.

Zitat von cacophonieallergikendes
"29. Erklären Sie Feministinnen nicht, dass es eigentlich "Humanismus" heißen müsste und nicht "Feminismus". " Da haben Sie ausnahmsweise recht. Humanismus ungleich Feminismus. Aber: Humanismus schlägt Feminismus, da nicht sexistisch.
So siehts aus.

Im übrigen kann ich sowieso keine Gespräche mit Feministinnen führen: Ich kenne keine.

Ich kenne Frauen im Beruf, selbstbewusste Frauen, kompetente Frauen, unabhängige Frauen - ob mit oder ohne Partner, Kinder, in unterschiedlichsten gesellschaftlichen und finanziellen Strukturen.

Von denen sich jede dagegen verwahren würde, als Feministinnen bezeichnet zu werden. Warum auch? Das ist eine Bezeichnung für Fehlgeleitete, die (noch) nicht zum wirklichen Punkt des Problems vorgedrungen sind.

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