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Lebensratgeber: Wie kann ich als Mann Feminist sein?
Ethan Miller/ Getty Images

Reicht es, mit der Tochter ab und an Fußball zu spielen? Viele Männer fragen sich, wie sie feministisch handeln können. Hier kommen Tipps für ein gleichberechtigtes Leben - und für ein gesünderes.

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hitman67 17.04.2019, 09:46
170. Als wäre "Feminist" ein erstrebenswertes Prädikat

Ich komme locker auf 35 von 40. Abgesehen davon interessiert mich Diversity & Inclusion gesamthaft und nicht nur der frauenspezifische Kontext des Themas. Ich möchte konsequenterweise NICHT Feminist genannt werden. Ist viel zu kurz gesprungen...

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MatthiasPetersbach 17.04.2019, 09:50
171.

Zitat von odapiel
Humanismus ist nicht das inklusive Pendant zu Feminismus. Schon der schlichte Wikipedia-Eintrag hilft dabei weiter, zu kapieren, warum das so ist (Äpfel und Birnen), man kann aber auch Foucault lesen - oder in ein wenig Bildung investieren.
Nun ja, das ist grundsätzlich richtig. Ich denke aber, der Forist - und ich - meinte eben eher "Menschlichkeit" im Sinne von Wohlverhalten gegenüber allen Menschen, egal welchen Geschlechts und Farbe o.ä.

Das ist natürlich strenggenommen nicht "Humanismus" - aber alle -ismen haben irgendwas Unzutreffendes und leiden darunter, was in ihrem Sinne so verzapft wird.

Das ist ja mit Feminismus nicht anders.

Der ist ja auch nicht (sinnvolle) "Gleichberechtigung" im Sinne des Grundgesetzes und Menschenrechtes. Sondern ein Tummelplatz für ReligionsersatzlerInnen.

Und richtet sich gegen Dinge und Verhalten, die entweder nur sehr überinterpretiert etwas mit Frauen/Menscheninteressen zu tun haben oder garnicht (mehr) existieren.

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K. Larname 17.04.2019, 09:50
172.

Kürzerer Ratgeber: Alle Menschen als gleichberechtigt ernstnehmen, keine Form von Unterdrückung oder Ungleichbehandlung tolerieren. So ist man mindestens Feminist und muss sich als Frau nicht mit Männerthemen oder als Mann mit Frauenthemen beschäftigen.

Welche der in der Kolumne aufgeführten Punkte sind damit nicht abgedeckt?
Genau.

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MatthiasPetersbach 17.04.2019, 09:53
173.

Zitat von Koda
Behandele Dein Gegenüber mit demselben Respekt wie Du selbst behandelt werden willst. Feddich!!!!
Richtig.
Das Leben kann so einfach sein.
Man muß nur wollen.

Das Schöne ist aber - wollen tun das viele bis alle. Klappt nicht immer - aber das ist bei allem so. Aber im wirklich STRITTIG ist das ja nicht.

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im_ernst_56 17.04.2019, 09:54
174.

Zitat von odapiel
Humanismus ist nicht das inklusive Pendant zu Feminismus. Schon der schlichte Wikipedia-Eintrag hilft dabei weiter, zu kapieren, warum das so ist (Äpfel und Birnen), man kann aber auch Foucault lesen - oder in ein wenig Bildung investieren. Das korrekte inklusive Pendant zu Feminismus ist der Egalitarismus.
Auch das dürfte falsch sein. Der Egalitarismus fordert die absolute wirtschaftliche und soziale Gleichheit aller im Sinne einer Ergebnisgleichheit. Es geht nicht nur um die Gleichheit der Geschlechter, sondern um die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gleichheit hat aller, also um eine horizontale wie vertikale Gleichheit.

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ThomasS79 17.04.2019, 10:03
175. Hilfe, ich möchte kein Feminist mehr sein!

So charmant, verkleidet, wie auch restriktiv Frau Stokowskis Kolumne mal wieder daher kommt, so ist sie wieder mal ein Sinnbild für Ungleichheit, einseitige Bevormundung und Ungerechtigkeit! Daher vorab, trotz der vermeintlich heterogenen Breite der feministischen Bewegung, ist das vorrangige Ziel des Feminismus eben nicht die Gleichberechtigung oder Gleichstellung (das sind zwei unterschiedliche Begriffe) aller Menschen, sondern die hochgradig selektive Besserstellung von Frauen! Alleine das Postulieren nicht geschlechtsneutraler, einseitiger Verhaltensregeln zeigt die paradoxe Entartung der feministischen Debatte. Ich erfülle übrigens mindestens in Teilzeit 95% der „Stokowski-Liste“- Aber schon lange geht es im Feminismus mit unterschwelliger Dominanz um eine grundlegend antimaskuline Geisteshaltung! Der Mann und das Patriarchat als potentieller Täter, Unterdrücker und Ursache jeglichen Machtmissbrauchs steht im absoluten Vordergrund. Ohne Frage müssen vor allem Aspekte wie sexuelle und häusliche Gewalt, Nötigung, Missbrauch und aktuelle Fragen zu Kinderbetreuung und Gleichberechtigung unbedingt angegangen werden! Jedoch sollte dies nicht aus einer feministischen Debatte, sondern einer insgesamt gesellschaftlichen Position heraus geführt werden, ansonsten ist es nichts anderes, als das, was Jahrhunderte schief lief! Es geht im Feminismus aber eben nicht mehr vorrangig um Förderung und Emanzipation im Sinne einer Ermächtigung zum eigenverantwortlichen Handeln oder Befähigung des gleichberechtigten Handelns und Selbstbewusstseins sowie der Selbstverwirklichung unter gleichen gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen! Dies wäre unter allen Umständen wünschenswert und selbstverständlich. Das eigentliche Ziel aber ist die Besserstellung und Bevorzugung von Frauen. Dazu werden selektive Täter- und Opferrollenbilder konstruiert, generalisiert und gesellschaftlich etabliert, um gesetzlich verpflichtende Quoten und realitätsferne Verordnungen durchzuwinken! Mit chirurgischer Präzision werden dabei gesellschaftliche Situationen aus ihrem Konsens gerissen und isoliert einseitig betrachtet. Das fängt bei Pay-Gaps an, die Teilzeitbeschäftigung unberücksichtigt lassen, geht über persönliche Befindlichkeiten und Interessen bei Familien und Berufsplanung, und endet bei unsinnigen Verschwörungstheorien zu Führungsrollen und konspirativen „Männerclubs“. Mit dem Verlust des authentischen, ehrlichen und vor allem nachvollziehbaren Ziels des Feminismus - der Gleichberechtigung aller Menschen -, kann und möchte ich kein Feminist mehr sein!

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santoku03 17.04.2019, 10:03
176.

"36. Daten Sie auch Frauen, die mehr verdienen als Sie."
Würde ich ja gern, aber die wollen mich ja net!

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Bondurant 17.04.2019, 10:06
177.

Zitat von mensrea
Ich hätte vielleicht präzisieren sollen. Handschlag bei Fremden. Es ging ja um das Anfassen von Fremden.
Ja sehen Sie, da wird es unübersichtlich: wenn die eine Kollegin sich von dem jungen Mann aus der Nachbarabteilung, mit dem sie sonst nix weiter verbindet, ganz selbstverständlich mit Wangenküsschen begrüßen lässt, aber das Nämliche von ihrem unmittelbaren gleichrangigen Mitarbeiter nicht wünscht (was voll undg anz ihr Recht ist) kommt der eine oder andere auch durcheinander.

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Bondurant 17.04.2019, 10:14
178. Man sollte schon die Grundtatsachen des Lebens nicht ganz vergessen

Zitat von emil_erpel8
Nun, der Schluß, daß alle Männer sie ins Bett kriegen wollen, liegt ja nahe, wenn der Vater sie auf diese Weise zum Objekt männlicher Begierde erzogen hat.
Das "Verlangen"eines heterosexuellen Mannes richtet sich nun mal auf (junge) Frauen, ganz egal, wie deren Papa sie erzogen hat. Das nennt man dann auch Sexualität und ist für sich genommen etwas völlig Natürliches. Frage ist, wie man(n) damit umgeht und eben keinen belästigt. Dass aber ein heterosexueller Mann möglicherweise daran denken könnte, mit einer ihm gefallenden Frau ins Bett zu gehen, das würde ich dann doch unter Normalität abbuchen

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duesenberg 17.04.2019, 10:15
179. Gleich gut, aber nicht gleich

Es ist ein Grundfehler vieler dieser Forderungen, dass sie auf der irrigen Annahme fußen, es gäbe im Grunde keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer und Frauen waren aber schon immer, sind immer noch und werden immer verschieden sein. Frau Stokowski, gehen Sie doch beispielsweise einmal zu einem großen Zeitschriftenhändler, betrachten Sie die Auslage und vergleichen Sie einmal die gravierenden Unterschiede im Sortiment, bezogen auf die jeweiligen Zielgruppen. Da Männer und Frauen eben nicht gleich sind, werde ich selbstverständlich auch in Zukunft einer Frau ein Kompliment machen, dass ich von einem Mann selbstverständlich nicht hören möchte und dass sie wahrscheinlich auch nicht von einer anderen Frau hören möchte. Wir sind gleichermaßen zu respektieren, das unbedingt - aber dies bitte auch in all unserer Unterschiedlichkeit.

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