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Lebensratgeber: Wie kann ich als Mann Feminist sein?
Ethan Miller/ Getty Images

Reicht es, mit der Tochter ab und an Fußball zu spielen? Viele Männer fragen sich, wie sie feministisch handeln können. Hier kommen Tipps für ein gleichberechtigtes Leben - und für ein gesünderes.

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nufan 17.04.2019, 12:53
250. schade, zu spät

...die Vorlagen für lustige Kommentare wurden alle schon genutzt. Zu dem Artikel kann ich aber sagen, dass die eine Hälfte der Punkte schon ein bisschen das Potenzial hat, zum nachdenken anzuregen, aber leider ist die andere Hälfte der Argumente Unsinn, bzw. allgemeingültig. Also wer (auch Männer) fühlt sich schon wohl, wenn einem nachts eine dunkle Gestalt auf die Pelle rückt? Oder "Lassen Sie Frauen ausreden" ...und Männer nicht? Außerdem: Wenn eine Frau ohne Punkt und Komma Blödsinn redet, darf man sie ja wohl mal ausbremsen. Also der Artikel ist ja nicht komplett falsch, aber bei vielem fehlt der Kontext, oder ich könnte ohne weiteres "Frauen" auch genauso gut durch Tiere, Kinder, Juden, Schwarze, usw. ersetzen. Kurzum: Es werden allgemeingültig wünschenswerte Verhaltensregeln so formuliert, als würde bisher kaum jemand sie auf Frauen anwenden. Insgesamt also zu undifferenziert und plump, wenn auch etwas Wahrheit drinsteckt.

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Bondurant 17.04.2019, 12:56
251. Ah so

Zitat von odapiel
Nope. In meinem Bekanntenkreis hats jede Menge davon. Die meisten dieser Männer wurden nach dem ersten Kind Hausmann, verwirklichten sich künstlerisch, und leben bis heute sehr entspannt. ... Kommt natürlich ganz auf die Kreise an, in denen Sie sich bewegen.
gut, von den Typen kenne ich auch ein oder zwei. Da muss ich Ihnen dann einen Punkt geben. Allerdings spielt sich das in der Regel so ab, dass die ziemlich wohlhabende Frau für ihren Künstlergatten komplett sorgt, damit er sich möglichst umfassend seinem Schaffen widmen kann, und die eigentliche (Haus-)Arbeit von Kindermädchen und Putzfrauen entgeltlich erledigt wird. Diese Männer haben es sich allerdings beneidenswert gerichtet, Hut ab. Den zu mutmaßenden Normalfall , dass etwa die Direktorin eines Gymnasiums ihren Gatten, der vorher als Angestellter dem Installateurhandwerk nachging, nach der Geburt des ersten Kindes zum Hausmann macht, habe ich noch nie erlebt.

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solitaryway 17.04.2019, 12:57
252.

Zitat von odapiel
Das ist doch Blödsinn. Bei der Mehrheit der Männer, mit denen ich Dates bzw. Beziehungen hatte, spielte es überhaupt keine Rolle, was sie verdienten. Es mußte lediglich für jeden ausreichen, und da kann auch jeder für sich sorgen. Die meisten Frauen interessieren sich erst dann fürs Gehalt, wenn ein Kinderwunsch im Raum steht, und das nun mal mit gutem Grund. Und heutzutage gibts genug Frauen, die selbst genug für drei verdienen, bereit wären, den Mann zum Hausmann werden zu lassen, und eben selbst weiterzuarbeiten.
Ihre Erfahrung deckt sich in keiner Weise mit meiner eigenen Erfahrung. Die Frauen, die Sie skizzieren, sind mir bisher nicht begegnet. Natürlich wäre das ideal, wenn jeder für sich selbst sorgen kann. Ich würde es sogar als Notwendigkeit betrachten, ebenso eine gewisse Trennung der Güter und Mittel.

Darüber hinaus will ich aber auch niemals ein Ernährer, Beschützer oder sonst irgendwas in der Richtung sein. Auch will ich nicht geführt werden oder führen. Ich lehne es zutiefst ab. Leider sprechen die weitverbreiteten Rollenvorstellungen gegen mich. Insofern scheinen, die Frauen, die sie erwähnen, eher eine Rarität zu sein.

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og_heeren 17.04.2019, 12:59
253. Huch, kein Bock auf Arbeiten gehabt?

Mal schnell das "Best of" solcher Listen von Buzzfeed und Konsorten zusammenkopiert und als Kolumne abgegeben? Glückwunsch zur Arbeitsverweigerung der Woche und endgültig auf Bento-Niveau abgerutscht zu sein. Seien sie Humanist Frau S., auch wenn es mehr Arbeit macht, weil man sich nicht der feministischen Standardpresse bedienen kann.

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vertitude 17.04.2019, 12:59
254. Regen Sie sich nicht über den Text auf, sondern über die Wirklichkeit!

Allein dafür, dass Frau Stokowski so viel Diskussionsbeiträge anregt, gebührt ihr Anerkennung. In vielen Leserkommentaren lässt sich jedoch erkennen, dass den Verfassern jeglicher Humor abgeht. Sie fühlen sich persönlich tief getroffen? Denken Sie mal drüber nach, wieso das so ist.

Wer Punkt 14 lächerlich findet: Man sollte generell nicht zu dicht hinter anderen Menschen laufen,
wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Und ja, als Frau fühlt es sich noch viel bedrohlicher an. Wie viele Männer müssen eine reelle Angst vor sexuellen Übergriffen haben? Eben!

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ralf_kretzschmar 17.04.2019, 13:00
255. Wenn man Frauen gleich behandelt,

ist man schon Feminist? Das ist ja einfach!

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taglöhner 17.04.2019, 13:01
256. Ad personam kann ich auch

Zitat von odapiel
Und bei solchen Kommentaren gehe ich davon aus, daß es evolutionär auch superrichtig ist, wenn man als Weißer von Schwarzen bedient wird? Weil die ja nur dafür gut sind? Und am besten treibt man die Behinderten von vorneherein ab, denn zu viel sind die auch nicht nutz, gelle? Manchmal kann ich nicht so viel essen, wie ich erbrechen möchte. Sie jedoch hätte ich gerne beim Survival of the Fittest vor dem Rudel Löwen davonrennen sehen. Das hätte eine gewisse Poesie.
Da Ihnen dazu offrenbar mangels Durchdringung einfach nur erbärmlich persönlich Herabsetzendes und Denunzierendes einfällt, möchte ich Ihre Peristaltik nicht aufhalten. Sie wirken mit Ihrem Anfall allerdings gewissen Klischees nicht gerade entgegen.

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Fossibaerin 17.04.2019, 13:10
257. Ich bin auch immer froh

wenn nicht alles gleichgemacht wird. Wo kämen wir hin, wenn ebenso viele Frauen wie Männer Gewaltverbrechen begehen würden. Unsere Gefängnisse sind ja jetzt schon viel zu klein.

Da bin ich wirklich froh, mal so als Steuerzahlerin, dass wir Frauen unsere Gemeinheit mit legalen Mitteln ausleben. Würde sonst viel zu teuer.

Natürlich wäre es auch eine Möglichkeit, den Strafvollzug abzuspecken, wenn wir uns die Gebote insgesamt abschminken würden. Also auch jene, von denen auch Männer geschützt werden. Oder die sie für selbstverständlich halten. Z. B., dass sie ausreden dürfen. Dass sie bei jeder öffentlichen Diskussion dabei sind. Dass sie in jedem Gremium, das irgendwas zu sagen hat, mehrheitlich vertreten sind. Dass sie immer und überall, sei es Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst, Kultur, Arbeitsleben, in allen einflussreichen Positionen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil überproportional vertreten sind. Dass männlicher Einfluss und männliche Stimme in den Entscheidungsstrukturen, die das Leben BEIDER Geschlechter regeln, schon seit der Antike den Status der Normalität hatte und hat, während weiblicher Einfluss und weibliche Stimme in den gleichen Strukturen nach wie vor eine Ausnahme ist und bleibt .....

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. *.* oder Großbuchstaben in Hauptwörtern machen mich wahnsinnig. Wer meint, dass sowas zu einer Verbesserung der weiblichen Position in der Gesellschaft führt, die spinnt. Kleinen jungen Röckchen anzuziehen, die das nicht wollen, ist blöde. Kleinen Mädchen Bürstenhaarschnitte zu verpassen, die ihre Haare lieber behalten hätten, auch. Ich finde aber auch viele Artikel über Alltagsrassismus bescheuert. Z. B. darüber, wie beleidigend es doch sei, jemandem, der mit Akzent spricht, zu sagen, dass er es in der wirklich nicht einfachen deutschen Sprache schon verdammt weit gebracht hat. Jemand der Deutsch als Fremdsprache beherrscht, hat nämlich meinen aufrichtigen Respekt. Genau wie jeder Deutsche, der Chinesisch kann. abner kein Artikel über Alltagsrassismus war bisher bescheuert genug, um mich davon zu überzeugen, dass es keinen Alltagsrassismus GIBT in Deutschland. Leider gibt es ihn. Ebenso wie Benachteiligungen, unter denen (fast) nur Frauen leiden. Übrigens: LEIDEN trifft es. Es geht hier nicht um zu enge Schuhe. Es geht um ein zu enges Leben. Ich halte selbst auch sehr viel davon, tolerant zu sein. Ich halte noch mehr davon, über das Anderssein des Anderen einfach - und im positiven Sinne - hinwegzusehen. Wovon ich aber gar nichts halte, sind Menschen, die im Namen der Toleranz nur Ihre eigenen Überlegenheitsphantasien bzw. die ihnen nach ihrer eigenen Meinung zustehenden Bevorzugungen schützen wollen.

Da ich - ausnahmsweise - Frau Storkowskis "Benimmregeln" hier für vernünftig halte (wenn ich persönlich auch von keinem Mann verlangen würde, dass er gleich die Straßenseite wechselt, zwei-drei Meter Abstand würden mir reichen), vermute ich hinter Ihrem Kommentar doch mal sehr stark weniger echte Toleranz als vielmehr bedrohte Vorzugsstellung.

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radioactiveman80 17.04.2019, 13:11
258. Jeder Satz ein Volltreffer!

Zitat von w35
Ich schwanke bei Frau Stokowskis Texten immer wieder zwischen Verwunderung und Verärgerung. Für mich als Frau, die sich an einen Großteil der genannten Tipps selbst nicht hält, stellt sich die Frage, warum Männer im Zusammenhang mit Feminismus immer als debile Trottel dargestellt werden müssen. Wir (Achtung: Pauschalisierung!) wollen Diversität, aber wenn Männer sich anders verhalten, als ein (zugegeben kleiner) Teil der Frauen es wollen, dann ist das doof. Wir wollen nicht belehrt werden, aber belehren. Wir wollen ernst genommen werden, aber tun in meinen Augen, sehr wenig dafür. Wir wollen Gleichberechtigung, feuern aber bei der kleinsten Gelegenheit gegen das andere Geschlecht. Und zwar pauschal. Natürlich ist die Welt nicht frei von Idioten, Straftätern und Arschlöchern. Deswegen aber alle Männer in Sippenhaft zu nehmen ist nicht in Ordnung. Vielleicht mag es die ein oder andere Leserin (und Schreiberin) überraschen, aber auch unter uns Frauen gibt es Arschlöcher (politisch korrekt: Arschlöcherinnen), Idiotinnen, Straftäterinnen... Und wir sind die ersten, die sich gegen ungerechte Pauschalisierungen wehren würden. Drehe man die Situation um und stelle sich vor, dass auch nur EIN Mann sich anmaßen würde, einen 40-Punkte-Ratgeber für alle Frauen zu veröffentlichen, würde der nächste Shitstorm, wahrscheinlich getragen von Attributen wie "respektlos", "herablassend", "belehrend" durch dieses Internet ziehen. Das Gespenst des "alten, weißen Mannes" wäre wieder zum Leben erweckt und die Empörung unter den Frauen grenzenlos. Aber Frau Stokowski hätte immerhin neues Futter für eine weitere Kolumne! Woher kommt diese Doppelmoral, dass Feministinnen "Mensplaining" verurteilen, den Männern aber stoisch erklären müssen, wie die Welt besser, gleichberechtigter und feministischer sein könnte? Für mich persönlich erweckt dieser vermeintliche Lebensratgeber eher den Eindruck, ein Manifest zur Entmannung der Männer zu sein. Mit einem differenzierten und vor allem respektvollen Umgang miteinander hat das nichts mehr zu tun. Vor allem aber wird am Ende niemand glücklich und zufrieden sein, wenn man sich verbiegen und verändern muss, um zu gefallen. Wenn ich Ihnen also auch einen Lebensrat geben darf, Frau Stokowski: Werden Sie entspannter und nehmen die Männer, wie sie sind. Und wenn sie einige davon nicht mögen, dann machen Sie einfach einen großen Bogen um sie. Leben und leben lassen.
Vielen Dank für die klaren Worte. Sie sind der beste Beweis dafür dass Sie eine um Längen bessere Feministin sind als MS es je sein wird. Es ist beruhigend zu wissen dass Frauen mit Ihrer gesunden Einstellung sicherlich in der Überzahl sind. Chapeau!

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Fossibaerin 17.04.2019, 13:12
259. Ich bin auch dafür,

dass nicht alles gleichgemacht wird. Wo kämen wir hin, wenn ebenso viele Frauen wie Männer Gewaltverbrechen begehen würden. Unsere Gefängnisse sind ja jetzt schon viel zu klein.

Da bin ich wirklich froh, mal so als Steuerzahlerin, dass wir Frauen unsere Gemeinheit mit legalen Mitteln ausleben. Würde sonst viel zu teuer.

Natürlich wäre es auch eine Möglichkeit, den Strafvollzug abzuspecken, wenn wir uns die Gebote insgesamt abschminken würden. Also auch jene, von denen auch Männer geschützt werden. Oder die sie für selbstverständlich halten. Z. B., dass sie ausreden dürfen. Dass sie bei jeder öffentlichen Diskussion dabei sind. Dass sie in jedem Gremium, das irgendwas zu sagen hat, mehrheitlich vertreten sind. Dass sie immer und überall, sei es Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst, Kultur, Arbeitsleben, in allen einflussreichen Positionen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil überproportional vertreten sind. Dass männlicher Einfluss und männliche Stimme in den Entscheidungsstrukturen, die das Leben BEIDER Geschlechter regeln, schon seit der Antike den Status der Normalität hatte und hat, während weiblicher Einfluss und weibliche Stimme in den gleichen Strukturen nach wie vor eine Ausnahme ist und bleibt .....

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. *.* oder Großbuchstaben in Hauptwörtern machen mich wahnsinnig. Wer meint, dass sowas zu einer Verbesserung der weiblichen Position in der Gesellschaft führt, die spinnt. Kleinen jungen Röckchen anzuziehen, die das nicht wollen, ist blöde. Kleinen Mädchen Bürstenhaarschnitte zu verpassen, die ihre Haare lieber behalten hätten, auch. Ich finde aber auch viele Artikel über Alltagsrassismus bescheuert. Z. B. darüber, wie beleidigend es doch sei, jemandem, der mit Akzent spricht, zu sagen, dass er es in der wirklich nicht einfachen deutschen Sprache schon verdammt weit gebracht hat. Jemand der Deutsch als Fremdsprache beherrscht, hat nämlich meinen aufrichtigen Respekt. Genau wie jeder Deutsche, der Chinesisch kann. abner kein Artikel über Alltagsrassismus war bisher bescheuert genug, um mich davon zu überzeugen, dass es keinen Alltagsrassismus GIBT in Deutschland. Leider gibt es ihn. Ebenso wie Benachteiligungen, unter denen (fast) nur Frauen leiden. Übrigens: LEIDEN trifft es. Es geht hier nicht um zu enge Schuhe. Es geht um ein zu enges Leben. Ich halte selbst auch sehr viel davon, tolerant zu sein. Ich halte noch mehr davon, über das Anderssein des Anderen einfach - und im positiven Sinne - hinwegzusehen. Wovon ich aber gar nichts halte, sind Menschen, die im Namen der Toleranz nur Ihre eigenen Überlegenheitsphantasien bzw. die ihnen nach ihrer eigenen Meinung zustehenden Bevorzugungen schützen wollen.

Da ich - ausnahmsweise - Frau Storkowskis "Benimmregeln" hier für vernünftig halte (wenn ich persönlich auch von keinem Mann verlangen würde, dass er gleich die Straßenseite wechselt, zwei-drei Meter Abstand würden mir reichen), vermute ich hinter Ihrem Kommentar doch mal sehr stark weniger echte Toleranz als vielmehr bedrohte Vorzugsstellung.

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