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Lebensratgeber: Wie kann ich als Mann Feminist sein?
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Reicht es, mit der Tochter ab und an Fußball zu spielen? Viele Männer fragen sich, wie sie feministisch handeln können. Hier kommen Tipps für ein gleichberechtigtes Leben - und für ein gesünderes.

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David_K_79 17.04.2019, 14:48
290. Warum soll Feminist kein Humanist sein

Der Mensch hat von Natur aus zwei Geschlechter - lassen wir den Rest mal kurz aussen vor. Wenn ich ein Geschlecht diskriminiere, diskriminiere ich doch automatisch auch das andere Geschlecht. Wenn ich der Meinung bin, die Frau gehört an Heim und Herd, dann meine ich zugleich, der Mann gehört nicht dahin. Damit setzt sich auch der Mensch, der für die Gleichberechtigung der Frau ist, "automatisch" auch für die Gleichberechtigung des Mannes ein. Aber ich muss auch feststellen, dass ich definitiv nicht zur Filterblase der Autorin gehöre. Allerdings - sorry wenn ich mich damit als nicht-Feminist oute - muss ich eingestehen, dass ich vom "Labeling" geschockt war, seitdem wir Zwillinge (Junge / Mädchen) bekommen haben. Mir ist in der Tat vorher noch nie aufgefallen, dass Kinder bereits über Spielzeug im Alter von 2 Jahren in Geschlechterrollen erzogen werden. In der Spielzeugabteilung steht für 2 Jährige Mädchen bereits Küchengerät in Pink sowie Werzeug für den Jungen in blau.

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nilsczert 17.04.2019, 15:03
291. Zur Wahrheit über alleinerziehende Mütter...

Zitat von Fossibaerin
Ich bin auch dafür, dass Männer ein Mitspracherecht über Leben oder Tod ihres ungeborenen Kindes haben - vorausgesetzt, sie kümmern sich nach der Geburt auch um eben dieses Kind. Dann kann die Frau das Kind bekommen, gibt es danach bei Ihnen ab, und ward fürderhin nicht mehr gesehen. Wenn Sie Glück haben, schickt sie Ihnen jeden Monat einen Scheck. Sie wären dann in der gleichen Situation, in der so viele alleinerziehende Mütter sind.
gehört auch:
- dass überraschend viele Frauen auch heute noch keinen besseren Plan für ihr Leben haben, als Mutter zu werden.
- dass viele Frauen nicht bereit sind, den mit Arbeitsteilung einhergehenden Verdienstausfall des Mannes in Kauf zu nehmen.
- dass viele Frauen ab der Schwangerschaft das Interesse am Mann verlieren.
- dass Mütter sich immer noch schwer tun, loszulassen und Verantwortung abzugeben.
- dass Mütter auch den Sonderstatus ("Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter!") und die alleinige Entscheidungsgewalt genießen.
- dass männlicher Einfluss auf Kinder insgeheim oft als latent schädlich betrachtet wird.
- dass Väter auf dem Spielplatz von Müttern meist sehr kritisch beäugt und als lästig empfunden werden.
- dass engagierte Väter gern auch von Frauen hinter vorgehalteter Hand belächelt werden.
- dass Kinder viel zu oft als Instrument der Rache missbraucht werden (Das Bundesjustizministerium unter Brigitte Zypries hat hierzu vor vielen Jahren eine Studie in Auftrag gegeben, hält deren Ergebnisse aber bis heute streng unter Verschluss...).
- dass Familiengerichte bei Streitigkeiten fast immer zu Lasten der Väter entscheiden.
- dass Mütter bei Verletzung von Umgangsregelungen nicht sanktioniert werden.

Ich hätte nichts dagegen gehabt, mich ein paar Jahre allein um meine Kinder zu kümmern und die Frauen arbeiten zu schicken.
Beschäftigung mit Kindern finde ich weitaus erfüllender, als die meisten Jobs...
Leider endet bis heute die Emanzipation oft am Kinderbettchen - oder spätestens beim Familiengericht!

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neptun680 17.04.2019, 15:04
292. Da haben wir sie endlich!:

Die Gebrauchsanweisung für Frau Stokowski. Sie fällt vermutlich immer noch arg gestrafft aus, doch man hat nun endlich einen Überblick. Ich bin mir sicher das es "Männer" gibt, die das ernst nehmen müssen. Doch wäre da eine Datingplattform für besonders komplizierte und verdrehte Mitmenschen nicht besser gewesen.

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nilsczert 17.04.2019, 15:06
293.

Zitat von Gleichstrom
Musik von Frauen: Erinnern wir uns alle mal an die großartigne CRAMPS! Warum sind die großartig? Weil ein Paar, das sich bis in die Haarspitzen liebt, gut zusammenarbeitet - und weil es keine nölige Liedermacherin mit pseudogeistreicher, total betroffener Schluchzerei mit Lagerfeuergitarre ist, sondern richtige, mit Liebe, Hingabe und Überzeugung gespielte Musik ist - mit einem Frauenanteil in der Band, der zwischen 25 und 50 % geschwankt hat. Eine wahre Perle des Nach-Fünfziger Rock'n'Roll, ein Monument der Unvernunft von ehrlichen Fürsprechern hedonistischer Exzesse.
Die CRAMPS!
Volle Zustimmung!

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Gmorker 17.04.2019, 15:07
294. @vera gehlkiel

Zitat: "Wir könnten doch über alles reden, wär da nicht der Nachweiszwang, dass man alle Frauen ausser Mutti sexuell angebaggert haben muss." --- ist das ironisch gemeint oder sarkastisch? Ich meine... wie kommt man auf so einen Stuss? Es mag Männer geben, die so handeln, aber in meinem Freundeskreis gibt es davon kein Exemplar (und das ist auch gut so). Ein paar der Punkte der 40er-Liste sind ja durchaus sehr vernünftig.. und sollten auf alle Menschen bezogen werden, weil Respekt nunmal allen Menschen gegenüber selbstverständlich sein sollte. Mir erschliesst sich allerdings absolut nicht, inwiefern ich "weniger giftig" werde, wenn ich anfange, Filme, Bücher und Musik gezielt danach auszusuchen, das sie von Frauen erstellt wurden, statt weiterhin ungeachtet des Herstellers meine Vorlieben rein vom Inhalt abhängig zu machen. Nur mal als Beispiel ist ein für den Feminismus argumentierender Mann doch sicherlich "lesenswerter" als eine gegen den Feminismus argumentierende, Frau, oder zählen die Inhalte weniger als das Geschlecht des/der Authors/Authorin?

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vera gehlkiel 17.04.2019, 15:07
295.

Zitat von dasfred
Da steht der weiße alte Mann wieder im Mittelpunkt. Bei Artikeln wie diesem, ist es schön schwul zu sein. Ich darf Mann sein, muss aber kein Feminist werden. Ich kann zwischen den Rollen der Unterdrückten und der Unterdrücker hin und her springen, wie ich lustig bin. Ich kann der beste Freund des Mannes und die beste Freundin der Frau sein. Die Kombination aus Artikel und Forum liefert immer wieder beste Popcornunterhaltung. Ich sitze tief im Sessel und genieße den Schaukampf. Und wie beim Wrestling ist die Show klasse, der/die SiegerIn steht schon vorher fest und anschließend sind alle wieder gute Freunde und erfüllen lustvoll ihr Rollenbild.
Immer wieder tröstlich, Sie anzutreffen. Sie sind für mich wie die Berliner Gedaechtniskirche, die früh morgens dort aus dem Nebel auftaucht. Erkennbar von schweren Einschlägen gezeichnet, aber in einer Art und Weise, die Sie entschieden aufwertet. Und schlicht aber schön modernisiert dazu. Und danke noch für "Nora", hab ich im Eifer jener virtuellen Luftschlacht zuerst nicht gelesen gehabt. Wirklich so frei von toxischer Männlichkeit wie Don Giovanni sein geht wohl, seit es die Option der Degenduelle nicht mehr gibt, fast nur noch in einer Diaspora der virtuellen Fernwirkungen. In der Hinsicht sind Sie, egal was immer Sie sich ins Bett legen, und sei es nur eine Wärmflasche an den Füßen und ein gutes Buch unterm Kopfkissen, entschieden ein Frauenheld.

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Frauenversteher007 17.04.2019, 15:08
296. Glückwunsch für die gelungene Buchwerbung!

Sagt mal, "Mädels", merkt ihr echt gar nicht, worum es hier in Wahrheit geht?
In dem Kommentar von MS (natürlich kein Synonym für Maso/Sado, ehrlich nicht) ist nicht aus Jux und Tollerei eine aufdringliche Werbeanzeige für das Buch von MS eingebaut!
Dazu passen dann auch die ganzen provokanten bots wie @Erpel oder @Margarethe-Fan oder wie sonst sie benannt wurden hier im Forum.
Zu Diskutieren gibt es für mich übrigens gar nichts, aber zur Genugtuung für MS bekenne ich, dass ich diesen Quatsch bis zu Ende gelesen und ausgehalten habe!
Wirklich spannend und beruhigend dagegen ist mir das Forum mit seinen über 250 Beiträgen, die ich seit gestern mit Begeisterung verfolge.
Es zeigt deutlich auf, dass bis auf die Handvoll bots (die ja auffällig viele pro-MS-Beiträge liefern) die ganz große Mehrheit der Leser nur wenig Verständnis für diese permanente, wöchentliche Männerverachtung zeigen.

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nilsczert 17.04.2019, 15:13
297.

Zitat von hansh11.
Letztlich wird hier Unterwerfung durch Um-Ettikettierung verlangt, und der Ettikettengeber ist dann die Autoritätsinstanz. Das nützt der Sache der Gerechtigkeit nichts, sondern grenzt aus.
Wichtigtuerei, Deutungshoheit und Kritikverbot sind wesentliche Elemente des modernen Feminismus - und die Bequemlichkeit, vom Schreibtisch aus und mit Hashtags zu 'kämpfen'.
Da waren mir die 'Kampfemanzen' früherer Tage lieber...!

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passionsblume 17.04.2019, 15:24
298.

Zitat von David_K_79
Mir ist in der Tat vorher noch nie aufgefallen, dass Kinder bereits über Spielzeug im Alter von 2 Jahren in Geschlechterrollen erzogen werden. In der Spielzeugabteilung steht für 2 Jährige Mädchen bereits Küchengerät in Pink sowie Werzeug für den Jungen in blau.
Und hier sollte mal seitens des Staates angesetzt werden, solche Dinge von Industrie und Handel als diskriminierend zu verfolgen:
Wenn es Spielzeug für Jungen und Spielzeug für Mädchen gibt,
wenn es Überraschungseier für Jungen und solche für Mädchen gibt,
wenn es Kleidung für Männer und Kleidung für Frauen gibt.

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