Forum: Kultur
Lebensratgeber: Wie kann ich als Mann Feminist sein?
Ethan Miller/ Getty Images

Reicht es, mit der Tochter ab und an Fußball zu spielen? Viele Männer fragen sich, wie sie feministisch handeln können. Hier kommen Tipps für ein gleichberechtigtes Leben - und für ein gesünderes.

Seite 7 von 30
spdf 16.04.2019, 18:06
60. re

Zitat von emil_erpel8
Da können Sie auf seit Jahrtausenden bewährte Methoden zurückgreifen. * Behandeln Sie die Mutter Ihrer Tochter vor den Kindern mies. * Zeigen Sie den Kindern, daß die Mutter nur gut für Küche, Kochen, Kindererziehung ist und ansonsten sie Schnauze zu halten hat. * Behandeln Sie die Frauen und Mädchen in Ihrem Haushalt wie Gehirnamputierte. * Zeigen sie den weiblichen Personen, daß sie sich den männlichen unterzuordnen haben. Leider ist körperliche Gewalt mittlerweile geächtet. Versuchen Sie es stattdessen mit psychischer. * Bestrafen sie die weiblichen Personen rigoros, wenn diese ihre eigenen Interessen vertreten. * Greifen Sie nicht ein, wenn Ihre Kinder in der Schule soziale Probleme haben. Der Gruppendruck wird's schon richten. * Üben Sie handwerkliche oder geistige Tätigkeiten nur zusammen mit Jungs oder Männern aus. * Zeigen Sie Ihrere Tochter früh, daß Mädchen bei "Männertätigkeiten" nicht erwünscht sind. * Nehmen Sie einen eventuellen Schul- oder Studienabschluß Ihrer Söhne mit viel Tamtam zur Kenntnis und übersehen Sie die ihrer Töchter. Aber sorry, brauchten Sie diese Tips wirklich? Machen Sie es einfach so, wie Generationen über Generationen vor Ihnen: Machen Sie einfach, was Sie für richtig halten in Ihrem leben und zwingen Sie die Frauen und Mädchen dazu, ihnen dafür den Rücken freizuhalten.
Das betrifft nur einen sehr geringen Teil der Väter. Sehr viele Väter legen stattdessen eine extreme Töchter Verehrung an den Tag. Da kommen dann solche Sätze: Du hast etwas, dass jeder Mann von dir haben will. Du allein entscheidest usw.
Die Folge hieraus ist eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Die Tochter kann dann nicht vernünftig mit einer Abfuhr umgehen und bewertet alles was Mann zu ihr sagt als Versuch, sie ins Bett zu kriegen. Das kann man sehr gut an zwei der größten Unis beobachten. Wenn so eine Frau eine Abfuhr kriegt, dann … .

Beitrag melden
Schartin Mulz 16.04.2019, 18:07
61. Warum sollte ich

als Mann Feminist sein?
Das Wort Feminist hat ja schon etwas ausgrenzendes. Ich würde mich ja auch nicht als Maskulist bezeichnen.
Es ist ja auch nicht so, dass es nur Feminist/innen auf der einen und Männder, die an alten Rollenbildern festhalten. Das ist ja eine ziemlich Verkürzung.
Zu den Punkten. Ich beschränke mich da auf ein paar:
1. Ich erwarte keine Nachhilfe in Feminismus.
2. Ich habe immer Bücher von Männern UND Frauen gelesen. Ich lese aber weder ein Buch nur deshalb, weil es von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde, sondern weil mich der Inhalt interessiert.
3. Habe ich nie behauptet. Aber dass in den vergangenen Jahrhunderten die Männer dominiert haben und von daher auch die bedeutenderen Erfindungen genacht haben, ist ja Tatsache.
Ok, reicht.

Beitrag melden
larslindemann 16.04.2019, 18:08
62.

Zitat von mensrea
Wenn ich das so lese, frage ich mich, ob ich nicht zu naiv für diese Welt bin. Wer bitte fasst/greift denn wildfremde Menschen einfach an? Wer behauptet denn, Frauen haben nie etwas Großes erfunden? Das geht doch nur, wenn ich in meinem ganzen Leben noch nie (Wissenschafts-)Geschichte hatte. Und welcher Mann, der schon mal Sex mit einer Frau hatte, weiß denn nix über Menstruation etc.? Welcher Mann hat denn darüber noch nie mit seiner Mutter gesprochen? Haben tun wir ja alle eine. Bin ich zu naiv, oder gibt es diese wandelnden Klischees wirklich?
Ohne jeden Zweifel ersteres.

1. Wenn die Erzählungen meiner Ex Freundin (Arzthelferin in einer Gynäkologie) nur halbwegs stimmen, haben auch verdammt viele Frauen keinen Schimmer von ihrer Menstruation.

2. Welcher männliche Teenager unterhält sich mit seiner Mami über die Menstruation? Das ist schon arg verträumt.

3. Es ist für die meisten Frauen mehr oder weniger Alltag, von wildfremden Menschen berührt zu werden. Sie sind entweder meistens woanders, oder Sie schauen nicht sorgfältig genug hin.

Ein zufälliges Vorbeiwischen am Oberkörper einer Frau beim Aussteigen, auf der Party kurz den Arm um Paula legen (und kaum wieder loslassen...), ein fixer Tatscher im Gedränge und dergleichen mehr. Der Erfindungsreichtum mancher Männer, so hohl sie sonst auch sein mögen, kennt kaum Grenzen. Im Zweifel ist das alles auch "total harmlos", aber man kann häufig sehen, wie die Gesichter der Frauen für einen Sekundenbruchteil einfrieren, bevor sie wieder umschalten. Lieber keinen Ärger machen wegen sowas - Alltag eben.

Beitrag melden
emil_erpel8 16.04.2019, 18:09
63.

Zitat von Anna156464641156
Ich halte mich mal an die Liste und mache bei Punkt 7 Punkt 9 und Punkt 14 die Probe aus Punkt 21. "Vertauschen Sie im Kopf die Geschlechterrollen und schauen Sie, ob es merkwürdig wird." Na dann Wissenschaft, mal gucken was dabei herauskommt: "Unterbrechen Sie Frauen, die Männer unterbrechen." Okay, das war zur einfach. "Geben Sie Männern keine unerbetenen Ratschläge und vor allem keine, die Sie bei Frauen unangemessen fänden." Scheint mir komisch zu klingen - machen wir mal weiter. "Laufen Sie nachts nicht dicht hinter fremden Männer her, auch wenn Sie den gleichen Weg haben. Gehen Sie langsamer oder auf der anderen Straßenseite. Wirklich." Finde ich auch einen merkwürdigen Tipp. Daraus ergibt die Folgerung von M. Stokowski für diese Punkte nur einen Schluss. q.e.d.
Stimmt, das läßt nur einen Schluß zu: Sie haben Punkt 21 nicht verstanden. Die "Probe" ist, ob wenn Sie einer Frau gegenüber etwas äußern, im Geiste die Geschlechterrollen zu vertauschen und zu sehen, ob das komisch erscheint. Regel 21 besagt *nicht*, daß Sie in jedem Text, der Ihnen in die Finger kommt, die Geschlechterrollen vertauschen und gucken, ob das komisch klingt. Wozu auch, außer um haarsträubend substanzlose "Argumente" zu konstruieren, die die Autorin diskreditieren sollen.

Beitrag melden
totalausfall 16.04.2019, 18:10
64. Feminismus und der Mann!

Gleichstellung und Gleichberechtigung ist schon lange erfüllt.

Der Feminismus ist ein "innerfraulicher Konflikt" , der Mann ein Gegner den es gar nicht gibt.

Frau (Mann übrigens auch, aber anders) ist überfordert mit ihrer Rolle und weiß nicht mehr, was sie will.

Im Zentrum steht dabei
1) Der Konflikt um Karriere-Mutterschaft. Kurz: Die "berufliche " Ausrichtung.
2) Sexualität

Der Mann ist dabei nur Projektionsfläche, weil es irgendwie seltsam ist wenn man Debatten mit sich selber führt!

Beitrag melden
Florentinio 16.04.2019, 18:12
65. Liebe Frau Stokowski

ich bin Sohn einer Emma-leserinnen der ersten Stunde und habe in meiner Persönlichkeitsentwicklung häufiger die Erfahrung gemacht, dass meine familiären Rollenbilder nicht mit den gesellschaftlichen Übereinstimmen. Ich habe mich dabei auch mit unterschiedlichen feministischen Theorien beschäftigt. Auffällig hierbei finde ich allerdings, dass das Niveau jedes mal steil herab fällt, wenn es dabei um Männer geht oder was sich Feministinnen vorstellen, wie sich Männer entwickeln sollten. Meine Erfahrung ist: Feministinnen scheinen in Bezug auf Männer ungefähr so emphatisch zu sein, wie Chauvinisten gegenüber Frauen.

Beitrag melden
aprior 16.04.2019, 18:12
66. Leben und leben lassen!

Wo bleibt die Toleranz? Gebote, Gebote nur Gebote. Es lebe der Unterschied und Toleranz wäre ein Anfang im normalen Umgang mit dem anderen Geschlecht. Wer erzieht denn überhaupt hauptsächlich die Kinder? Wer fordert muss auch damit leben können, dass nicht alle über einen Kamm geschert werden will und kann. Diese Art von Gebotsliste gehört in die neue Religion des Genderschwachsinn. Von Homo Sapiens zu Homo Feminisums. Gleichbehandlung ist gut, Gleichmacherei nicht. Seid erhaben genug um tolerant über das Anders sein des anderen Geschlechts hinwegsehen zu können. Teile und herrsche.... Brot und Spiele...

Beitrag melden
MatthiasPetersbach 16.04.2019, 18:13
67. Super Tips.....

...ganz ehrlich, manchmal denke ich, ich lebe in nem anderen Land. Oder ner anderen Zeit.

Daß Frauen gleichberechtigt sind, deren Meinung zählt, die ihre Leistung bringen usw usw usw - ist das jetzt irgendwie neu? Nein, das ist "Wissen", was mein Opa schon hatte. Und das haben schon früher nur Idioten angezweifelt.

Es handelt sich sowieso immer in erster Linie um Menschen, um Individuen - dagegen ist die Geschlechter"frage" völlig vernachlässigbar.
Der Unterschied zwischen Mann A und Mann B kann locker größer sein als zwischen Mann A und Frau A. Und da ist sehr wenig irgendwie geschlechterbezogen. Eigentlich GARNIX.

Leute sind Idioten, höflich, fair, gerecht - oder nicht. Was hat das mit Geschlecht zu tun? Und ich muß doch nicht jemand "studieren", mich in dessen Psyche reinzuversetzen usw, um dem auf Augenhöhe und menschlich zu begegnen?

Das ist ne einfache Empathie- und Grechtigkeitssache (und intelligenzfrage), die doch stinknormal und alltäglich ist.

Beitrag melden
zap_beeblebrox 16.04.2019, 18:14
68. Albern, wie nicht anders zu erwarten...

Manches ist selbstverständlich, manches einfach nur albern. Ich unternehme gerne was mit meinen Jungs, da wird mich auch Frau Stokowski nicht von abbringen.
15 und 16 offenbaren ihre Haltung zur Gleichberechtigung: wenn es um „gleich“ ginge, könnte man sich das „mindestens“ sparen.
Ansonsten bin ich versucht zu sagen: IHRETWEGEN kann ich Feminismus nicht mehr ernst nehmen (was waren das noch für Zeiten, als es einen Bastian Sick beim Spiegel gab). Treffender ist tatsächlich : Ihren Feminismus kann ich nicht ernst nehmen.

Beitrag melden
emil_erpel8 16.04.2019, 18:19
69.

Zitat von Ezekeel
Was ist "dicht"? Wieviel Meter Abstand muss ich denn halten? Und wieviel Meter, wenn ich schwarz trage, lange Haare und Dreitage-Bart habe und auch sonst aussehe wie ein Vergewaltiger? Oder soll ich dann lieber ganz zuhause bleiben?
Achten Sie einfach auf die Menschen in Ihrer Umwelt, und wenn Sie bemerken, daß Sie denen Unbehagen oder Angst bereiten - vielleicht auch nur möglicherweise - dann verhalten Sie sich so, daß das aufhört.

Wen über eine dermaßen simple Selbstverständlichkeit menschlichen Zusammenlebens jammert, muß sich dann den Vorwurf gefallen lassen, eine weinerliche Heulboje zu sein.

Beitrag melden
Seite 7 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!