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Legendärer Humorist: Loriot ist tot

Deutschland hat einen der größten Unterhalter der Nachkriegszeit verloren: Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das teilte sein Verlag Diogenes mit.

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SpiegelKeram 23.08.2011, 15:39
180.

Zitat von NeZ
Und nochmal: Es gibt neben Mario Barth und Cindy aus Marzahn heutzutage auch noch andere "Comedians", Künstler und Kreativlinge, die um Klassen besser sind. Herrgottnochmal.
Ja, aber die sind bei weitem nicht so bekannt! Leider!

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blowup 23.08.2011, 15:39
181. was dran.

Zitat von lug&trug
Humor ist ganz stark ein Produkt seiner Zeit und damit der Abnutzung unterworfen: Torten im Gesicht und Bananenschalenausrutscher waren in den 1920er und 30er Jahren offenbar der Kracher -- heute lacht man darüber nur noch anstandshalber oder aus nostalgischer Verehrung. Auch der deutlich subtilere Slapstick eines Mr Bean hat sich inzwischen überlebt. Schreihälsen wir Mario Barth wird erst recht keine lange Aufmerksamkeit beschieden sein.
Da ist was dran. Keine Frage: Loriot war eine "deutsche Institution". Er war ein feiner und feingeistiger Mensch und das alte Wort "nobel" kommt einem in den Sinn. Er war Perfektionist, und deshalb habe ich z.B. Pappa ante Portas oft gesehen und immer wieder neue Bonbons und Nuancen entdeckt. Meine Lieblingsstelle: "Aber du hast doch nichts gekauft"? - "Äh..., nein...das wird alles abgebucht". Köstlich.

Aber man sollte bei aller Verehrung doch auch eines nicht vergessen. Loriots große Zeit, bzw. die, die ihn groß gemacht hat, war die, als es noch kein Privatfernsehen gab. Solche Chance erhält heute niemand mehr! Wenn abends Loriot lief, hatte fast Deutschland das gesehen und in Bus und Bahn, auf der Arbeit oder in der Schule, war das am nächsten Tag Gesprächsthema No. 1.

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gsfx 23.08.2011, 15:42
182. Ruhe in Frieden...

Zitat von sysop
Deutschland hat einen der größten Unterhalter der Nachkriegszeit verloren: Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das teilte sein Verlag Diogenes mit.
Auch wenn ich seine Witze und seinen Humor nicht mochte: Ruhe in Frieden!

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jabor 23.08.2011, 15:45
183. vorne

Jetzt lassen Sie doch mal das Kind nach vorne.

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thorland 23.08.2011, 15:46
184. Loriot - Unvergessen - Danke!

So wie einst aus Goethe`s Faust kleine Zitate als Sprichwörter und feste Formulierungen in den ganz alltäglichen Sprachgebrauch eingeflossen sind, ist es auch mit vielen Zitaten aus dem Werk Loriot`s passiert.

Welchen besseren Beweis gibt es für wahre Klasse?
Mir graut schon jetzt vor einem Land, in dem loriot vielleicht mit den jahren in Vergessenheit geraten könnte, das nur noch über Mario Barth und Konsorten lachen soll - und es auch tut.
Humor und Humor muss nicht immer dasselbe sein!

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Meckerliese 23.08.2011, 15:47
185. Danke

Danke für die vielen schönen Sternstunden.

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faustjucken_tk 23.08.2011, 15:49
186. ...

Es ist doch schön zu sehen, dass es selbst in unserer Zeit immer noch Menschen gibt, die wirklich jeder mag.
Mein Beileid.
Zum Glück bleibt uns sein Werk.

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spon-1277755831106 23.08.2011, 15:49
187. das hat er nicht verdient

Das ist sicherlich ganz im Sinne von Loriot, dass hier solche Figuren wie Christian Wulff oder fast noch besser: Monika Piel zitiert werden. Die beiden könnten doch glatt aus seiner Feder stammen.

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jabor 23.08.2011, 15:50
188. Ard

Die ARD hat mal richtig auf die Kacke gehauen und zeigt ab 22:45 Uhr Pappa ante Portas, Sketche und Erinnerungen an Loriot. Das hätte jetzt nicht schon ab 20:15 Uhr sein können?

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Ylex 23.08.2011, 15:51
189. Tschüß, Loriot

Loriot war nicht nur hochintelligent und sehr kultiviert, er war auf seine Weise auch brutal – er hat das deutsche Wesen mit dem Skalpell seines tückischen Humors seziert, auch in seinen Filmen, zum Beispiel genial in „Pappa ante Portas“. Mit verschmitztem Lächeln servierte er den Deutschen ihre Kleinkariertheit, und sie lachten sich darüber scheckig. Sein Witz wirkte niemals verletzend – damit setzte er sich wohltuend ab von all den Lachsack-Dilettanten, die aus Beleidigung und Diskriminierung ihre faden Jokes ziehen. Bei mir ist Loriot unterschwellig praktisch immer präsent, ob bei einem Behördengespräch oder beim Einkaufen in einer Möbelhalle oder wenn ich mal zur Bank gehe – wie oft musste ich mir schon das Lachen verkneifen bei dem Gerede der Berater und Verkäufer, weil mir unwillkürlich Loriot einfiel.

Hat Herr Lindemann inzwischen die Herren-Butike eröffnet? Man weiß es nicht, aber ein Klavier, ein Klavier steht im Wohnzimmer, der Kosakenzipfel ist gegessen, das Jodel-Diplom mit Bravour bestanden – tschüß, Loriot.

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