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"Lehrer am Limit" bei Beckmann: Oh, wie gut hat's Singapur
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Sind unsere Pädagogen überfordert? Bei Reinhold Beckmann diskutierten Bildungsexperten über die "Panorama"-Reportage "Lehrer am Limit". Sie machten die Defizite im deutschen Schulsystem aus, waren ratlos bei den Lösungen und blickten neidvoll nach Schweden, Finnland und Singapur.

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GrinderFX 23.08.2013, 08:36
1.

Die Lehrer sollen sich mal nicht so anstellen!
Das Problem bei den Lehrern ist nämlich, dass sie nahezu alle noch nie in einem richtigen Beruf gearbeitet haben. Denn die, die Quererinsteiger sind, die kennen das. Für die ist der Job Lehrer Erholung.
Ich verstehe wirklich nicht, was an einer 19 Stunden Woche mit 200+ freien Tagen im Jahr so schlimm sein soll.
Der normale Arbeiter arbeitet 45 - 70 Stunden die Woche, hat außer seinen 24- 30 Tagen Urlaub nicht frei und ist auch nicht ständig krank, da er ja seinen Job verlieren könnte. Dazu natürlich meist noch zu einem geringeren Gehalt als der Lehrer.
Ich kenn wirklich beide Seiten und kann nicht verstehen, wie man nals Lehrer rumheulen kann, weil man einen Tag in der Woche mal 8 Stunden arbeiten musste, dabei dann aber den rest der Woche frei hat. Jeder normale Mensch arbeitet 8+ Stunden pro Tag, JEDEN TAG!

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mottasvizzera 23.08.2013, 08:39
2. Die Schule ist wie meine Autowerkstatt ...

Zitat von sysop
Sind unsere Pädagogen überfordert? Bei Reinhold Beckmann diskutierten Bildungsexperten über die "Panorama"-Reportage "Lehrer am Limit". Sie machten die Defizite im deutschen Schulsystem aus, waren ratlos bei den Lösungen und blickten neidvoll nach Schweden, Finnland und Singapur.
Die meisten glauben mehr zu verstehen als das Fachpersonal ...

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Polyprion 23.08.2013, 08:42
3. Einwurf

weshalb versuchen die "Fachleute" hier seit `68 das Rad neu zu erfinden? Sicherlich gibt es eine veränderte Gesellschaft mit verändertem Berufsleben und (teilweise besseren) Ansichten, jedoch ist das Land voll mit unselbstständigen jungen Leuten, die sich mit schlechten Abschlüssen durchs Abi und die Uni hangeln und mit 30 dem Arbeitsmarkt noch immer nicht zur Verfügung stehen. Die Rundum-Wohlfühlbetreuung kann, wie man sieht, im Einzelfall eine "Erfolgsgeschichte" sein, aber eben nur temporär. Ob sich der Erfolg beim Einzelnen später fortsetzt ist gänzlich unerforscht und unbewiesen.
Hingegen sicher ist, daß es in der Vergangenheit eine große und weltweit anerkannte deutsche Erfolgsgeschichte gab, das war noch mit dem "alten" Schulsystem.

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Aguilar 23.08.2013, 08:44
4. optional

„Eine Schule für alle“ ist wohl auch kaum das richtige Konzept. Es erscheint ebenso abwegig wie „Chancengleichheit“, ein Ausdruck der bedauerlicherweise noch immer vorkommt anstelle von Chancengerechtigkeit. Jeder Mensch hat seine eigenen Stärken und Schwächen und dabei sollte es auch bleiben. Im Übrigen wird übersehen, daß die nordischen Länder eine weitgehend gefestigte Lebensweise haben, bei der sie sich nicht von anderen Gastkulturen hineinreden lassen. Integration wird dort wirklich betrieben. Was Singapur betrifft, so herrscht dort eine friedliche, kulturelle Vielfalt die aber auch einerseits durch eine teilweise an Diktatur erinnernde Sanktionspolitik, andererseits aber auch gesunde Wirtschaftspolitik in einem konservativen Umfeld erhalten wird. Dies führt dazu, daß Lehrer nicht die Zusatzaufgabe haben, Produkte elterlichen Versagens erziehen zu müssen.

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bartsimpsen 23.08.2013, 08:48
5. Die Hölle auf Erden

Seit gestern Abend weiß ich, dass es die Hölle auf Erden gibt.
Erst haben sie uns die Kleinen Racker in der Schule gezeigt und dann als Sahnehäubchen obendrauf die Sendung bei Beckmann.

Geworben wurde nebenbei für die neue Zauberformel ''Inklusion''.
Adieu, Deutschland!

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stefansaa 23.08.2013, 08:50
6.

Zitat von GrinderFX
Die Lehrer sollen sich mal nicht so anstellen! Das Problem bei den Lehrern ist nämlich, dass sie nahezu alle noch nie in einem richtigen Beruf gearbeitet haben. Denn die, die Quererinsteiger sind, die kennen das. Für die ist der Job Lehrer Erholung. Ich verstehe wirklich nicht, was an einer 19 Stunden Woche mit 200+ freien Tagen im Jahr so schlimm sein soll. Der normale Arbeiter arbeitet 45 - 70 Stunden die Woche, hat außer seinen 24- 30 Tagen Urlaub nicht frei und ist auch nicht ständig krank, da er ja seinen Job verlieren könnte. Dazu natürlich meist noch zu einem geringeren Gehalt als der Lehrer. Ich kenn wirklich beide Seiten und kann nicht verstehen, wie man nals Lehrer rumheulen kann, weil man einen Tag in der Woche mal 8 Stunden arbeiten musste, dabei dann aber den rest der Woche frei hat. Jeder normale Mensch arbeitet 8+ Stunden pro Tag, JEDEN TAG!
Also wenn das eine "Meinung" sein soll, dann sollten Sie erst einmal anfangen Ihre Vorurteile und Klischees abzulegen. Wenn ein Lehrer nur 19 Stunden pro Woche arbeitet, ist er kein guter Lehrer. Davon gibt es sicherlich einige aber der Großteil hat wesentlich mehr als 19 Stunden.

Sie sagen, Sie kennen beide Seiten...woher? Aus der Schulzeit? Ihnen sollte klar sein, dass viele Lehrer heute nicht mehr verbeamtet werden sondern lediglich angestellt sind und zum Teil sogar in den Sommerferien entlassen werden und dann Hartz 4 beziehen können, weil sie ja kein ganzes Jahr durchgearbeitet haben...

Etwas weniger Vorurteile, oder ist es doch nur Neid, würden dieser ganzen, an die Wand gefahrenen Gesellschaft aus Neid und Missgunst nur gut tun....

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tom_ 23.08.2013, 08:51
7. Ist es wirklich so schwer?

Man könnte beispielsweise entsprechende Fachleute aus Finnland und Schweden nach Deutschland einladen, damit sie sich unser wohl nicht mehr so gut funktionierendes Schulsystem genauer ansehen und mit den Lehrern hier entsprechende Konzepte erarbeiten. Wäre eigentlich ganz einfach...

Wären da nicht drei derzeit typisch deutsche Probleme:
Geiz ... es darf aber auf keinen Fall Kosten verursachen und das Zerreden von Lösungen, weil alles besser, aber nichts anders werden darf. Haben wir ja schon immer so gemacht. Dazu dann natürlich noch ein weiterer tragischer Umstand, denn es werden Konzepte in der Regel von Leuten erarbeitet, die rein theoretisch aus der Distanz meinen es besser zu können und Kritik an den Ergebnissen nicht zulassen bzw. ignorieren.

Schon zu meiner Schulzeit galt nicht selten, dass man nicht dank der Lehrer seinen Abschluß schaffte, sondern trotz der Lehrer. (Es gab aber auch wirklich gute Lehrer...nur halt leider nicht in der Mehrheit) Langweiler, Stoffreindrücker die nicht erklären konnten, Herumbrüller bis hin zu Sadisten, denen es Freude machte Schüler bloß zu stellen, sie vor der Klasse niederzumachen. Hat sich in den nun 30 Jahren seit damals so viel verändert?

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Sleeper_in_Metropolis 23.08.2013, 08:52
8.

Zitat von
Heute gibt es in Hamburg zwar keine Haupt- und Realschulen mehr. Aber der Abstand zwischen den besseren Früchtchen, die auf das Gymnasium dürfen und den anderen, die sich in Stadtteilschulen wie der in der Panorama-Reportage porträtierten durchhangeln müssen, dürfte für die nächsten 10 bis 15 Jahre gewahrt sein.
Naja, das Hauptproblem bei der im Artikel geschilderten Schule dürfte aber eher sein, das sie sich in einer eher schlechten Gegend befindet und daher der Anteil an Problemschülern entsprechend hoch ist. Das hat aber per se wenig mit Gymnasium oder Stadtteilschule zu tun.

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AlexB1985 23.08.2013, 08:54
9. grinder fx

dann werden sie doch Lehrer. oder machen sie vorher mal ein Praktikum...

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