Forum: Kultur
Lesereise: Der Osten kam in meinen Reiseplänen nicht vor - bis jetzt
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In Ostdeutschland sind Rechtspopulisten besonders stark. Von dort bekommt unser Autor viele Hass-E-Mails. Grund genug für ihn, mal ein paar wütende Dialoge in Sachsen und Thüringen vorzulesen.

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hsc71@gmx.de 31.03.2019, 19:05
150.

Der Ordnung halber sei darauf hingewiesen, daß der Mann in Coswig nicht von Rechts sondern von der politischen Linken war und natürlich heute als ehem. überzeugter Kommunist natürlich die Linke wählt. "Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, und ich lasse mir von einem Vertreter eines imperialistischen Mediums aus der BRD ….. " der Duktus spricht für sich.

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Emderfriese 31.03.2019, 19:06
151.

Zitat von charlybird
wird hier ja ein wenig ''gemobbt'' und für uns Wessies ist das auch nicht weiter verwunderlich, auch das man sich darüber lustig macht, abgesehen davon machen wir uns über nahezu jeden Dialekt in irgendeiner Form lustig. Aber das Sächsische gehört eben nicht zu den ''schönsten'' Sprachformen deutscher Verbalintonation, auch wenn viele Klassiker dort beheimatet waren. Und das Sächsische war halt in jüngerer Geschichte eine Art linguistischer Fetisch für jeden Berlin-Reisenden, bzw. DDR oder sonstigen Besucher eines der real existierenden sozialistischen Staaten, zumindest wenn man durch die DDR musste. Allein das Vorfahren in Helmstedt mit den obligatorischen Fragen: ''Homse Kinder dabee ? Mochense mol den Kufferromm oof ! '' hat mich damals schon sehr amüsiert und hängt mir heute noch in den Ohren. An den Grenzen wurde gesächselt ! Ansonsten, schöner Beitrag von Herrn Kazim.
An dieser Stelle und weil's so schön ist dann doch noch mal den Grenzwitz vom Gänsefleisch... Gänsefleisch? Ja, "Gän se fleisch mol den Goffer uffmache"? Der ist doch gut, oder? Da müssen doch selbst Ossis lachen...

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shekina_niko 31.03.2019, 19:07
152. Wer so denkt

Zitat von fritzkowski
Ihr Akzent wird auch nur als "niedlich" empfunden. Spricht man sächsischen Dialekt, gilt man als dumm, rechts und zurückgeblieben. Kleiner aber feiner Unterschied.
Wer so denkt, ist oberflächlich und höchstwahrscheinlich selbst dumm. Wer sich ein Urteil über einen Menschen macht bloß aufgrund seines Dialekts oder anderer Äußerlichkeiten ist nicht ernst zu nehmen. Meine beste Freundin stammt übrigens aus Sachsen.

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herbert_schwakowiak 31.03.2019, 19:07
153.

Ihnen hätte anhand der Wortwahl vielleicht auffallen können, dass der Mann in Coswig eher kein Rechter war, sondern ein alter Kommunist.

Auch spricht hier keiner wirklich so, aber es ist halt schwer zu transskripieren.

Un Dresdnor Säggssch is nu ma en sehr endspanndor Dialegd.
Da gibs geene hardn Gonsonadn.
Oder wie's ma jemand saachde: Da schiebsdes Ginn e bissl vor, un dann efach nausloofn lassn.

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Odo4Spiegel 31.03.2019, 19:08
154. RE:Dialekt

Zitat von synascspe
Als er sich lustig über den Dialekt machte, habe ich aufgehört weiter zu lesen... Toleranz sollte wohl von allen zu erwarten sein. Niveau auch.
Wie wenn nicht mit Humor sollte man so einen Beitrag denn entgegnen ? Ihn etwa ernst nehmen ?

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sandnetzwerk 31.03.2019, 19:09
155. Was soll das?

Wieso wird hier ein Journalist gefeiert, der 30 Jahre den Osten Deutschlands nicht einmal wahrgenommen hat? Er hat lediglich versucht sich auf Kosten der Ostdeutschen zu profilieren und dumme, s...dumme, Witze gerissen. Die kommen natürlich im Westen gut an. Solche Sichtweisen sind alt, verkommen und völlig unnötig.

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suedniedersachse 31.03.2019, 19:11
156. Hm.

Ich musste neulich nach Demmin fahren. Meck-Pomm. Ich fühlte mich nach Verlassen der „alten“ Bundesrepublik unwohl. So richtig viel schöner ist es dort nach 30 Jahren immer noch nicht geworden. Ich kenne die Gegend noch zu DDR Zeiten. Es gibt immer noch unglaublich viele graue verfallene Häuser. Nur die Hauptstraßen sind gut. Nebenstraßen teilweise noch so rott wie vor 31 Jahren bei meinem letzten Besuch dort. Ich fühlte mich erst wieder sicher, als ich über „die Grenze“ zurück war. Komisch oder? Nach Sachsen fahre ich erst gar nicht. Und ich sehe nicht „fremd“ aus. Ein Bundesland mit hohem Nazianteil ist eben wenig einladend. Für die Industrie und für Touristen. Logisch oder?!

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conr0y 31.03.2019, 19:12
157.

Zitat von hackebeilchen
da jault aber der Hund auf dessen Schwanz jemand getreten ist. Sonst in Ihrer Meinungsbildung über andere auch so korrekt wie Sie's hier einfordern möchten ? Und das mit den Bananen war mal. Also ich habe jedenfalls keine Probleme mehr welche zu kaufen. Sie ? Das mit dem Teil in dem behauptet werden soll, dass Ostdeutsche keine richtigen Deutschen seien ....sollten Sie nochmal lesen. Glaube das haben Sie nicht richtig verstanden oder verstehen wollen .
Ich habe sehr wohl verstanden. Herr Kazim taugt noch weniger zum Komiker oder Satiriker als gewisse Provokateure vom rechten Rand.
Schönen Gruß aus Chemnitz

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danmage 31.03.2019, 19:14
158.

Zitat von wahnbert
im Grunde lohnt es nicht wirklich, hier im Forum zu schreiben. Allerdings zeigt mir ihr Beitrag wie intolerant sie eigentlich auf dem ersten Blick sind. Sie bedienen die gleichen Vorurteile, machen gleichzeitig Werbung für ihr Buch. Sie sollten es eigentlich besser wissen. Es wird hier gerne und häufig über den ach so braunen Osten referiert. Ich war beruflich und privat schon sehr häufig dort. Die Menschen sind nicht anders als im Rest der Republik. Sie spalten um Geld zu verdienen, haben sie das nötig?
Ich denke Sie haben den Artikel offensichlich nicht verstanden.
Der Autor schildert die Sache ziemlich differenziert.

Haben Sie erkennbaren Migrationshintergrund? Ansonsten ist ihre Aussage ziemlich inhaltslos. Denn als Urdeutscher werden Sie in einigen östlichen Gegenden nicht wegen ihrer Rasse oder Hautfarbe angemacht.

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bauklotzstauner 31.03.2019, 19:16
159.

Zitat von Rodini
...Deutschlands. Es hat sich schlichtweg nie so ergeben, weder beruflich noch privat. Es ist mir ferner als Europas Süden. Klar, ich würde gern mal als Tourist hin, aber die Ausländerfeindlichkeit (sicher sind nicht alle so) und dieses Pegida stößt mich ehrlich gesagt ab.
Vor Wochen gab es auch mal einen Artikel auf SPON (ich glaube von Margarete Stokowski) , in dem behauptet wurde, daß sich viele Westdeutsche nicht einmal mehr trauen würden, im ICE durch Ostdeutschland zu fahren - es könnte ja jederzeit ein Nazi auftauchen.

Da sieht man mal sehr schön, wie sich Vorurteile zu einer "gefühlten Gewissheit" verfestigen können, die mit der Realität rein gar nichts zu tun hat, die übergroße Mehrheit der Menschen im Osten aber vor den Kopf schlägt.

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