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Lesereise: Der Osten kam in meinen Reiseplänen nicht vor - bis jetzt
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In Ostdeutschland sind Rechtspopulisten besonders stark. Von dort bekommt unser Autor viele Hass-E-Mails. Grund genug für ihn, mal ein paar wütende Dialoge in Sachsen und Thüringen vorzulesen.

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aylin1896 31.03.2019, 14:48
50. Deja vu

Beim Teil mit dem Dialekt habe ich mich schlapp gelacht! In Dresden wollte ich mal was Bestimmtes besorgen. Eine Einheimische meinte, ich solle in die 'Borgerstrasse', wie ich zunächst verstanden habe. Nach paar verwirrendem Hin und Her habe ich realisiert, dass sie die Pragerstrasse meinte. Sorry Sachsen, ich komme aus Hannover ?

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holzdrache 31.03.2019, 14:55
51.

Zitat von telarien
Sie lesen einen Artikel nicht zu Ende, posten aber trotzdem eine Meinung. Und sprechen dann von Niveau? Das Beispiel mit den Bananen stimmt doch. Die Flüchtlinge der DDR kamen nicht nur, sie brachten auch noch ihr marodes Land mit. Ihr Spielgeld wurde 1-1 getauscht und Rente gibts heute aus einem System, in das nie eingezahlt wurde. Der Fakt, dass es dort auch Nicht-Rechte gibt, sei unwidersprochen. Aber diese Menschen sollten dann auch ihre Heimat in Ordnung bringen.
Es ist diese Art von Arroganz, die auch zu einem wenn auch kleinen Teil zur immer noch vorhandenen Spaltung beiträgt. Vielleicht sollte man mal einen Perspektivenwechsel machen und sich vorstellen, man wäre auf der “falschen“ Seite zur Welt gekommen und müsste derartige Kommentare lesen.

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1989er 31.03.2019, 14:58
52. Traurig,

stolz darauf zu sein, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, erstmals im Osten gewesen zu sein.
Und siehe da, der Osten ist viel bunter, als es uns die Medien glaubhaft machen wollen.

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dasfred 31.03.2019, 15:04
53. Irgendwie traurig

Man setzt sich in Bahn, steigt irgendwo in Deutschland aus, setzt sich auf sein Faltrad und erkundet die Umgebung. Und plötzlich kommt man in eine Gegend, da überfällt den Autor ein mulmiges Gefühl. So als geht man durch eine gepflegte Straße und plötzlich steht ein knurrender Wachhund hinterm Tor. Der Hund tut nichts, außer knurren, aber ab da prägt er den Eindruck der ganzen Umgebung.

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suplesse 31.03.2019, 15:09
54. Herr Kazim

Ich mag ihren Schreibstil nicht. Es schwingt immer etwas herablassendes mit. Als wenn es darauf ankäme, was Sie für Vorbehalte, wo auch immer haben.

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shekina_niko 31.03.2019, 15:13
55. Interessanter Bericht

Herr Kazim, ich habe Ihren Reisebericht mit großem Interesse gelesen.

Meine Fragen zu Aussagen wie "Man wünsche sich dringend mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, sagen die Menschen.": Wie könnte diese Unterstützung aussehen? In welcher Form wäre mehr Aufmerksamkeit erwünscht? Das wären Themen für eine groß angelegte Reportage, mit der Spiegel/SPON viel bewegen könnte. Sicherlich würden sie Menschen im Osten wie im Westen anregen. Auch und gerade im Hinblick auf die Landtagswahlen im Herbst sollten sich die PolitikerInnen in den östlichen Bundesländern diese Appelle der Bevölkerung zu Herzen nehmen.

Zur Diskussion über den Dialekt: meine Muttersprache ist Schweizerdeutsch, ich lebe seit vielen Jahren in Deutschland. Obwohl mein Hochdeutsch sehr gut ist, werde ich auf meinen Akzent angesprochen, sobald ich den Mund aufmache. Er wird oft belächelt, der Bonus ist, dass er meist als "niiiiiedlich!" empfunden wird. Mir macht das nichts aus, dieses Phänomen betrifft fast jeden auffallenden Dialekt. Es kommt auch in anderen Ländern oft vor, dass über unterschiedliche Dialekte und Akzente gespöttelt wird. Somit kann sicherlich nicht von einer besonderen Diskriminierung des Sächsischen gesprochen werden.

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ostzoni 31.03.2019, 15:20
56. Fergus Falls, Ostdeutschland

Ehrlich Willkommen im Osten und vielen Dank für diesen Beitrag, Herr Kazim. Die Zeit war wirklich reif für einen SIEGEL- Autor, welcher sich tatsächlich einmal auf dem Weg zu uns zu macht. Sie sind in etwa zur selben Zeit in unser Land hineingeboren, wie ich. Sie sind aus der Perspektive ihres heimatlichen Kulturkreises auch in unserem Land angekommen. Ich nicht. Schon des Dialektes wegen (nicht schlimm, muss selber manchmal drüber lachen). Ich halte mich trotz dieses Makels und dem Einfluss von Frau Honecker auf meine Schulform nicht für ungebildet. Dementsprechend (selbst)kritisch lese ich auch Zeitung. Da steht oft, glaube ich, viel Blödsinn drin. Besonders über uns, hier "drüben". Im Fall Claas Relotius habe ich gelesen, dass man sich beim SPIEGEL nicht erklären kann, wie einem Heer von Korrektoren nicht aufgefallen war, dass der Autor möglicherweise nie in Minnesota war, bevor er über die Leute dort schrieb. Im Beitrag "Die gefälschte Stadt" denke ich oft an Sachsen.
Sie waren tatsächlich hier(hoffe ich), mit Fahrrad. Das war gut so.

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kommentator24de 31.03.2019, 15:20
57. Danke!

Ich bin vor knapp 5 Jahren in den Osten aus dem Westen emigriert und sage "Danke" für das Engagement und den Bericht. Gerne sehr viel mehr realen Austausch hin und her über die alte Mauer! - Für viele Menschen ist das Neuland.

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klaviermann 31.03.2019, 15:23
58. ?

Zitat von blue_surfer77
Dass Sie sich selbst in einem Atemzug mit Salinger erwähnen, ist wirklich ein guter Witz. Vielen Dank dafür.
Das macht er doch gar nicht, wo liegt Ihr Problem?

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inmyopinion61 31.03.2019, 15:25
59. 1989 - 2019

30 Jahre nach der Wende und Einheit wird der Osten entdeckt. Mehr muss man über unsere Gesellschaft nicht sagen.

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