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Lesereise: Der Osten kam in meinen Reiseplänen nicht vor - bis jetzt
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In Ostdeutschland sind Rechtspopulisten besonders stark. Von dort bekommt unser Autor viele Hass-E-Mails. Grund genug für ihn, mal ein paar wütende Dialoge in Sachsen und Thüringen vorzulesen.

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cobaea 31.03.2019, 16:09
80.

Zitat von nine1011
Schon des Öfteren habe ich Herrn Khans:"...dass ich länger in Deutschland lebe, als er" gelesen und es macht mich wütend. Glaubt er das wirklich und feiert sich selbst für diesen dummen Spruch?! Genau das ist das West-Deutsche denken, dass ehem. DDR-Bürger Deutsche 2.Klasse seien und diese ins Land aufgenommen wurden. NEIN. Es haben sich zwei Deutschländer WIEDER-vereinigt. Der Frust in Ost-Deutschland rührt gerade da her, dass DDR-Bürger das Gefühl haben, annektiert worden zu sein. Dass einfach das Westdeutsche System übergestülpt wurde. Obwohl ich Herrn Khan für seine Arbeit schätzen würde, bringt mich seine Einstellung regelmäßig iin Wut, so dass ich von ihm grundsätzlich nichts mehr lesen möchte.
Nein, die zwei "Deutschländer" haben sich rechtlich nicht "wiedervereinigt" - das eine östliche, ist dem westlichen beigetreten - die DDR ist dem Staatsgebiet der BRD beigetreten, wie das Art 23 des Grundgesetzes vorsah. So ist das nun mal. Insofern wurden DDR-Bürger in der BRD "aufgenommen". Weshalb sie das zu Bürgern 2. Klasse machen sollte, erschliesst sich mir nicht. Die DDR wurde auch nicht annektiert, sie trat auf eigenen Willen dem Staatsgebiet der BRD bei. Ob Sie das nun lesen wollen oder nicht, ändert an den Tatsachen nichts. (Viel können Sie vom Autor des Artikels noch nicht gelesen haben, sonst würden Sie wenigstens seinen Namen kennen - "Khan" heisst er nämlich nicht)

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biber01 31.03.2019, 16:12
81. @mach3

Der witzigste Beitrag des ganzen Forums;-))) Hoffentlich konnten Sie diese Zeilen noch lesen, bevor der Strom abgestellt wurde!

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carlitom 31.03.2019, 16:19
82.

Zitat von nocheinbuerger
"Ich schrieb ihm: "Ich wollte Sie noch daran erinnern, dass ihr uns damals bei Aldi die ganzen Bananen weggefressen habt, und ich habe nichts gesagt. Vergessen Sie das nicht, ja?" " Wer ausfallend wird, macht sich in keinem Land der Welt Freunde. Und das ist nichts anderes.
Sie ignorieren dabei, dass das von Ihnen Zitierte eine Reaktion, eine Antwort auf eine dumme Anfeindung war.

Mir gefällt die Aussage auch nicht, aber als Reaktion ist sie verständlich.

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niemandem 31.03.2019, 16:20
83.

Zitat von mach3
Menschen in Freital, die einem den Weg zeigen? unglaublich! Man kann sich das gar nicht vorstellen dass es hier auch Freundlichkeit gibt, hier im Osten, in dem Teil unserer Republik, in dem es keine Bundesländer gibt, sondern nur Himmelsrichtung. Alle sprechen dieses lustige Sächsisch. Hier gibt es auch keine Spiegelleser, sondern nur Ostdeutsche, über die Ihr für Euch schreibt. Alle die von Euch schon freiwillig aus Eigeninteresse und voller Mutes hier waren, sind natürlich gern wieder eingeladen diese Himmelsrichtung erneut zu besuchen, der Rest sei gewarnt. Überall nur Wölfe, Asbest und Nazis. Bringt Essen und Medikamente und am besten einen Dolmetscher mit auf diese Abenteuerreise. Falls die zwei freundlichen Freitaler nicht zu gegen sind, ist eine Landkarte auch nützlich. Jena ist übrigens nicht die einzige Stadt, welche durch Geburtenüberschuss wächst. Leipzig zB auch, aber wie soll man an solche Informationen herankommen wenn man einen Artikel im Spiegel veröffentlicht und sich auf Aussagen Jenaer verlassen muss. Nochmals mein großen Respekt für Ihren Mut und Entdeckergeist den es bedarf im Jahr 2019 in den Osten zu fahren und von Belanglosigkeiten zu berichten. Noch größeren Respekt vor dem Spiegel, der dieses Paradebeispiel investigativen Journalismus hier einfach mal ganz oben platziert. Ich muss leider aufhören, hier wird gleich wieder der Strom abgestellt. VG aus Leipzig.
Herzlich gelacht :D

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carlitom 31.03.2019, 16:21
84.

Zitat von Emderfriese
Sie wollen sagen, alle DDR-Bürger hatten eine doppelte Staatsbürgerschaft...? Warum sind dann so viele "Jammerlappen" da gegen eine solche bei anderen Menschen?
Die meisten DDRler wussten das gar nicht, dass die Bundesrepublik sie immer als ihre Bürger ansah und jedem bei seiner Ankunft hier auch ein grüner bundesrepublikanischer Pass zustand. Hätte ihnen ja auch nichts genutzt, weil sie nicht rüber kamen und die Freiheiten, die ihnen auf der westlichen Seite zugestanden hätten, nicht nutzen konnten.

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cobaea 31.03.2019, 16:22
85.

Zitat von nocheinbuerger
"Ich schrieb ihm: "Ich wollte Sie noch daran erinnern, dass ihr uns damals bei Aldi die ganzen Bananen weggefressen habt, und ich habe nichts gesagt. Vergessen Sie das nicht, ja?" " Wer ausfallend wird, macht sich in keinem Land der Welt Freunde. Und das ist nichts anderes.
Meinen Sie damit jetzt den Herrn, der Herrn Kazim anpöbelte? Denn die Nummer mit den Bananen ist ja erst die satirische Antwort auf die ursprüngliche Pöbelei. Ja, wer ausfallend wir, macht sich keine Freunde...

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Aguirre, der Zorn Gottes 31.03.2019, 16:23
86. Demographie

Jena soll die einzige wachsende ostdeutsche Stadt sein? So ein Blödsinn, seit den frühen 2000ern wachsen auch Rostock und Greifswald wieder stetig, und das sind nur 2 Beispiele, die mir sofort einfallen.

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joachimpeter 31.03.2019, 16:27
87. Warum ich über die Bananen lachen kann

Vielleicht, weil ich selber welche von meinem ersten Westberlinbesuch einen Tag nach der Maueröffnung mitgebracht habe. Für meine Frau, ich hab die noch nie gemocht. Der mit den Westmedien muss allerdings doch ein ulkiger Zeitgenosse sein. Über den hätte man auch in den 80ern nur mit dem Kopf geschüttelt (wenigstens, nachdem er außer Sichtweite war), denn außer denen, den West(funk-)medien tatsächlich verboten waren (Mitglieder unserer "bewaffneten Organe") sah oder hörte sie jeder, und sprach auch öffentlich darüber, wobei dahingestellt sei, ob es Tagesschau und Monitor, die 386. Folge einer seichten Vorabendserie oder die ZDF-Hitparade war. Das waren nicht mehr die Fünfziger, in denen FDJler sich an Westantennen vergingen oder die 60er, als noch ein Lehrer in der Schule fragte, wer oder wessen Eltern Westfernsehn schauen. Naiver- aber auch ehrlicherweise hob ich als einziger die Hand, obwohl die Unkenntnis bestimmter für Grundschüler mehr oder weniger geeigneter West-) Sendungen unter Mitschülern ähnlich bewertet wurde, wie heute der Nichtbesitz eines Smartphones. Aber vielleicht habe ich von der Ehrlichkeit durchaus bewahrt und darf unumwunden zugeben, dass einer, der 89 bereits 25 Jahre in der Bundesrepublik gelebt hat, unabhängig von der Herkunft seiner Eltern, mehr bundesdeutsche Sozialisierung genossen hatte, als mancher aus meiner sächsischen Heimat. Bis heute kann man das allerdings überwunden haben. Man kann.

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dodo132 31.03.2019, 16:30
88. Schwierig

es ist schwierig, hier eine klare Linie zu ziehen. Jena soll politisch eher eine Hochburg der Linken sein, als die Brutstätte der Rechten. Aber die Bevölkerung über einen Kamm zu scheren, hilft auch niemanden weiter. Es wächst zwangsläufig eine neue Generation heran, die sich auch weltoffener zeigen wird.

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andre_36 31.03.2019, 16:31
89.

Zitat von Emderfriese
Sie wollen sagen, alle DDR-Bürger hatten eine doppelte Staatsbürgerschaft...? Warum sind dann so viele "Jammerlappen" da gegen eine solche bei anderen Menschen?
Und in Westdeutschland ist eine überwältigende Mehrheit für die Doppelte Staatsbürgerschaft? Was sollen diese unreflektierten Unterstellungen gegenüber den ostdeutschen Bürgern? Vielleicht recherchieren SIe mal Aussagen von CDU/CSU-Politikern, bezüglich des Themas.

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