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Letzte Talkshow: Und es geht... der Letterman
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6028 Sendungen, 33 Jahre, 12 Emmys: Dave Letterman war der langlebigste, wegweisendste Talkmaster Amerikas. Seine letzte "Late Show" bewies nun aber auch, warum dieses Format längst tot ist.

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rjlegrand 21.05.2015, 10:32
1. Schade

dass der letzte Dinosaurier der TV-Unterhaltung nun auch gegangen ist. König der Plauderer war aber nach meiner Ansicht Johnny Carson, der in meiner Jugend (es gab ihn auf AFN TV) der Inbegriff angloamerikanischen Humors und Esprits (ja, ja, den gab es damals) war. Was für ein Unterschied zu dem "getwiete" heutzutage, aber ich bin ja auch nur ein Relikt aus der TV-Steinzeit...
RG

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TrueSelenis 21.05.2015, 10:35
2. Unsinn

Ich habe ja schon eine Menge schwach begründete und recherchierte Meinungen auf Spiegel Online lesen müssen, aber hierfür habe ich extra einen Account angelegt.

Erklären Sie (der Autor) bitte wie dieses Format der Vergangenheit angehören soll?
Das Format ist von allen großen Sendern in den USA kopiert worden und wird auch erfolgreich fortgeführt und entwickelt.

Es gibt einen signifikanten Generationswechsel mit Jimmy Falon (Tonight Show) und eben dem brillanten Stephen Colbert. Der sich übrigens mit der unerreichten Colbert Show bereits einen internationalen Namen gemacht hat.

Sptephen Colberts Genie ist das, was Oliver Welke mit seinem halbgaren Klon zu erreichen versucht.

Mit Jimmy Kimmel und Conan O'Brian gibt es bereits erfolgreiche Beispiele der neuen Generation.

Gleichzeitig entwickeln hoch einflussreiche meinungsbildner wir John Oliver mit der Last Week Tonight Show das Format zu einer ernsthaften Konkurrenz zu den desaströsen Nachrichten Sendungen in den USA.

Nicht nur sind diese Sendungen unterhaltsamer, als alles, was jemals in Deutschland produziert worden war, sie schaffen auch einen Sprung zum Internet Streaming und on Demand viewing, von dem das deutsche Rentner Fernsehen (ÖR und private) vielleicht in 10 Jahren träumen wird.

Der Autor bewies mit diesem Artikel, dass er kaine Ahnung von der amerikanischen Unterhaltung hat.

Nur weil deutsche Kopien an mangelndem Talent scheiterten, heisst es nicht, dass das Format tot ist oder auch nur schwächelt.

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Anna_KS 21.05.2015, 10:49
3. Ein Stück mediale Jugend

Ein weiteres Stück mediales Fundament meiner Kindheit/Jugend bricht weg. :'-( Weiß noch ziemlich genau wie ich im Zuge der Harald Schmidt Show zwangsläufig auf Letterman aufmerksam wurde und spät nachts auf (ich glaube es war) RTL2 versucht habe jede Sendung (Wdh) zu sehen. Das war der beste Englischunterricht und eine Lehrstunde in angenehm beißenden Humor und purem Entertainment. Harald Schmidt kam leider nie an das lässig charmante, spitzbübische Karma und Interviewfähigkeit eines Letterman, das er anfangs vergeblich versuchte zu kopieren, auch nur ansatzweise heran (er hatte/hat andere Stärken). Es ist einfach jammerschade, dass Deutschland nie jemanden wie Letterman, Leno oder heutztage Fallon (alle Versuche Raabs ihn zu kopieren sind lediglich jämmerlich) hervorbringen wird. Das muss kulturell bedingt sein. Und wenn man als Europäer gern davon spricht, dass die USA keine eigene Kultur hätten, so hat man nicht mitbekommen, dass sie sie seit dem letzten Jahrhundert leben, gestaltet und weltweit geprägt haben. Die heutige Zeit verlangt in Deutschland einen durchaus genialen Böhmermann, der sich aber leider ab und an selbst noch zu ernst nimmt.

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Anna_KS 21.05.2015, 10:58
4. @TrueSelenis

@TrueSelenis, wie Recht Sie doch haben!

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Pierre30 21.05.2015, 10:59
5. Besser als die Pipishows

der Talkmasters und -Mistresses hierzulande zu sein, ist kein Kunststück. Besser als sein naives amerikanisches Publikum zu sein, das machte einen Letterman aus.

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Poseri 21.05.2015, 11:54
6.

Zitat von TrueSelenis
Ich habe ja schon eine Menge schwach begründete und recherchierte Meinungen auf Spiegel Online lesen müssen, aber hierfür habe ich extra einen Account angelegt.
Vielen Dank für Ihren Kommentar, dem ich mich voll anschließen möchte... Sie bringen es auf den Punkt. Letterman verlässt die Bühne aber ein totes Format hinterlässt er bei weitem nicht.

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Hompster 21.05.2015, 11:58
7. Ihrerseits schon längst ergraut...

Tina Fey ist vor ein paar Tagen 45 geworden...

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thomas_c 21.05.2015, 12:27
8.

Ich persönlich fand Letterman langweilig. Aber wenn wir vom "coolsten" Showhost reden, muss meiner Meinung nach Craig Ferguson genannt werden, der die "Late Late Show" leider schon im Dezember abgegeben hat. Und der mindestens ebenso innovativ und originell war wie Letterman. Vor allem, weil er durch seinen Stil das Konzept der abendlichen Talkshow auf sehr spaßige Weise ad absurdum führte.
Über den würde ich gerne mal was lesen!

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koenigludwigiivonbayern 21.05.2015, 12:31
9. Müll

Bei uns habe ich den Eindruck, daß die Privaten ihren Werbekunden beweisen müssen, daß man dem doofen Pöbel jeden Dreck verkaufen kann, wenn man ihn intensiv genug bewirbt und deshalb absichtlich Müll produzieren oder den primitivsten Schrott, den man in den USA kaufen kann, bei uns als "Kult" versuchen, unter die Leute zu bringen. Über die öffentlich-rechtlichen Mainstream-Mietmäuler äußere ich mich garnicht, da kämen mir die Tränen.

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