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Linke Politik: Auf der Suche
Julia Schärdel/ Edition Nautilus

Rechte Ressentiments als Folge eines kaputten Wirtschaftssystems: Die Autorin Julia Fritzsche plädiert in ihrem Buch für eine linke Lebens- und Arbeitswelt, die sich an gesellschaftlichen Werten statt Profit orientiert.

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Bernhard.R 24.03.2019, 19:31
1. Was ist rechts, was links?

Kürzlich habe ich dazu einem AfD Mitglied meine Meinung offeriert. Rechte Politik ist, die Unternehmen finanziell zu begünstigen in der Hoffnung, sie investieren das Geld und schaffen dadurch neue Arbeitsplätze. Linke Politik ist, den Einkommenschwächsten mehr zu geben. Mit der Gewißheit, sie verausgaben das Geld, steigern durch die erhöhte Nachfrage den Umsatz und bewirken neue Arbeitsplätze. Für mich der sympathischere Politikansatz.

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dvd² 24.03.2019, 19:32
2. Linke Phantastereien

Typisch grün-linke Spinnereien, die komplett an der Realität vorbeigehen. U. a. sollte die Autorin dieses Buches auch bemerkt haben, dass die Zahl der social benefits in den letzten jahren inflationär gestiegen ist und in unserem Land die Umverteilung ohne Gegenleistung explodiert. Mit einer "tiefroten und feministischen Antwort" auf den von den linken pauschal verteilten Neoliberalismus würde ganz schnell klar werden, dass die Ansprüche unserer selbsgefälligen, trägen, teils faulen und vor allem verwöhnten Gesellschaft in kürzester Zeit nicht mehr befriedigt werden könnten. Was dann folgt, kann sich jeder selbst ausmalen - die Proteste der Gelbwesten in Frankreich wären dageben fast wie ein Kaffeekränzchen.

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skylarkin 24.03.2019, 19:35
3.

Der Kampf gegen den Neoliberalismus in allen Ehren, aber die Schwärmerei für bunt und Multikuli kann nur jemand empfinden der nicht in einem echten Problemviertel mit 60- 80% Migrantenanteil, Parallelgesellschaften und sozialen Problemen lebt, sondern in einem links-grün-alternativen Viertel mit zwar höherem, aber meist gut integriertem und oft besser gebildeten Migrantenanteil lebt, oder gleich im Wohlstandsviertel. Ich gehe jede Wette ein, dass es so ist.

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salomohn 24.03.2019, 19:45
4. Und wer sind die Linkesten?

Familienunternehmen kümmern sich um ihre Leute, bilden aus, nehmen und intergrieren Zugewanderte gern, planen nachhaltig für sich und ihr Umfeld. Die könnte man fördern. Nicht jedoch die Unternehmen mit Söldnern an der Spitze, ohne soziales Gewissen die Gewinne in der Zeit ihrer Verträge maximiern und dabei die Firma und Menschen kaputtmachen.

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Hoberg 24.03.2019, 19:49
5. kein Problem, ich mach mit

und als Gehalt bekommen meine Mitarbeiter meine ehrliche Anerkennung und von meinen Kunden deren Respekt. Muss reichen. Geld ist ja dann "wert"los.

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holger.heinreich 24.03.2019, 19:50
6. Da hat mal wieder jemand keine Ahnung

Wieso werden soziale Berufe wohl anders bezahlt als Berufe der Industrie? Das eine bringt Geld und das andere kostet Geld. Industrieberufe schaffen Wohlstand und die Mittel, die die Gesellschaft benötig um zu existieren. Die Pflegeberufe kosten Geld, sie existieren, weil jemand das nötige Geld verdient. Die, die das Geld verdienen um die ganzen sozialen Ideale unserer Gesellschaft zu finanzieren, sind die, die wichtig sind. Der Elektroniker und der Ingenieur sind wichtiger für die Gesellschaft als die Sozialarbeiterin oder die Pflegekraft. Denn ohne die beiden Herren gäbe es nicht einmall die Möglichkeit den Staat zu bezahlen. Und was soll der Unsinn mit 4*4 Stunden. Die Dame willl die Leute also zwingen Dinge zu tun und ignoriert, daß Dinge, die getan werden um den Wohlstand für die Gesellschaft zu erarbeiten, mehr als 4 Stunden am Tag brauchen und die Wachzeit soll in bester diktatorischer Tradition gemäß Plan erfolgen, Stalin, Lenin und Marx wären so stolz. Der arme Techniker am Teststand braucht nun eimal für seine Tests und Fehlersuche seine 8h pro Tag, wenn er seine Arbeit erledigen möchte, um Produkt auf dem Markt zu bringen, die Arbeit und Einkommen für die Belegschaft einer Firma sichern. Dem Programmierer und dem Mechatroniker am Fließband geht es auch nicht anders. Beide brauchen mehr als 4 Stunden für ihre Arbeit. Die Dame ignoriert natürlich auch, welche Folgen das für das Exportnation hat, wenn die Arbeit auf einmal doppelt so lang dauert und Konkurrenz nicht schläft. Gewinnmaximierung bedeutet, daß man mit möglichst wenig Aufwand maximalen Gewinn erzielt. Dieses Denken hat die westliche Marktwirtschaft erfolgreicher und umweltfreundlicher werden lassen als die Planwirtschaft. Gewinnmaximierung heißt auch sparsam mit Rohstoffen und anderen Produktionsmitteln umzugehen. Geringe Kosten sind der einfachste Weg, Gewinn zu machen. Aber in der linken Parallelwelt ist das natürlich nicht so. Die Arbeitsteilung ist das Mittel der Wahl, sie schafft geringere Kosten und höhere Qualität. Aber Links hält das ja für ein Märchen. Arbeitsteilung gab es in einem gewissen Umfang schon immer, Handwerker spezialisierten sich selbst im Mittelalter, ein Waffenschmied fertigte andere Dinge als ein Hufschmied.

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Rosenblüte1 24.03.2019, 19:51
7. zum Gemeinwohl beizutragen ist ein Zeichen von Stärke

Vielleicht müssen wir den Zwang zur Profitmaximierung ja auch gar nicht gänzlich aushebeln, sondern ihm nur gesunde Grenzen setzen? In jedem Fall sollten wir ihn durch einen Zwang zum Teilen ergänzen: Nur wenn die Reichen entsprechend ihrer Möglichkeiten zum Gemeinwohl beitragen, können die elementaren Bedürfnisse aller erfüllt werden.

Im Übrigen bin ich stolz darauf, durch Steuern meinen Beitrag zu unserer gemeinsamen Freiheit und Sicherheit zu leisten. Reiche können besonders stolz auf sich sein, weil ihr Beitrag dazu ja um so größer ist. In der Lage zu sein, zum Wohl der Gesellschaft beizutragen, ist ein Zeichen von Stärke – sich darum herumdrücken zu wollen, eines von Schwäche.

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P-Schrauber 24.03.2019, 19:58
8. An der Wirklichkeit vorbei geschrieben

und doch geht es wieder nur um Alimentierung, dem Buntsein und der Utopie der Internationalen Gemengegesellschaft die nur eines erzeugt Unzufriedenheit und Spaltung weil das Basis nach Maslow nämlich Sicherheit und soziale Stabilität zugunsten der Selbstverwiklichkeit und Individualität ersetzt wird. Dabei ist ws genau anders herum, deshalb linke Phantastereien.

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danido 24.03.2019, 20:03
9.

Aha - "Wie sich der strukturell verankerte Zwang zur Profitmaximierung aushebeln lassen soll, lässt Julia Fritzsches Buch allerdings offen. Oder anders formuliert: Das muss aus der Bewegung heraus entschieden werden."

- Da schmeißt irgendwer eine Phantasterei in den Raum und wie es praktisch umzusetzen ist sollen andere ausarbeiten.

Was genaus darf man sich eigentlich unter "gemeinnütziger Tätigkeit" vorstellen? Ist das eine Art Zwang kostenlos für den Staat zu arbeiten, wie im Kommunismus üblich?

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