Forum: Kultur
Literatur von Frauen: "Wir verdienen nicht, in den Bücherregalen unten zu stehen"
Tolga Akmen/ AFP

Bücher von Frauen und Männern werden noch immer unterschiedlich bewertet, ideell wie finanziell. Mit ihrem Laden "Second Shelf" will eine Frau in London das ändern - und den Literatur-Kanon umschreiben.

Seite 1 von 3
Great White Buffaloo 09.11.2019, 21:32
1.

Wenn ich ein Buch lesen will, das Ideologie vermittelt, ist es mir egal, wer es geschrieben hat, Hauptsache die "richtige" Ideologie. Und was ist eine finanzielle Bewertung? Wenn ein Buch von einer Frau weniger Umsatz macht, als ein Vergleichbares eines Mannes, dann muss es teurer werden? Oder eine Kaufverpflichtung ausgesprochen werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
territrades 09.11.2019, 22:26
2. Das stimmt hinten und vorne nicht

Eine kurze Googlesuche liefert die Liste der meistverkauften Autoren. Um Platz 1 streiten sich Shakespeare und Agatha Christie. Danach folgen mit Barbara Cartland und Danielle Steel zwei weitere Frauen. Weiterhin in den Top 10 vertreten sind Enid Blyton und JK Rowling. Letztere ist auch die erste und einzige Autorin, die mit der Schriftstellerei zur Milliardärin geworden ist. Wer sich also da hinstellt und behauptet weibliche Autorinnen würde sich nicht verkaufen, stehen im Regal nur ganz unten etc. der lügt schlicht und einfach. Die Fakten beweisen das Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pinky McBrain 09.11.2019, 22:53
3.

Sie schreibt: "...aber als ich mich an jenem Tag umschaute, sah ich fast nur Männer im Raum, die kauften und verkauften..." Daraus (etwas plump) schließend scheint mir doch eher das Problem zu sein, dass Frauen weniger Bücher kaufen. Irre ich mich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
twister13 10.11.2019, 23:01
4. Qualität siegt

Vor etlichen Jahren gab es eine Initiative von deutschen Musikern die forderten dass deutschsprachige Stücke mehr in den ö.r. Sendeanstalten gespielt werfen müssen, damit die deutsche Sprache nicht erdrückt wird von den ganzen englischen Titeln.

Ausserdem die deutsche Sprache pflegen bla bla bla.
In Wirklichkeit waren die erfolglos und wollten einfach nur ihre Verkäufe puschen und mehr vom Kuchen haben.
Rammstein zum Beispiel hat sowas nicht nötig. Deutschsprachig und megaerfolgreich.

So kommt mir auch die Debatte um Frauen als Autorinnen vor. Eine Fred Vargas findet reissenden Absatz. Donna Leon schreibt praktisch seit Jahrzehnten einen Bestseller nach dem anderen, Rowling ist Milliardärin geworden. Sicher weil sie nichts verkauft.

Das ist doch eine völlig falsche und verlogene Diskussion. Qualität wird gekauft. Und kein Mensch fragt ob das eine Frau oder ein Mann geschrieben hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lothar Matthäus 10.11.2019, 23:04
5. Alphabet

in allen Buchhandlungen, die ich kenne, sind die Bücher alphabetisch sortiert

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptikerin007 10.11.2019, 23:32
6. Zu viel Frauenliteratur

man sieht, der Artikel kommt von einer Frau. Ich empfehle ihr, sie soll des öfteren in ein Bauchladen zu gehen. Von zehn Titeln sind sechs von Frauen geschrieben, mindestens. Ob sie sich gut verkaufen, kann niemand in voraus sagen. Manchmal reicht ein guter Platz in der Spiegel Bestsellerliste oder wie es früher war, der harsche Kritik von Reich-Ranitzki und die Bücher gehen wie warme Semmel.
Und wie hier jemand treffen schreibt, bei der ersten zehn meistverkauften Bücher sind sechs Frauen.
Diese mit Brechstange gebrachte Feminisierung oder Anspruch auf die Feminisierung fängt an zu nerven. Auch mich, olle Feministin

Beitrag melden Antworten / Zitieren
The Great Depression 10.11.2019, 23:56
7. Historische Betrachtung

Historisch gesehen, haben Frauen weniger veröffentlicht (ich sage bewusst nicht geschrieben) als Männer. Das hat selbstverständlich Gründe, ist aber nun mal Tatsache. Wenn es eine Hand voll weiblicher Autoren und unzählige männliche Autoren gibt, ist es nur verständlich, dass heute überwiegend männliche Autoren als Klassiker gelesen werden.
Bei modernen Autoren gibt es kaum noch einen Unterschied, zwischen Männern und Frauen.
Wo also ist das Problem? Man kann auch Probleme erfinden, wenn keine echten existieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mertrager 10.11.2019, 00:02
8. Als aktiver Buchhändler

..kann ich nur sagen.: Bei uns uns auch bei allen Mitstreitern, die ich kenne ist das absolut unzutreffend, dasz Literatur nach Autorengeschlecht sortiert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
freid 10.11.2019, 01:00
9. Bin definiv für die Gleichberechtigung

der Geschlechter, aber viele Feministinnen scheinen doch stark übers Ziel hinauszuschießen.
Damit Schaden diese Menschen ihre n eigenen Intentionen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3