Forum: Kultur
Literaturnobelpreis-Trägerin Alexijewitsch: "In jedem Russen sitzt ein kleiner Putin"
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Die Schriftstellerin Swetlana Alexijewitsch spürt dem Erbe der Sowjetunion in Osteuropa nach und erklärt das Scheitern der Demokratie in Russland und Weißrussland. Porträt über eine Frau, die viele Fragen hat.

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miram-m 08.10.2015, 20:37
60. leider muss ich sie enttäuschen

Zitat von Reiner_Habitus
Sagt ihnen wer? Umfragen in einer Diktatur haben vor allem eins: Sie liefern selten die Wahrheit...... Putin wäre nicht der erste Potentat, der Morgens zu Arbeit fährt und Mittags vorm Erschießungskommando steht......
Das sagen mir meine gut gebildete und junge Verwandten in Moskau, die Putin lieben und verehren. Und viele andere Millionen mit ihnen. Wenn sie russische Foren lesen könnten...

Russen haben mit Jelzin nur Armut und Leid erfahren und mit Putin empfinden sie kleine Fortschritte (zwischen 2008-2014 waren Ölpreise so hoch wie noch nie): steigende Renten, Löhne, Parole so wie "endlich erhebt sich das russische Volk" als Zeichen vom neuen Leben... Er hat in dieser Zeit viele Sympatisanten gewonnen! Die verliert er nicht so schnell, auch wenn Russland sich in der Krise befindet und Inflation den hart erworbenen Wohlstand fast komplett auffrisst.

Erschießungskommando für Putin?! Für wen halten sie den KGB-Mann?))) Er ist bestens vorbereitet, um ein langes, gesundes und erfülltes Leben als Präsident und Oberkommandeur zu haben.
Nur wenn der lieber Gott hilft, das ist die einzige Hoffnung...

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ostborn 08.10.2015, 20:38
61.

Zitat von edelsenf
...wenn sich Deutschland anstrengt dürfte es einwohnermäßig vor Russland stehen. -Russland hat ja viel Land. Vielleicht könnte man die Syrer einfach alle nach Russland schicken um ein neues Syrien zu bilden. So etwas wie Syrien 2.0
Warum sollte man die Syrer nach Russland schicken? Die fühlen sich in ihrer angestammten Heimat viel wohler. Und für deren Rückkehr schafft Russland zur Zeit die Voraussetzungen.
Nicht ausgeschlossen, dass danach viele Syrer nach Russland gehen, zum Beispiel zum Studieren, vielleicht schon im kommenden Jahr ...

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schillerfocke 08.10.2015, 20:42
62. Kultur ist ...

Kultur ist immer politisch, und Literatur meist auch. Wer das nicht verstehen will und in einer Art pavlowschem Reflex die Nobelpreisträgerin als "Russenhasserin" tituliert und ihr quasi den Preis damit aberkennen will, hat tatsächlich einen "kleinen Putin in sich sitzen".

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rudi_ralala 08.10.2015, 20:48
63.

Zitat von Reiner_Habitus
Früchte des Zorns gelesen? Wohl eher nicht. Dann wüssten sie es. .
Auf Steinbeck hätte man kommen können, es steht 4:1.
Leider hatte der den Nobelpreis erst 23 Jahre nach Veröffentlichung von Früchte des Zorns bekommen.
Generell war er gesellschaftskritisch gegenüber des Kapitalismus. Er war eben ein Linker salopp gesagt.
Eigentlich keine Literatur für Sowjetunion - und Russlandhasser.

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bescheiden1 08.10.2015, 20:48
64. ja sie haben Recht,

Zitat von LDaniel
Wirklich. Sie geben hier 1:1 die russische Staatspropaganda wieder und wollen anderen erzählen, sie würden nicht denken und alles vorgekaut bekommen...sorry, aber das ist so abstrus, dass es schon wieder lustig ist. Schauen Sie sich mal die Medien in Russland an - die überbieten sich mit Jubelgesängen auf den geliebten Führer und auf der Straße werden Demonstrationen organsiert, die den Staat unterstützen... . Aber stimmt - unsere Presse ist gleichgeschaltet und unfrei....
und das Eine schließt immer das Andere aus.
Schwarz und Weiß sind beides Farben und das mit den Medien in Russland ist sicher größtenteils wie von Ihnen beschrieben, nicht jeder hat das Geld sich einen Konzern zu kaufen wenn er negativ über ihn berichtet.
Wenn sie über mehrere Sprachen verfügen und diese auch verstehen können und machen sie sich sicher ein Bild darüber. Spiegel oder Bild für Akademiker sind sicher die einzigen wahren Medien.
In Russland leben der Großteil der Bevölkerung Russen, in Korea Koreaner und im Irak Sunniten und Schiiten.
Und all diese Völker dürsten nach den Werten des Manchester Kapitalismus und Imperialismus.
Am deutschen Wesen soll natürlich die ganze Welt genesen.
Wo viel Licht ist meistens auch viel Schatten.

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miram-m 08.10.2015, 20:51
65. ein Mißgriff sieht wohl anders aus

Zitat von +LY
Das Leid und die bitteren Erfahrungen der Russen münden zuallererst in ein tiefes Mißtrauen gegenüber dem Westen, besonders gegen die USA, münden in einer ausgeprägten Vorsicht und Wachsamkeit und dem Willen nach Stärke der eigenen Nation. Das ist die Wahrheit, und wir sollten dies respektieren und nachfragen, ob die USA z.b. anders mit ihrem Leid umgehen. Insofern wiedermal ein Mißgriff mit der jetzigen Trägerin des Nobelpreises.
Ihre Auszeichnungen (Quelle Wiki):
1984: Nikolai-Ostrowski-Literaturpreis
1985: Fedin-Literaturpreis
1986: Lenin-Komsomol-Preis (für das Buch Der Krieg hat kein weibliches Gesicht)
1996: Tucholsky-Preis des schwedischen P.E.N.[13]
1998: Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (Hauptpreis)
1998: Das politische Buch, Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung
1999: Herder-Preis
2001: Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis
2005: National Book Critics Circle Award (Kategorie Sachbuch)
2011: Ryszard-Kapuścińki-Preis für literarische Reportagen, Polen für die polnische Übersetzung von Der Krieg hat kein weibliches Gesicht
2013: Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
(überreicht am 13. Oktober 2013 in der Frankfurter Paulskirche)
2013: Prix Médicis essai für La fin de l’homme rouge
2015: Nobelpreis für Literatur

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hagedash 08.10.2015, 20:57
66. Literatur Nobelpreis

Sind das nicht eher literarische Reportagen?
Es heißt Literatur Nobelpreis und nicht Pulitzer Preis. Was ist mit Atwood, Murakami und Roth?

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russint 08.10.2015, 21:08
67. In jedem Russen sitzt ein Putin?

Und in jedem Deutschen ein Merkel? Na dann haben Russen aber mehr Glück!

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karlomari 08.10.2015, 21:12
68.

Zitat von LDaniel
1 Sie sind ein gutes Beispiel dafür, was diese Frau meint: 2 In den russischen Medien gibt es keine Kritik an Putin oder seiner Politik. 3 Unsere Medien sind voll mit Kritik an unserer Politik... . 4 Die Freiheit eines Landes erkennt man daran, wieviel Kritik und Widerstand die Poltik abbekommt - in
1 Sie meint eher Leute wie Sie, die alles abnicken und alles glauben nur weil in 5 verschiedenen Zeitungen steht.
Dabei ist es immer die gleiche Quelle.

2. Schon mal überhaupt was anderes als die Bild gelesen.

3. Unsere Medien loben eine unfähige Kanzlerin in den höchsten Tönen. Kohl würde sich heute, im Einklang mit Augstein, bestimmt fragen, mit welchen Mitteln Merkel den Spiegel von ihrer Regierungsfähigkeit überzeugt hat.
Es bleiben da wohl nur zwei als Auswahl´. ;-)

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russint 08.10.2015, 21:13
69. Ein Kompliment für Russen?

Da haben Russen Glück gehabt, Deutsche haben ein Merkel drin sitzen...

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