Forum: Kultur
Literaturnobelpreis-Verleihung: Bob Dylan kommt nicht nach Stockholm
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im_ernst_56 16.11.2016, 23:04
60. Die Ungnade der späten Geburt

Zitat von babobobu
Sie meinen also, dass Bob Dylan ohne Wolfgang N. von BAB in Europa unbekannt wäre? Woher nehmen Sie ihre Einschätzung? Weil Heintje, Roberto Blanco und Helene Fischer noch nie - so weit ich weiß - einen song von ihm gecovert haben? Verzeihen, lieber Heintje, Roberto Blanco und Helene Fischer, dass ich ihre Namen so als gänzlich Unbeteiligte hier eingeführt habe, aber ich glaube, dass Sie genügend Selbstbewußtsein und gleichzeitig Demut haben, um sich meiner Frage anzuschließen: Woher nimmt eigentlich so ein Politbarometer die Dreistigkeit, Bob Dylan mit Wolfgang N. in eine Reihe zu stellen (genauer gesagt - hinter ihn)? Bei Dylon stellen wir uns gerne 15 Reihen hinter ihm an! Und, lieber Wolfgang N. - sie hätten daran wohl auch nichts auszusetzen, gell?! - Oh Mann, was sich mache Pop-Kenner doch einbilden!
Es gibt Menschen, die ihre musikalische Sozialisation in den 1980er Jahren erfahren haben und daher nicht wissen, dass Bob Dylan schon vor Wolfgang Niedecken ziemlich bekannt war. Ich würde das die Ungnade der späten Geburt nennen. Allerdings sollte man sich dann nicht zu dem Thema Dylan äußern, sondern sich vielleicht auf Depeche Mode etc. konzentrieren.
P.S. Jeder der schon mal einem Dylan-Konzert beigewohnt hat weiß, dass "his Bobness" ein ziemlich arrogantes A. sein kann, wenn er gerade keine Lust hat. Von daher ist seine Reaktion nicht so ganz überraschend. Im Übrigen schließe ich mich denjenigen an, die Cohen den Preis gegönnt hätten, schon deshalb, weil Cohen seinem eigenen Selbstverständnis nach Schriftsteller und Poet war, der nur deshalb zur Gitarre gegriffen hat, weil sich Lyrik in gesungener Form besser verkauft. Und Cohen wäre, wenn ihm nicht der Tod dazwischen gekommen wäre, sicher zur Preisverleihung erschienen und hätte sich formvollendet bedankt.

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SigismundRuestig 16.11.2016, 23:09
61. Das wichtige von dem Unwichtigen unterscheiden!

Was gibt es Schöneres als einen Künstler, der mit Worten und Tönen den Gipfel der Fantasien erklimmen kann? Alles andere ist unwichtig.

"Worte erzählen Geschichten.
Töne formen Melodien.
Passen Worte und Töne zusammen,
ist´s der Gipfel der Fantasien."

https://youtu.be/yHOmSKUYNPY

Viel Spaß beim Anhören!

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irgendwieundsowieso 16.11.2016, 23:17
62. Dann schleich di hoit...

... sagen wir in Bayern. Eine so arrogante Missachtung des Komitees gab es wohl noch nie. Preise wurden aus anderen Gründen abgelehnt, aber Arroganz oder Ignoranz? Nein! Ich stimme mit "Panzerknacker 51"- widerruft die Vergabe und gebt sie posthum Leonard Cohen! Er hat den Preis verdient - nicht dieser Bänkelsänger!

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material.world.paranoia 16.11.2016, 23:18
63. Die Art zu kommunizieren...

scheint wenig glücklich, wenn ich mir durch die Artikel auf Spon ein Bild erlauben kann. Trotzdem mag es doch sein, dass er wichtigere Termine hat. Vermutlich kennt auch Hr. Dylan Menschen die z.B. krank werden können und bei denen er dann in der Nähe verweilen möchte. Nur so eine Idee. Ob er es dann kommuniziert bleibt immer noch ihm überlassen (hätte allerdings natürlich für mehr Verständnis gesorgt, falls es derartiges ist).

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einszweidreivierfünf 16.11.2016, 23:21
64. Kommt unsympathisch rüber

Man kann die Causa sehen, wie man will, aber es kommt einfach unsympathisch und respektlos rüber, wie Bob Dylan sich verhält. Es fehlt schlicht an einer Positionierung. Will er den Preis, erkennt er die Bedeutung an, ist es ihm egal? Kindergarten ! Es geht ja nun einmal nicht nur um Dylan persönlich. Aber egal. Menschen sind fehlbar, da können Sie noch so gute Kunst gemacht haben.

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2cv 16.11.2016, 23:22
65. Spekulatius....

....schon mal jemand über gesundheitliche Gründe nachgedacht? Nicht jeder will das haarklein in der Öffentlichkeit ausbreiten. Es erinnert mich daran, daß eine Arbeitskollegin namens "Krüger" in einem früheren Job zu ihrem 30. Geburtstag damit überrascht wurde, daß der Arbeitgeber ihr einen "Krügerrand" schenkte. Und sie dann anschließend das versteuern durfte... no fun.

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Nudolf 16.11.2016, 23:32
66. Unverschämte Missachtung

Hätte Dylan den Preis abgelehnt, dann hätte er meinen Respekt gehabt. So aber ist mir sein Verhalten in seiner Arroganz zuwider. Unterm Strich ist es auch eine Verhöhnung derer, die den Preis auch verdient gehabt hätten und damit etwas anzufangen gewusst hätten.

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SPONtisprüche 16.11.2016, 23:36
67. Nobelpreis? Überholt!

Wen juckt ein Nobelpreis überhaupt noch - ausser den Preisträgern und der Nobel-Stiftung? Spätestens seit der voreiligen Vergabe des Friedensnobelpreises an Barak Obama, der Osama Bin Laden ohne Gerichtsurteil in einem fremden Land von einem Killerkommando hinrichten liess und den Drohnenkrieg, der das Töten zu einem Videospiel mit Cola und Chips degradiert, angeordnet hat, sind die Entscheidungen doch nicht mehr ernst zu nehmen. Aber wenn Bob Dylan das ähnlich sähe, wäre es nur kosequent gewesen, den Preis nicht anzunehmen. So hingegen ist es Kindergarten-Niveau.

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wiebitte 16.11.2016, 23:37
68. Ich fang mal mit mir an

Ich, beileibe kein Dylan-Fan (eher musikalisch begründet) verstehe dennoch den ganzen Disput nicht. Ein angeblich verehrungswürdiges Komitee dem man mit Demut gegenüber zu treten hat, so es einen bedenkt, befindet einen Kandidaten für preiswürdig - dieser entschuldigt sich, dass er den Preis nicht eigenhändig entgegennehmen kann und darüber entrüstet sich die halbe Welt??? Gibt es keine anderen Probleme??? Auch für Dylan gilt meinerseits: It's only rock'n'roll but I like it. In diesem Sinne: ride on brother, ride on! Mit oder ohne Preis. Who cares?

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timi_moon 16.11.2016, 23:44
69.

Zitat von behemoth1
Mit der Zeit sollten es alle schon mitbekommen haben, dass dieser Preis an den falschen gehen wird, denn Bob Dylan ist sich der Ehre nicht bewußt, sonst hätte er sich ganz anders verhalten.
Kleingeistiges Gemotze hier. Seit wann bekommt man Nobelpreise für Verhalten? Wie kommen Sie darauf, dass sich Dylan an Ihren Verhaltensmaßstäben orientieren muss? Stellen Sie sich mal vor, wir leben in einer freien Welt, noch, und jeder kann tun, was er für richtig hält. Sogar Bob Dylan

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