Forum: Kultur
Literaturstar Knausgård in Hamburg: Der Mann, der sein Übelstes preisgibt
André Løyning

Und wie ist er so? Gerade weil er in seiner autobiografischen Buchreihe so viel von sich verrät, ist der Norweger Karl Ove Knausgård zum Autorenmythos geworden. Nun las er in Hamburg - und berichtete vom ausgestreckten Mittelfinger.

chuckal 30.09.2015, 10:11
1. Werbung

Falls dieser Artikel eine Werbung sein sollte, hat er sein Ziel aber gründlich verfehlt. Das klingt alles so epigonal und überholt. Nichts ist in diesen Tagen bedeutungsloser, als die ewig gleiche Nabelschau der Wohlstandskinder.
Alles, was es über die bürgerliche Gesellschaft zu lesen gibt, hat Proust bereits geschrieben und wenn man es moderner möchte, findet man volle Regale.
Da braucht es diesen Hype um einen Fosse-Schüler (dass der ihn nicht leiden kann, spricht allerdings für ihn, denn Fosse ist der schlimmste von all diesen Langweilern) nun wirklich nicht.

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melmag 30.09.2015, 10:11
2. Charles Bukowski

den hab ich in den späten 70ern entdeckt und verschlungen. Ich wette Herr Kneusgoor auch. Leute, die sich öffentlich selbst zerfleischen sind nix neues, auch wenn sie aus der Wäsche schauen wie ein Psychopath. Aber Glückwunsch, er findet ja sein Publikum.

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moleblind 30.09.2015, 10:39
3. Ein Meisterwerk

Eines der besten und berührendsten literarischen Biographien, die ich je gelesen habe. Völlig anders als Proust natürlich. Wer von verächtlich von "Nabelschau der Wohlstandskinder " spricht (s.o. chuckal), zeigt nur, dass der das Werk entweder gar nicht gelesen oder - schlimmer - nicht verstanden hat.

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zafoilyx 30.09.2015, 11:08
4. Hm,

wenn ich richtig gelesen habe gab es bei dieser Lesung lange Passagen in Norwegisch. Das wäre nichts für mich. Auch der Umgang des Autors mit der Privatsphäre seiner Protagonisten ist problematisch. Dazu gesellt sich der mißlungene Titel der Buchreihe.

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chuckal 30.09.2015, 11:47
5. Klar.

Zitat von moleblind
Eines der besten und berührendsten literarischen Biographien, die ich je gelesen habe. Völlig anders als Proust natürlich. Wer von verächtlich von "Nabelschau der Wohlstandskinder " spricht (s.o. chuckal), zeigt nur, dass der das Werk entweder gar nicht gelesen oder - schlimmer - nicht verstanden hat.
In meinem Fall - am Schlimmsten - Beides.
Aber Fosse, den kenne ich und wer da studieren geht, muss ein Wohlstandskind sein.
Na und nun mal ehrlich; Sie müssen mir doch zugestehen, dass sämtliche hier erschienenen Besprechungen doch sehr deutlich diesen Punkt beschreiben. Man will ihm ja schließlich kein Stück Brot und eine Schale Reis reichen, sondern Kleenex und Sonnenbrille.
Aber das hab ich alter Holden Caulfield Kumpel wohl auch wieder nicht richtig verstanden.

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