Forum: Kultur
Machtgierige Menschen: Ihr müsst alle sterben
imago/xim.gs

Was sind das eigentlich für Menschen, die alles besitzen und alle kontrollieren wollen? Das alberne Streben nach Macht vergiftet die Gesellschaft. Zum Glück gibt es dagegen ein Mittel.

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B!ld 10.06.2017, 21:05
110. Joa, aber ...

.... der komplette Verfall von Menschlichkeit hat lange schon stattgefunden. Schön, noch mal darauf hinzuweisen, dass der Verfall von Oben kommt, dass erspart einem das schlechte Gewissen. Was ist eigentlich mit dem in der Überschrift versprochenen Gegenmittel?

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grashalm 10.06.2017, 21:19
111. es noch viel einfacher

Zitat von Useless_User
...ist eine proto-Stalinistische Chimäre, ein sozialistisches Märchen. Wie auch in der Natur setzt sich die oder der Bessere durch. Wer nichts leistet und zu hasenfüßig ist, mehr Macht und Vermögen anzustreben, darf sich nicht wundern, zurückzubleiben. So einfach ist das.
Hiesige Lebewesen sind in Natur eingebunden. Zusammen liesse sich der "Lebenskampf" in moderner Zeit für alles relativ beglückend führen. Es liegt doch auf der Hand, dass materieller Reichtum limitiert sein soll, um solche Verschwendungs- Excesse nicht wieder aufkommen zu lassen. Jede Produkte- Verantwortung ist der Natur geschuldet, römisch gesetzliches Verhalten, für ausschliessliches profiwirtschaften, sieht man ja wie richtig krank das macht.

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atmin 10.06.2017, 21:47
112. Jetzt schon?

Liebe Sibylle, zunächst Respekt! Aber meinst Du nicht, daß das etwas früh kommt? Das Schöne an Idioten ist schließlich, daß sie sich irgendwann sowie unweigerlich selbst widerlegen. Deswegen sollte es uns vor allem darauf ankommen, einen Tick früher zu sein bzw. sein zu können. Eben bevor die Idioten alles in Schutt und Asche legen. Alles andere scheint mir wie Jammern auf wahrscheinlich sogar hohem Niveau.

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Lykanthrop_ 10.06.2017, 21:49
113.

Zitat von PunktKommaStrich0
Merken Sie eigentlich, das Sie den entscheidenden Kern der Beiträge gar nicht erfassen? Es geht überhaupt nicht um eine Rundumwohlversorgung, sondern die Gerechtigkeitsdebatte wird geführt. Ich bin überrascht, das elitäre Teilnehmer unserer Gesellschaft erneut gar nicht begreifen, was sich da zusammenbraut. Was die Foristen Ihnen zu sagen versuchen ist nicht: Wir wollen mehr. Was die Foristen zu sagen versuchen ist: Wir wollen eine gerechtere Verteilung. Es geht nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen. Sondern darum, die Verhältnisse... wieder ins Verhältnis zu setzen. Das Schlaraffenland, von dem Sie hier seit Stunden herumerzählen, das gibt es nämlich. Für die, die angeblich Verantwortung tragen. Wie schwer die wiegt, sehen die Menschen, wenn es darum geht, diese einzulösen. Glauben Sie denn allen Ernstes, Sie haben neben dem Geld auch noch die moralische Hoheit? Meine Güte, die Hybris ist wirklich größer, als ich gemeinhin annahm.
Das Schlaraffenland gibt es nicht, ohne Fleiß kein Preis bzw. Armut für alle. Ein fuktionierender Sozialismus bedeutet viel Arbeit für jeden, im unterschied zum Kapitalismus allerdings miteinander nicht gegeneinander. Die Konkurrenz liegt allerdings in unserer Natur, geb ich zu, diese zu überwinden wäre eine epochale, kulturelle Leistung, die vielleicht für Ewig an dem Tier in uns scheitert.

An alle verfechter des Neoliberalismus und Representanten der vermeindlichen Leistungsträger, ohne den so gescholtenen Staat, also das sozialistische, steuergierige Wir wäre unser Wirtschaftssytem 2008 schon zusammengebrochen, denkt bitte etwas weiter. Vieles ist Leistung und Leistung kann unterschiedlich organisiert werden.

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PunktKommaStrich0 10.06.2017, 21:52
114.

Zitat von Useless_User
...ist eine proto-Stalinistische Chimäre, ein sozialistisches Märchen. Wie auch in der Natur setzt sich die oder der Bessere durch. Wer nichts leistet und zu hasenfüßig ist, mehr Macht und Vermögen anzustreben, darf sich nicht wundern, zurückzubleiben. So einfach ist das.
Was haben Sie denn nur für eine Angst? Das ist ja nachgeradezu Wahnsinn. Kommen Sie Mal ein Stück runter von Ihrer Rhetorikschiene. Das Sie nicht einfach in die Lüfte abheben, wenn es ungemütlich wird, ist sicher nicht nur mir klar. Zur materiellen Unabhängigkeit fehlt die ironische Distanz. Was aber sicher ebenfalls richtig ist - Sie werden nicht gleich zu den ersten gehören, die gefressen werden. Also beruhigen Sie sich. Sie leben heute - es dauert noch ein bisschen bis zum nächsten globalen Rums.

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lars_kaeker 10.06.2017, 22:04
115.

Mal wieder so eine feministische Schreibe. Da steht aber nichts drin von Hillary Clintons vergeblichem Versuch, die mächtigste Frau der Welt zu werden. Oder von Angela Merkel im Duett mit Ursula von der Leyen. Oder der Kriegspolitik der einstigen britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Oder dem Machthunger einer Margot Honecker. Oder davon, wie Leni Riefenstahl durch ihre Propagandafilme das Nazi-Regime unterstützt hat, oder oder oder ... Aber das stört nur die eigene Überzeugung, also blendet man es eben aus. Wenn die Tatsachen nicht zur Theorie passen, umso schlimmer für die Tatsachen ;-)

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demokratie-troll 10.06.2017, 22:09
116. Das gute Leben für uns

Wer Macht ausübt, dem geht es gut, er kann seine Interessen durchsetzen und die Risiken seiner Entscheidungen auf andere abwälzen. Ob er sich einen Orgasmus von da herholt, steht auf einem anderen Blatt, es dürfte eher die perverse Ausnahme sein.
Ab einem gewissen Punkt wird Macht zur Gewohnheit, die Leute wälzen sich sprichwörtlich vor einem am Boden, um ihren Anteil zu bekommen am dem Glanz und der Herausgehobenheit, die die Herrschaft über die Geschicke anderer mit sich bringt. Und wie bei aller Gewohnheit, wenn jemand plötzlich sagt, das geht so nicht, wird dies als ein persönlicher Angriff auf die eigene Identität wahrgenommen. So kommt der Krieg in die Welt.

Es gibt im Kapitalismus zuviele, die sehrgut davon leben, dass es einer Menge von Leuten schlecht ergeht. All die Betrüger, Scharlatane und privilegierten Schmarotzer an den Hebeln der Macht folgen im Prinzip ihrem Überlebenstrieb, wenn sie auf der Hühnerleiter der Hierarchie auf den Platz streben, von dem aus das Huhn nach unten scheißt. Würden für ihre windigen Spekulationen auf Kosten der Menschheit nicht andere bezahlen müssen, ginge es ihnen schlecht auf der Welt.

Die aber, die sie nicht daran hindern, ihr Unwesen immer weiter zu treiben, wähnen sich nicht davon betroffen, wenn es anderen schlecht ergeht. Sie glauben vielmehr, um soviel wertvoller zu sein als die Geschundenen und Gelackmeierten, deren Existenz ihnen egal ist, weil es bequem ist, zu ignorieren, was die Gesellschaft in den Abgrund treibt.
Das gute Leben für uns darf den andern das Leben kosten. Auf diesen Faschismus läuft es immer hinaus.

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albboth 10.06.2017, 22:23
117. Anti-Narzisst - ein Gegenentwurf

Narziss verliebte sich in sein Spiegelbild, das auf der Wasserfläche erschien. Er wusste nicht, dass es sein Spiegelbild war, er war einfach hingerissen von der erblickten Schönheit. Das was die göttliche Strafe dafür, dass er die Nymphe Echo missachtet hatte, wie sie in ihn verliebt war.

Der Narzisst will überall nur sich selbst sehen, von sich selbst betört sein. Es kümmert ihn wenig oder gar nicht, wie es kommt, ob er Gutes oder Zerstörerisches bewirkt. Hauptsache, er steht im Mittelpunkt, von seiner subjektiven Sicht aus gesehen. Er braucht immer Beweise und Bestätigungen für was von ihm kommt und wird zum rechten Selbstaufbläser. Falls er es weit bringt, vielleicht ein Star, ein Held, ein Idol, ein Tyrann oder ein Prophet. Der Rummel um sich gehört für ihn zum Geschäft.

Der Anti-Narzisst will genau das nicht: Bloss nicht gross auffallen, sondern möglichst unsichtbar / unerkannt bleiben. Er will seine Ruhe haben, um seine Gedanken und Gefühle erforschen zu können, um sein Sein erarbeiten zu können. Dabei will er schon wirken in der Welt. Wenn er was sieht, kann es sein, dass es ein Stück von ihm ist, aber beweisen kann und will er es nicht. Das frustriert schon mal, aber ihm ist wichtiger, dass es da ist. Und wenn es anders kam als nur durch ihn, dann ist es ihm eigentlich noch lieber, weil dann ist er nicht allein auf dem Weg und kann rufen: „Heureka, es liegt an der Zeit“. Das kann er aber noch weniger beweisen.
Solche Selbstlosigkeit hält er nur aus, weil seine Innenleben so reich sind, und weil gute Beziehungen ihn in der realen Aussenwelt begleiten.

Anti-Narziss betrachtet gelassen sein Spiegelbild. Er schlägt auf die Wasserfläche, lässt die Facetten des Kaleidoskops wandern und ist begeistert von dem Schauspiel. Nebenan Narziss hängt statisch immer an seinem Konterfei, das er selbst und doch nicht er selbst ist. Er verzehrt sich nach sich selbst bis zur Selbstzerstörung. Die heute vergessene Nymphe Dynamique, die Schwester von Echo, beobachtet Antinarziss und lädt die Wasserbildchen des Kaleidoskop mit Energie auf. Antinarziss schaut Dynamique an und beide treffen Pan, um hier und dort umherzustreifen.

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curiosus_ 10.06.2017, 22:52
118. Frau Berg, einen...

...Bereich haben Sie noch ausgespart. Vielleicht deshalb, weil Ihnen als Schweizerin der etwas fern liegt. Das vorgeblich alternativlose politische Bestreben zu immer größeren und mächtigeren Strukturen.

Nichts anderes ist nämlich die Ausbildung und weiter geforderte Vertiefung der EU. Mit der Begründung, dass man in der globalisierten Welt neben den übermächtigen Großen (USA, China, Russland, vielleicht irgend wann mal auch noch Indien) nur bestehen könnte wenn man selber groß wird. Auch da gilt für die Protagonisten:

Menschen, die alles besitzen und alle kontrollieren wollen. ....Macht. Dem absurd albernen Bestreben unsterblich zu werden.

Alles selbstverständlich nur zu unserem Besten. Und als Begründung für die Notwendigkeit wird die Macht der Anderen aufgeführt. Ein Widerspruch in sich. Die Macht der Anderen wirkt bedrohlich, deshalb muss man für die Anderen ebenso bedrohlich werden. Ein circulus vitiosus.

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Haudegen 10.06.2017, 22:57
119. Die Hauptrolle spielt die Vergänglichkeit ...

aber wer Macht hat, der "Macht" sich was vor und das funktioniert augenscheinlich besser bei vielen Menschen, als alles Andere was Mensch erstreben kann. Warum ist das so? Weil man Kontrolle hat - über Vieles - aber nicht über die Vergänglichkeit. Hier setzen dann auch die Religionen an und suggerieren den Gläubigen, sie hätten Macht über einen Gott, der ihnen zu Diensten ist weil er sie über das Gebet erhört. Wieviel genug ist, muss jede/r für sich selbst entscheiden. Je Weniger man für sich selbst braucht, um so mehr Freiraum gewinnt man, um bewusst zu leben was man ist: Ein vergängliches Phänomen. Dadurch werden Augenblicke zur Ewigkeit, die kein Machthunger je erleben wird. Eigentum belastet nun mal, je größer es ist. Die Angst des Kontrollverlustes kommt hinzu und die Angst davor, das jemand Anderes Besser ist und einen verdrängt. Dabei ist das Scheitern nicht aufzuhalten, denn Altern und dem damit verbundenem Siechtum (der Sinne) kann man nicht entrinnen - es sei denn, man scheitert vorher! Mächtige müssen sich selbst und Anderen ihre Macht ständig beweisen, denn damit reflektieren sie den Grad ihrer Macht. Die wirklich glücklichen Momente in meinem Leben habe ich mir nie kaufen können. Der mächtigste Mensch ist eigentlich der, der seine eigene Gier so für sich reformiert hat, dass er sie belächeln kann. Diese Art von Macht wohnt aber nur in einem selbst und sie ist auch frei davon, sich vor Anderen beweisen zu müssen. Dabei wird erlebt, das jeder Mensch ein eigenes Universum ist - und .... was will man denn noch mehr? MfG

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