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Madonna beim ESC: Die größte Zeremonienmeisterin der Gay Culture
Orit Pnini/ KAN/ AFP

Madonna wurde für ihren Auftritt beim Eurovision Song Contest verspottet. Doch dort geht es nicht um Gesangstalente, sondern um ein Lebensgefühl, um Toleranz. Das zelebrierte sie beim queeren Superbowl perfekt.

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steppenwolf81 21.05.2019, 06:07
40. Wunschdenken

Da fantasiert sich der Kolumnist aber hübsch was zusammen, verbindet wahllos Schnüre um Zusammenhänge zu konstruieren, gewürzt mit deutungsschweren Zuschreibungen auf die man erst einmal kommen muss. Als ob ein windiger PR-Berater das Desaster noch retten will. Nein! Madonna und insbesondere ihr Lied "Like a Prayer" sind legendär, zeitgeschichtlich eingeordnet ein absoluter Verdienst. Und so möchte ich mich gern weiter an sie erinnern. Im sichtbaren Niedergang, physisch und künstlerisch, sich zur Schießbudenfigur zu machen - das nur hätte sie sich und der Welt ersparen können. Jeder Künstler ihres Formates (und gesunder Brieftasche) hat die Freiheit, etwas auch mal nicht oder ganz anders zu tun, gesichtswahrend.
Beim ESC-Beitrag Australiens erinnerte ich mich direkt wohlig an Kate Bush, und daran, dass sie früher wie noch heute einzig der Kunst verschrieben ist, die Jahre nutzt um Kunst zu pflegen und weiterhin grandios ist. Was ist nun Madonna gegen diese bedachtsame, qualitative Beständigkeit? Leider nur noch Abermillionen Dollar schwerer.

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Hexavalentes Chrom 21.05.2019, 07:55
41. Madonna maculata

Queere Supergöttin: Das ist natürlich auch ein Achievement. Ganz so, wie es das Jodeldiplom ja schon lange ist. Die queere Peergroup allerdings dürfte in ihrem monströsen Faible für alles Junge und Makellose in Scharen vom Glauben abfallen. Schließlich gilt als oberstes Gebot: Fehlerlos geil. So bleibt Oberst Böckl als kaiserliche Avon-Beraterin unangetastet die Königin des Pop. Immakulat in jeder Hinsicht. Und absolut unf*ckbar. Majestät!

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xxzxcuzx me 21.05.2019, 08:05
42. Für manche SPON Autoren habe ich nur noch Mitleid übrig...

Alles muss eine Agenda haben. Sache X muss über race, gender, sexuality, etc. durchleutet werden. Der Künstler wird nicht mehr an seinem künstlerischen Schaffen bemessen sondern wie er stark er die Mainstream-Agenda durchbringt. Vergessen wir an der Stelle auch, dass die Marketingstrategien von quasi jedem großen Konzern die Kognition von Hypermoral und Understandment ist. Einfach nur noch traurig wie vermeintlich, intellektuelle junge und kritische Menschen die lautesten Blöker in der Schafherde geworden sind.

Naja, in ein paar Jahren werde ich sowas wohl mit Klarnamen posten müssen und noch ein paar Jahre drauf und 30 Minuten nach einem Forumsbeitrag und es klopft an meiner Tür. Eine schöne neue Welt.

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sixtymirror 21.05.2019, 08:55
43. Enthaupten, Erhängen, Verbrennen

In was für eine Schlammgrube bin ich hier geraten? Ich habe den Eindruck, die Mehrheit der Forumsteinehmer bräuchte dringend öffentliche Vollstreckungen der Todesstrafe für ihr Wohlbefinden. Tut mir Leid, dass ich selbst 2 Beiträge in diesem Reich des Grauens veröffentlicht habe. Mögen diese Menschen vom Blitz erschlagen werden. Aber eigentlich wäre das zu gnädig.

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thor-truppel 21.05.2019, 09:18
44. Entlarvt

Hätte ihr Auftritt "allen" Erwartungen entsprochen, würde sich niemand mehr heute darüber unterhalten. So hat sie es geschafft, auf YouTube auf Platz eins zu kommen. Zeitgleich hat sie eine Debatte los getreten, mehrheitlich unter Leuten, die sie weder hören noch jemals den ESC gesehen haben. Dann hat sie sich den Auftritt auch noch bezahlen lassen. Eine bessere Werbung kann sie doch für das neu Album gar nicht bekommen. Respekt, Madonna! Das zeigt nur, wie relevant sie nach fast 40 Jahren Showgeschäft immer noch ist, wenn sich alle - sogar der Spiegel - über sie aufregt und das Ende der Karriere voraussagt. Das entlarvt sie alle, die im Netz breit meckern und Stimmung gegen sie machen. Teilt nur weiter fleißig und schreibt. Denn schlechte Werbung ist auch Werbung und kann gar nicht genug unterschätz werden. Ich finde es amüsant und Madonna muss nicht so viel Geld für teuere Werbekampagnen ausgeben.

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Hexavalentes Chrom 21.05.2019, 09:23
45. Madonna - kenn ich nicht

Zitat von sixtymirror
In was für eine Schlammgrube bin ich hier geraten? Ich habe den Eindruck, die Mehrheit der Forumsteinehmer bräuchte dringend öffentliche Vollstreckungen der Todesstrafe für ihr Wohlbefinden. Tut mir Leid, dass ich selbst 2 Beiträge in diesem Reich des Grauens veröffentlicht habe. Mögen diese Menschen vom Blitz erschlagen werden. Aber eigentlich wäre das zu gnädig.
Bleiben Sie entspannt. Es ist eher wie im Hühnerstall. Die queere Supergöttin hat das Super verraten und damit das Queer. Jetzt wird sie halt gehackt und gepickt. Völlig normal! Die Community wähnt sich in Bedeutung beim Echauffieren. Sehen Sie es mit den Worten der großen Souveränin Bang la Deche: Madonna - kenn ich nicht.

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gnarze 21.05.2019, 09:38
46. Gruselig

Gesangstechnisch war das grottig, dafür wäre jede Sängerin einer Top 40 Band gefeuert worden.

Wenn man mal zurückblickt, wie Justin Timberlake in Oslo die Bühne gerockt hat, dann war der jeden Cent wert, Madonnas Auftritt war fast schon schadensersatzpflichtig.

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Hexavalentes Chrom 21.05.2019, 09:39
47. Irrelevant

Zitat von thor-truppel
Hätte ihr Auftritt "allen" Erwartungen entsprochen, würde sich niemand mehr heute darüber unterhalten. So hat sie es geschafft, auf YouTube auf Platz eins zu kommen. Zeitgleich hat sie eine Debatte los getreten, mehrheitlich unter Leuten, die sie weder hören noch jemals den ESC gesehen haben. Dann hat sie sich den Auftritt auch noch bezahlen lassen. Eine bessere Werbung kann sie doch für das neu Album gar nicht bekommen. Respekt, Madonna! Das zeigt nur, wie relevant sie nach fast 40 Jahren Showgeschäft immer noch ist, wenn sich alle - sogar der Spiegel - über sie aufregt und das Ende der Karriere voraussagt. Das entlarvt sie alle, die im Netz breit meckern und Stimmung gegen sie machen. Teilt nur weiter fleißig und schreibt. Denn schlechte Werbung ist auch Werbung und kann gar nicht genug unterschätz werden. Ich finde es amüsant und Madonna muss nicht so viel Geld für teuere Werbekampagnen ausgeben.
Oh, vom Image verstehen Sie aber nicht sehr viel. Aufmerksamkeit erreicht man natürlich auch ex negativo. Wenn aber die Marke und das Image dabei Schaden nehmen, ist nichts gewonnen. Serienkiller lieben die Aufmerksamkeit ex negativo. Denn es hat zu keinem Zeitpunkt für irgendetwas anderes gereicht. Erst durch die Sensation ihres Verbrechens wurden Marke und Image.

Wenn Ihre Lesart eine Berechtigung hätte, müsste das neue Album mehr als sensationell sein, um quasi de profundis zu den Sternen aufzusteigen. Heller als hell. Dazu hat aber der Song Future nicht den geringsten Anlass gegeben. Eher öder als öd.

Sie hat es vergeigt. Sie hätte überragend liefern müssen. In ihrem System. Nicht in einem anderen. In einem herbeischwadronierten. Irrelevant.

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M. Vikings 21.05.2019, 09:57
48. Die Popularität von Abba hat mit Qualität zu tun.

Zitat von argumentumabsurdum
Ähnliches gilt auch für eine Gruppe wie ABBA, bei der man heute den Eindruck bekommen kann, ihre Popularität hätte sie einzig ihrer queeren Fangemeinde zu verdanken. "Abba? - Nice Girls and very great musik!" Der Satz stammt nicht von Thomas Hermanns oder Lilo Wanders, sondern von Ian Frasier Kilmister!
Genau zum Thema passend,
was Stimmen und Gesangsqualität in der Popmusik betrifft,
wird Abba der ewige Maßstab für Qualität bleiben.

Anni Frid konnte sauber über 3 ½ Oktaven sauber singen,
Agnetha hat das sogar über 4 Oktaven hinbekommen.
Da ist jede für sich schon eine Ausnahmesängerin,
aber im Duo wird das wohl nicht wieder erreicht werden.

Es geht nicht um die Stimme von Madonna,
das wäre dann Geschmackssache, es geht um Qualität,
sie hat die Töne einfach nicht getroffen.

Das die Stimme im Alter leidet ist auch normal,
bei guten Sänger*innen fällt das nur nicht so sehr auf.
Und da man über die Fähigkeiten von Tina Turner nicht streiten muss,
nehme ich die hier mal als Beispiel.

Hier die Promo für River Deep Mountain High:
https://www.youtube.com/watch?v=uj0wPrN_Y_4
Die Stimme und die Qualität ist so schmutzig gut,
da können ihre späten Werke einfach nicht mehr herankommen.

Fazit:
Madonna war grottenschlecht,
und Vielfalt hilft nicht, wenn die Qualität nicht stimmt.
Viele von den heutigen Teilnehmern und Gästen beim ESC
gehören in die Manege und nicht auf die Bühne.

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im_ernst_56 21.05.2019, 10:08
49. Queerer Superbowl?

Ursprünglich war der ESC kein Gesangswettbewerb, sondern ein Wettbewerb um das beste Lied. Deswegen nennt sich die Veranstaltung auch European Song Contest und nicht European Singer Contest. Dass der ESC zu einem queeren Superbowl geworden ist, mag sich aus Sicht der queeren Szene (vielleicht mit einer Portion Wunschdenken) so darstellen, würde aber nicht erklären, warum sich Länder, in denen Homosexualität wenn nicht strafbar, dann doch gesellschaftlich stark geächtet ist, mit beträchtlichem finanziellen Aufwand um die Teilnahme am ESC bemühen. Und es würde auch nicht erklären, dass immer wieder Songs gewinnen, die sich beim besten Willen nicht in die Kategorie queer einordnen lassen (Ausnahmen bestätigen die Regel, der queere Beitrag aus Frankreich landete diesmal auf Platz 14). Ich glaube, dass Herr Kram den kulturellen Einfluss der Gay Community auf den etwas ESC überschätzt. Wenn es vor allem um diese Gruppe ginge, würde man nicht so einen riesigen finanziellen und technischen Aufwand betreiben. Von daher lässt sich auch der Auftritt Madonnas nicht damit rechtfertigen, dass es hier um die queere Superbowl gegangen ist.

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