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Mädchen und Gleichberechtigung: Nichts gegen pinke Einhörner, aber...
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Männer entwickeln Zukunftstechnik fast ohne Frauen. Warum? Weil die Konsumwelt von Mädchen derzeit so dämlich rosa ist wie selten zuvor - und weil Sie, liebe Eltern, den ganzen Lillifee-Mist auch noch mitmachen.

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01099 17.12.2016, 17:45
20.

Zitat von omarius
diskutieren sie das "rosa einhorn" mal mit einer 5-10 jährigen aus, die sich was in den kopf gesetzt hat....^^
Seit wann diskutiert man mit 5-10jährigen? Was es nicht gibt, gibt es nicht. Punkt aus! Eltern sind die Erzieher ihrer Kinder und nicht anders herum.
Und außerdem gibt es noch Großeltern...

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theresarain 17.12.2016, 17:45
21. Das Problem sind eigentlich nicht die rosa Einhörner

sondern Eltern, die nicht einmal versuchen, ihr Mädchen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern (und da haben Sie völlig recht, das geht). Technikbegeisterung ließe sich sogar auch mit rosa Einhörnern und Feen erwecken. Bei Jungs gibt es ja auch Leseprogramme mit Dinos, Star Wars und Co. Rechnen mit Lillifee oder "Physik mit Barbie" wäre vielleicht sogar mal eine Idee. Noch schlimmer sind Eltern, und die gibt es ungelogen, die aktiv daran mitwirken, die Lebensbereiche vion Jungen und Mädchen zu trennen und z. B. Besuche hintertreiben mit Ansagen wie "Ach, das ist ein Junge, der will eigentlich nicht mit dir spielen", oder "Wenn Du die Mädchen auf deinen Geburtstag einlädst, werden sie sich nur unwohl fühlen."

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lillykatze 17.12.2016, 17:45
22. rosa ist schön - temporär - immer mal wieder

Unser Sohn stand als kleines Kind auf Rosa, Glitzer, Strass, Blümchen, Pferde,... und das fand ich gut. Nicht alles was rosa ist, ist schlecht. Die Menge macht es. Heute mag er Rot, Orange und Schwarz. Er interessiert sich für Computer und Musik (selber machen). Rosa ist also harmlos in vernünftiger Dosierung. Wie alles im Leben. Unsere Tochter hasst Rosa. Sie ist aus der Rolle der Opposition nicht mehr raus gekommen. Verbietet sogar mir Rosa in jeglicher Form und bevorzugt Schwarz und Rot. Berufswunsch: Pädagogik, Biologie und Chemie. Um aus Mädchen berufsunfähige Zicken zu machen bedarf es mehr als Rosa und Plüsch.

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elisa1 17.12.2016, 17:51
23. Theatralischer geht es wohl nicht?

Zitat von hoppelmoppel79
Ich kann mich an ein Mädchen in der Nachbarschaft erinnern, die war damals (90er) etwa 12 Jahre alt und wurde von den Eltern erbarmunglos mit dem Mädchenkrempel zugeschüttet. Sie hasste das Zeugs und hat lieber mit mir zusammen mit dem Chemiebaukasten experimentiert und mit Legotechnik gebaut. Leider sind dann deren Eltern irgendwann dahintergekommen und haben ihr weiteren Kontakt mit mir verboten. Kurz darauf sind sie weggezogen und der Kontakt ging verloren. Was wohl aus ihr geworden ist?
Es ist wirklich bezeichnend, dass ausgerechnet Frauen, die selber keine Kinder haben, sich in solchen Genderideologien verrennen. Jeder der mehr als zwei Kinder sein eigen nennt, - und ich kann mich mit zwei Mädchen dazu zählen - wird bestätigen, dass absolut nichts anerzogen wird. Wir Eltern haben da leider weniger MAcht als man uns andichten will. Und wofür uns irgendwelche Gender-Feministinnen verantwortlich machen, steckt zu einem gehörigen Teil einfach im Geschlecht und in der Persönlichkeit eines jeden einzelnen Kindes.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass je freier Mädchen ihren Beruf wählen können, sie immer geschlechtsspezifischer werden. Ganz einfach, weil sie eben in der breiten Masse nicht Maschinenbauer und Raketenforscherinnen werden möchten, sondern soziale Berufe mit Menschen bevorzugen.

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xxgreenkeeperxx 17.12.2016, 17:51
24. Falsche Adresse

Hier trifft die Eltern meiner Meinung nach wenig Schuld. Ich denke auch Mädchen wollen nicht das was ihre Eltern für sie aussuchen, sondern das was die Freundinnen (und Freunde!) gerade schick finden und auch haben. Da sollte man ansetzen. Wenn man aber Mädchen frühzeitig in die Ihnen von bestimmten Religionen vorgesehene Rolle einfügt und diese Religionen auch noch staatlicherseits fördert und integriert, darf man sich nicht wundern wenn am Ende die Männer die start-ups gründen und die Frauen das rosafarbene Kopftuch tragen und am Herd stehen. So steht es nun mal geschrieben, egal ob in der Bibel oder im Koran.

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fides100 17.12.2016, 18:02
25. gut und richtig gedacht...

doch das Handeln bleibt dahinter zurück. Leider. Die pinke Seuche hat viele Anhängerinnen und die verderben alles. Widerstand gegen alle Mainstreamerinnen? Ein harter Weg. Aber er lohnt sich (aus eigener Erfahrung). Konsequenz heißt das Zauberwort.

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cailtlinn 17.12.2016, 18:03
26. Quatsch...

Das ist totaler Unsinn und absolutes Schubladen-Denken. Ich bin selbst eine Frau, die auf Pink, Glitzer, Einhörner und den ganzen Kram steht. Im normalen Leben bin ich Vorgesetzte mehrerer Männer, bin schon weit gekommen und hoffe auch noch weiter zu kommen. Nur weil jemand auf Pink und Einhörner steht, ist er kein Frauchen am Herd. Artikel wie diese lassen solch eine Assoziation aufkommen. Ich kann alles mögen, was ich möchte und dabei alles werden was ich möchte. Und genau das ist auch das, was ich meiner Tochter vermitteln werde.

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Kometenhafte_Knalltüte 17.12.2016, 18:04
27. Zustimmung

Leider sehr richtig. Der Artikel hat einen wahren Kern.

Ich möchte das Ganze sogar noch derart ergänzen, das auch ein Stereotyp bei den Interessen von Jungs vorherrscht, der leider ohne nachzudenken zu sehr vorgelebt wird. Jungs dürfen auf keinen Fall Interesse für Pferde oder gar Puppen zeigen, sonst dürfen sie die ganze Härte und Unverständniss ihres Umfeldes zu spüren bekommen. Selbst erlebte Aussage einer befreundeten Mutter: "Mein Junge darf sich auf garkeinen Fall eine Puppe zu Weihnachten wünschen. Das geht garnicht! Das rede ich ihm aber gehörig aus!"

Und an meiner eigenen Tochter sehe ich das hier beschriebene Dilemma ebenfalls sehr deutlich. Sie interessiert sich für Dinosaurier, Autos und LEGO (selbst zusammenbauen, ich darf nicht helfen dabei!). Trotzdem reagiert selbst ihr engstes Umfeld (Großeltern) mit Unverständnis, wenn sie nicht rosa als Lieblingsfarbe hat oder sich keine Puppe sondern Dinos zum Geburtstag wünscht. Und was tun die Großeltern? Die schenken trotzdem eine Puppe, schließlich ist sie doch ein Mädchen und muss das mögen *augenroll*

Solange diese Stereotypen nicht aus den Köpfen raus sind, solange wird es ein Ungleichgewicht zwischen "typisch" weiblichen und männlichen Berufsbildern geben. Gerade in der IT gibt es keinen biologischen Grund, warum das ein reiner "Männerberuf" sein sollte, ebenso wie Kindergärtner kein reiner "Frauenberuf" sein sollte. Auch Männer können fürsorgliche Erzieher sein. Es sind einzig und allein die frei erfundenen Gesellschaftsnormen ("frei" in Bezug auf "nicht von der Natur vorgegebenen"), welche hier den Zwang zur Wahl eines bestimmten Berufsbildes vorgeben.

P.S.: Ich bin ein Mann, leider untypisch meine Ansichten, oder? Zumindest agiere ich aktiv gegen diese Rollenstereotype, komme mir aber recht allein damit vor, wenn ich mir mein Bekannten-Umfeld betrachte.

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herr_nicolai 17.12.2016, 18:04
28. Der Faktor Kind

Typischerweise denken Kinderlose und lustigerweise sogar Schwiegereltern u.ä., sofern die Erinnerung an ihre eigene Elternzeit nur durch genug Zeit verzerrt wurde: Gib diesen Input, dann bekommst Du jenen Output. Ganz einfach. So IT-mäßig. Und so sagt uns Eltern nun auch Frau Berg, was wir zu tun haben, wir sagen es den Kindern und die tun das dann natürlich auch. Ach Du süße Naivität.

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elisa1 17.12.2016, 18:10
29. Wow!

Zitat von gruenewiese
Glücklicherweise sind in der Klasse meiner Mädchen alle Eltern vernünftig und regeln den Bildschirmkonsum streng. Zum Einkaufen nehmen wir unsere Kinder nur im absoluten Notfall mit und Frauenzeitschriften (oder auch Idiotenzeitschriften) kauft von uns kaum einer. Das hat dazu geführt, dass keines der Mädchen durch eine Rosaphase gegangen ist und es bisher (5. KLasse) keine Modetrends gab). Auch die Faszination von Barbies hielt sich schwer in Grenzen. Mit Puppen haben sie ungefähr ein Jahr gespielt, bolzen tun sie immer noch. Jungen und Mädchen spielen in der Klasse weiterhin zusammen und überhaupt ist alles wie in den 70ern. :-)
Da können Sie aber stolz sein. Sie werden dann vielleicht irgendwann später begreifen, dass absolut nichts an rosafarbenen Einhörnern und Barbies dran ist, was man als negativ bezeichnen muss. Das ist nämlich einfach nur dämlich. Stellen Sie sich vor, eine meiner Töchter spielt gerne Fußball, die andere malt lieber und geht zum Ballett. Meinen Sie im ernst, dass ich jetzt der kleineren das Balletttanzen verbiete, nur weil das mädchenhafter erscheint als Fußballspielen? Ich frage mich wirklich, wer sich über derartigen Blödsinn, wie er in dieser Kolumne präsentiert wird, noch definieren kann.

Lesen Sie mal in wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und nicht nur in irgendwelchen Hipster-Gender-Mainstream-Ideologie-Berichten, die völlig am Leben vorbei gehen. Danke

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