Forum: Kultur
Mahnmal-Aktion des ZPS: Eine dubiose Machtfantasie
DPA

Rechtsradikale enttarnen - das geht schon in Ordnung? Irrtum. Das Zentrum für Politische Schönheit zahlt mit seiner Höcke-Belagerung voll auf den AfD-Opferkult ein.

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holmgerlach 23.11.2017, 17:45
1. Völlig nach hinten losgegangen..

ist diese Aktion für mich.. So wird Höcke noch mehr Sympathie und Wähler für sich gewinnen?
Wo bleiben jetzt die wirklichen Künstler wie Sprayer, Mauerspechte und Skulpturenkünster?
Das wäre für mich positiv und kreativ..

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saumhuhn 23.11.2017, 17:50
2. Höcke ist kein "oberdeutscher Politiker",

er ist ein mitteldeutscher Politiker. Wissen Sie, wie die Schweiz früher hieß? "Alter großer Bund oberdeutscher Städte". Also, wenn Höcke ein oberdeutscher Politiker wäre, müsste er Schweizer sein. Das ist er aber mitnichten. Im Übrigen geht gar nichts - aber auch überhaupt nichts - in Ordnung, was Menschen durch andere, die ihnen gewissenlos eines auswischen wollen, "enttarnt". Sie sollten ihre Meinung zu diesem Thema überdenken, Herr Kommentator.

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thomas haupenthal 23.11.2017, 17:50
3. Bespitzeln...

..überwachen, gehts noch? Selbst ein rechtsradikaler Spinner wie Höcke hat ein Recht auf seine Privatsphäre, mal abgesehen davon, dass hier ein an todernste Ereignisse erinnerndes Denkmal profaniert wird. Man kann ihn auch anders lächerlich machen, das geht bestimmt. Und seine Fans und Wähler lassen sich von so etwas sowieso nicht beeindrucken, die erreicht vermutlich so schnell niemand mehr. Also was soll das Ganze?

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wasistlosnix 23.11.2017, 17:50
4. Altes Testament

Wer sind hier die besseren Menschen. Die Betonstelen, na ja schlechter Scherz. Aber jemanden zu überwachen das geht gar nicht.

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vincent-april 23.11.2017, 17:55
5. "das bürgerliche Leben schwer machen"

hat deutsche Tradition. Mir fallen dazu vor allem die Diktaturen der NSDAP und SED ein. Insofern finde ich es nicht legitim, einem demokratisch gewählten Politiker "das bürgerliche Leben schwer zu machen". Als Demokrat muss man leider alle Parteien aushalten, auch wenn es manchmal schwer fällt.

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unalom 23.11.2017, 17:56
6. infantiler Blödsinn...

...aber etwas Anderes kann man ja von dieser Agit-Prop Kunstsimulationstruppe ja nicht erwarten. Diese Selbstgerechtigkeit der gegenwärtigen Linken, ihre Faktenresistenz macht diese Leute einfach nur noch lächerlich. Zur Person Höcke: Es ist mittlerweile fast schon egal, wer gegen den linksgrünen Mainstream antritt, diese Leute sind mittlerweile dermaßen peinlich geworden, dass die AfD aufstellen kann, wen sie will, selbst ein Volltrottel (wozu ich Höcke nicht rechne) würde sich gegen die selbsternannten Antifaschisten noch positiv ausnehmen.

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mj.s62 23.11.2017, 17:56
7. Wenn das ein Versuch sein sollte ...

Höcke und die AfD mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, war es ein schlechter Versuch. Man kann die nicht ignorieren, die Leute die ihnen glauben, wird man auf die Art jedenfalls nicht überzeugen. Die einfachste Möglichkeit könnte sein, ihnen jede Gelegenheit zu geben, sich selbst als das zu entlarven was sie wirklich sind.

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holmgerlach 23.11.2017, 17:58
8. Zps..

Ziemlich plumpe Sachen - und alles fast ein Jahr gegen die Privatspäre
mit Stasimethoden eines gewählten aber unbequemen Poltikers?
Habt Ihr nicht mehr zu bieten? Schande für die Demokratie in Deutschland!

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irvington 23.11.2017, 18:02
9. Twickel fällt auf das ZPS rein

Interessante Kritik dieser Aktion. Was mich jedoch wundert ist, dass der Autor des Artikels selbst auf die Strategie des ZPS reinfällt und sie beim Wort nimmt. Wer andere Aktionen des Zentrums verfolgt hat, müsste wissen, dass hier stets eine gute Menge Fiktion mit im Spiel ist - so ist es m.E. vollkommen ausgeschlossen, dass hier Aktivisten wirklich Listen angefertigt haben mit Personen, die bei Höcke ein- und ausgehen. Denn das ZPS ist eben kein Geheimdienst, und die Ak/rtivisten sind eben auch nicht Teil einer politischen Bewegung. Dafür steht auch die Schönheit im Namen Zentrum für politische Schönheit. Es handelt sich um Kunst. Aktivistische Kunst klar, es soll eine Debatte angestoßen werden, Aufmerksamkeit für bestimmte politische Themen und Ziele erregt werden. Nichtsdestotrotz bleiben die Aktionen Spiel, sie haben keine ernsten Konsequenzen. Dass das Ganze im Grunde "nur" Theater ist, zeigt diese Aktion nun sogar besonders deutlich: Hier wurde nicht, wie bei einer früheren Aktion, das Denkmal verpflanzt oder ein Teil entwendet (wie bei den Mauerkreuzen), sondern das Denkmal wurde nachgebaut. Eine Kulisse wurde dem Höcke vors Haus gesetzt, eine Nachahmung, ein Bühnenbild, das etwas symbolisiert, mehr nicht. Es ist allein der Marketingstrategie des Zentrums zu verdanken, die sich stets als äußerst ernst- und gewissenhafte Aktivisten darstellen, dass sofort alle Medien von der Aktion berichten, als handele es sich um ein politisches Ereignis. Ob es sich dabei um gute Kunst handelt, fragt merkwürdigerweise niemand. Ich würde sagen, das Theater ist leicht zu durchschauen weil ein bisschen platt, politisch sympathisch sicherlich, doch irgendwie auch immer ein bisschen beschränkt, obschon der Kopf der Truppe ja auch noch Philosoph ist. Insofern weiß ich auch nicht so genau, was ich davon halten soll, zumindest scheinen mir die aktivistischen Tribunale und Parlamente von Milo Rau da etwas komplexer und interessanter.

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