Forum: Kultur
"Maischberger"-Talk über Umverteilung: Es reicht in Deutschland
WDR/ Peter Rigaud

Anlässlich der geplanten SPD-Sozialreformen und der Berliner Enteignungsdebatte titelte Maischberger "Attacke auf die Reichen: Beschimpfen, besteuern, enteignen?" So radikal wollte es nicht mal Juso-Chef Kühnert formulieren.

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gottseidank.de 07.03.2019, 07:03
1. Falsch denken alle

Nicht die Höhe der Mieten ist das Problem sondern die Einkommenslage der Menschen. Hier sollte endlich eine Umverteilung stattfinden. Der Wohlstand wird von allen erwirtschaftet landet aber ausschließlich in den Taschen der Eigentümer und Manager. Soll doch eine Krankenschwester endlich 2.500.-€/netto monatlich verdienen. Dann kann sie sich auch eine Wohnung in Berlin leisten. Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und Handelsüberschuss beruht auch auf der Tatsache das es ein Billiglohnland ist. Das ist die eigentliche Schande.

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insigma 07.03.2019, 07:19
2.

Was sollen denn immer wieder diese blödsinnigen Vergleiche mit den anderen Hauptstädten? Berlin ist eine Ausnahmeerscheinung in Europa: https://www.iwd.de/artikel/der-wohlstandseffekt-der-hauptstadt-294893/ Kurz: Würde man die jeweiligen Hauptstädte aus den BIP herausrechnen, würden die jeweiligen Ländern einen gewaltigen Batzen ihres BIP verlieren. Das ist in Deutschland eben nicht der Fall. Solange man diesen Umstand nicht akzeptiert, kann man das Mietproblem nicht lösen.

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observerlbg 07.03.2019, 07:21
3. Was bringt so eine Debatte?

Die konservativen Neoliberalen, bei der FDP sowieso, bei der sPD und der CDU/CSU, aber auch bei den Grünen werden auf sehr langer Zeit die Deutungshoheit haben und die Exekutive bilden. Die Mehrheit von uns Micheln will das so. Also wird weiter oben aufgehäuft und unten auf Pump gelebt. Und die oberen Zehntausend, retorisch besser gebildet, erzählen weiter erfolgreich, dass für diese ungerechte Verteilung Flüchtlinge, Hartz IV-"Schmarotzer" und linke Gutmenschen verantwortlich sind. Neid ist die am weitesten ausgeprägte Eigenschaft des preussisch geprägten Deutschen. Aber Feigheit und/oder Bequemlichkeit hindern ihn daran, an der ungerechten Verteilung etws zu ändern. NOCH. Mit der bald einsetzenden Massenaltersarmut ist aber Schluss mit "erst kommt der Bauch, dann die Moral". So in zehn Jahren spätestens wird sich das auswirken. Bis dahin halten wir durch. Wenn es DAS war, was die seeheimer Genossen mal geplant haben, dann Chapeau, sehr langfristiges Denken.

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danielc. 07.03.2019, 07:22
4.

Man könnte auch die Steuern auf Gewebe und Unternehmen abschaffen. Schließlich zahlen diese, wenn sie es auch leisten können dort, wo es am günstigsten für sie ist. Andererseits gehören diese Unternehmen bis auf die staatlichen auch immer natürlichen Personen. Deren Einnahmen sollten gleichwertig besteuert werden, ohne Arbeitslohn in bisheriger Weise zu benachteiligen. Außerdem wäre es Zeit für eine gerechte Vermögenssteuer. Wer Anteile von Unternehmen Besitz sollte diese nach Wert versteuern. Das gilt auch für Immobilien. Im das Eigenheim zu schützen, wäre ein entsprechender Freibetrag ausreichend. Wer kein Wohneigentum, aber tatsächlich Vermögen hat, würde diesen natürlich ebenfalls nutzen können. Orientieren würde ich diesen am bundesweiten Durchschnitt, was Fläche pro Person und Quadratmeterpreis angeht. Wer die Vorteile der Stadt nutzt, muss hierbei nicht auch einen Vorteil haben. Selbst die Schweiz, die nicht gerade für ihren Sozialismus bekannt ist, erhebt Vermögenssteuer. Zusätzlich dazu würde ich eine anständige progressive Erbschaftssteuer veranschlagen. Das könnte den Druck wieder von unten nach oben verschieben.

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urbuerger 07.03.2019, 07:31
5. Ungleichheit entsteht, unter anderem, dadurch, dass die Politik ...

... größtenteils zu Gunsten der Wirtschaft, der Industrie und des Aktien Kapitals regiert und die untere Hälfte derjenigen benachteiligt, welche durch ihre Hände Arbeit das Kapital erst Mal schaffen!
Ohne die verrichtete Arbeit ließe sich kein Gewinn generieren, so dass es auch keine Einkünfte für die Reichen geben würde!
Nur durch das ständige herabstufen der Stundenlöhne und Einkünfte der Schaffenden und die Ausgrenzung der nicht mehr Schaffen könnenden, wird es den Eliten der Wirtschaft überhaupt erst möglich diese exorbitanten Reichtümer anzuhäufen!
Jeder Angestellte und Arbeiter wird bei der Lohn und Einkommenssteuer festgesetzt, ohne dass er die Möglichkeit hat, die Steuerlast nennenswert zu reduzieren, während dem Kapital und dem Vermögen der Reichen und Erben, immer wieder Schlupflöcher gegeben werden, ihre Steuerlast nahe Null zu halten und die Regierung verhindert jeden Ansatz, auf Landesbasis ebenso wie auf EU Basis etwas gegen diese Steuerflucht zu unternehmen!!!

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herbert 07.03.2019, 07:39
6. Der SPD Jungstar Kuehnert sollte mal die SPD Agenda2010

lesen.
Denn dort wurde die gigantische Umverteilung beschlossen indem man Unternehmen fast Null besteuert und dem Volke den groessten Sozialabbau aufgedrueckt hat.
Minijobs, Hartz4, Reentenkuerzungen etc.

In Deutschland muessen viele zwei und mehr Jobs haben um zu ueberleben.

Ein Produkt von ROT GRUEN seinerzeit.

Die geistig Pleite SPD hat bis heute es nicht kapiert, dass die Loehne hoch muessen.

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Martin24 07.03.2019, 07:41
7. Steuerreform

"habe alles selber verdient" ist eine schöne Ausrede für viele, die dabei unterschlagen, dass sie das auch nur mit Hilfe der Gesellschaft und der Mitarbeiter geschafft haben. Ich gönne ihnen den Reichtum, und den Ferrari, und ich gönne D, dass diese Menschen sich mehr an den Gemeinschafrtsausgaben beteiligen.

Die schönen Zahlenspielereien von 60% der Einkommensteuer unterschlagen neben den Gesamteinkommen der 10% auch, dass sich der Staat zu einem großen Teil über USt. finanziert, un die wird im hohen Maaße auch von den Hartz4 Empfängern, den Grundrentnern und den prekär beschäftigten gezahlt.

Viele vergessen, dass wir in D schon mal 53% Spitzensteuersatz hatten, und es D dabei gut ging. Sie Vergessen, dass die USA in den Zeiten ihrer Blüte 70% Spitzensteuersatz hatten. Damals war sowohl in D als auch in den USA die Infrastruktur in Ordnung und die Verschuldung gering. Erst durch die Wahlgeschenke an die Reichen ist der Haushalt aus dem Lot geraten, und verfällt die Infrastruktur.

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apopluto 07.03.2019, 07:49
8.

Weiß der Rainer Hank denn nicht, dass wir "nicht in London, Paris und Zürich" sind. Was muss man denn für ein Wissen für seinen Beruf mitbringen? Keines?

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spon-facebook-10000141686 07.03.2019, 07:59
9. immer der selbe Unsinn, die selben Halbwahrheiten

"60% der Einkommensteuer..." Die veranlagte Einkommensteuer (und die meint der "Wirtschaftsressortchef" ja) macht gerade mal ca. 8% des Steueraufkommens aus. Der gesamte Rest sind Lohnsteuern und sonstige Massensteuern wie die Umsatzsteuer. Und warum fallen solchen Typen wie Hank, Mang und Ostermann keine neueren Argumente ein? Weil es um die Rechtfertigung des immer selben, alten Phänomens geht: Die Gier nach immer mehr.

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