Forum: Kultur
"Maischberger"-Talk über Umverteilung: Es reicht in Deutschland
WDR/ Peter Rigaud

Anlässlich der geplanten SPD-Sozialreformen und der Berliner Enteignungsdebatte titelte Maischberger "Attacke auf die Reichen: Beschimpfen, besteuern, enteignen?" So radikal wollte es nicht mal Juso-Chef Kühnert formulieren.

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beckalexbeck 07.03.2019, 09:17
40. Die Ungerechtigkeit fängt mit dem Geburtsdatum an!!

Wenn man in Berlin im sozialen Bereich arbeitet, hat man Glück, wenn man vor über 20 Jahren einen Vertrag bekommen hatte. Man wurde nach BAT bezahlt. Alle die nachgekommen sind haben weniger bekommen, weniger Stunden bekommen, die Betriebsrente wurde komplett gestrichen, oder man bezahlt 2/3 der Arbeitgeber maximal 1/3, das ist bei meinen älteren Kollegen genau umgekehrt. Dafür dass man nur auf ca. 70 Prozent des alten BAT kommt, werden sie jungen Leute mit höheren Kosten in Berlin belohnt, z. B. Miete und Versicherungen. Die Schere zwischen "arm" und "reich" klafft schon innerhalb der arbeitenden Menschen eines Berliner Unternehmens weit auseinander. Von Altersarmut, die dadurch entstehen wird mal gar nicht zu sprechen.
Von daher ist es eh alles egal, für mich komlt irgendwann der Punkt, an dem ich einfach alles hinschmeisse. So, nun quatscht weiter!

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im_ernst_56 07.03.2019, 09:19
41. @Nr. 18 burlei

Zitat von burlei
Wenn die Krankenschwester 2500 Euro Netto verdienen würde, hätte sie nicht einen Cent mehr als heute. Die Konzerne finden innerhalb Minuten Mittel und Wege, dieses Mehr an Geld in ihre Taschen um zu leiten. Mieterhöhungen, intelligente Preissteigerungen (heftige Reduzierung der Füllmengen plus normale Preissteigerung) und schon ist alles beim alten. Das bewährte System CDU, in 30 Jahren Kohl/Merkel zur Perfektion gebracht, wird in gewohnter Manie darauf reagieren - Schweigen und Nichtstun.
Das Beispiel mit der Krankenschwester ist auch deshalb problematisch, weil Krankenhäuser und Pflegedienste gestiegene Personalkosten natürlich an die Kostenträger weitergeben. Dass sind im Falle der Krankenhäuser die Krankenkassen (Beitragserhöhungen tragen wir alle), im Falle der Pflegedienste der zu Pflegende bzw. dessen Angehörigen, weil das Pflegegeld nur einen kleinen Teil der Kosten abdeckt. Es wird immer so getan, als würde in diesem Bereich nur der Profit des superreichen Unternehmers geschmälert. Das ist aber Quatsch. Um bei dem Beispiel der Krankenschwester zu bleiben: Die Alternative wäre, die Gehälter der Ärzte drastisch abzusenken, um so eine Erhöhung des Gehalts der Schwestern zu erreichen. Das dürfte aber zu einer Abwanderung der Ärzte ins Ausland oder in die Privatwirtschaft führen.
Übrigens stieß ich gerade auf eine Meldung in der Thüringer Allgemeinen vom 09.02.2011, wonach der Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin herausgefunden hat, dass die Einkommens- und Vermögensverteilung in der DDR fast so ungleich gewesen ist wie in der BRD, wenn auch auf insgesamt niedrigeren Niveau. Viele ehemalige DDR-Bürger haben ja immer noch das Gefühl, in der DDR sei es gerechter zugegangen. Wer hätte das gedacht?

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Jusoka 07.03.2019, 09:21
42. Bringt nichts. Da Angebot und Nachfrage

Würde jeder genug Geld haben, würden die Mieten noch höher sein.

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gedu49 07.03.2019, 09:24
43. Falsche Betrachtungsweise

Zitat von ich2010
in keinem anderen Land der Welt wird Gleichmacherei so exorbitant zelebriert wie hierzulande. Es ist ja schon verpönt, wenn man einen einigermaßen gut bezahlten Job hat. .....
Das entscheidende Problem besteht darin, dass es ein Standesdünkel der "Besserverdienenden" gibt. Natürlich soll der Ingenieur und der Unternehmer ein höheres Einkommen haben als z. B. die Reinigungskraft, wie aber erginge es den hochintelligenten "Leistungsträgern" wenn es nicht die Toilettenfrau , den Arbeiter der das Toilettenpapier herstellt oder die Verkäuferin oder Krankenschwester gäbe. Ich will damit sagen, dass JEDE NOTWEBDIGE Arbeit ordentlich entlohnt werden muss. Eine allgemeine Erhöhung der Löhne ist aber nicht machbar, das würde die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie einschränken.

Machbar sollte aber sein die Abstände in der Entlohnung der einzelnen Qualifikationen etwas zu nivellieren. Da höre ich aber schon wieder das Wehgeschrei der Besitzenden vom Sozialismus. Es ist aber nicht nachvollziehbar, das der Betuchte sich sein Steak vergolden lässt muss während der Arbeiter oder Rentner sich seine Wohnung nicht mehr leisten kann.

Das Prblem der Miethaie kann aus meiner Sicht nur gelöst werden, indem die Gemeinden wieder eigene Wohnungen bauen und vermieten bis das Angebot die Preise drückt. Enteignung sollte wirklich das letzte Mittel der Not bleiben.

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mundusvultdecipi 07.03.2019, 09:28
44. Nein,das war..

Zitat von vox veritas
" Es gehe nicht um Neid, sondern um ein vorherrschendes Gefühl der Ungerechtigkeit, wandte Ulrike Herrmann ein. So besitze ein Prozent der Bevölkerung 33 Prozent des Volksvermögens, während die untere Hälfte nichts habe." Das ist eine gefährliche Aussage, weil sie suggeriert, daß das "Volk" Anspruch auf das private Vermögen anderer Leute hat. Das ist ist schon fast eine mentale Vorstufe zum Sozialismus.
..die mentale Vorstufe zur Abwehr einer AfD in Regierungsverantwortung.Sie haben nichts von dem verstanden,was Frau Herrmann zum Ausdruck bringen wollte

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ssaokar 07.03.2019, 09:31
45.

Zitat von rudi_ralala
Das sagt uns schlicht, dass das NUR rund 15 % der gesamten Steuereinnahmen sind. Von der zweithöchsten Steuer der Umsatzsteuer (23,7 %) zahlt das untere Drittel der Gesellschaft wesentlich mehr als die Reichen.
27.
Zitat von ssaokar
....nebenbei, selbst wenn die obersten Prozente die meissten direkten steuern ohne Mwst zahlen, also hauptsächlich einkommensteuer. was sagt uns das ?....
Das sagt uns schlicht, dass das NUR rund 15 % der gesamten Steuereinnahmen sind.
Von der zweithöchsten Steuer der Umsatzsteuer (23,7 %) zahlt das untere Drittel der Gesellschaft wesentlich mehr als die Reichen.



das war 1stens eine rethorische frage und meine antwort kam.
sagt nur,. dass deren einkommen entspreched viel höher ist , sonst hätten die auch nicht so einen großanteil.
wäre das anders, (mehr gehalt unten , weniger gewinne oben )dann auch der anteil

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neurobi 07.03.2019, 09:32
46.

Wenn HerrHak sagt "dass die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung ja auch 60 Prozent der Einkommensteuern zahlten" ist das sogar Korrekt.
Dagegen gibt es aber ein ganz einfaches Mittel. Diese 10% verzichten auf einen erheblichen Teil ihres Einkommens, was die Steuerlast deutlich senkt und erhöhen im Gegenzug die unteren und mittleren Einkommen, die dadurch mehr Steuern und Abgaben zahlen.
Das könnten sie ganz allein tun, sie sind die Entscheider.

Und in der Regel wäre das dann auch Leistungsgerechter.

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DKH 07.03.2019, 09:34
47. Deutschland ist reich?

Zitat von Mister Stone
Das Mantra der letzten 20 Jahre lautet "Deutschland ist ein reiches Land". Aber wer ist das? Die Millionen prekär Beschäftigen, die armutsgefährdeten Kinder, die Doppeljobber und Armutsrenter und Harz-IV-Bezieher und Aufstocker können es ja nicht sein. Die Normalverdiener auch nicht, denn die können zwar von ihrem Verdienst ordentlich leben, auch mal Urlaub machen, sind aber keineswegs "reich". Wer also ist mit dem "reichen Deutschland" gemeint? Das können doch nur die wenigen wirklich reichen Menschen sein und dazu diejenigen, die Deutschland regieren. Beide Randgruppen haben eben sehr viel Geld zur Verfügung. Die sind tatsächlich reich. Aber sind sie deswegen "Deutschland"? Und die anderen: Sind die nicht "Deutschland"?
Deutschland besitzt nach den meisten Statistiken das viertgrösste Volkseinkommen. ABER Deuschland hat eben auch 80 Mio Einwohner. Rechnet man das pro Kopf Vermögen, soist dasreiche? Deutschland gerade noch auf Platz 19. Man kann jetzt nicht sagen armes Deutschland, aber wenn Politiker des Landes immer wiederdie Floskel ‚ eines der reichsten Länder der Welt‘ bemühen, dann ist das einfach schlicht nur Angeberei. Und zear in ganz grossem Stil!

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aw-photos 07.03.2019, 09:37
48. wer hat hier eine pasasitäre Lebenseinstellung

Zitat von taglöhner
Solche Breitseiten dienen m.E. nur der Kaschierung einer parasitären Lebenseinstellung.
Die Frage ist wer hier wie ein Parasit lebt... Derjenige der faire Löhne oder Mieten fordert ist es wohl sicher nicht. Anders sieht es bei denjenigen aus die durch asoziale Ausbeutung anderer Millionenvermögen anhäufen. Kein Mensch kann es in unserem Wirtschaftssystem durch ehrliche, sozialverträgliche Arbeit zu solchen perversen Vermögen bringen wie hier einige versuchen immer wieder zu behaupten! Das funktioniert nur durch geschickte Ausbeutung.

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gedu49 07.03.2019, 09:37
49. Alte Bäume....

Zitat von Paddel2
Schön, dass uns der „erfahrene Arbeitnehmer“ Kühnert erklären möchte, welche Ideen am Arbeitsmarkt realistisch sind und welche nicht. Warum ein Bildungs- und Arbeitsversager wie er so eine Plattform bekommt, erschließt sich mir nicht. Realität, Herr Kühnert, ist die Tatsache, dass Jobs nicht zugewiesen werden und jeder Mensch frei entscheiden darf, wo er einer Arbeit nachgeht. Wenn in Berlin Mieten und Einkommen angeblich in so einem ungesunden Verhältnis stehen, steht es jedem frei, eine attraktivere Stadt zu suchen. Der Markt wird entweder die Einkommen nach oben korrigieren oder die Mieten nach unten. Darauf kommt man aber in einer sozialistischen Gedankenblase nicht.
sollte man nicht verpflanzen. Das gilt auch für Menschen die ein Leben lang im Billiglohnsektor gearbeitet haben und jetzt nach Ihrer Ansicht also hinter den Wald umsiedeln sollen, also aufs Dorf ohne Arzt, Apotheke oder nennenswerte Einkaufsmöglichkeit ? Sie vergessen, dass Menschen mit geringerem Einkommen dennoch Wähler sind und das Heer der Protestwähler schon beachtlich gross ist.
Der Bürger muss da leben wo er eine Arbeit findet oder hat, es ist unsinnig zu sagen, dass er frei entscheiden kann wo er einer arbeit nachgehen will.

Es erschliesst sich mir übrigens nicht, warum Sie Herrn Kühnert in so billiger Weise angreifen, zielführend in der Argumentation ist es nicht.

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