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"Maischberger"-Talk zu ARD und ZDF: Und wie sich über Geld streiten lässt
DPA

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen steht in der Kritik - brauchen wir ARD und ZDF noch? Bei "Sandra Maischberger" lieferte Tom Buhrow eine Ein-Mann-Show und Thomas Gottschalk das beste Pro-Argument.

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Atavist 01.03.2018, 09:07
40. Treffer, versenkt!

Zitat von olli08
Wer darauf verzichten kann, wie in "Neues aus der Anstalt" die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft schonungslos, aber unterhaltsam aufgedeckt werden, der kann sich dann zwischen Dschungelcamp und Frauentausch darüber freuen, wie Mario Barth über die Verdauungsprobleme seiner Katze referiert ...
Besser kann man die Gegensätze und die Notwendigkeit der "Öffis" kaum auf den Punkt bringen, so sehr es auch an denen manches zu kritisieren gibt.

Wenn ich daran denke, was allein ARTE bisher an aufwändigen Dokus gezeigt hat - z. B. diverse Mehrteiler zum Thema Rock/Pop oder absolute Perlen wie diese hier

https://www.youtube.com/watch?v=07w1ZbegYtI

- allein solche Produktionen sind mir schon die Gebühren wert. Abgesehen davon, dass sich auch auf anderen Kanälen der "Öffis" immer wieder ordentliche bis herausragende Sendungen finden, die man in dieser Qualität bis auf seltene Ausnahmen nicht in der lieblos-reißerischen Drecklawine der klassischen Privatsender finden wird.

Zu glauben, Marktwirtschaft und Privatisierung sei in jedem Lebensbereich ein Segen, ist ein Teil dessen, das immer mehr an diesen Film erinnert.

https://www.youtube.com/watch?v=-otdTDo7FTQ&t=3s

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scooby11568 01.03.2018, 09:10
41. @ Weise tut mir leid, sehe ich anders...

Der Rundfunk Eintrag geht direkt an die Sender, ohne dass irgend jemand dazwischenfunken kann. Die AfD wűrde doch einfach die Mittel kűrzen, wenn sie könnte, nur weil ihr die Berichterstattung nicht passt.

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flux71 01.03.2018, 09:11
42.

Es ist bedenklich und die Anmaßung allzu offensichtlich, wenn von Storch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mindestens stutzen, wenn nicht abschaffen möchte, damit "der Rentner" am Ende des Monats noch 17,50 Euro mehr in der Tasche hat.

Diese Frau ist nicht zu ertragen, genau wie ihre Partei.

Die ganze Diskussion in dieser Sendung diente wieder nur dazu, den Angstmachern, Schreihälsen und Deutschland-Bashern dieser Republik eine Plattform zu bieten. So tief ist die ARD inzwischen schon gesunken: Da muss nur einer rufen "Wir kommen zu schlecht weg!", und schon reagiert die ARD.

Das ist peinlich. Das ist unangemessen. Und das führt genau zu dem Ziel, das die AFDlinge sich wünschen.

So geht's nicht, Frau Maischberger und Herr Buhro.

Von Storch ist nicht mit Argumenten beizukommen. Wo Wut und Hass und Spaltung und Hetze sind, da ist man machtlos. Das Ding rollt, bis es über uns kommt.

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ex rostocker 01.03.2018, 09:20
43. Unverzichtbar, aber auch unverzichtbare Einsparungen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das ö.-r. Fernsehen sind nötiger denn je, um der Verdummung weiter Teile der Bevölkerung entgegenzuwirken. Viele Leute lesen keine Tageszeitung mehr, und auch Druckausgaben von Spiegel oder Die Zeit sind auf dem Rückzug. Völlig überflüssig aber sind ganze Programme, wie in Norddeutschland z.B. die Radiosender Enjoy-Radio oder NDR 2, beides NDR-Ableger. Deren Nachrichten beschränken sich auf 2-Minuten-Sendungen, unterbrochen auch noch von dämlichen Jingles und ohne jeden Informationsgehalt. Derartige Programme sollte man tatsächlich den Privaten überlassen! Auch Sendeanstalten wie Radio Bremen oder der Saarländische Rundfunk sind überflüssig und belasten nur den Beitragszahler.

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grommeck 01.03.2018, 09:23
44. Natürlich sind die Gebühren eine Zwangsabgabe, was sonst?!

Man kann es auch Steuer nennen, aber es bleibt erzwungen. Das Gegenteil wäre eine freiwillige Gebühr wie beim Bezahlfernsehen, was allerdings nicht mehr zulassen würde, soviele Promis zu „unterstützen“. Über die Geldverteilungssendungen wollen wir gar nicht reden. Nicht die Öffentlich Rechtlichen müssen weg, sondern die Schnorrer, die sich dort eine goldene Nase verdienen mit zweifelhaften Leistungen.

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christiancrusoe 01.03.2018, 09:25
45. Verwunderlich

Es ist doch schon sehr verwunderlich, wie empfänglich die Menschen mittlerweile für demokratiegefährdende Einschnitte sind. Von Storch war wie immer indiskutabel und Kofler sollte sich für den Dreck, den er in die Gesellschaft pumpt und gepumpt hat, schämen.

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Sonnenschein11 01.03.2018, 09:27
46. ÖR verbrennt das Geld und ist eben nicht neutral

Und genau das ist das Problem, was viele haben. "In Deutschland sind es mehr als 20 TV-Sender und 60 Radiostationen". Der Grundgedanke war, das die ÖR eine Grundversorgung über Informationen liefert. Also politische neutrale Berichtserstattung, Bildung und gehobene Unterhaltung für den anspruchsvollen. Was bekommen wir? 20x TV und 60xRadio, wo Smalltalk abgeliefert wird. Zudem wird die Politische Meinung all zu oft amerikanisiert. Das für die Angestellten hervorragend gesorgt wird und mit Pensionen der Vorruhestand versüßt wird, würde ich als Angestellter auch toll finden. Nur blöd, das ich in der freien Marktwirtschaft arbeite und meine Rente vermutlich auf H4 Niveau ausfallen wird.
Ich bin voll dabei, das sich der ÖR zum Teil dem Wettbewerb stellen muss. Also 50% Durch Steuerabgabe und 50% Selbst finanziert. Zudem muss ich als Bürger die Möglichkeit haben, das Angebot nicht nutzen zu müssen und demzufolge keine Abgabe leisten muss.

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cs01 01.03.2018, 09:27
47.

Zitat von ulrics
Was ist fair daran, dass ich bei manchen Produkten für ein Programm zahle, was ich nicht sehen will? Genau dies ist das Konzept der Privaten. Versteckte Kosten halt. Da gefällt mir die Offenheit von GEZ besser.
Niemand zwingt mich, Podukte zu kaufen, für die Fernsehwerbung (oder Zeitungswerbung oder eine andere Art der Werbung) gemacht wird. Das von Ihnen gebrachte Argument ist nicht stichhaltig. Sie haben die freie Produktauswahl.

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jhea 01.03.2018, 09:30
48.

Zitat von dasfred
Bei meinem TV Konsum nehmen die ÖR mehr als die Hälfte der Zeit ein und zwar inklusive dritte Programme und Sparten Kanäle. Die Privaten liefern nur seicht Unterhaltung zum Abschalten oder künstlich skandalisierte Reportagen. Ich bin froh, dass wir uns diese Vielfalt leisten können. Wenn sich Menschen für nichts anderes mehr interessieren als Krimi und platte Unterhaltung, dann ist dies Bedauernswert, darf aber kein Maßstab für eine Kulturnation sein.
Das ist dann ja schön für dich.
Dann darfst du auch gern weiterhin für die ÖR zahlen.

Ich hingegen will sie nicht sehen.
in meinem Fernsehverhalten spielen die keine Rolle. Es spielt kein TV Sender eine Rolle, ich guck kein TV.
Von daher... viel spaß mit den ÖR.
Aber dann zahl sie auch alleine.
Wenn ich mir dann mal einen TV zulege, um damit mehr zu machen als YouTube zu gucken oder Netflix oder Amazon, oder als Monitor für meinen Steamlink, meinen eigenen MedienServer oder eine Konsole, dann kann ich auf die ÖR auch gut verzichten, und wenn nicht... nunja - ich hab oben ja schon 2 Beispiele genannt wie man dafür sorgen kann, dass jeder das sieht was er will ;)
Kann ja nicht so schwer sein zu verstehen, dass die ÖR eigentlich wie Sky und Netflix zu behandeln sind.
Wer sie will, zahlt.
wer nicht, nicht.

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spon-facebook-1381914627 01.03.2018, 09:33
49. So funktioniert das nicht

Jemand schrieb: Sportübertragungen können die Privaten doch auch.
Danke für diese Steilvorlage. Glauben Sie, Sat1 würde Curling übertragen? Oder andere Sportarten, die nicht so populär sind. Nein. Privatsender würden sich genau das rauspicken, womit sich die meiste Kohle machen lässt. Also Biathlon (mit nur einem Spot vor dem entscheidenden Schießen), Skispringen etc. Genau das ist das Problem. Was sich nicht vermarkten lässt, hat keine Chance. Genau DAS sichern Sie mit Ihren Gebühren. Vielleicht nicht für sich, weil Sie kein Curling Fan sind, aber für eine Minderheit, die auch dieser Gemeinschaft angehört. Schreien denn Kinderlose, sie wollen nicht für Kitas Steuergelder bezahlen, weil sie keine Kinder haben? Und glauben Sie wirklich, dass Unternehmen, die Millionen an Werbegeldern in Privatsender stecken, keinen Einfluss auf die Berichterstattung haben? Ich wünsche den Schweizern, dass sie ihren ÖR behalten.

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