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Maischberger-Talk zu Radikalisierung: "Auch der Islam muss sich der Kritik stellen"
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Die Gästerunde war interessant, das Thema Radikalismus und Fremdenfeindlichkeit brisant. Trotzdem fehlte der Talkshow von Sandra Maischberger der Zunder. Für erhellenden Momente sorgte die deutsch-türkische Frauenrechtlerin Necla Kelek.

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Twanger 14.01.2015, 05:43
1. Viel Gerede, wenig Handlung

Seit wievielen Jahren diskutieren wir nun eigentlich die Radikalisierung junger Muslime in Europa und das Gewaltpotenzial des Islam? Hat sich in der Zwischenzeit irgendetwas geändert? Wurden irgendwelche Maßnahmen ergriffen, außer dem Entzug des Reisepasses (den es für eine Ausreise offensichtlich nicht braucht)?

An den Lies!-Ständen werden immer aggressiver und immer umfangreicher Neukunden angeworben, die Drohungen gegen Islamkritiker werden immer schärfer (zugegeben nicht alleine von radikalen Muslimen, sondern auch von unseren Gutmenschen) und das öffentliche Leben wird immer mehr dem Islam angepasst (unbemennung christlicher Feste, Verbot von Schweinefleisch in Kantinen etc.).

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Bruder Theodor 14.01.2015, 06:06
2. Wissen's die Götter

Der Islam ist genau so ein geschlossen-logisches System (und leitet man ab von ihm, ideologisches System) wie jede andere Religion auch. Demnach kann sich keine Religion irgendwie geartet einer Kritik stellen. Eine Religion kann daher nur abgeschafft werden. Da eine Religion aber de facto Sozialisierung heißt, kann die Sozialisierung nicht abgeschafft werden (außer über den Völker- und Massenmord). Eine Religion kann daher nur auslaufen, die Sozialisierung sich wandeln, die Gesetze aus einer Religion ersetzt werden durch weltliche Gesetze. Hierzu muß man nicht gesondert auf den Islam schauen, man kann beim Christentum anfangen.

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Florida123 14.01.2015, 06:27
3. Die Loesung ist so einfach..

Die oeffentliche Ausuebung SAEMTLICHER Religionen muss verboten werden. Dann koennen die Menschen sich endlich wieder untereinander verstaendigen und muessen sich nicht mit einer Materie beschaeftigen, die sie sowieso nicht begreifen. Der Mensch ist einfach religionsuntauglich - das sollte uns die Geschichte schon gelehrt haben.

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erwin.duesenberg 14.01.2015, 06:36
4. Wieder mal am Problem vorbei

Die islamische Rechtsauffassung sieht jede Kritik als Blasphemie, die nach der Scharia mit dem Tod bestraft wird. Das ist nicht die Meinung der Fundamentalisten sondern aller gläubigen Muslime und wird in mehrheitlich muslimischen Ländern auch so praktiziert. Leider informieren sich diese Talkshow Gäste nicht ausreichend bevor sie auftreten. Wer mag kann bei YouTube nach "islamic peace conference" suchen oder sich die Fatwas zu dem Thema durchlesen.

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teilzeitmutti 14.01.2015, 06:47
5. Öhm?

Wenn die Talkshows im deutschen gebührenfinanzierten Fernsehen offensichtlich nichts taugen, warum berichtet SPON überhaupt darüber? Machen Sie doch mit "Achtung Kontrolle" auf Kabel 1 auch nicht.

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Atheist_Crusader 14.01.2015, 06:49
6.

"Das Schlusswort war Frau Baghajati vorbehalten: Religion sei viel zu groß, um überhaupt beleidigt werden zu können."

Ich weiß ja was sie meint - ein allmächtiger Gott braucht keine sterblichen Schleimer, die seine Drecksarbeit erledigen - aber die Formulierung ist ausgesprochen albern. Nichts ist zu groß um beleidigt zu werden. Und etwas so großes, so widersprüchliches und dogmatisches beleidigt sich sowieso eher selbst.

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alexxa2 14.01.2015, 06:49
7. Sie machen sich

Wie immer alles sehr einfach. Wenn die Politik nicht versagt hätte, hätten wir heute kein Afd und keine Pegida. Und Radikale oder Dummen - Mitläufer hat jd. Partei und jd. Bewegung.

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susiwise 14.01.2015, 06:49
8. Habe eine ganz andere Sendung gesehen

Auch ich habe mir diesen Talk angetan, erkenne den Verlauf in obiger Zusammenfassung aber überhaupt nicht wieder. Der oben als kompetent beschriebene Volker Beck reduzierte das Kriminalitätsproblem mit gewissen Gruppen auf ein paar "geklaute Schokoriegel", Grosser war nicht minimalistisch, sondern wirr (der Islam werde verzerrt dargestellt, weltweit würden von Islamisten "hundertmal mehr" Moslems als Andersgläubige umgebracht - da sind wir jetzt aber beruhigt) und die einzigen klaren Aussagen kamen tatsächlich von Gauland.

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colephelps 14.01.2015, 06:54
9. Ich bin froh

keinem Glauben anzugehören. Diese ganzen Diskussionen darüber sind mittlerweile ermüdend. In was für einer wunderbaren Welt würden wir doch leben, gäbe es all die Religionen nicht. Ich denke wir, die "Ungläubigen", sind die wahren Opfer in diesem Religions/-Integrations/-Migrationskonflikt.

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