Forum: Kultur
Maischberger-Talk zur AfD: "Sie quatschen hier alle an die Wand"
WDR

Führt die AfD Deutschland nach rechts? Darüber wollte Sandra Maischberger diskutieren, sie gab sich auch sichtlich Mühe. Doch gegen eine aalglatte Frauke Petry kam sie in dieser Sternstunde der wortreichen Sprachlosigkeit kaum an. Die Sendung im Check.

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otto_iii 28.01.2016, 10:42
160. 632

Zitat von wewi25
Nur wenn wir uns direkt mit der AFD auseinandersetzen,können wir deren Absichten aufdecken. Dazu muss man sie aus der Deckung locken, damit sie sich verraten. Mit der Besetzung Stegner, Henkel und einem enttäuchend schwachen Augstein, wird das nichts. Deshalb ist es geradezu Spitzenpolitikerpflicht, sich der Auseinandersetzung zu stellen. Mehr Schwergewichte. Soll die Merkel doch mal mit der Petri in die Arena gehen!
Das ändert auch nichts. Eine Regierung gewinnt nicht, indem sie die Opposition bekämpft und beschimpft, sondern indem sie gute und überzeugende Regierungsarbeit abliefert. Das hat der Wahlforscher doch überzeugend dargestellt: Solange die Asylkrise ungelöst ist wird die AfD stark bleiben, ganz egal wer und was da drumherum diskutiert wird.

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bwk 28.01.2016, 10:42
161. Berichtskultur

Liest man den Kommentar auf SPON und FAZ zum Thema Maischberger Gesprächsrunde, glaubt man, dass die Kommentaren zwei verschiedene "Talks" gesehen haben. Eine sachliche und wertfreie Widergabe scheint in der deutschen Presse und im ÖR verloren gegangen sein. Wir haben zwar keine "Lügenpresse" wie von Pegida behauptet, sondern eine Selektive. Jeder pickt sich das raus, was in sein Weltbild passt. Nach 10-jähriger Alternativlosigkeitspolitik, geschickt unters mediale Volk gebracht von unserer Regentin, kein Wunder.

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Medienkritiker 28.01.2016, 10:43
162. Worum geht es wirklich?

Stegner hat sich wie immer in der Rolle des Unsympathen gefallen. Seine schnoddrige Art vom Versagen der eigenen Partei/Regierung abzulenken ist unvergleichlich. Vergessen wird bei der Debatte, dass, würde die Regierung handeln - statt sinnfreie Phrasen zu dreschen, das Gespräch mit der AFD sich erübrigen würde.

Stattdessen werden Halbwahrheiten um das Asylrecht verbreitet und erzieherische Maßnahmen fürs gemeine Volk in die Welt hinausposaunt...ein Trauerspiel!

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peter-mich.schmidt 28.01.2016, 10:46
163. Mit Petri reden ist zwecklos

Warum lässt man Petri immer wieder in Talkshows auftreten? Wollen die öffentlich-rechtlichen Medien demonstrieren wie tolerant und demokratisch sie sind? Mit Anti-Demokraten kann man aber nicht reden - wie Petri wieder einmal gezeigt hat. Sie grinst arrogant, fällt jedem Teilnehmer ins Wort, lässt die Moderation der schwachen Maischberger gar nicht zu und trägt ihren rechts-radikalen Schmutz fröhlich vor - und redet und redet. Man könnte schreien. Was müssen wir noch alles aushalten, um zu zeigen, dass wir Demokraten sind?

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artner 28.01.2016, 10:46
164.

Es muss sehr gut gelaufen sein für die AfD, sonst hätte SPON einzelne Sätze von Petry genüßlich seziert und sich gutmenschlich darüber aufgeregt.

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stromberg1974 28.01.2016, 10:46
165. Unterbrechungskultur

Wenn man Vertreter der AfD einlädt, sollte man sie auch zu Wort kommen lassen, ansonsten wird die Talkshow zur Farce. Immer wenn Petry für einige Sekunden das Wort ergriffen hat, entstand eine unglaubliche Geräuschkulisse im Studio einschließlich Unterbrechungen durch die Moderatorin.

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garfield 28.01.2016, 10:46
166.

Zitat von sysop
Nach dem Auftritt Frauke Petrys bei Sandra Maischberger drängt sich allerdings noch eine ganz andere Frage auf: Ob es tatsächlich einen Sinn hat, mit den Rechtspopulisten zu sprechen.
Mit ihr sprechen, kann schief gehen oder wenig bringen, wie hier, aber NICHT mit ihr sprechen, hilft ihr definitiv. Zitat von sysop
sowie irgendwo zwischen allen Stühlen der Merkel-Kritiker und AfD-Aussteiger Hans-Olaf Henkel.
Ja, dieser dusslige Opa wirkt nach seinem Abgang so wie der Zauberlehrling, der immer noch nicht begriffen hat, welche Geister er da rief. Schon damals hätte ich diesen alten und naiven Professoren mehr Intelligenz zugetraut, einschätzen zu können, was sie da auf die Schiene gesetzt haben. Seine weiterhin AfD-kompatiblen Positionen legen den Schluss nahe, dass diese beleidigte Leberwurst in erster Linie sauer ist, dass er und seine Buddies von der smarten Petry asugebootet wurden. Denn Petry ist kein "Mann fürs Grobe" und kann die AfD genau so politisch korrekt und "sprachlich sauber" nach außen vertreten wie ein Lucke oder Henkel.
Zitat von sysop
Ansonsten gefiel sich der gleichfalls lächelnde, talkshowerprobte Schweizer sichtlich in der Rolle des um der Petry Heil Besorgten, der den Deutschen endlich mal erklärt, was es mit der AfD und der SVP und überhaupt mit Rechts tatsächlich auf sich hat.
Dem das Lächeln aber urplötzlich gefror, als seine "Stürmer"-Titelbilder, die Positionen der schweizerischen Justiz zu seiner Truppe und namentlich das erwähnte Urteil aufs Tapet kamen. Hier erhielt Augstein für mich überraschend Hilfe - nein nicht von Stegner - sondern von Maischberger, die Köppel wirksam in die Zange nahm. Danach wirkte das Grinsen aber recht bemüht und er dürfte sich nach der Sendung in die Faust gebissen haben. Dieser "talkshowerprobte" Rechtsausleger gab jedenfalls in dieser Sendung ein jämmerlicheres Bild ab als Petry, die zeigen konnte, wie Teflon geht.
Zitat von sysop
Selten stieß eine derartige Veranstaltung immer wieder auf solch eine geradezu surreale Weise an die Grenzen des kommunikationstechnisch Machbaren. Das lässt sich aber... keineswegs der Moderatorin anlasten.
So ist es, und daher würde ich das Fazit gar nicht so negativ sehen. Die Sendung hat - gerade DURCH Petry - immerhin gezeigt, dass man mit der AfD tatsächlich - fast - nicht reden kann. Und genau deswegen muss man es IMMER WIEDER tun! Trotz oder gerade wegen all der lächerlichen Distanzierungen und Relativierungen wissen Freund und Feind der AfD sehr genau, wofür diese Truppe steht. Auf Dauer wird Petrys "Lächelstrategie" nicht reichen, "brave deutsche Wähler" anzulocken. Denn diejenigen, die den wahren ausgrenzenden und inhumanen Kern verkörpern, hat die Partei längst im Sack. Dass man mit der "Alternative" alles andere als eine mitmenschliche und mitfühlende Gemeinschaft aufbauen kann, sondern stattdessen vom Regen in die Traufe kommt oder gar - Gott behüte - womöglich mit ihr an einem Punkt landet, wo es hinterher wieder mal "niemand hätte ahnen können", werden die Menschen bald merken. Denn DIE Parallele kann auch keine Petry leugnen: Auch um 1931 rum fing es
mit Ausgrenzung und "Wir" gegen "Die" an.

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egoneiermann 28.01.2016, 10:47
167.

Tja, da macht der sich Spiegel eine Woche lang über Frau Dreyer lustig, weil die keine Lust auf AfD hat und muss nun selbst in Person des Miteigentümers Augstein feststellen. dass mit Rechtspopulisten keine Diskussion möglich ist. Genau dies schrieb ich als Kommentar vor zwei Tagen, die AfD sieht solche Diskussionn nur als Möglichkeit ihre Parolen zu verbreiten und hat ansonsten kein weiteres Interesse diese zu diskutieren und macht es dann auch einfach nicht. Schön, dass nun SPON genau das gleiche schreibt.

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Olaf 28.01.2016, 10:47
168.

Zitat von K.Hexemer
weiß dass beides falsch ist. 10 % bei 50 % sind auch 10 % bei 100 % Wahlbeteiligung weil dann einfach die Basis doppelt so groß ist. Unterstellt dass die 10 % bei 50 % Wahlbeteiligung repräsentativ für die Gesamtheit ist. Anders wäre es auch schwierig aus 50 % Wahlbeteiligung eine politische Legitimation zu ziehen!
Ja, Prozentrechnung ist schwierig.

Übrigens verteilen sich laut einer Umfrage die Sympathien für Parteien bei den Nichtwählern genau so wie bei den Wählern.

http://www.welt.de/politik/deutschla...der-Union.html

Was eigentlich auch nicht wirklich überrascht. Es ist also falsch in den Nichtwählern ein großes Protestpotential zu sehen und 10% sind eben wirklich 10%.

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alyeska 28.01.2016, 10:48
169. Die Ein-Themen-Partei!

Reinhard Schlinkert bringt es damit auf den Punkt und Frau Petry schiesst sich mit ihrer "darauf Antworte ich nicht" Mentalität selber ins Aus. So kann Politik nicht funktionieren und das ist auch gut so.

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