Forum: Kultur
Maischberger-Talk zur AfD: "Sie quatschen hier alle an die Wand"
WDR

Führt die AfD Deutschland nach rechts? Darüber wollte Sandra Maischberger diskutieren, sie gab sich auch sichtlich Mühe. Doch gegen eine aalglatte Frauke Petry kam sie in dieser Sternstunde der wortreichen Sprachlosigkeit kaum an. Die Sendung im Check.

Seite 51 von 66
NeZ 28.01.2016, 17:34
500.

So, wie die SPD langsam nach rechts rückt, und die Linke ebenso teilweise zu sehr auf populistische Phrasen zurückgreift, sollte ich mich wohl mal genauer mit dem Wahlprogramm der Grünen befassen.

Die sind irgendwie die einzigen, die mit Besonnenheit als Partei agieren, nämlich mit Politik fürs Land und nicht fürs Volk. Denn das weiß grad scheinbar nicht, was gut für Deutschland ist: Offene Grenzen und internationale Solidarität.

Leider hört das Volk grad nur auf die lautesten (Seehofer, Petry) anstatt denjenigen, die wirklich Ahnung haben (Hofreiter, Gysi).

Beitrag melden
niklot1147 28.01.2016, 17:35
501. Petry hat gewonnen

Obwohl kein AfD-Wähler, muss ich sagen: Hut ab vor Frau Petry. Sie hat auf charmante Art alle die vielen Beschimpfungen, Unterstellungen und Vorhaltungen souverän gekontert und dabei stets eine gute Figur gemacht. Besonders beschämend fand ich den verbissenen Auftritt von Herrn Stegner, dem als sogenanntem Linken nichts besseres einfiel, als nach der Überwachung durch den Verfassungsschutz zu rufen. Peinlich. Aber auch Augstein, den ich bisher immer für ein politisches Schwergewicht gehalten hatte, bot nichts außer niveaulosen persönlichen Beschimpfungen gegen Frauke Petry. Von Henkel ganz zu schweigen.

Beitrag melden
Hardt 28.01.2016, 17:35
502.

Zitat von elikey01
#393 Eindruck/Meinung: Das geschieht doch insofern, als dass die Kategorie "RICHTIG" von allen links von der Mitte für sich beansprucht wird - und sei es nur eine (deren) Meinung. Jede (andere) rechts von der Mitte wird eben in die Kategorie "FALSCH" einsortiert - und entsprechend zumeist unsachlich polemisch attackiert, was dann in der "Anregung" ....muss vom Staatsschutz beobachtet werden gipfelt. Selbst die Polizei wird von den LINKEN physisch attackiert, wenn sie ihrer Verpflichtung zum Schutze auch von AfD-Veranstaltungen nachkommt. Diese überall gegenwärtige Aggression gg. eine verfassungskonforme demokrat. Partei bzw. deren Protagonisten einschl. Bedrohung von Vermietern von Veranstaltungs-Räumlichkeiten an die AfD wirkt mind. ebenso bedrohlich in die Gesellschaft hinein wie jedwede Gewalt gg. Flüchtlingsunterkünfte od. Menschen, egal welche Meinung sie skandieren. Es kann keine "gute" (i.S.v. "gerechtfertigte") Gewalt geben - Gewalt ist immer BÖSE! Die Bevölkerung sozialistisch diktatorischer Staaten, die sich nur durch Bespitzelung, Unterdrückung und Gewalt (eine gewisse Zeit) "halten" können, wissen darum, so wie die (einst regime-drangsalierten) Bürger der ex-DDR. Sie unterscheidet sich insofern nicht vom bösartig-ideologischen machtaffinen Denunziantentum der NS-Zeit, die viele jüd. Mitbürger das Leben kosteten und Europa ins Elend stürzte. Nicht zuletzt diese Historie führt m.M.n. dazu, dass heuzutage bereits "konservativ" und alles, was nicht links von der Mitte denkt und meint, zu bekämpfen ist - "mit aller Gewalt" sozuagen, jedoch zutiefst demokratiegefährdend.
Sehr schön formuliert. Danke dafür!

Beitrag melden
MrMokel 28.01.2016, 17:41
503. Das ist keine Meinung

Zitat von S@sh
...alle anderen Parteien sind die Friedensstifter und Wohlstandsvermehrer, ganz klar. Die Regierung unserer BRD natürlich uneingeschränkt solidarisch mit den eigenen Bürgern... ja klar. Es ist völlig egal wer in Berlin labert... ob AfD, CDU oder gar die NPD... wer will sich schon freiwillig mit dieser Bundespolitik identifizieren? Da ist nunmal alles besser, was Bürgernähe beweist. Die AfD ist, meiner Meinung die einzige Partei die sich FÜR Deutschland und das sogar vertretbar patriotisch positioniert.
das ist eine Erkenntnis, das ist besser als eine Meinung. In Inhalt und Umfang an das Niveau vieler anderer Beiträge angepasst, aber... eine Erkenntnis ;-)

Beitrag melden
Brakiri 28.01.2016, 17:42
504. Nutzen der AfD

Auch wenn man die AfD nicht gut findet, sollte man ihren taktischen Wert bei der nächsten Wahl nicht unterschätzen. Die Blockparteien bewegen sich nur, wenn ihnen jemand Angst macht. ansonsten bleiben die gleichen Schweine an den Trögen und sitzen aus oder machen groben Unfug. Wenn die AfD 10+% holt, dann wird der eine oder andere aufwachen, denn dann ist es zu spät zum verbeiten. Dann müssen Sympathien wieder über Realpolitik gemacht werden.
Was ist die Alternative? Das wir wieder und wieder in gleicher Verteilung die Aussitzer und Unfähigen wählen und ihnen so suggerieren, alles ist gut?
auch wenn ich manches was die AfD tut und sagt für fragwürdig halte, so würde ich doch weder CDU, Grüne oder die SPD wählen. Etwas wirklich wählbares gibt es nicht, aber man kann die Aufrüttel-Partei für faul gewordene Politiker wählen.

Beitrag melden
querdenker101 28.01.2016, 17:42
505.

Zitat von NeZ
So, wie die SPD langsam nach rechts rückt, und die Linke ebenso teilweise zu sehr auf populistische Phrasen zurückgreift, sollte ich mich wohl mal genauer mit dem Wahlprogramm der Grünen befassen. Die sind irgendwie die einzigen, die mit Besonnenheit als Partei agieren, nämlich mit Politik fürs Land und nicht fürs Volk. Denn das weiß grad scheinbar nicht, was gut für Deutschland ist: Offene Grenzen und internationale Solidarität. Leider hört das Volk grad nur auf die lautesten (Seehofer, Petry) anstatt denjenigen, die wirklich Ahnung haben (Hofreiter, Gysi).
Mit den Grünen ist es so wie mit dem Betriebssystem UNIX. Es heißt immer "UNIX ist das beste Betriebssystem der Welt; und das seit 30 Jahren"

Beitrag melden
Rise-T 28.01.2016, 17:42
506.

Zitat von Bondurant
Niemand macht einem illegalen Einwanderer den Vorwurf, jede erdenkliche Möglichkeit zu nutzen, um in einen Sozialstaat gelangen zu können. Der verhält sich völlig vernünftig und nachvollziehbar. Die Unterscheidung, wer kommen darf und wer nicht, muss die Aufnahmegesellschaft treffen. Demokratisch.
Kann ich nur ausdrücklich zustimmen.

Die Irrationalität liegt definitiv nicht auf Seiten der Migrationswilligen, sondern auf Seiten der deutschen Regierung und nicht unwesentlichen Teilen der hiesigen Gesellschaft.

Die derzeitige deutsche Überhöhung von allem, was irgendwie nach "Moral", "Herz" und "Bauch" klingt, ist leider mit einer drastischen Unterbewertung von "Hirn" erkauft. Die demokratische Wiederherstellung einer gesunden Balance ist hier dringendst vonnöten.

Beitrag melden
elikey01 28.01.2016, 17:44
507.

Zitat von markus_wienken
Mit Posts (von Argumenten kann man leider nicht sprechen) wie diesen werden Sie kaum jemanden überzeugen können. Das haben andere Foristen überzeugender getan.
[Zitat von MrMokel
"von Frauke Petry ist das Lächeln einer Lügnerin. Es ist eine Maske, die sie aufsetzt, um nicht ihre wahren Gefühle preiszugeben. Das und der kurze Rock. Roger Köppel hat auch oft so dämlich gegrinst. Das ist das Grinsen der Unaufrichtigen, die Euch als erstes das Wegnehmen, wofür ihr sie vermeintlich gewählt habt."]

#475
In der Tat: Einer Demagogie vom "Feinsten" - wie der obigen - ist das zu entnehmen, was sie dem kategorischen "Gegner" stereotyp vorwirft: Hetzerische Attitüde.

Dgl. spricht auch von "schlichtem Geist". Denn dadurch wird u.a. auch ein Solidarisierungseffekt bei jenen entwickelt, die diese nicht nur unfaire, sondern auch unsachlich undifferenzierte Polemik gg. Andersdenkende und -meinende - ob Partei od. Forist - als zutiefst ungerecht empfinden. Unabhängig von persönlicher (Weltbild-)Betroffenheit: Kann man sich eine Meinung bilden, ohne sich vorher objektiv schlau gemacht und verstanden zu haben?

Im Grunde gleichen doch solche "Posts" in ihren persönlichen Verunglimpfungen nicht minder denen, die man pauschal den "Pegiden" und der AfD vorwirft: Auf dumpfe Beschimpfung reduzierte Artikulierung wird nicht weniger dumpf, nur weil sie von selbsternannten "Guten" kommt.

Beitrag melden
2623 28.01.2016, 17:45
508. Interesse

Zitat von niklot1147
Obwohl kein AfD-Wähler, muss ich sagen:
Es würde mich interessieren, warum sie kein AFD Wähler sind. Ernst gemeint, bitte nehmen Sie sich die Zeit der Antwort. vielen Dank.

Beitrag melden
lebenerleben2 28.01.2016, 17:47
509. Sehr emotionale Runde !

. . . und Herr Stegner tat sich besonders lautstark hervor. Dabei klang es am Anfang der Woche noch ganz anders im DLF.
Dort betonte er im Interview :
'Wer einfache Antworten gibt, kann gleich zu den Rechtsradikalen gehen'.
Aber gestern gab gerade er verwirrt laute, teils unflätige Antworten in der Art eines geistigen Randalierer.
Wo waren seine sachlichen Antworten, wo waren die intelligenten, ruhig vorgetragenen Argumente, welche sie permanent lauthals von den anderen einfordern ?
Sein Auftritt bei Sandra Maischberger war für die SPD ein Fanal.
Allerdings keines der Hoffnung !
Was ist nur aus der Partei Helmut Schmidts und Willy Brandts geworden ?
Wenn ihre These von der hohen Wertigkeit der zu gebenden Antworten stimmen sollte, werden wir sie wohl in absehbarer Zeit bei den Rechtsradikalen verorten müssen.
Ihr Wort in Gottes Ohr . . .
Die AFD nimmt sie jedenfalls nicht !

Beitrag melden
Seite 51 von 66
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!