Forum: Kultur
"Maischberger"-Talk zur US-Wahl: "Versemmeln kann man alles"
REUTERS

Wie verändert der "Trump-Schock" die Welt? Das wollte Sandra Maischberger wissen. Es ging um die Schuldfrage, um die AfD - und um die Gorillahaftigkeit des weißen Mannes.

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panzerknacker 51 10.11.2016, 00:41
1. Das übliche

... Geschwafel; nur Oskar hatte was zu sagen.

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arrache-coeur 10.11.2016, 00:52
2.

"Wenn Sie als Demokratin in New Hampshire gegen einen Mann mit gelben Haaren verlieren, dann müssen Sie das Problem bei sich selbst suchen. Und nicht bei dem weißen Mann." - Gute Zusammenfassung:-)

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Newspeak 10.11.2016, 00:55
3. ...

Der letzte Satz ist großartig ("Nicht auszudenken, wie weit es dieser Lafontaine noch bringen könnte, ginge er eines Tages in die Politik.") und er zeigt genau das Problem von solchen Populisten. Reden können sie, liefern, wenn sie an der Macht sind, meistens nicht. In diesem Punkt ist übrigens Obama kein kleinerer Populist, als Trump! Was hat Obama nicht alles versprochen. Und was hat er davon umgesetzt. Die Ausrede mit der Blockade durch die Republikaner erklärt manches, aber nicht alles. Obama ist ein Mann der Phrasen. Mal schauen, was Trump ist.

Was schlimmer ist, als Trump, ist allerdings das deutsche Talkshowpersonal. Gräßlich. Immer dieselben Leute. Immer die gleichen, vorhersagbaren Beiträge. Dazu solche "Lichtgestalten" wie Schwarzer, die durch was noch mal qualifiziert ist, zu solchen politischen Themen zu sprechen? Alles sehr mittelmäßig, was man da geliefert bekommt. Und dann solche Sätze wie von Roth "Auch wage er die These, "dass Trump für Merkel der absolute Anti-Typ ist"." Ja, und? Vielleicht muß Merkel ja nur ein halbes Jahr mit ihm auskommen. Vielleicht könnte man als Journalist auch einfach mal annehmen, daß Merkel nicht wieder gewählt wird, oder sich fragen, ob Merkel ein ähnliches Problem darstellt, eine Amtsinhaberin, die zu lange schon dabei ist, sich für unersetzlich hält, den Fortschritt blockiert und Deutschlands Gesellschaft spaltet, nicht anders als in Amerika geschehen. Aber das ist wohl alles zu hoch für Roth, diesen müden Gesellen, der nur dort sitzt, weil er mal "was mit Medien" gemacht hat. Schlimmstes Beispiel für die Proporzinzucht der Medien, für die Echokammer, die aus Leuten besteht, die nur schon alle zu lange immer recht hatten und in ihren Berliner Lofts und demnächst versorgt mit der großzügigen Pension des GEZ-Beitragszahlers keinen Bezug zur Wirklichkeit mehr haben. Ganz grausam. Und da wundert man sich noch, woher die ganze Verachtung und der ganze Hass kommt?

Trump ist ein Produkt dieser verlogenen Scheinwelt, die von den Medien mit erschaffen wird. Die Medien sind Teil des Problems und nicht der Lösung.

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Klapperschlange 10.11.2016, 04:04
4. In dieser.......

..... Diskussion war Oskar nur noch peinlich. Seine staatszersetzenden Ansichten sind bekannt, traurig, dass die Öffentlich Rechtlichen ihm immer wieder für seine kruden Äußerungen einen Plattform bieten.

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marthaimschnee 10.11.2016, 04:25
5. Wer ist schuld?

Offenbar alle, außer der Presse, bzw den Medien. Dabei halten sich hartnäckige Gerüchte, daß die Kandidatur Trumps das Resultat einer, von den Demokraten inszenierten, medialen Intrige ist. Das wäre natürlich vergleichbar mit einem Elfmeter im Fußball, denn man ins eigene Tor befördert. Und unglaubwürdig ist das auch nicht gerade, auch Sanders wurde ja per Intrige aus dem Weg geräumt und damit, so wie es heute aussieht, um die Präsidentschaft betrogen, denn der hätte gegen Trump eine weitaus bessere Figur abgeben können und hätte nicht darauf vertrauen brauchen, als der vielleicht etwas weniger. böse rüber zu kommen.

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Ontologix II 10.11.2016, 05:39
6. Die Masse fühlt richtig und handelt falsch (Churchill)

Die Demokratische Partei war im 20.Jh. die Partei der (Links)Liberalen und Menschenrechtler in den USA. Das änderte sich mit Bill Clinton, der von der Wall Street finanziert wurde und sich mit der weiteren Liberalisierung der Finanzmärkte revanchierte. Der Republikaner Bush jr. und Obama nahmen nichts davon zurück.
Mit Hillary Clinton hatten die Strategen und Finanziers der Demokraten geplant, eine loyale Vertreterin ihrer Interessen ins Weiße Haus zu bringen. Der antikapitalistische Linksliberale Bernie Sanders musste gestoppt werden, was auch gelang.
Dank seiner Popularität hätte er vermutlich Trump besiegt, denn beide fischten im gleichen Segment der Bevölkerung: den Verlierern der Globalisierung und den Opfern des Heuschreckenkapitalismus.
Die Rechtsliberale Clinton würde dem Establishment der Wall Street nicht gefährlich werden. Nur hatten die Strategen und Lobbyisten die Stimmung und Entschlossenheit der schweigenden Mehrheit falsch eingeschätzt. Clintoin, die aalglatte Marionette von GoldmanSachs & Co. fiel beim Wahlvolk durch.
Trump konnte zwar mit seiner Taktik der Gegnerschaft zum Establishment punkten, wird aber an den amerikanischen Verhältnissen nichts ändern.

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i.dietz 10.11.2016, 05:43
7. Die Menschen hier wie dort

haben "die Nase voll" von Politik und Politikern, die
a) nur noch mit sich selbst beschäftigt sind und
b) nur noch ungeniert als "Handlager" der Lobbyisten und Großkonzerne dienen.

Trump war eine absolute Protestwahl !

Frau Merkel und ihre politischen Freunde in der SPD werden den Unmut der Menschen in der BRD bei den nächsten Wahlen auch zu spüren bekommen !

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invictus 10.11.2016, 05:57
8. Einen Spiegel für den Spiegel

Sie haben vollkommen Recht, Herr Frank. Und wissen Sie was? Ein gehöriger Teil von uns Linken mag Lafontaine nicht. Aus ebendiesen Gründen nicht. Und was heisst das? Es heisst das, was Sie auch bei Wikipedia ganz offen lesen können: Dass das politische Spektrum innerhalb der Linken ein großes ist. Dass man uns nicht alle über einen Kamm scheren kann. Dass wir, im Gegensatz zu den Rechten, nicht Stärke durch Einigkeit vermitteln wollen. Es wäre geschickter von uns, wenn wir es täten. Aber es wäre geheuchelt. Es wäre falsch. Es wäre derselbe Populismus, dieselbe Idiotie, wie man sie mittlerweile überall auf der Welt vorfindet. Sie selbst, Herr Frank, suggerieren Populismus in ihrem letzten Satz. Nicht weil er falsch wäre - das ist er nicht, nicht in meinen Augen. Sondern weil sie diesen letzten Satz wie ein Mahnmal gegen JEDWEDES progressive Denken standalone stehen lassen. Ausklingen lassen. Wirken lassen. Ohne Relativierung. Ohne Verweis auf Andersdenkende. Ohne Alternative. Und damit spielen Sie, gewollt oder nicht, in die Hände dererer, die sich ganz bewusst, ganz zielgerichtet als "Alternative" bezeichnen. Ist das kein Populismus, Herr Frank? Trump - Trump ist nur möglich geworden, weil Linke wie ich versagt haben. Es ist unsere Schuld, weil wir so heterogen, also so schwach sind. Trump ist aber auch möglich geworden, weil Journalisten ihr Daily Business betreiben: Geld zu verdienen mit Clilckbaits, mit einseitigen Darstellungen, mit Sensationsjournalismus. Ich bin mir sicher, dass Menschen wie Sie es nicht wollten, aber Sie verhalfen und verhelfen weiterhin Unmenschen wie Trump dorthin, wo jene heute sind. Wir Linken sehen viele Probleme. Bei uns selbst und in der Welt. Wir suchen nach Möglichkeiten, suchen nach Kompromissen und Lösungen. Es ist alles andere als leicht. Wir sind keine Kommunisten, keine ewiggestrigen Ideologen, die sich auf Altbewährtes berufen. Einige von uns sind das, ja. Aber mit denen haben wir selbst Probleme, und zwar genau deswegen, glauben Sie mir. Aber wir versuchen es wenigstens. Wir versuchen nach Lösungen zu suchen, nicht im Populismus auszuarten. Was tun Sie, Herr Frank, mit Ihrem letzten Satz?
Denken Sie darüber bitte nach - Sie persönlich - aber das gilt auch für alle Medien. Weltweit.

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Paul Panda 10.11.2016, 06:50
9. Lebendige Diskussion mit Fehlern

Ich bin zwar kein Freund der Maischberger-Talkshow, aber gestern hat seit langem wieder mal eine richtig lebhafte Diskussion stattgefunden, in welcher zumindest Oskar Lafontaine, der amerikanische Gast Eric Hansen und Herr Reichelt von der Bild Regie führten. Während ich die Einwürfe von Alice Schwarzer eher noch als erheiternd abbuchen konnte, hatte ich den Eindruck, dass Thomas Roth mit seinem permanenten Gepoltere die Zeichen der Zeit noch nicht ganz begriffen hat. Wer mir jedoch mächtig auf die Nerven ging, war Frau Maischberger selber, die in gewohnter, selbtsherrlicher Manier der anwesenden Trump-Verteidigerin Atwal nicht die leiseste Chance gab, ihre Ansichten, die der Moderatorin wohl nicht passten, darzulegen. Warum wurde sie dann überhaupt eingeladen? Leider hat es der Autor des Artikels nicht geschafft, auf das immer wieder gern praktizierte Lafontaine-Bashing zu verzichten. Vorschlag: Könnte man die zukünftigen Maischberger-Talkshows nicht einfach ohne die Anwesenheit von Frau Maischberger durchführen?

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