Forum: Kultur
"Maischberger"-Talk zur US-Wahl: "Versemmeln kann man alles"
REUTERS

Wie verändert der "Trump-Schock" die Welt? Das wollte Sandra Maischberger wissen. Es ging um die Schuldfrage, um die AfD - und um die Gorillahaftigkeit des weißen Mannes.

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Rosbaud 10.11.2016, 11:28
60. Ressentiment und Wirklichkeit

Zitat von Klapperschlange
..... Diskussion war Oskar nur noch peinlich. Seine staatszersetzenden Ansichten sind bekannt, traurig, dass die Öffentlich Rechtlichen ihm immer wieder für seine kruden Äußerungen einen Plattform bieten.
Sie geben hier nur Ihre festgezurrten Ressentiments zum Besten, ganz unabhängig von dem, was Lafontaine gesagt hat. Seine Äußerungen geben nicht her, was Sie ihm unterstellen. Wo war er denn "staatszersetzend"?

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klmo 10.11.2016, 11:42
61.

Zitat von hans_olo_
Anscheinend habe ich eine andere Sendung gesehen, als die anderen Foristen. Lafontaine war argumentativ schwach, Schwarzer wieder mal deplatziert und Frau Atwal, ja, man hatte keine Ahnung wieso sie dort saß. Sie hatte keine Argumente außer emotionalen Statements.
Die bekam doch von der Maischberger nicht die geringste Chance, sich mal im ruhigen Ton zu äußern.
Da die Frau Maischberger die Diskussion nicht mehr im Griff hatte, ging die Auswahl nach dem Roullette-Verfahren, nach dem bekannten Motto: wer sich verbal durchsetzt dominiert. Gesprächskultur - vergessen!
Auch passten der Maischberger die Einwürfe von Atwal offenbar nicht, Ingnoranz war die Folge. (Ich wäre aufgestanden und gegangen.)
Wie es besser laufen kann, sieht man bei Lanz. Hier hat JEDER Gesprächsteilnehmer die Chance, seine Meinung zu offenbaren und darzulegen, da hier individuell auf den Gast eingegangen wird.
Dieses ganze Talk-Theater bei der Maischberger ist langsam unterstes Niveau.
Ebenfalls berechtigt die Kritik, was die Auswahl der Gäste betrifft. Wie fixiert und ideenlos hier gewählt wird, ist unglaublich. Auch hier setzt sich Lanz zumindest im Ansatz deutlich ab.

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nhorwath 10.11.2016, 12:13
62. Wie in standhafter Brüderlichkeit,

demonstrieren die Medien den Einklang mit unseren Politikern und Frau Clinton.Also wenn das objektive,deutsche Berichterstattung ist,dann bekomme ich angst um dieses Land.Demokratie wird nur noch als Monstranz vor sich hergetragen.Wenn sie dann einmal tatsächlich passiert,ist man in Deutschlands Amts-Stuben und Journalisten-Treff's aus dem Häuschen.

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klmo 10.11.2016, 12:17
63.

Zitat von Rosbaud
Sie geben hier nur Ihre festgezurrten Ressentiments zum Besten, ganz unabhängig von dem, was Lafontaine gesagt hat. Seine Äußerungen geben nicht her, was Sie ihm unterstellen. Wo war er denn "staatszersetzend"?
Die Problematik besteht doch darin, dass man komplexe politische Zusammenhänge mit nur wenigen Sätzen kaum erklären kann!! Wenn ein Teilnehmer hier einen Versuch startet, wird er spätestens nach 2 bis 3 Minuten unterbrochen, wobei man sprunghaft sofort in ein anderes Themenfeld wechselt. (Bei A. Schwarzer zum Beispiel weiß man schon als Endlosschleife im Vorfeld, was ihre Botschaften sind.) Eine Tiefe in der Sache, egal ob politisch, kulturell oder religiös, ist daher in solchen Sendungen eine reine Illusion. Ich vermute mal, dass es eine kompetente Klientel von Experten gibt, die allein schon deshalb an solch einer Diskussionkultur kein Interesse haben und sofort abwinken. Deshalb immer wieder die selben Protagonisten in den Talk-Shows, die sich als Selbstdarsteller profilieren. (Daher ein Überhang von Künstler und Schauspieler, Journalisten oder Politiker, die die Öffentlichkeit brauchen und davon leben.)

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io_gbg 10.11.2016, 12:22
64.

Zitat von nordlys
In welcher Filterblase finden Sie denn die Belege für diese absurde Behauptung?
In keiner.
Ich lese täglich Nachrichten und Hintergrundberichte aus sehr verschiedenen Quellen verschiedener Herkunft in den viereinhalb Sprachen in denen ich zuhause bin.

"Eine Partei, die sich für mehr direkte Demokratie und für Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild einsetzt, macht "Stimmung gegen die Demokratie"? "

Sie wissen sehr wohl, das es das alleine nicht ist.


"Wenn Sie allerdings die "marktkonforme Demokratie" im Merkel-Stil,"

Es gibt eine durch das Grundgesetze und weitere Gesetze bestimmte Demokratie. Dass Sie das als Merkel-Demokratie diffamieren, spricht Bände.

" also das Verkünden von Entscheidungen unter Missachtung von Gesetzen und Verträgen"

Wenn Ihnen gesetzesbrüche bekannt sind, warum haben Sie nicht dagegen geklagt? Wo sind alle die anderen, die vor das Verfassungsgericht gezogen sein müssten?


", ohne Rücksichtnahme auf die Interessen der Bevölkerung,"

Die Zustimmungsrate für Merkel ist immer noch sehr hoch. Es ist daher abwegig von "der bevölkerung" als Monolith zu sprechen. Und Sie sind überhaupt nicht bestimmt von der Bevölkerung für diese allgemein zu sprechen!


"ohne Abstimmungen mit dem Parlament"

Das muss auch nicht in jedem Fall. Warum auch jedesmal?

"und ohne Absprache mit europäischen Nachbarländern"

Und wenn Merkel dann alles abspricht, dann würde es doch auch wieder nicht recht sein. Dann würden Sie sagen, dass sie vor den Nachbarländern zu Kreuze kriecht.
Wie sollte Merkel Ihnen wohl etwas recht machen können?

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troy_mcclure 10.11.2016, 12:34
65.

Zitat von klmo
Die Problematik besteht doch darin, dass man komplexe politische Zusammenhänge mit nur wenigen Sätzen kaum erklären kann!! Wenn ein Teilnehmer hier einen Versuch startet, wird er spätestens nach 2 bis 3 Minuten unterbrochen, wobei man sprunghaft sofort in ein anderes Themenfeld wechselt. (Bei A. Schwarzer zum Beispiel weiß man schon als Endlosschleife im Vorfeld, was ihre Botschaften sind.) Eine Tiefe in der Sache, egal ob politisch, kulturell oder religiös, ist daher in solchen Sendungen eine reine Illusion. Ich vermute mal, dass es eine kompetente Klientel von Experten gibt, die allein schon deshalb an solch einer Diskussionkultur kein Interesse haben und sofort abwinken. Deshalb immer wieder die selben Protagonisten in den Talk-Shows, die sich als Selbstdarsteller profilieren. (Daher ein Überhang von Künstler und Schauspieler, Journalisten oder Politiker, die die Öffentlichkeit brauchen und davon leben.)
Sie bringen es auf den Punkt, genau deswegen habe ich dann liber die Phoenix-Runde angeschaut

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soinmast 10.11.2016, 12:44
66. Haben meine Großeltern auch gesagt

Zitat von raskolnikoff26
Verstehe nicht, weshalb so viele Menschen auf die Barrikaden gehen. Trump ist eine Chance für die USA und für die Welt! Hört auf rumzuheulen, weil einer gewählt wurde, der sagt was er denkt, der gegen dieses korrupte System ist! Er wird alle positiv überraschen und ich freue mich auf die Veränderungen und die Machtverschiebungen auf der Welt.
als damals einer gewählt wurde, der sagt was er denkt. Dieser jemand hat allen Arbeit versprochen und war Hoffnungsträger für ein neues, besseres Deutschland. Vieles von dem war Rückwärtsgewand, wie bei Trump.

In einem haben sie allerdings recht: Er hat auch alle überrascht!

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klmo 10.11.2016, 13:32
67.

Zitat von soinmast
als damals einer gewählt wurde, der sagt was er denkt. Dieser jemand hat allen Arbeit versprochen und war Hoffnungsträger für ein neues, besseres Deutschland. Vieles von dem war Rückwärtsgewand, wie bei Trump. In einem haben sie allerdings recht: Er hat auch alle überrascht!
Unglaublicher Schmarren. Hoffnungsträger ist jeder gewählte Politiker und es ist ein gängiges Ritual, dass bei Wahlen der Arbeitsmarkt und die Arbeitslosigkeit ein Schwerpunktthema ist.
Hier mit mit unserer unseligen deutschen Vergangenheit zu assoziieren, ist absurd und beileidigend zugleich.

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Rosbaud 10.11.2016, 13:35
68. Die braven Bürger

Zitat von Dr.Fuzzi
Es ist erbärmlich auch seitens der Politik, hier permanent devot den Scheffel unter den Stuhl zu stellen. Noch nie ging es den Menschen in Europa derart gut wie heutzutage - allen! Niemand muß zwingend Hunger erleiden, niemand muß auf der Strasse leben, wenn er es denn nicht will - und für die, die es selbst nicht "gebacken kriegen", gibt es mannigfaltige Hilfe auch abseits der staatlichen Einrichtungen. Es ist nicht der pure Luxus für alle, aber wesentlich besser wie "damals"!
Na klar, solange jemand nicht in zerschlissener Kleidung in der Fußgängerzone betteln gehen muss, unter Brücken nächtigt und von Klosterfräuleins mit Essen versorgt wird, ist er eigentlich gar nicht "richtig" arm. Arm war man "damals" (historische Relativierung) oder ist man heute in Burkina Faso (geografische Relativierung), aber in Deutschland arm zu sein, gleicht doch einem Sechser im Lotto, gell?

Der "brave" Bürger möchte sein schönes Leben nicht mit düsteren Gedanken über soziale Gerechtigkeit belasten. Da drückt er dann schon beim Zwangsarbeits- und Demütigungssystem Hartz IV gern mal ein Auge zu. Und die Wiederkehr der Armenspeisung ist doch eine gute Sache, hat sich doch schon im Mittelalter bewährt ...

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adolfo1 10.11.2016, 14:33
69. Jeder

es genügt sich zu verhüllen, oder die Haare rot bzw. grün zu färben, oder einen Feministinnen-Spruch gegen angeblich frauenfeindliche Männer loszulassen und schon ist man dabei. Was haben die beiden Sender sich eigentlich dabei gedacht? Was macht die "Piraten-Frau" heute bei Maybrit Illner? Wenn jemand der Meinung ist, er müsse sich für einen bestimmten Sektor einsetzen, dann kann er das tun, eine Bewegung gründen, Unterschriften sammeln und Petitionen einreichen, aber bitte raus aus der Politik, sonst kommt noch ein Brieftaubenzüchter (mein Respekt) auf die Idee eine politische Partei mit dem Namen "La Paloma Blanca" zu gründen, mit der Forderung :"grenzüberschreitende Flugrechte für Brieftauben".
PS: was uns in erster Linie derzeit beunruhigen sollte, ist die zunehmende Armut und nicht das Gequassel von irgendwelchen pintoresken Figuren, die wir derzeit erleben.

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