Forum: Kultur
"Maischberger"-Talk zur US-Wahl: "Versemmeln kann man alles"
REUTERS

Wie verändert der "Trump-Schock" die Welt? Das wollte Sandra Maischberger wissen. Es ging um die Schuldfrage, um die AfD - und um die Gorillahaftigkeit des weißen Mannes.

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Meerkönig 10.11.2016, 14:36
70. Trump hat auch nur die eine Aufgabe

Die US - Executive hat nur ein Ziel und eine Aufgabe, den "Status quo" für immer und alle Zeiten sicherzustellen. "Status quo" heißt auf der einen Seite die Rockefellers, die Oppenheims, die Kennedys, Bushs, Clintons, Gates ,Waffenfabrikanten, Großfarmer usw., auf der anderen Seite der Rest der amerikanischen Bevölkerung bzw. der Weltbevölkerung, immerhin mindestens 99%. Wer diesen "Status quo" gefährdet, egal ob Putin oder eigene Sozialverbände, wie Gewerkschaften usw. wird es mit Trump zu tun bekommen,genau wie früher mit Reagan ,Kennedy, Bush usw. Daran wird sich nichts ändern. Nur Obama war da etwas kalt gestellt.
Für eines müssen wir ihm allerdings auch jetzt schon danken! Der Merkel hat er im Wahlkampf ganz klar die Meinung gesagt, dass hätte kein Forist besser gekonnt nicht einmal die AFD.
"Ich dachte immer, Merkel wäre eine großartige Führungsperson. Aber was sie in Deutschland gemacht hat ist verrückt. Es ist verrückt!" sagte Trump zu Merkels Entscheidung Anfang September, Flüchtlinge in großer Zahl nach Deutschland reisen zu lassen.
Wenn Merkel und ihre Koalition das nicht verstanden hat, wird es hier genau so Protestwahlen geben.

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helmut_langer 10.11.2016, 15:03
71. Klapperschlange

Zitat von Klapperschlange
..... Diskussion war Oskar nur noch peinlich. Seine staatszersetzenden Ansichten sind bekannt, traurig, dass die Öffentlich Rechtlichen ihm immer wieder für seine kruden Äußerungen einen Plattform bieten.
Herr Lafontaine war der einzig seriöse Analyst dieser Runde! Peinlich, dümmlich, ignorant die Pressevertreter von Bild & ARD : Reichelt & Roth.

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Rosbaud 10.11.2016, 16:35
72. Aufgabe der Sprechbedürfnisanstalten

Zitat von klmo
Die Problematik besteht doch darin, dass man komplexe politische Zusammenhänge mit nur wenigen Sätzen kaum erklären kann!! Wenn ein Teilnehmer hier einen Versuch startet, wird er spätestens nach 2 bis 3 Minuten unterbrochen, wobei man sprunghaft sofort in ein anderes Themenfeld wechselt. (Bei A. Schwarzer zum Beispiel weiß man schon als Endlosschleife im Vorfeld, was ihre Botschaften sind.) Eine Tiefe in der Sache, egal ob politisch, kulturell oder religiös, ist daher in solchen Sendungen eine reine Illusion. Ich vermute mal, dass es eine kompetente Klientel von Experten gibt, die allein schon deshalb an solch einer Diskussionkultur kein Interesse haben und sofort abwinken. Deshalb immer wieder die selben Protagonisten in den Talk-Shows, die sich als Selbstdarsteller profilieren. (Daher ein Überhang von Künstler und Schauspieler, Journalisten oder Politiker, die die Öffentlichkeit brauchen und davon leben.)
Diese " Sprechbedürfnisanstalten" erfüllen in unserer Mediendemokratie eine wichtige Funktion. Mit ihnen soll das Volk auf Linie gebracht werden.
Ich erinnere mich mit Grausen an meine Sonntage mit Sabine Christiansen, bei der mitunter drei "Botschafter" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf der Couch saßen, ohne als solche kenntlich gemacht zu werden, und schamlos neoliberale Propaganda betrieben, bis der deutsche Michel die neoliberalen Grundbegriffe im Schlaf hersagen konnte: Wettbewerbsfähigkeit, Standortwettbewerb, Deregulierung, Privatisierung, Flexibilisierung usw.

Gegenwärtig besteht die Aufgabe in der Dämonisierung Putins und Assads. Ja, und natürlich muss der Unmut der Bürger über die immer größer werdende Ungleichheit muss wieder eingefangen werden. Schließlich steht das Projekt der "marktkonformen Demokratie" kurz vor seiner Vollendung.

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rwachsmu 10.11.2016, 17:43
73. Immer die gleichen Fehler,

...ob in der Wahl dieses Formats oder in der Analyse der Causa.
Wie kann man Lafontaine in die Nähe eines tumpen Nationalisten rücken? Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Ja, die Probleme, gegen die sich die Linke wendet, sind die gleichen Probleme, die die potentiellen Wähler dieser Rechtspopulisten umtreiben.
Wann fängt man endlich an, den Kern der Kritik und die Bedürfnisse dieser Menschen, soweit sie nicht von tumbem Nation- und Volksgequäke geprägt sind, Ernst zu nehmen?
Fakt: Wir leben in einer wirtschaftlich gespaltenen Gesellschaft, in der immer mehr Menschen und deren Arbeitsleistung zur Ausbeutungs- und Verschiebemasse geworden sind.
Fakt: Das Gesellschaftsvermögen und die stete Auffrischung desselben ist zu einem Selbstbedienungsladen auf Kosten der kleinen Leute geworden. Von MwSt bis zum EEG und demnächst der Maut etc....
Fakt: Kriminelle Unternehmen und Banken werden geschützt, gedeckt und subventioniert. Wo ist ein Unternehmensstrafrecht?
Fakt: Die politische Elite hat sich an das Kapital verkauft, agiert in dessen Sinne oder macht Politik für Wenige, mit denen sie Seilschaften bildet. Hierzu gehören heute auch die Gewerkschaften.
Fakt: Dankeschön mit Pöstchen ist Korruption.
Fakt: Die relevanten Medien schweigen dazu.
Diese unerträglichen Labersendungen ala Maischberger etc.. sind nur ein Feigenblatt oder besser ein Nebelwerfer.

Die eigentlich Verantwortlichen für das Erstarken einer demokratiefeindlichen blutsaufenden rechten Masse sind die Regierungen und verantwortlichen Politiker der letzten 20 Jahre. Allen voran die unselige SPD. Gekauft und übernommen vom Kapital und einer unseligen Alianz mit den Gewerkschaften, die vornehmlich für die noch verbleibenden paar Mitglieder agieren, die in fetten außertariflichen Verträgen arbeiten und dazu alle anderen Arbeitnehmer, vom Leiharbeiter bis zum Angestellten in kleinen Betrieben verraten und versklaven.

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panzerknacker 51 10.11.2016, 17:54
74. Warum um Himmels Willen ...

wurde eigentlich Frau Schwarzer in diese Runde geladen?

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thomas.mobil@lacaleta.de 10.11.2016, 17:59
75. Wer trägt mal was Neues bei?

Erst Mal: Ich habe nicht mehr oder weniger Angst vor Trump als damals vor Reagan. Nämlich Null.
Zu den Gästen bei Sandra Maischberger:
Warum werden Fossilien wie Alice Schwarzer und Oskar Lafontaine eingeladen? Müssen wir das noch immer haben? Haben wir keine jüngeren, frischen Leute? Das, was die zu Sagen haben, ist nict neu, Beide haben jedoch noch immer Potential um Unruhe zu stiften. Es geht also um Unterhaltung, nicht um Erkenntnis oder die Weiterentwicklung von Denkweisen. Warum war niemand anwesend, der Frau Schwarzer erklärt, dass es nicht nur noch immer solche Männer gibt, wie sie Frau Schwarzer als bereits überwunden geglaubt hat, sondern dass es ein Menge Frauen gibt, dei auf solche Tyüpen stehen und sogar neue Exemplare diese Typs mit den vorhandenen zu produzieren bereit sind? Warum muss sie uns immer noch mit Ihrem Menschenbild auf den Zeiger gehen, das mindestens genauso geschlossen isnt, wie das von Trump? JA, die Stinker sind noch immer da, mir gefallen diese Stinker nicht aber das ist einfach Realität.

Und auch der Oskar, den Deutschland nicht wollte, den ich intellektuelle schätze: Rentner gehören in Rente. Das gilt auch für Stoiber und Ähnliche. Einmal insgesamt im Jahr im TV genügt doch. Wir wissen alle, dass Oskar Lafontaine seinem Namen gerecht wird und als unermüdlicher Quell der Bemessung wirklich jedes Themas nach marxisitischer Dialektik und linker Solzialromantik absoult alles stets auf das gleiche Muster und die gleiche Welterklärung zurückführen wird. Eine Weltsicht, die sich samt Ihrer Theorei inzwischen genauso überholt hat, wie der ursprüngliche, echte Liberalismus. Nur dass der Liberalismus älter ist und inzwischen von keiner politischen Partei mehr verteten wird. Nirgends.
Zu Trump: Der Ausgang der US-Wahl löst in mir keinerlei Unbehagen oder Wut aus. Der Umgang mit dem Teilzeit-Verrückten Trump hierzulande allerdings schon. Ich frage euch: In wie weit unterscheidet Ihr Euch mit Eurer Beurteilung von Figuren wie Oppermann, Röttgen, Annen, Steinmeier, Gabriel und anderen, die jetzt einen Kommentar mindestens genauso dumm wie die von Trump vom Stapel lassen? Ich denke, es steht niemandem zu, zu urteilen, der nicht wenigstens eine alternative Sicht gegenüberstellen kann. Trump hat mich nicht erschreckt, denn ich lege keine europäischen, nicht einmal spezifisch deutsche Maßstäbe an. Ich habe in den USA ein gutes Jahr gelebt. Nicht in einem elitären, wohlversorgten Zirkel, sondern mitten unter normalen Leuten.
Trump ist Verkäufer. Verkäufer Arbeiten mit Botschaften und Stories. Er ist einer der Großmeister des Planeten in der Dichtkunst des Story-Tellings. Menschen wollen Stories hören und überzeugt werden. Ob es der intellektuellen Minderheit auf dem Planeten gefällt oder nicht.

Er hat seine Botschaft platziert. Die lautet Trump! Warum? Nun, warum leckt sich mein Kater, der gerade neben mir sitzt, die Eier? Ganz einfach: Weil er es kann.

Er hat die Botschaft verpackt. Mit einer Verpackung, die Ihr – auch ich – eben traurig, bestürzend, abstoßend, widerlich, erschreckend oder sonst was finden.

Besten Dank

Thomas Blechschmidt

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Findus_1 10.11.2016, 18:21
76.

Zitat von brunolafitte
Es haben auch verdammt viele Schwarze und Latinos Trump gewählt.....
Schwarze Männer: 80% Clinton, 13% Trump. Schwarze Frauen: 93% Clinton, 4% Trump. Latino Männer: 62% Clinton, 33% Trump. Latino Frauen: 68% Clinton, 26% Trump. Verdammt viel?

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witzbold 10.11.2016, 18:22
77.

Zitat von Newspeak
Der letzte Satz ist großartig ("Nicht auszudenken, wie weit es dieser Lafontaine noch bringen könnte, ginge er eines Tages in die Politik.") und er zeigt genau das Problem von solchen Populisten. Reden können sie, liefern, wenn sie an der Macht sind, meistens nicht. In diesem Punkt ist übrigens Obama kein kleinerer Populist, als Trump! Was hat Obama nicht alles versprochen. Und was hat er davon umgesetzt. Die Ausrede mit der Blockade durch die Republikaner erklärt manches, aber nicht alles. Obama ist ein Mann der Phrasen. Mal schauen, was Trump ist. Was schlimmer ist, als Trump, ist allerdings das deutsche Talkshowpersonal. Gräßlich. Immer dieselben Leute. Immer die gleichen, vorhersagbaren Beiträge. Dazu solche "Lichtgestalten" wie Schwarzer, die durch was noch mal qualifiziert ist, zu solchen politischen Themen zu sprechen? Alles sehr mittelmäßig, was man da geliefert bekommt. Und dann solche Sätze wie von Roth "Auch wage er die These, "dass Trump für Merkel der absolute Anti-Typ ist"." Ja, und? Vielleicht muß Merkel ja nur ein halbes Jahr mit ihm auskommen. Vielleicht könnte man als Journalist auch einfach mal annehmen, daß Merkel nicht wieder gewählt wird, oder sich fragen, ob Merkel ein ähnliches Problem darstellt, eine Amtsinhaberin, die zu lange schon dabei ist, sich für unersetzlich hält, den Fortschritt blockiert und Deutschlands Gesellschaft spaltet, nicht anders als in Amerika geschehen. Aber das ist wohl alles zu hoch für Roth, diesen müden Gesellen, der nur dort sitzt, weil er mal "was mit Medien" gemacht hat. Schlimmstes Beispiel für die Proporzinzucht der Medien, für die Echokammer, die aus Leuten besteht, die nur schon alle zu lange immer recht hatten und in ihren Berliner Lofts und demnächst versorgt mit der großzügigen Pension des GEZ-Beitragszahlers keinen Bezug zur Wirklichkeit mehr haben. Ganz grausam. Und da wundert man sich noch, woher die ganze Verachtung und der ganze Hass kommt? Trump ist ein Produkt dieser verlogenen Scheinwelt, die von den Medien mit erschaffen wird. Die Medien sind Teil des Problems und nicht der Lösung.
Ganz großartig analysiert!

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Findus_1 10.11.2016, 18:40
78.

Zitat von panzerknacker 51
wurde eigentlich Frau Schwarzer in diese Runde geladen?
Sie wird bei der Maischberger regelmäßig eingeladen. Ich bin auch der Meinung, sie ist völlig deplatziert, aber in jeder Talkrunde.

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soinmast 11.11.2016, 05:04
79.

Zitat von klmo
Unglaublicher Schmarren. Hoffnungsträger ist jeder gewählte Politiker und es ist ein gängiges Ritual, dass bei Wahlen der Arbeitsmarkt und die Arbeitslosigkeit ein Schwerpunktthema ist. Hier mit mit unserer unseligen deutschen Vergangenheit zu assoziieren, ist absurd und beileidigend zugleich.
Wenn die Wahrheit "Unglaublicher Schmarrn" ist, sollten Sie sich vielleicht mal damit beschäftigen.
Ihrer Aussage nach ist es demnach völlig egal, was gesagt wird, ist doch sowieso nur ein "Ritual".
Was ist jetzt exakt "absurd und beleidigend" an meiner Aussage?

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