Forum: Kultur
"Maischberger" zur GroKo-Krise: Talkrunde mit vertauschten Rollen
Peter Rigaud/ WDR

Vielfach heißt es derzeit, die Regierung sei am Ende. Zum "Maischberger"-Talk schickten CDU und SPD nun Politiker, die sich freundlichst die Bälle zuschoben. Dafür beharkten sich die beiden eingeladenen Journalisten.

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vogelskipper 06.06.2019, 07:13
1. Schönrederei von Brinkhaus - die wollen es nicht kapieren!

Im Schönreden ist die CDU wirklich Spitze und es nervte gehörig, dass ein Herr Brinkhaus außer leeren Phrasen und möglichst nichts Konkretes von sich geben, nicht wirklich etwas zu sagen hatte. Wann merken die endlich, dass genau diese Art und Weise der Politik niemand mehr hören kann? Vielleicht sollten die CDUler alle noch einmal Rezos Video ansehen, um zu lernen, wie man ganz konkret auf den Punkt Dinge benennen kann!? Dass die den Bürger immer noch für dumm halten, zeigte auch wieder Brinkhaus mit seinen Ausflüchten als Jörges die CDU Anbiederung an die SPD ins Spiel brachte, damit es ja keine Neuwahlen geben würde, denn da sähe es noch schlechter aus mit den Mehrheitsverhältnissen als jetzt, wenn nicht gar die Grünen die stärkste Partei werden könnten. Dies einfach einmal klipp und klar anzuerkennen, so wie es Weil bei einigen Themen tat, das stünde der CDU gut zu Gesicht, wenn sie nicht noch mehr Wähler verlieren wollen. Diese Talkrunde hat einmal wieder gezeigt, dass die CDU den Schuss immer noch nicht gehört hat und das mit der aktuellen Garde wohl so auch nichts mehr werden wird. Das Herumgefasel, was übrigens die junge Hoffnung der CDU alias Philip Amthor auch glänzend beherrscht, will niemand mehr hören. Die meisten Bürger sind heute aufgeklärt genug, um zu wissen, was Sache ist und sie wollen klare Eingeständnisse, Antworten und letztendlich Taten!

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msc75 06.06.2019, 07:26
2. Herr Fleischhauer war unterirdisch ...

... seine Symphatie-Erklärung zu AKK's "Witz" dabei der Höhepunkt. Inhaltsloses Geschwafel nur um des Reden's Willen? Einen Stinkefinger in einer ARD-Talkrunde (zur optischen Verdeutlichung von Nahle's Stimmung) habe ich auch noch nicht gesehen. Er fand sich augenscheinlich selbst richtig gut, nur war er allein mit dieser Meinung. Herr Hörges: sauber analysiert, jedoch zu aggressiv in seinen Forderungen. Merkel-Bashing allein löst das Problem nicht. Vielleicht hat er es nicht bemerkt, aber BK Merkel hat mit ihrer Energiewende und dem Atomausstieg deutlich gezeigt, dass mit ihr durchaus auch radikale grüne Politik gemacht werden kann. Allein Lobbisten und konservative Kräfte in CDU und Wirtschaft blockieren diese Ambitionen erfolgreich. Diese Leute sollten sich das Ergebnis der Europa-Wahl als Warnung nehmen und ihre Blockadehaltung endlich aufgeben. Herr Brinkhaus scheint diese Leute auch zu kennen. Ihm ist es lieber, weiter wie bisher nur zu reden und zu reden und darauf zu vertrauen, dass "der Markt" schon alles regeln werde. Leg dich bloß nicht mit den Großen an, scheint seine Devise zu sein. Viele Leute fühlten sich in ihrer "alten Welt" so wohl und sicher, da könne man nicht mit so radikalen Umbrüchen kommen ... (über sowas kann ich als Ossi nur müde lächeln). Na ich übersetze mal: Niemand wird sich seine einmal gesicherten Pfründe für den Klimaschutz so einfach wieder nehmen lassen, und da hat er wahrscheinlich sogar recht. Er sieht nur leider nicht, dass die Zeit für Tippelschritte schon verschenkt wurde und die Menschen da draussen genau deshalb nun radikale und konsequente Aktion fordern. . Herr Weil lief aalglatt so durch, Frau Göring-Eckardt hat mich mit ihrem Auftritt zum ersten Mal wirklich positiv beeindruckt. Erstens hat sie Diskussionskultur und zweitens saubere Argumente. Hätte Frau Maischberger nicht erfolgreich immer wieder den roten Faden abgerissen (anscheinend glaubt sie, der Zuschauer ist mit zuviel Faktenwissen schlicht überfordert und man müsse die Diskussion nur so flach wie möglich halten), wäre es Frau Göring-Eckardt sicherlich gelungen, Herrn Brinkhaus noch direkter zu stellen, der glaubt, die Regierung habe allein schon deshalb ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis gestellt, weil sie das Paket zu Migration und Einwanderung auf den Weg gebracht hat. Ich sag es hiermit nochmal deutlich, was ihm Frau Göring-Eckardt schon durch das wilde Durcheinander-Gerede zurufen wollte: Handlungsfähigkeit beweist man durch Handeln. Gesetze machen ist nur das Vorspiel. Ausführen und klare, im Alltag sichtbare Ergebnisse erzielen. Das wollen die Menschen sehen. Und zwar bis spürbar bis zum Ende der Legislatur, dass kann ich (besonders der SPD) nur empfehlen.

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claus7447 06.06.2019, 07:50
3. Fleischhauer, der Hetzer..

... ich stelle dies immer wieder fest. Dabei habe ich den Verdacht, das der gar nicht so ist. Dem geht es um Schlagzeilen, um Publikum und nach dem Motto "viel Feind viel Ehr!"

Ehrlich, ich werde ihn nicht vermissen. Wenn es noch ein paar von seinen Foristen Fans mitnimmt, es ist dann kein großer Verlust. Ein kleiner, verschmerzbar.

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kritischer-spiegelleser 06.06.2019, 08:19
4. Katrin Göring-Eckardt

als eingespielte Co-Moderatorin und Stichwortgeberin Maischbergers. Dafür durfte sie dann auch wieder ihre Wahlslogans vorbeten. Interessant ist die Sicht der Grünen auf eine "alte Welt" und eine "neue Welt". War mir bisher nicht bekannt, werde ich aber auch nicht mittragen. Die SPD wird jetzt versuchen, mit einem neuen Klimakonzept die Koalition zu sprengen. Da heisst es dann für die CDU: spring oder alles auf Anfang!

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kajoter 06.06.2019, 08:38
5. @ #2

Zitat von DougStamper
Tja fleischi, selbst deine Kollegen lachen dich mittlerweile aus. Aber so ist, das wenn man auf der braunen Welle surft, dann ist die Gefahr groß das man schlecht riecht wenn man hineinfällt. Die Sendung an sich war bis auf göring-Eckardt und Herrn jörges getränkt von Plattitüden. Wenn Herr weil tatsächlich Vorsitzender werden sollte ist nichts gewonnen für die spd. Absolut farblos, wenn er eine Woche weg wäre weiß keiner mehr wie er aussieht. Die spd braucht jemanden mit so viel Charisma wie habeck. Anders wird’s nix.
Sie sollten dringend ihre ureigene Farbenlehre justieren. Fleischhauer als Surfer auf der braunen Welle zu bezeichnen, charakterisiert eines unserer generellen Grundprobleme im politischen Diskurs: die pauschale und extreme Etikettenanheftung.
Dass Habeck Charisma besitzt - nun ja, solche Meinungen soll es halt auch geben.

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tomkey 06.06.2019, 08:43
6. Journalisten

Nehme ich denen einen noch halbwegs ab politischer Journalist zu sein, ist der andere nur ein billiger Abklatsch eines Journalisten. Seriös schon gar nicht. Früher sagte man "Meckerfritze" - heute "Troll". Wer gemeint ist, wird alleine an den Kommentaren im Forum klar.

Und mit Weil als möglichen Kandidaten für den SPD-Vorsitz sehe ich keine Änderung an den Inhalten der SPD - eher ein Festhalten am Jetzt. Und ich prophezeihe ein weiteres Riesendebakel der SPD bei den Landatgswahlen im Herbst. Die werden in den 3 ostdeutschen Bundesländern abschmieren wie noch nie. Die jahrzehntelange neoliberale Politik bricht denen nun das (ostdeutsche) Genick. Danach ist die Koaltion am Ende. Das sehe ich als einzige Chance, die SPD zu retten

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Andraax 06.06.2019, 08:57
7.

Zitat von claus7447
... ich stelle dies immer wieder fest. Dabei habe ich den Verdacht, das der gar nicht so ist. Dem geht es um Schlagzeilen, um Publikum und nach dem Motto "viel Feind viel Ehr!" Ehrlich, ich werde ihn nicht vermissen. Wenn es noch ein paar von seinen Foristen Fans mitnimmt, es ist dann kein großer Verlust. Ein kleiner, verschmerzbar.
Für mich ist Fleischhauer nicht maligne, aber fehlgeleitet - sein Weltbild ist komplett voreingenommen. Er verarbeitet immer die Kindheitstraumen mit seinen liberal/linken Eltern.

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Poli Tische 06.06.2019, 09:00
8. Die SPD hat jemanden!

Zitat von DougStamper
Die spd braucht jemanden mit so viel Charisma wie habeck. Anders wird’s nix.
Kevin Kühnert wäre nicht nur für junge Wähler eine Alternative zu all den Schröderbelasteten, furztrockenen Altpolitikern.
Mit ihm könnte es für die SPD, deren Noch-AnhängerInnen und allen APD-Abtrünnigen wieder spannend werden.
Weg vom alten Tanten Image hin zur neuen Zeit!

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tinnytim 06.06.2019, 09:06
9. Merkel und grüne Politik?

Zitat von msc75
. Merkel-Bashing allein löst das Problem nicht. Vielleicht hat er es nicht bemerkt, aber BK Merkel hat mit ihrer Energiewende und dem Atomausstieg deutlich gezeigt, dass mit ihr durchaus auch radikale grüne Politik gemacht werden kann. Allein Lobbisten und konservative Kräfte in CDU und Wirtschaft blockieren diese Ambitionen erfolgreich
Ich gehe mit Ihnen ja weitestgehend konform, vor allem was den unmöglichen Fleischhauer angeht. Allerdings muss ich Ihnen im punkto Mekel und grüne Politik entschieden widersprechen. Hier eine kleine Geschichtsexkursion:
Merkel hat vor dem Atomausstieg von ihr ersteinmal ein Jahr vorher den 2000 von Rot-Grün verhandelten (für das gleiche Jahr wie jetzt) zurückgenommen. Sie ist dann auch nicht aus der Kernenergie ausgestiegen wegen Fukushima, sondern weil in Baden-Württemberg die Grünen rapide gewonnen hatten. Übrigens kostet uns dieser Atomausstieg unfassbare Entschädigungszahlungen, während der 2000 vereinbarte juristisch wasserdicht war (bei Interesse mal nach "Gerald Hennenhöfer" googeln und seine beeindruckende Lobbyvita lesen bei Wiki).
Auch bei den Erneuerbaren Energien hat man ab 2011 so ziemlich alles verbockt, was man verbocken konnte, 80.000 Jobs in der Solarbranche verloren, nur um 1 - 2Milliarden zu sparen in 5 Jahren. Für 20.000 Jobs in der Kohle-Industrie, die abgewickelt (nicht erhalten!) werden sollen, können wir ja 40 Milliarden ausgeben. Derzeit läuft es ähnlich in der Windbranche, weil von der Politik massiv Steine in den Weg gelegt werden. Und das bei einer Branche, in der Deutschland einige Weltmarktführer im Angebot hat.
Das brauchen Sie mir natürlich nicht zu glauben, aber glauben Sie es Volker Quaschning, etwa gerade aktuell in einem Interview mit Tilo Jung.

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