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Mangelnde Menschlichkeit: Wir werden einsam sein
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Hauptsache, der nächste Handyfilm wird gut: Wenn es im echten Leben nicht rund läuft, inszeniert man sich im Netz eben neu. Und die Oma wird in ein Heim im Ausland abgeschoben.

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sametime 18.11.2017, 14:09
1. Schwarzmalerei

Es hat schon immer schlechte bzw. dumme Menschen gegeben, aber auch schon immer gute. Unabhängig vom Internet. In der Vorinternetzeit hätten Sie wahrscheinlich den gleichen Artikel geschrieben, nur TV statt Internet genommen. Hauptsache meckern und alle in einen Topf werfen. Mal wieder ein typischer Beitrag mit dem Thema: Früher war alles besser. Früher war nicht alles besser, früher war einfach nur früher.

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mac4me 18.11.2017, 14:20
2. Die kosmopolitische Generation...

...weltoffen, aber selektiv. Die bevorzugten Objekte der Menschlichkeit sucht man sich aus. Wer nicht funktioniert, wird abgeschaltet. Im Internet genügt ein Klick, im realen Leben wird die Kommunikation eingestellt. Es gibt nur zwei Optionen: Zustimmung oder Nicht – Kommunikation. Und wenn es die eigenen Eltern sind, diese Populisten, das findet man höchstens schulterzuckend traurig.

Die Welt ist ein großes Warenhaus, man kann sich alles aussuchen. Es gibt keinen Zwang, sich auseinanderzusetzen. Und familiäre Bande zählen schon mal gar nicht. Dazu gehört nur, was oder wer passt.

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ede-wolff 18.11.2017, 14:28
3. Chapeau!

.., Frau Berg! Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal zu einer Ihrer Kolumnen sagen könnte.
Und gleich vorweg an alle Foristen, die jetzt gleich schreiben werden über: die da oben, die anderen, ...
Nein, diese Kolumne geht nicht über "die da", sie geht über UNS, über mich und ja, über Sie! Lasst uns in den Spiegel schauen und uns verändern!

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tyxh 18.11.2017, 14:37
4. Gesellschaft ohne Gott

Tja so ist das in einer Gesellschaft ohne Gott, die nur auf der Rationalität des Geldes beruht ...

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wolfgangherman 18.11.2017, 15:00
5. Dazu kann mann nur Sagen.

Schwarzmalerei?
Setze dich an einen belebten Platz und beobachte die Menschen.
Wer Ohren hat um zu hören,wer Augen hat um zu Sehen(hinschauen und hinschauen)erlebt genau das und nix anderers.
Die Deutschen bestehen nur noch aus den 3 Affen, die meisten sind so.
1.Ich sehe nichts wenn man kein Handyvidio machen kann.
2.Ich höre nix
3.Ich sage nix habe ja nix von

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bruenette 18.11.2017, 15:01
6. 'Kosmopilotisch'

Zitat von mac4me
...weltoffen, aber selektiv. Die bevorzugten Objekte der Menschlichkeit sucht man sich aus. Wer nicht funktioniert, wird abgeschaltet. Im Internet genügt ein Klick, im realen Leben wird die Kommunikation eingestellt. Es gibt nur zwei Optionen: Zustimmung oder Nicht – Kommunikation. Und wenn es die eigenen Eltern sind, diese Populisten, das findet man höchstens schulterzuckend traurig. Die Welt ist ein großes Warenhaus, man kann sich alles aussuchen. Es gibt keinen Zwang, sich auseinanderzusetzen. Und familiäre Bande zählen schon mal gar nicht. Dazu gehört nur, was oder wer passt.
glaubte selbst ich mich seit Jahrzehnten unterwegs und begleitete - ungleich 'erzog' - meine Kinder auf ihrem langen Weg ins reale Leben. Bislang ist es gut gegangen. Noch bin ich rüstig genug, ältere u. auch anderweitig Hilfebedürftige zu unterstützen. Wenn es auch mich eines Tages derart treffen sollte, dass ich auf fremde Hilfe angewiesen sein würde, dann werde ich mich (heutiger Stand) gern freiwillig und sozial 'entsorgen'.

Herzlichen Dank an Frau Berg für den aktuellen Denkanstoß. Und ja, ich weiß es doch auch nicht. The Answers My Friend, Are Blowing In The Wind ...

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The_Hobbit 18.11.2017, 15:03
7. Einsamkeit

Meinen Sie nicht, wir seien bereits einsam?

This is the way the world ends
Not with a bang but a whimper.

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Braveheart Jr. 18.11.2017, 15:05
8. Rentner nach Rumänien ...

... ist längst Big Business, mit allem was dazu gehört - viel wird versprochen und wenig geliefert, denn die Kontrolle beschränkt sich oft auf den monatlichen Drei-Minuten-Anruf. Allerdings werden die Alten nicht immer aus Bequemlichkeit abgeschoben; Vielmehr steht die nachfolgende Generation unter dem Zwang, immer und jederzeit abrufbar zu sein. Da führt der Zwang, einen dementen Verwandten zu betreuen, schnell ins berufliche Abseits. Bleibt nur, die von der vorhergehenden Generation gesammelten Güter zu versilbern (denn so ein Heimplatz ist richtig teuer). Und nebenbei genug zurückzulegen, daß es für ein Ticket nach Rumänien reicht, wenn die eigene Person zum Stolperstein für die dann nachfolgende Generation wird. Ich nenne dieses Prozeß "permanente Entreicherung". Und ich glaube, daß dies politisch gewollt ist. Von der Kapitalismus-Lobby, die laufend von hehren "europäischen Idealen" tönt (die sogenannten "Vier Freiheiten"), und doch seit 40 Jahren nur darauf aus ist, Gewinne zu privatisieren und Kosten zu sozialisieren (sprich: möglichst dem Steuerzahler aufs Auge zu drücken). Aber das ist, wenn ich Frau Berg richtig einschätze, Stoff für eine weitere Kolummne ...

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echoanswer 18.11.2017, 15:12
9. Nicht korrekt

die meisten sind einsam. Sie merken es nur noch nicht, weil sie glauben Facebook und Instragram wären Leben. So lange virtuelle Treffen, FB-Gruppen und Teamchats wichtiger als reale sind, man sogar als altmodisch gilt, wenn man sich Auge in Auge trifft, so lange wird der Mangel nicht wahrgenommen.

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