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Massive Kritik an Günther Jauch: ARD verteidigt Kachelmann-Talk
DPA

War es ein Fehler von Günther Jauch, Jörg Kachelmann zu sich in die Sendung einzuladen? Waren der Moderator oder seine Redaktion gar überfordert davon? Die ARD und die Produktionsfirma weisen die Kritik von sich.

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intoxic8ed 16.10.2012, 11:45
80.

interessant wäre es doch wieder gewesen, wenn herr dr. johann schwenn, sein zweiter anwalt dabei gewesen wäre. dieser hatte einst lanz, diesen weichspüler, schön auflaufen lassen.

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wayne_82 16.10.2012, 11:50
81. Ähm

Zitat von Ausfriedenau
Mit Typen wie Kachelmann, der von einer Vergewaltigung mangels Beweisen freigesprochen wird, habe ich in der Tat ein Problem. Insbesondere dann, wenn der sich nicht zurückhält, sondern sich nun noch als Unschuldslamm verkaufen will und dafür sogar noch die "öffentliche Bühne" nutzen darf. Wer steht noch dahinter? Wer hat Interesse daran, Typen wie Kachelmann wieder salonfähig zu machen? Und darf ein Typ wie Kachelmann an seinem ungeklärten Vergewaltigungsfall in einer solchen Weise pauschal über die deutsche Justiz und die Richterschaft herfallen? Nein, so gehts nicht und die Medien spielen dabei ebenfalls keine gute Rolle!
Frau Schwarzer, sind Sie es?

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wayne_82 16.10.2012, 12:04
82. Titel

Zitat von shr00m
nein am herrn kachelmann hats natürlich nicht gelegen, der is ja auch immer total nett und sympathisch, auch wenn er vor kurzem noch mit vergewaltigungsvorwürfen zu tun hatte und gerade nochmal so einen freispruch mit vernichtenden äusserungen des richters im schlusswort bekommen hat.
Das war einfach ein persönliches Nachtreten im Urteil, weil man sich nicht vollends die Blöße geben wollte und konnte. Es hätte in Mannheim niemals zur Anklage kommen dürfen und wäre es bei einem anderen Gericht wohl auch nicht. Und man muss sich das mal vorstellen - 44 (!) Verhandlungstage. Wahnsinn. Alleine daran sieht man doch, dass das Gericht nicht mehr alle beisammen hat. Normal sind vielleicht 10 Tage, höchstens.

Er ist nicht "gerade so" freigesprochen worden sondern klipp und klar. Die von Ihnen zitierten Worte des Gerichts im Urteil sind einfach nur schlechtes Stil. Es gab und gibt keinerlei Beweise für den Vorwurf - recherchieren sie einfach mal (vllt reicht Ihnen ja schon der Artikel von Frau Friedrichsen zum Schhlussplädoyer von Kachelmanns Anwältin). Sofern Sie ein Mindestmaß an Intelligenz besitzen, werden auch Sie zu dem Schluss kommen, dass Frau D. den Vorwurf erfunden haben muss.

Die Boulevardpresse hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Erschreckend.

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tizian 16.10.2012, 12:04
83. Kritik angebracht

Zitat von sysop
War es ein Fehler von Günther Jauch, Jörg Kachelmann zu sich in die Sendung einzuladen? Waren der Moderator oder seine Redaktion gar überfordert davon? Die ARD und die Produktionsfirma weisen die Kritik von sich.
Die Kritik war und ist richtig vor allem an der letzten Sendung. Herr Jauch hätte Herrn Tiedje zurechtweisen müssen, so ein Umgang ist bei Jerry Springer vielleicht in Ordnung, aber nicht für dieses Format. Die Auswahl der Gäste war schlecht, Herr Baum und Herr Hassemer sind qualifizierte Leute, aber nicht dafür. Wenigstens ein echter Strafverteidiger hätte da hingehört, wie Herr v. Schirrach. Falschanschuldigungen sind ein Problem im Justizbetrieb und sie schaden vor allem den echten Opfern, das hätte in die Sendung gehört. Das Einblenden des Nebenklägeranwaltes und der Text des jetzigen Anwaltes daneben war ein schwerer redaktioneller Fehler und dass Jauch den Einwand von Frau Kachelmann nicht verstand war peinlich.

Aber, und das ist mein zweiter Punkt, der mich zunehmend an der Sendung stört, man merkt ihm an, wenn er einen Gast nicht mag, keine Lust auf ihn hat, etc. Wallraff und besagter v. Schirrach sind dafür gute Beispiele. Das finde ich unprofessionell, denn er bzw. seine Redaktion laden die Leute ja ein.

Die im Artikel abgedruckte interne ARD-Kritik trifft leider zu...

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seppedoni 16.10.2012, 12:18
84. Landgericht Mannheim

Zitat von wayne_82
Das war einfach ein persönliches Nachtreten im Urteil, weil man sich nicht vollends die Blöße geben wollte und konnte. Es hätte in Mannheim niemals zur Anklage kommen dürfen und wäre es bei einem anderen Gericht wohl auch nicht. Und man muss sich das mal vorstellen - 44 (!) Verhandlungstage. Wahnsinn. Alleine daran sieht man doch, dass das Gericht nicht mehr alle beisammen hat. Normal sind vielleicht 10 Tage,.....
Wenn ich an dieser Stelle auch mal ein Konkurrenzerzeugnis anpreisen darf: Die Artikel von Frau Rückert in der Zeit waren für mich damals die journalistischen Glanzlichter, sozusagen der Gegenpol zu Schwarzer & Konsorten. Wobei man feststellen wird, dass der Angeklagte darin keineswegs zu einem sympathischen Zeitgenossen stilisiert wird.
Wer danach noch Illusionen über das Mannheimer Landgericht hat, darf sich - sozusagen für Fortgeschrittene - gerne mal in den Mordfall Wörz vertiefen.

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Hans Woestner 16.10.2012, 12:19
85. Zuviel Alkohol?

Sendung vom 14.10.12 G. Jauch
Thema: Kachelmann

Sehr interessante Sendung!

Aber Frage:
War der Studiogast Hans-Hermann Tiedje
betrunken?
Die ständige Zwischenquatscherei und das Gestöhne dieses Mannes hat die Sendung gestört.
Und Kachelmann als "Wetterfuzzi" zu bezeichnen, deutet schon auf Trunkenheit hin.

Die Ruhe, die Kachelmann in der Sendung ausstrahlte, hat mich beeindruckt.

Jauch hatte als Gesprächsleiter leider die Sache nicht im Griff.

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chico 76 16.10.2012, 12:29
86. Es war

Zitat von sysop
War es ein Fehler von Günther Jauch, Jörg Kachelmann zu sich in die Sendung einzuladen? Waren der Moderator oder seine Redaktion gar überfordert davon? Die ARD und die Produktionsfirma weisen die Kritik von sich.
kein Fehler, die Kachelmanns einzuladen, im Gegenteil.Ich fand sie überzeugend.
Alleine die Akten - Informations - durchstechereien, während der Ermittlungsphase, der Staatsanwaltschaft an die Presse wären schon Grund alleine gewesen, diese auszutauschen.
Keine Zeugin, die Geld für ihre "Statements" von der Presse erhalten hat, hätte im Zeugenstand erscheinen dürfen.
Das waren sozusagen bezahlte Aussagen.
Dass man als Gast bei Jauch von einem Gegner ( Tiedje ) beleidigt wird und das vom Moderator ungeahndet bleibt, spricht nicht für Souveränität.

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brille007 16.10.2012, 12:35
87. ...

Im Interesse der journalistischen Korrektheit sollte mal zurechtgerückt werden, dass der Prolet Tiedje kein "BILD-Mann" ist. Der hat da mal gearbeitet und war dort von 1989 bis 1992 auch Chefredakteur und hat sich dabei ganz sicher nicht mit Ruhm bekleckert - aber das ist schlappe 20 Jahre her. Was er heute so alles treibt, kann man beispielsweise HIER nachlesen.

Zur Sendung selbst: Jauch kann keinen Journalismus und keinen Talk; es gibt wenige vergleichbare unsouveräne Talkmaster im deutschen Fernsehen. Aber auch Kachelmann war schlecht beraten, sich mit diesen "Gästen" in ein TV-Studio seines ehemaligen Arbeits-/Auftraggebers ARD zu setzen. Eine Woche zuvor war im selben Format möglich, Peer Steinbrück als Exklusiv-Gast zu befragen; darauf hätte Kachelmann ebenfalls bestehen sollen, bevor er seine Zusage machte. Und sich auch nicht von seiner (zugegeben sympathischen) Frau begleiten und dieser weitgehend das Wort überlassen sollen, sondern beispielsweise von seinem Medienanwalt, Prof. Dr. Ralf Höcker.

Und was dieses unerträgliche, auch bei SPON wieder und wieder nachgeplapperte "na, irgendwas wird schon drangewesen sein" angeht: Ausnahmslos JEDER männliche SPON-Forist kann in genau dieselbe Situation kommen, wenn einer Kollegin oder Bekannten mal ein Furz quersitzt. Ein "ungeordnetes Privatleben" braucht es dafür nicht; das kann auch katholisch verheirateten Familienvätern passieren, denn nach "Volkes Meinung" genügt ja die blosse Behauptung einer Frau, man habe sie belästigt oder ihr gar Gewalt angetan. Im Unterschied zu Kachelmann wird sich der gemeine SPON-Forist allerdings keinen Strafverteidiger Schwenn leisten können, der ihn da wieder raushaut. Insofern wäre hier jeder klug beraten, deutlich kleinere Brötchen zu backen.

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camemberta 16.10.2012, 12:46
88. ...

Zitat von Ausfriedenau
Mit Typen wie Kachelmann, der von einer Vergewaltigung mangels Beweisen freigesprochen wird, habe ich in der Tat ein Problem. Insbesondere dann, wenn der sich nicht zurückhält, sondern sich nun noch als Unschuldslamm verkaufen will und dafür sogar noch die "öffentliche Bühne" nutzen darf. Wer steht noch dahinter? Wer hat Interesse daran, Typen wie Kachelmann wieder salonfähig zu machen? Und darf ein Typ wie Kachelmann an seinem ungeklärten Vergewaltigungsfall in einer solchen Weise pauschal über die deutsche Justiz und die Richterschaft herfallen? Nein, so gehts nicht und die Medien spielen dabei ebenfalls keine gute Rolle!
Genau, wenn einer im Knast saß und so richtig öffentlich fertiggemacht wurde, aber später freigelassen werden musste, dann hat der darüber gefälligst demütig die Klappe zu halten. Wurscht, ob er seinen Job, seine Familie, seinen Ruf sowieso, sein Geld verloren hat, auch egal, ob unter Umständen ja die ganze Familie mit drinhängt (siehe Fall Arnold) - nein, dankbar muss er sein, da er ja wieder freigelassen wurde.
Und wenn er dann auch noch vielleicht ein wenig unsympathisch rüberkommt oder - am schlimmsten! - eine viel jüngere Frau hat, dann kann es gar nicht anders sein, der muss ins Sünderstüble, für immer! Und alle dürfen mal zuschlagen, hat er ja verdient, was behauptet er auch öffentlich, dass er unschuldig ist.

(Hat Horst Arnold auch behauptet. Da hat er dann keinen Freigang mehr bekommen und keinerlei Hafterleichterungen und durfte keinen Tag früher aus der Haft entlassen werden, der uneinsichtige Schrat, der! )

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camemberta 16.10.2012, 12:47
89. .

Zitat von stoffziege
Siehe Obama in seinem letzten Interview. Deswegen Herrn Jauch niederzumachen, finde ich völlig unangebracht. Und das Herr Kachelmann einen miesen Charakter hat, steht auch fest. Unschuldig oder nicht.
Weil Herr Tiedje so einen guten Charakter hat und nienicht gelogen oder sich mit zwielichtigen Leuten umgeben hat.

Doch, Jauch hat versagt, auf der ganzen Linie.

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